Das sind die Zahlen aus Baden-Württemberg, wo die getesteten Reiserückkehrer herkommen. Stand 13.08.
Quelle:
https://www.swp.de/panorama/corona-...ich-menschen-mit-coronavirus-an-50632591.html
Klassische Urlaubsländer, mit Bierbauch, Sandstrand und Eimersaufen entnehme ich der Liste jetzt eher weniger.
Ich glaube da spielen vielfach Verwandtenbesuche im Ausland eine Rolle. Das ist halt auch eine Folge der Globalisierung - und ich frage mich: Will man's den Leuten verdenken? Wir Biodeutschen haben zumindest das große Glück unsere Verwandtschaft in der Regel regional erreichbar um sich zu haben - wenn man denn drauf steht.
Soll man den Erntehelferinnen, nachdem sie hier Bio-Salat gepflückt haben, sagen: "Du Sorry, Sommerurlaub kannste hier in Deutschland verbringen, nix sehen Tochter, Corona."
Es trifft einfach manche Mitbürger um ein vielfaches härter als gut situierte Deutsche. Das war in allen Phasen so.
Am Anfang der Kontaktbeschränkung riefen wir noch aus unseren Gärten und von unseren Dachterassen: "He, ihr jungen Hipster, treffet euch nicht in Gruppen in der Öffentlichkeit und im Privaten, ich überlege schon Kurzwahltaste 1 zu drücken und den Schutzmann zu informieren!"
In den Hitzephasen: "Schaut euch diese überfüllten Badeseen an. Die nächste Welle kommt!" Und man schwamm noch elegant 20 x 50 Meter im eigenen Pool im Schmetterlingsstil.
Jetzt: "Man kann ja wohl einmal nicht ins Ausland fliegen. Einmal. Auslandsurlaub gehört eh verboten. Das ist gut für die Natur und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den klassischen Urlaubsländern können sich dann ja mal richtige Jobs suchen!"
Ich weiß, die Lager sind verhärtet - aber ich habe den Eindruck, als wollten viele den Kampf gegen den Virus gewinnen - egal ob die Gesellschaft und das Miteinander, grenzenübergreifend, der Preis ist.
Ich hab neulich im Spiegel ein tolles Interview gelesen, in dem ein Psychologe sagt, man müsse genauso denjenigen dankbar sein, die die Regelungen Ende März durchdrückten - wie auch denen die für die Lockerungen kämpften und plump gesagt, am ersten Tag nach den Öffnungen wieder im Café saßen oder sich die Haare schneiden lassen. Denn auch nur dank denen wissen wir, welche Lockerungen wir relativ gefahrlos wahrnehmen können. Säßen wir immer noch am Fenster, in der Angst, die Zombieapokalypse stünde bevor, man wäre doch nie in Richtung Alltag (für die meisten von uns, Ausnahmen wie Messebauer, Clubs etc sind nicht von der Hand zu weisen) wie wir ihn jetzt haben, gekommen. Negativ natürlich, dass man in Sachen Schulen und KiGas so wenig Energie investiert hat, dort einen verträglichen Weg zu ertasten.