Gerri
FSV Mainz 05!
Man kann aber auch nicht nur die Infektionsgefahr durch Corona zum Dogma über alles erheben. Die Welt bleibt nicht stehen und es können aus Einschränkungen, der aus Infektionsschutzgründen gegeben wären, andere Nachteile entstehen - die durchaus schwerwiegender sein können als das Risiko, nicht "alles" gegen Infektionen getan zu haben.
Daher ist der Staat in der Pflicht, bei auferlegten Einschränkungen, die Existenzen vernichten können, Geld zuzuschießen. Das geht aber bei Bildung und Sozialisiation von Kindern und Jugendlichen nicht. Aber da einfach zu sagen "Pech gehabt, deal with it" ist imo höchsat problematisch.
Übertrieben gesagt: Was bringt es, ein paar Corona-Tote verhindert zu haben, wenn dadurch Leben und Psychen zerstört werden, wenn Kinder aufgrund den Grundrechtseingriffen zuhause misshandelt werden und/oder bildunstechnisch abgehängt werden? Auhc dadurch werden Krankheitsfälle und Tote entstehen, die man nicht so einfach zählen kann.
Selbiges gilt für alle anderen Bereiche. Es ist eine Milchmädchenrechnung, einfach zu sagen "mit einem Lockdown verhindern wir x Tote", ohne in betracht zu ziehen, welche sekundären Effekte man dadurch auslöst.
Aus rein infektiologischer Sicht wäre es das Optimum, alle Bundesbürger unter ausnahmslosen Hausarrest zu stellen, der so streng wie möglich durchgesetzt wird - dann hätte man sicher keine Infektionsketten. Nach drei Wochen wäre das Virus aus der freien Wildbahn entfernt. Dann muss man nur noch auf unbestimmte Zeit jegliche Ein- und Ausreisen aus dem Land untersagen und fertig.
Das zieht aber niemand in Betracht, weil die Folgen zu schwerwiegend wären - in einem Ausmaß, in dem es jedem einleuchtet.
EDIT: Damit das klar ist: ich befürworte NICHT, einfach nichts zu machen. Aber ich befürchte, es geht wieder zu sehr in Richtung Gießkanne ohne Sinn und Verstand, mit der kurzfristig die Infektionen gesenkt werden, aber mittelfristig nichts sinnvolles passiert.
Mittelfristig sollte der Impfstoff verfügbar sein und da muss uns die Kanzlerin jetzt durchmanövrieren und ich glaube rückblickend wird D ihr sehr dankbar sein.

