In den letzten Tagen habe ich vor Vorfreude auf Dark Souls intensiv Demons Souls weitergespielt - eigentlich hing ich drei Tage je knapp 3 Stunden an den Maneatern (4-3) fest. Das ganze ging so weit, dass ich gestern Abend fast den Controller quer durch den Raum geworfen habe, als beide nur noch einen gefühlten Millimeter Gesundheit hatten und ich einfach von diesen Drecksäcken von der Plattform gefegt wurde. Da fragt man sich schon (aber nur ganz kurz), warum man dieses Spiel überhaupt spielt, wenn man fragend und ausgelaugt und voller Emotionen mit verkrampften Händen "YOU DIED" liest, aber dann weiß man, man hätte nicht so nah an den Rand gehen sollen - Ich war zu ungeduldig und wollte den beiden ungestüm das Leben aushauchen.
Egal: Sammeln und kurz noch ein Bier aufgemacht, tief durchgeatmet, im Nexus alle Klamotten repariert und weiter gings, bis ich kurz vor 24.00 Uhr nach 3 Tagen und ca. 30 Toden den Sieg davon getragen habe. Welch ein Fest, welche eine Befriedigung, welch eine Genugtuung.
Du machst einen Fehler oder bist einmal unkonzentriert, unachtsam oder zu arrogant, dann nimmt Dich das Spiel, packt Dich, kaut Dich durch und spuckt Dich verächtlich in die Ecke. Das Spiel ist kein Spiel, es ist eine Konditionierung, eine Bestrafung im Falle des Hochmuts, es zwingt Dich zur permanenten Konzentration und zur Demut. Nimm den nächsten Gegner ernst oder er wird Dein letzter sein. Das Spiel hat mich getreten, ausgelacht, verhöhnt und eigentlich gar nicht beachtet - aber ich habe mir Respekt verschafft und sei es nur vor mir selbst, für meine Hartnäckigkeit für meine Geduld und meinen Siegeswillen.
Das ist eine Geißelung, die wohl nur Männer ertragen können und meine Frau hat mir nach dem Sieg nicht einmal gratuliert......
