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Bundesliga 2009/2010 - der Diskussionsthread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ramflo schrieb:
Ich brauch nicht noch einen 2. Verein, der in der Buli spielt und keine Fans hat (außer pumaphil). Ein Hoffenheim reicht.

ihr versteht die fanszene hier nicht
laut umfragen finden hier 70% das projekt gut
die menschen wünschen sich den profifußball zurück wie er früher war
dazu hat leipzig und umland fast 2mio einwohner
kann mir gut vorstellen dass das zentralstadion (red bull arena) schon in liga 3 voll ist
 
Marcello schrieb:
Macht alles weitere denn die Absichten erträglicher?
Meiner Meinung nach nicht.

Gerade bei Mateschitz kannst du davon ausgehen, dass hier nicht nur schnell mal ein paar Millionen mit dem Verein verdient werden und man diesen dann fallen lässt. Was man in Salzburg bezüglich Nachwuchsarbeit, Stadion und qualitativ guten Fußball auf die Beine gestellt hat ist einfach top, eine der einzigen Mannschaften in Österreich die man sich auch wirklich mal ansehen kann ohne einzuschlafen.

Klar hat man den Verein komplett dem RB Image angepasst und viele Fans (wobei das bei Austria Salzburg am Ende mehr Ultras waren als Leute denen was am Sport gelegen wäre) waren sauer, dass man Sachen wie den Vereinsnamen geändert hat, aber rein aus sportlicher Sicht war so ein Investor, der ein langfristiges Konzept hat, das Beste, was dem österreichischen Fußball passieren konnte.

Auch in Deutschland werden die Profivereine solche finanzkräftigen Hinterleute brauchen, wenn man weiterhin das sportliche Niveau halten will. Und da finde ich es gut wenn das ein Mateschitz oder ein Hopp ist, bei denen wirklich ein Konzept zu erkennen ist und die auch von der wirtschaftlichen Seite ein ungemeines Know How mitbringen.
Ob man es nun einsehen will oder nicht, es ist nunmal so, dass der Großteil der heutigen Proficlubs auch umsatzstarke Unternehmen darstellen und entweder man holt sich dann auch seriöse Unternehmer mit an Bord und geht einige Kompromisse was Sachen wie Tradition angeht ein oder man hat plötzlich irgend einen Scheich im Vorstand, der für kurze Zeit Geld in den Verein steckt, bei dem man aber auch Gefahr läuft, dass er den Club dann auch wieder fallen lässt und dieser daran kaputt geht.

Fußball ist nunmal nicht nur mehr Sport und Leidenschaft sondern auch eine Geldmaschine, das widerum sollte man aber auch nicht nur Verfluchen, denn durch einen Proficlub werden Arbeitsplätze geschaffen und die ganze Region um so einen Verein profitiert davon. Wovor die meisten Fans verständlicherweise Angst haben ist natürlich, dass der eigene Vorstand den Trend verschläft und finanziel nicht mehr mithalten kann, was meistens auch den sportlichen Abstieg bedeutet. Dann sollte man aber nicht über die Investoren herziehen sondern sich auch mal fragen, warum die Führungsetage des eigenen Teams sich nicht um einen, dem eigenen sportlichen Anspruch angemessenen Geldgeber bemüht hat.
Es ist nunmal ein freier Wettbewerb in dem eben nur der überlebt, der schnell und effizient handelt.
 
Man muss ja auch mal sehen was es da in Leipzig für ein Fanproblem gibt.
Da gibt es Lok Leipzig mit seinem Brauenm Hintergrund und Sachsen mit seinen linksradikalen Fans, da tgraut sich doch keiner mehr hinzugehen.
Deswegen ist es schon ganz gut wenn es da einen neutralen Verein gibt für die Leute die einfach nur guten Fussball sehen wollen ;)
 
ABIB schrieb:
Gerade bei Mateschitz kannst du davon ausgehen, dass hier nicht nur schnell mal ein paar Millionen mit dem Verein verdient werden und man diesen dann fallen lässt.

genauso sehe ich es auch
da entsteht gerade was ganz großes

eine lokalzeitung hat es neulich so geschrieben:
"100 millionen in 10 jahren - ja doch, damit sollte sich die bundesliga erreichen
lassen. Und dann legen die brausebrauer ja erst richtig los."

und seit heute ist ja auch das ziel champions league offiziell

:headbang:
 
Finde ich gut, was da jetzt in Leipzig passiert. :dhoch:

Zum einen hat es sich die Stadt, die Region verdient, wieder erstklassigen Fussball zu sehen und zum anderen steigt mit RB ein höchst professioneller und auch sehr vorausplanender und weitsichtiger Partner ein, der zwar auch seine "Spielzeuge" sammelt, diese aber nicht wie Unterhosen wechselt und fallen lässt, falls er die Lust verliert.

Gerade jetzt wo in ganz Europa der Wahnsinn ausbricht, sieht man doch ganz eindeutig was die Bundesliga auszeichnet und was ihr eindeutig fehlt: Zum einen wirtschaften die meisten sehr ordentlich und Schuldenberge gibt es nicht, zum anderen fehlt es aber ganz gewaltig an Attraktivität.

Es kann kein Bundesliga Klub ernsthaft glauben man könne sich mit den derzeitigen Bedingungen mit Spanien oder England messen. Solange dort Schulden, TV-Einnahmen, Sponsoren- und Gönnermillionen dramatisch steigen und es in Deutschland mit dem Geld stagniert, bringt das "gute" wirtschaften überhaupt nichts. Die vom Uli prophezeite Fussball-Krise bleibt aus und es wird sogar noch schlimmer mit den Millionen rumgewedelt als jemals zuvor...

Wolfsburg zeigt was mit einem kurzfristigen Konzept (Magath) alles drin ist. Den Erfolg muss man aber erst einmal wiederholen können. Hoffenheim versucht ein eigenes Konzept durchzusetzen, was bis zur Ende der Hinrunde wunderbar geklappt hat - weitere Steigerung durchaus möglich und ein Platz unter den Top 5 nicht unwahrscheinlich. Dabei wurden dieses Jahr bisher nur knapp 10 Millionen investiert (mit den beiden Zuculinis). Bei RedBull Leipzig geht da wohl noch einiges mehr.

Könnte mir durchaus in ein paar Jahren Leipzig unter den Top 3 vorstellen, Hoffenheim unter den Top 5. Der Druck auf die "etablierten" Vereine steigt und man muss so langsam aber sicher schauen wo man alternative Geldquellen herbekommt. Denn die Welt bleibt eben nicht stehen und wenn man diese Entwicklung des Fussballs verschläft kann man Europa als deutscher Verein abschreiben. Die Millionen werden weiter fließen...

Natürlich muss man das nicht gut finden, natürlich hat das mit "fairem" Wettbewerb überhaupt nichts mehr zu tun. Aber es sollte das Ziel der Bundesliga sein Vereine zu beherbergen die um die europäische Krone streiten können und nicht um die goldene Himbeere in Riga kämpfen...

Natürlich müssen solche Finanzkonzepte seriös aufgebaut werden. Schulden sollen weiterhin keine Alternative sein, aber es muss eindeutig was getan werden. Und der Druck von Wolfsburg, Hoffenheim und RedBull könnte da doch hilfreich sein.
 
Argentinier Zuculini wechselt nach Hoffenheim

Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim hat sich im Wettrennen um den argentinischen Jungstar Franco Zuculini gegen Werder Bremen durchgesetzt. Hoffenheim und Racing sowie der Vater von Zuculini seien sich über die Bedingungen des Wechsels einig geworden, sagte der Vize-Präsident des Clubs aus Buenos Aires, Pablo Podestá, im argentinischen Fernsehen. Racing werde 6,5 Millionen Dollar (4,6 Millionen Euro) für den Spieler erhalten und habe sich auch 15 Prozent eines künftigen Verkaufserlöses für den erst 18-jährigen Mittelfeldspieler zusichern lassen, ergänzte die Zeitung «Clarín» am Samstag.

Zuculini gilt als großes Talent und Liebling von Nationaltrainer Diego Maradona. Der Weltmeister von 1986 sagt ihm eine große Zukunft voraus und setzte ihn am 20. Mai in einem Freundschaftsspiel gegen Panama ein, das Argentinien mit 3:1 gewann. Zuculini werde in Kürze zu medizinischen Tests nach Deutschland reisen, fügte Podestá hinzu.
 
ich wär für ne gehaltsobergrenze....dann kann sich ein spieler eher aussuchen wo er spielen will und wecheselt net nur wegen dem geld.
gibt heutzutage kaum noch spieler die sich mit dem verein indentifizieren und umgekehrt.

wenn es spieler sportlich weiterbringt okay...aber nur wegen dem geld.....?
 
Hana-Bi schrieb:
zum anderen steigt mit RB ein höchst professioneller und auch sehr vorausplanender und weitsichtiger Partner ein, der zwar auch seine "Spielzeuge" sammelt, diese aber nicht wie Unterhosen wechselt und fallen lässt, falls er die Lust verliert.

genau so ist es
habe mich in den letzten tagen mal rein gelesen und muss sagen red bull ist einer der beste sponsoren den man haben kann
red bull ist nicht nur unheimlich finanzstark sondern sind auch hoch professionell
rb leipzig soll wohl der top verein unter allen rb vereinen werden (rb leipzig, rb salzburg, rb brazil und new york red bulls)
dazu kommen akademien auf der ganzen welt (new york, salzburg, leipzig (geplant), brazil, ghana, und noch ein paar weitere)
kooperation mit real madrid
und es wäre wohl auch kein problem 200 oder 300mio pro saison raus zu hauen
die infrastruktur ist auf dem neusten stand und auf top niveau

champions league wir kommen :headbang:
 
finde ich nicht
die champions league ist das offizielle ziel von red bull

http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E1856D36195DA4DA895278D713D9E03CD~ATpl~Ecommon~Scontent.html

und alles andere was ich aufgezählt habe kann man auch nachlesen
red bull ist wohl der einzige sponsor weltweit der das alles bieten kann

ich denke leipzig wird bald oben im deutschen fußball mitspielen
vielleicht noch nicht in 5 jahren aber in 10 jahren dürfte das für red bull zu machen sein
da müsste schon eine menge schief gehen wenn das nicht klappt

ich sage ja nicht das wir die buli dominieren werden
aber in den 10 jahren mal in die cl zu kommen ist mit den mitteln doch durchaus realistisch
 
Ich denke der werte Klas meinte mit Outing eher deine euphorische Einstellung im Bezug auf wettbewerbsverzerrendes Mäzenentum im Fussball und weniger dein Glaube an Champions League-Fussball in Leipzig.
 
ABIB schrieb:
wobei das bei Austria Salzburg am Ende mehr Ultras waren als Leute denen was am Sport gelegen wäre

Diese Äußerung ist eine Frechheit gegenüber der Union Ultra... Die reißen sich den Arsch auf, um ihren Verein zu unterstützen und bei der Austria wird seit der Neugründung wirklich sowhl im Senioren- als auch im Jugendbereich gute Arbeit geleistet (im Vorstand der Austria sind einige UU'ler). Kannst dich ja mal auf der Homepage informieren...
Die Salzburger Fanszene war zunächst nicht unglücklich über den Einstieg von Red Bull. Red Bull hat dann Logo und Vereinsfarben geändert und dazu noch sämtliche von der Austria bisher erreichte Erfolge verleugnet. Dass man das als Fan eines Vereins nicht auf sich sitzen lassen kann, sollte eigentlich klar sein. Es wurde versucht, mit Red Bull zu verhandeln, allerdings war der "Kompromissvorschlag" seitens Red Bull ein schlechter Witz. Die meinten doch tatsächlich, dass man die Leute ruhig stellen könne, indem man die Kapitänsbinde in den Farben der Austria gestaltet. Dass die Lage daraufhin zeitweise eskaliert ist, finde ich in gewisser Weise verständlich...


Die komplette Geschichte findest du über Google recht schnell, wenn du denn überhaupt ein Interesse daran hast...
 
Ich dachte ja mit Hoffenheim hätte man den Inbegriff des Kommerzes im Fußball gefunden, aber mit RB Leipzig wird das noch einmal getoppt. Ich hoffe nur, dass dieser dreckige Verein niemals eine höhere Liga erreicht. In Hoffenheim haben wirklich alle daran gearbeitet in die 1. Liga zu kommen, auch ohne großen Druck. Ich denke aber, dass es bei RB Leipzig anders sein wird, weil Red Bull schnell Erfolge sehen will. Wobei sie es wahrscheinlich mit der hohen Finanzkraft, welche wohl höher als Hopps liegt, die Bundesliga schnell ereichen werden. Auch in der Formel 1 sind sie ja innerhalb kürzester Zeit zu einem Siegerteam geworden...

Eines ist sicher: Sollte RB Leipzig Meister werden, so werde ich nie wieder ein Bundesligaspiel anschauen. Dann gehe ich lieber zu Verbandsligisten, wo der Sport wenigstens noch ehrlich ist.
 
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