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Gast
om3ga schrieb:Nach der Logik müsste ein Autor also an Microsoft Geld für alle (zukünftigen) Werke zahlen, die er mit Word schreibt? Ist das dein Ernst?
Und der Vergleich mit einem Verlag ist mehr als hanebüchen: Dort kommt es zu einem tatsächlichen Vertrag, der zuerst ausgiebig verhandelt, von beiden Seiten zur Kenntnis genommen und entsprechend akzeptiert wurde. Hier tritt dieser "Vertrag" automatisch mit jedem in Kraft, der die EULA nach dem erstmaligen Start akzeptiert.
Ist Word den kostenlos? Bietet Microsoft mit Word einen eigenen Store bzw. eine eigene Plattform an, bei der die eigenen Werke ziemlich einfach an ein verdammt großes Publikum zu veröffentlichen sind? Der Vergleich hinkt imo gewaltig.
Zumal man nicht effektiv an Apple zahlen muss, sondern ein Teil der Einnahmen an Apple geht – genauso wie es bei App Store ist, genauso wie es für die Labels beim Musik Store ist und genau so, wie es bisher bei den Verlegern im iBook Store ist. Für mich ein Unterschied, obwohl natürlich bei beidem ein bestimmter Betrag abgegeben werden muss. Dadurch erhält man aber auch die Möglichkeit, mit einem kostenlosen & imo sehr umfangreichen Werkzeug Inhalte schnell und einfach zu erstellen und diese auf einer Plattform (die Apple zur Verfügung stellt) einzureichen.
Oder man geht den eignenen Weg wie z.B. das Versenden per Mail oder z.B. das Anbieten eines kostenlosen Downloads auf einer bestimmten Seite.
Und worin genau liegt da der Unterschied zu iBooks Author? Diese Software ist ebenso von einem einzigen Anbieter und für eine bestimmte Plattform auf einem bestimmten Gerät zur kostenlosen Verfügung gestellt. Die Gebüren sind in dem Fall einfach die Abgaben an Apple, welche im Gegenzug das kostenlose Werkzeug zur Verfügung stellt.om3ga schrieb:EDIT: Mit dem App Store kann man das in meinen Augen nur bedingt vergleichen, weil es in diesem Fall Software für ein bestimmtes Gerät von einem einzigen Anbieter ist, die man hier erstellt. Bekanntermaßen gibt es nur eine Vertriebsform für diese Software, und für die zahlt man eben Gebühren.
Wem das nicht passt, der kann doch auch einfach auf eine kostenpflichtige Software ausweichen. Man kann nicht nur mit iBooks Author Inhalte für iBooks erstellen.
Warum sollte Apple ein Werkzeug kostenlos zur Verfügung stellen, um andere Plattformen zu pushen? Gibt es dafür nicht bereits genug kostenpflichtige Alternativen? Quark kann das unterdessen auch, kostet aber eine Stange Geld.om3ga schrieb:Ein eBook kann ich aber nicht nur auf dem iPad lesen und vielleicht sind mir die paar iOS-User den Aufwand mit Apple und iTunes Store einfach nicht wert, deswegen vertreibe ich das Teil einfach über meine eigene Website. Und genau das wäre verboten. (was in Europa wohl nie halten würde, aber allein der Versuch ...)
