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Ergebnisse Event 3: Youngtimer (3 Rennen)
Legende:
Event-Platzierung|KT-Name|
Platzierung Rennen 1|Platzierung Rennen 2|Platzierung Rennen 3|Summe Platzierungen in den einzelnen Rennen (SPE)|Durchschnittliche Platzierung (DP = SPE/3)
1. tomt2002
(Rennen 1: 1., Rennen 2: 1., Rennen 3: 3., SPE: 5, DP: 1,66)
2. SB Harald
(Rennen 1: 2., Rennen 2: 4., Rennen 3: 1., SPE: 7, DP: 2,33)
3. kellewap
(Rennen 1: 4., Rennen 2: 2., Rennen 3: 4., SPE: 10, DP: 3,33)
4. DaBuschi280579
(Rennen 1: 3., Rennen 2: 6., Rennen 3: 6., SPE: 15, DP: 5,0)
5. DC-Gamer
(Rennen 1: 6., Rennen 2: 8., Rennen 3: 2., SPE: 16, DP: 5,33)
6. Zimtzicke
(Rennen 1: 7., Rennen 2: 3., Rennen 3: 7., SPE: 17, DP: 5,66)*
7. Zaister
(Rennen 1: 5., Rennen 2: 7., Rennen 3: 5., SPE: 17, DP: 5,66)*
8. m1ke82
(Rennen 1: 8., Rennen 2: 5., Rennen 3: 8., SPE: 21, DP: 7,0)
*Zimti hat sich die bessere Platzierung erfahren aufgrund des besten Einzelergebnisses in Rennen 2.
Wichtigste Eventinfos kompakt
- 3 Autos, 3 Rennen
- Die Autos:
-> BMW E30 M3 Sport Evolution, 100 % Leistung, 100 % Gewicht
-> Lancia Delta HF Integrale Evoluzione, 118 % Leistung, 100 % Gewicht
-> Mazda RX-7 GT-X FC, 106 % Leistung, 100 % Gewicht
- Setups: Verboten, einzige Reifenwahl: Sport: Weich
- Kraftstoffverbrauch: x2, Reifenverschleiß: x1, BOP: Aus
- 3 Strecken á ca. 20 Minuten Renndauer
-> Tsukuba Circuit, 18 Runden
-> Monza ohne Schikane, 10 Runden
-> Fuji kurz, 10 Runden
Besonderheiten:
- Jedes der 3 Fahrzeuge wird 1x gefahren. In welchem Rennen ihr welches Auto einsetzt, ist eure Entscheidung.
- Traktionskontrolle und ESP sind verboten, gab es in den Originalen damals auch nicht.
Ausführliche Informationen unter der Trennlinie.
----------------------------------------------------------------------------------
Frohes neues Jahr euch allen,
und auf an die Arbeit. Neee, macht ja Spaß hier, da setze ich mich gerne hin und schreibe ganz nüchtern am Neujahrstag, was euch bei dieser Veranstaltung erwartet.
Am dritten Termin der vierten Saison setzen wir uns ans Steuer der Youngtimer. Ich entführe euch in eine Zeit, in der Autohersteller noch keine SUVs bauten, sondern sportliche Ikonen für Jedermann. Eine Zeit, in der man mit Slippern die Pedalerie bedient und die weitestgehend elektronikfreie Balance selbst gezähmt hat. Eine Zeit, in der die Vokuhilas der Autoenthusiasten ölverschmiert vom Schrauben am eigenen Auto waren - oder vom vielen Reparieren im Falle des Lancia. Eine Zeit, in der Motorsport noch kernig, bodenständig und weitgehend frei von Herstellerpolitik war.
Willkommen zurück in den späten 80ern, als Holger noch so aussah:
und ich gerne so ausgesehen hätte:
In dieser Zeit haben deutsche, italienische und japanische Ingenieure Geburtshilfe für sportliche Fahrzeuge unterhalb der Supercars geleistet, die heute Kultstatus genießen!
Die Fahrzeuge: Klassiker mit Kult-Status, die heutzutage von jedem Hot Hatch verblasen werden, aber mehr Spaß machen
Die drei zugelassenen Fahrzeuge sind:
BMW E30 M3 Sport Evolution
Lancia Delta HF Integrale Evoluzione
Mazda RX-7 GT-X FC
Hinweis: Alle Fahrzeuge werden mit den Reifen Sport: Weich ausgerüstet.
BMW E30 M3 Sport Evolution '89 (200.000 Credits):
175 kW, 240,1 Nm, 1200 kg
Leistungsverhältnis: 100 %, Verhältnis Gewichtsreduzierung: 100 %
Zum BMW E30 M3 brauche ich nicht viel sagen, denke ich. Dieses Auto hat in der DTM und in internationalen Tourenwagenmeisterschaften richtig gerockt und konnte sich auch im Rallyesport bewähren.
Auf Youtube gibt es zahlreiche Videodokumente, die andeuten und zeigen, welch ein besonderes Auto der E30 M3 auf der Straße und auf der Rennstrecke damals gewesen ist.
Im Vergleich zu den anderen beiden Fahrzeugen hier diente der M3 als Benchmark. Er bietet ein typisches Fahrverhalten für einen Hecktriebler alter Schule, bleibt dabei aber gut beherrschbar. Das macht ihn von den dreien am zugänglichsten, was die höchsten Kurvengeschwindigkeiten vom Kurveneingang bis zum -ausgang angeht. Problem ist: Ihr dürft ihn nur ein Mal fahren in den drei Rennen!
Lancia Delta HF Integrale '91 (55.000 Credits):
184 kW, 358,4 Nm, 1.350 kg
Leistungsverhältnis: 118 %, Verhältnis Gewichtsreduzierung: 100 %
Der Lancia ist inzwischen ebenfalls im Motorsport-Himmel angelangt, war er doch über Jahre hinaus DAS dominierende Auto im Rallye-Sport, bevor die WRC-Epoche begann. International in der Rennversion mindestens genauso bekannt wie der M3, bot die Straßenversion ebenfalls für die damalige Zeit hervorstechende Fahrleistungen und ein Fahrerlebnis der besonderen Art.
Für unser Schätzchen haben wir dem 2-Liter-Turbomotor noch ein paar Pferdchen extra gegönnt, so dass der Integrale auf 184 kW kommt. Der Allradantrieb verträgt die Mehrleistung gut, wie die stehenden Starts in unseren Rennen beweisen werden. Aufgrund des Allradantriebs benötigt der Lancia einen anderen Fahrstil als M3 und RX-7, um damit in den Kurven schnell zu sein. Doch auch wenn ihr nach den ersten Kilometern vielleicht skeptisch schauen mögt, der Lancia lässt sich mit ein bisschen Eingewöhnungszeit bei den Rundenzeiten auf dem Niveau der anderen beiden Fahrzeuge bewegen.
Ich empfehle eine etwas niedrigere Geschwindigkeit beim Hereinfahren in die Kurve, denn ab dem Scheitelpunkt macht der Delta mit seinem Allrad Geschwindigkeit und Zeit gut.
Mazda RX-7 GT-X FC '90 (24.800 Credits):
160 kW, 285,6 Nm, 1.250 kg
Leistungsverhältnis: 106 %, Verhältnis Gewichtsreduzierung: 100 %
Der Mazda mag zwar hierzulande nicht so bekannt sein, war aber in Japan eine feste sportliche Größe und besonders in den USA beliebt. Entwickelt als Konkurrenz zum Porsche 944, konnten die stärkeren Varianten des RX-7 anspruchsvolleren sportlichen Erwartungen gerecht werden. Zwar sind seine Erfolge im Rennsport nicht annähernd vergleichbar mit denen des BMW und des Lancias, aber trotzdem bot er eine gute Ausgangsbasis im Breitensport. Mit dem Wankelmotor weist der RX-7 eine Besonderheit auf, die zusätzlichen Charme versprüht. Für unseren Einsatz bekommt der RX-7 noch eine Motoroptimierung, die 6 % mehr Leistung herauskitzelt.
Und macht euch keine Sorgen, der Spritverbrauch spielt bei dieser Veranstaltung keine Rolle. Ihr müsst auch kein Öl beim Boxenstopp nachfüllen, also fährt sich der Mazda völlig entspannt.
Bis ihr in der ersten mittelschnellen Kurve merkt, dass trotz überschaubarer Leistung plötzlich das Heck richtig ausschert!
Mit dem Mazda sind leicht große Driftwinkel erzielbar, die sich sogar gut beherrschen und euer Lenkrad fleißig rotieren lassen. Das macht jede Menge Laune, ist positiv anstrengend, aber natürlich nicht zwingend schnell.
Also heißt es, den Weg des analogen Gaspedal-Triggers bzw. des Gaspedals vorsichtig zu modulieren, denn dann kann der RX-7 richtig was und ist auf einem Niveau mit dem M3. Auf der Bremse sogar besser.
Die Strecken: 3x Ausgeglichenheit
2 Mal schnell, 1 Mal langsam. Trotz der unterschiedlichen Charakteristiken (Lange Gerade in Fuji gepaart mit langsamem Schlussdrittel, Highspeed-Monza, langsame Kurven und wenig Streckenbreite in Tsukuba) liegen die Autos dort auf einem Niveau. Zeitvorteile lassen sich nur mit der Extraportion Einsatz herausfahren, ohne es dabei zu übertreiben. Ein schmaler Grat, schnell zu sein. Viel Spaß bei 3x 20 Minuten Drahtseilakt mit packender, enger Youngtimer-Action.
Tsukuba (18 Runden, Uhrzeit: 17:20 Uhr)
Tsukuba ist deutlich der langsamste Kurs von den dreien. Das macht die Fahrzeugwahl umso interessanter. Nutze ich die Traktionsvorteile des Lancia am Kurvenausgang für die lange Gerade oder ist mir das auskeilende Heck des Mazda als "rollende Blockade" lieber, bei der dann keiner überholen kann? Oder nehme ich den goldenen Mittelweg mit dem M3, dessen minimaler Beschleunigungsnachteil hier nicht auffällt? Ihr habt es selbst in der Hand.
Sind die Autos anerkannter Kult, so ist es auch die Strecke für Eingeweihte. Insbesondere die japanische Videoreihe "Best Motoring" hat dem Micky Maus-Kurs einen legendären Ruf verpasst.
Überholmöglichkeiten bieten sich doch einige. Vor allem kann man hier mehrere Kurven am Stück nebeneinander fahren, gegenseitige Rücksichtnahme vorausgesetzt. Direkt die erste Kurve bietet die Chance, am Gegner vorbeizuziehen ... oder untersteuernd nach außen getragen zu werden und viel Zeit liegen zu lassen. Die folgende enge Links könnte wegen der überschaubaren Beschleunigung ebenfalls zum Überholen und zu übermütigen Aktionen einladen. Die nächste Gelegenheit bietet die Rechtskurve vor der langen Gegengeraden. Oder man platziert sich dort so, dass man vor der Zielkurve noch einen Angriff starten kann. Das werden spannende 18 Runden, in denen es eng und heiß zugehen sollte.
Monza ohne Schikane (10 Runden, Uhrzeit: 17:00 Uhr)
ACHTUNG KULTURALARM! Video mit Musik von Vivaldi.
Monza bot bislang immer spannende Rennen, denn die Geraden sind lange genug, um sich im Windschatten anzusaugen, die Kurven gut zu beherrschen, aber trotzdem anspruchsvoll genug, dass jeder mal im Laufe des Rennens einen oder zwei Fehler einbauen kann, die die Konkurrenz wieder ranbringen.
Da wir die Variante ohne die erste Schikane fahren, benötigt die erste Rechtskurve volle Konzentration, denn wir kommen hier mit mehr als 220 km/h auf diese zugefahren. Sie geht voll - eigentlich. Bitte beachtet, dass für die folgende Schikane wegen der höheren Geschwindigkeiten der Bremspunkt früher als gewohnt gesetzt werden muss. Mal sehen, wem die beiden Lesbos (sic) diesmal zum Verhängnis werden, denn ein Ausflug dort ist sehr zeitraubend. Die Schikane, nachdem wir unter der Brücke durchgefahren sind, funktioniert am besten nach dem "Slow In - Fast Out"-Prinzip, aber man will ja auch nicht zu langsam in die Kurve rein, nicht wahr? Zumal man dort ja Gefahr läuft, ausgebremst zu werden. Zum Schluss wartet noch die Parabolica auf euch, eine ewig lange Kurve, die die Fahrwerke und Traktion der Autos einer ordentlichen Belastungsprobe unterzieht.
Wollt ihr hier den Lancia bei seinem Heimspiel zu großen Ehren steuern? Mit dem M3 den Italienern zeigen, wer die Hosen anhat? Oder den kleinen Bremsvorteil des Mazda ausnutzen und die Quertreiberei im Zaum halten? Es gibt kein richtiges oder falsches Auto für diese Strecke, zumindest nach meinen Tests.
Fuji kurz (10 Runden, Uhrzeit: 18:15 Uhr)
Ja, in dem Video ist die "lange" Variante mit der zusätzlichen Schikane enthalten, aber als Track Guide trotzdem ein sehenswertes Video. An der Stelle, an der wir die Schikane auslassen, sind wir mit den Youngtimern im dritten Gang irgendwo um die 120 km/h unterwegs. Und wir haben nach links genug Platz zum Ausweichen.
Fuji, eine Hassliebe! Eine ewig lange Gerade mit schwierigem Bremspunkt am Ende, denn zuvor ist man vielleicht schon in einen Sekundenschlaf gefallen. Windschatten und enge Duelle erhöhen hier die Aufmerksamkeit. Am Kurvenausgang auf den "grünen Teppich des Todes" aufpassen. Nach dem schnellen Linksknick, bei dem ich gerne den richtigen Einlenkpunkt verpasse, kommt mein Lieblingsabschnitt.
Die Doppelrechts und die anschließende Linkskurve fahren sich mit den Youngtimern, obwohl sie keinen Abtrieb besitzen, schön flüssig. Die Linkskurve ist aus zwei Gründen reizvoll: Zum einen bietet sie eine gute Überholgelegenheit, zum anderen erlaubt sie mehrere schnelle Rennlinien, sodass man sich den Gegner für die folgende Gerade zurecht legen kann. Durch den Extra-Platz in der folgenden schnellen Rechtskurve kann man ein Duell sogar bis in die dritte Kurve hintereinander austragen, die langsame Rechts mit dem komischen Radius. Und wo wir schon bei komischen Radien sind, fahren sich die folgende Links und die Schluss-Rechts ebenso speziell.
Gerade die letzte Kurve hat es in sich: Lässt man sich nach außen tragen und bremst dann scharf rein? Ein weiterer Weg, aber mit höherer Geschwindigkeit, und mit dem zweiten Aber, dass dann ein knapp dahinter fahrender Verfolger in die Lücke reinstechen und überholen könnte. Oder bleibt man innen, opfert ein paar Zehntel, ist aber gut für die lange Gerade positioniert? Hier gibt es einige Varianten.
Welches Auto nehme ich in Fuji? Den M3, mit dem sich die letzten drei Kurven deutlich am angenehmsten gestalten? Den RX-7 wegen seiner Leichtigkeit und dem Charme des Heimspiels? Aufgrund der Streckenbreite kann man gut mit dem Übersteuern hantieren. Oder den Lancia, weil die Streckenbreite ebenfalls mehr Möglichkeiten im Falle eines Untersteuerns bietet? Die drei sind in Fuji auf sehr vergleichbarem Niveau mit individuellen Stärken in unterschiedlichen Streckenabschnitten.
Die Videos dienen der Vorstellung der Strecken und repräsentieren nicht unbedingt die Uhrzeiten, zu denen wir die Strecken befahren werden.
Besondere Regeln
Ihr müsst alle drei Fahrzeuge ein Mal fahren. Dabei könnt ihr frei wählen, welches Auto ihr auf welcher Strecke einsetzt.
Traktionskontrolle und ESP sind AUS, weil es diese bei den Originalfahrzeugen damals nicht gab.
(Es wird verpflichtend mit zeitgenössischen Trainingsanzügen gefahren. Beweisfotos am Rennabend sind Pflicht und werden hier im Forum veröffentlicht.)
Die Rahmenbedingungen
Reifenverschleiß: x1
Kraftstoffverbrauch: x2
Setups erlaubt: Nein
BOP: Aus
Erlaubte Reifenmischung: Sport: Weich
Start aus Starterfeld mit Fehlerprüfung (Stehender Start mit Möglichkeit des Frühstarts)
Boost: Aus
Windschattenstärke: Realistisch
Mechanischer Schaden: Aus
Bodenhaftungsverlust Nass/Rand: Realistisch
Ghosting während eines Rennens: Keine
Verzögerung des Rennendes: 120 Sekunden
Abkürzungsstrafe: Schwach
Wandkollisionsstrafe: Zeitstrafe (Gering)
Seitenkontakt-Strafe: Aus
Flaggen-Regeln: Ein
Ghosting überrundeter Autos: Aus
*Kursiver Text sind Einstellungen, die in allen Veranstaltungen übernommen werden
Ich bringe mich schon mal mit ein wenig Musik für den Lancia in Stimmung:
Für die BMW-Fans habe ich auch noch was Zeitgenössisches zur Einstimmung:
Legende:
Event-Platzierung|KT-Name|
Platzierung Rennen 1|Platzierung Rennen 2|Platzierung Rennen 3|Summe Platzierungen in den einzelnen Rennen (SPE)|Durchschnittliche Platzierung (DP = SPE/3)
1. tomt2002
(Rennen 1: 1., Rennen 2: 1., Rennen 3: 3., SPE: 5, DP: 1,66)
2. SB Harald
(Rennen 1: 2., Rennen 2: 4., Rennen 3: 1., SPE: 7, DP: 2,33)
3. kellewap
(Rennen 1: 4., Rennen 2: 2., Rennen 3: 4., SPE: 10, DP: 3,33)
4. DaBuschi280579
(Rennen 1: 3., Rennen 2: 6., Rennen 3: 6., SPE: 15, DP: 5,0)
5. DC-Gamer
(Rennen 1: 6., Rennen 2: 8., Rennen 3: 2., SPE: 16, DP: 5,33)
6. Zimtzicke
(Rennen 1: 7., Rennen 2: 3., Rennen 3: 7., SPE: 17, DP: 5,66)*
7. Zaister
(Rennen 1: 5., Rennen 2: 7., Rennen 3: 5., SPE: 17, DP: 5,66)*
8. m1ke82
(Rennen 1: 8., Rennen 2: 5., Rennen 3: 8., SPE: 21, DP: 7,0)
*Zimti hat sich die bessere Platzierung erfahren aufgrund des besten Einzelergebnisses in Rennen 2.
Wichtigste Eventinfos kompakt
- 3 Autos, 3 Rennen
- Die Autos:
-> BMW E30 M3 Sport Evolution, 100 % Leistung, 100 % Gewicht
-> Lancia Delta HF Integrale Evoluzione, 118 % Leistung, 100 % Gewicht
-> Mazda RX-7 GT-X FC, 106 % Leistung, 100 % Gewicht
- Setups: Verboten, einzige Reifenwahl: Sport: Weich
- Kraftstoffverbrauch: x2, Reifenverschleiß: x1, BOP: Aus
- 3 Strecken á ca. 20 Minuten Renndauer
-> Tsukuba Circuit, 18 Runden
-> Monza ohne Schikane, 10 Runden
-> Fuji kurz, 10 Runden
Besonderheiten:
- Jedes der 3 Fahrzeuge wird 1x gefahren. In welchem Rennen ihr welches Auto einsetzt, ist eure Entscheidung.
- Traktionskontrolle und ESP sind verboten, gab es in den Originalen damals auch nicht.
Ausführliche Informationen unter der Trennlinie.
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Frohes neues Jahr euch allen,
und auf an die Arbeit. Neee, macht ja Spaß hier, da setze ich mich gerne hin und schreibe ganz nüchtern am Neujahrstag, was euch bei dieser Veranstaltung erwartet.
Am dritten Termin der vierten Saison setzen wir uns ans Steuer der Youngtimer. Ich entführe euch in eine Zeit, in der Autohersteller noch keine SUVs bauten, sondern sportliche Ikonen für Jedermann. Eine Zeit, in der man mit Slippern die Pedalerie bedient und die weitestgehend elektronikfreie Balance selbst gezähmt hat. Eine Zeit, in der die Vokuhilas der Autoenthusiasten ölverschmiert vom Schrauben am eigenen Auto waren - oder vom vielen Reparieren im Falle des Lancia. Eine Zeit, in der Motorsport noch kernig, bodenständig und weitgehend frei von Herstellerpolitik war.
Willkommen zurück in den späten 80ern, als Holger noch so aussah:
und ich gerne so ausgesehen hätte:
In dieser Zeit haben deutsche, italienische und japanische Ingenieure Geburtshilfe für sportliche Fahrzeuge unterhalb der Supercars geleistet, die heute Kultstatus genießen!
Die Fahrzeuge: Klassiker mit Kult-Status, die heutzutage von jedem Hot Hatch verblasen werden, aber mehr Spaß machen
Die drei zugelassenen Fahrzeuge sind:
BMW E30 M3 Sport Evolution
Lancia Delta HF Integrale Evoluzione
Mazda RX-7 GT-X FC
Hinweis: Alle Fahrzeuge werden mit den Reifen Sport: Weich ausgerüstet.
BMW E30 M3 Sport Evolution '89 (200.000 Credits):
175 kW, 240,1 Nm, 1200 kg
Leistungsverhältnis: 100 %, Verhältnis Gewichtsreduzierung: 100 %
Zum BMW E30 M3 brauche ich nicht viel sagen, denke ich. Dieses Auto hat in der DTM und in internationalen Tourenwagenmeisterschaften richtig gerockt und konnte sich auch im Rallyesport bewähren.
Auf Youtube gibt es zahlreiche Videodokumente, die andeuten und zeigen, welch ein besonderes Auto der E30 M3 auf der Straße und auf der Rennstrecke damals gewesen ist.
Im Vergleich zu den anderen beiden Fahrzeugen hier diente der M3 als Benchmark. Er bietet ein typisches Fahrverhalten für einen Hecktriebler alter Schule, bleibt dabei aber gut beherrschbar. Das macht ihn von den dreien am zugänglichsten, was die höchsten Kurvengeschwindigkeiten vom Kurveneingang bis zum -ausgang angeht. Problem ist: Ihr dürft ihn nur ein Mal fahren in den drei Rennen!
Lancia Delta HF Integrale '91 (55.000 Credits):
184 kW, 358,4 Nm, 1.350 kg
Leistungsverhältnis: 118 %, Verhältnis Gewichtsreduzierung: 100 %
Der Lancia ist inzwischen ebenfalls im Motorsport-Himmel angelangt, war er doch über Jahre hinaus DAS dominierende Auto im Rallye-Sport, bevor die WRC-Epoche begann. International in der Rennversion mindestens genauso bekannt wie der M3, bot die Straßenversion ebenfalls für die damalige Zeit hervorstechende Fahrleistungen und ein Fahrerlebnis der besonderen Art.
Für unser Schätzchen haben wir dem 2-Liter-Turbomotor noch ein paar Pferdchen extra gegönnt, so dass der Integrale auf 184 kW kommt. Der Allradantrieb verträgt die Mehrleistung gut, wie die stehenden Starts in unseren Rennen beweisen werden. Aufgrund des Allradantriebs benötigt der Lancia einen anderen Fahrstil als M3 und RX-7, um damit in den Kurven schnell zu sein. Doch auch wenn ihr nach den ersten Kilometern vielleicht skeptisch schauen mögt, der Lancia lässt sich mit ein bisschen Eingewöhnungszeit bei den Rundenzeiten auf dem Niveau der anderen beiden Fahrzeuge bewegen.
Ich empfehle eine etwas niedrigere Geschwindigkeit beim Hereinfahren in die Kurve, denn ab dem Scheitelpunkt macht der Delta mit seinem Allrad Geschwindigkeit und Zeit gut.
Mazda RX-7 GT-X FC '90 (24.800 Credits):
160 kW, 285,6 Nm, 1.250 kg
Leistungsverhältnis: 106 %, Verhältnis Gewichtsreduzierung: 100 %
Der Mazda mag zwar hierzulande nicht so bekannt sein, war aber in Japan eine feste sportliche Größe und besonders in den USA beliebt. Entwickelt als Konkurrenz zum Porsche 944, konnten die stärkeren Varianten des RX-7 anspruchsvolleren sportlichen Erwartungen gerecht werden. Zwar sind seine Erfolge im Rennsport nicht annähernd vergleichbar mit denen des BMW und des Lancias, aber trotzdem bot er eine gute Ausgangsbasis im Breitensport. Mit dem Wankelmotor weist der RX-7 eine Besonderheit auf, die zusätzlichen Charme versprüht. Für unseren Einsatz bekommt der RX-7 noch eine Motoroptimierung, die 6 % mehr Leistung herauskitzelt.
Und macht euch keine Sorgen, der Spritverbrauch spielt bei dieser Veranstaltung keine Rolle. Ihr müsst auch kein Öl beim Boxenstopp nachfüllen, also fährt sich der Mazda völlig entspannt.
Bis ihr in der ersten mittelschnellen Kurve merkt, dass trotz überschaubarer Leistung plötzlich das Heck richtig ausschert!
Mit dem Mazda sind leicht große Driftwinkel erzielbar, die sich sogar gut beherrschen und euer Lenkrad fleißig rotieren lassen. Das macht jede Menge Laune, ist positiv anstrengend, aber natürlich nicht zwingend schnell.Also heißt es, den Weg des analogen Gaspedal-Triggers bzw. des Gaspedals vorsichtig zu modulieren, denn dann kann der RX-7 richtig was und ist auf einem Niveau mit dem M3. Auf der Bremse sogar besser.
Die Strecken: 3x Ausgeglichenheit
2 Mal schnell, 1 Mal langsam. Trotz der unterschiedlichen Charakteristiken (Lange Gerade in Fuji gepaart mit langsamem Schlussdrittel, Highspeed-Monza, langsame Kurven und wenig Streckenbreite in Tsukuba) liegen die Autos dort auf einem Niveau. Zeitvorteile lassen sich nur mit der Extraportion Einsatz herausfahren, ohne es dabei zu übertreiben. Ein schmaler Grat, schnell zu sein. Viel Spaß bei 3x 20 Minuten Drahtseilakt mit packender, enger Youngtimer-Action.
Tsukuba (18 Runden, Uhrzeit: 17:20 Uhr)
Tsukuba ist deutlich der langsamste Kurs von den dreien. Das macht die Fahrzeugwahl umso interessanter. Nutze ich die Traktionsvorteile des Lancia am Kurvenausgang für die lange Gerade oder ist mir das auskeilende Heck des Mazda als "rollende Blockade" lieber, bei der dann keiner überholen kann? Oder nehme ich den goldenen Mittelweg mit dem M3, dessen minimaler Beschleunigungsnachteil hier nicht auffällt? Ihr habt es selbst in der Hand.
Sind die Autos anerkannter Kult, so ist es auch die Strecke für Eingeweihte. Insbesondere die japanische Videoreihe "Best Motoring" hat dem Micky Maus-Kurs einen legendären Ruf verpasst.
Überholmöglichkeiten bieten sich doch einige. Vor allem kann man hier mehrere Kurven am Stück nebeneinander fahren, gegenseitige Rücksichtnahme vorausgesetzt. Direkt die erste Kurve bietet die Chance, am Gegner vorbeizuziehen ... oder untersteuernd nach außen getragen zu werden und viel Zeit liegen zu lassen. Die folgende enge Links könnte wegen der überschaubaren Beschleunigung ebenfalls zum Überholen und zu übermütigen Aktionen einladen. Die nächste Gelegenheit bietet die Rechtskurve vor der langen Gegengeraden. Oder man platziert sich dort so, dass man vor der Zielkurve noch einen Angriff starten kann. Das werden spannende 18 Runden, in denen es eng und heiß zugehen sollte.
Monza ohne Schikane (10 Runden, Uhrzeit: 17:00 Uhr)
ACHTUNG KULTURALARM! Video mit Musik von Vivaldi.
Monza bot bislang immer spannende Rennen, denn die Geraden sind lange genug, um sich im Windschatten anzusaugen, die Kurven gut zu beherrschen, aber trotzdem anspruchsvoll genug, dass jeder mal im Laufe des Rennens einen oder zwei Fehler einbauen kann, die die Konkurrenz wieder ranbringen.
Da wir die Variante ohne die erste Schikane fahren, benötigt die erste Rechtskurve volle Konzentration, denn wir kommen hier mit mehr als 220 km/h auf diese zugefahren. Sie geht voll - eigentlich. Bitte beachtet, dass für die folgende Schikane wegen der höheren Geschwindigkeiten der Bremspunkt früher als gewohnt gesetzt werden muss. Mal sehen, wem die beiden Lesbos (sic) diesmal zum Verhängnis werden, denn ein Ausflug dort ist sehr zeitraubend. Die Schikane, nachdem wir unter der Brücke durchgefahren sind, funktioniert am besten nach dem "Slow In - Fast Out"-Prinzip, aber man will ja auch nicht zu langsam in die Kurve rein, nicht wahr? Zumal man dort ja Gefahr läuft, ausgebremst zu werden. Zum Schluss wartet noch die Parabolica auf euch, eine ewig lange Kurve, die die Fahrwerke und Traktion der Autos einer ordentlichen Belastungsprobe unterzieht.
Wollt ihr hier den Lancia bei seinem Heimspiel zu großen Ehren steuern? Mit dem M3 den Italienern zeigen, wer die Hosen anhat? Oder den kleinen Bremsvorteil des Mazda ausnutzen und die Quertreiberei im Zaum halten? Es gibt kein richtiges oder falsches Auto für diese Strecke, zumindest nach meinen Tests.
Fuji kurz (10 Runden, Uhrzeit: 18:15 Uhr)
Ja, in dem Video ist die "lange" Variante mit der zusätzlichen Schikane enthalten, aber als Track Guide trotzdem ein sehenswertes Video. An der Stelle, an der wir die Schikane auslassen, sind wir mit den Youngtimern im dritten Gang irgendwo um die 120 km/h unterwegs. Und wir haben nach links genug Platz zum Ausweichen.
Fuji, eine Hassliebe! Eine ewig lange Gerade mit schwierigem Bremspunkt am Ende, denn zuvor ist man vielleicht schon in einen Sekundenschlaf gefallen. Windschatten und enge Duelle erhöhen hier die Aufmerksamkeit. Am Kurvenausgang auf den "grünen Teppich des Todes" aufpassen. Nach dem schnellen Linksknick, bei dem ich gerne den richtigen Einlenkpunkt verpasse, kommt mein Lieblingsabschnitt.
Die Doppelrechts und die anschließende Linkskurve fahren sich mit den Youngtimern, obwohl sie keinen Abtrieb besitzen, schön flüssig. Die Linkskurve ist aus zwei Gründen reizvoll: Zum einen bietet sie eine gute Überholgelegenheit, zum anderen erlaubt sie mehrere schnelle Rennlinien, sodass man sich den Gegner für die folgende Gerade zurecht legen kann. Durch den Extra-Platz in der folgenden schnellen Rechtskurve kann man ein Duell sogar bis in die dritte Kurve hintereinander austragen, die langsame Rechts mit dem komischen Radius. Und wo wir schon bei komischen Radien sind, fahren sich die folgende Links und die Schluss-Rechts ebenso speziell.
Gerade die letzte Kurve hat es in sich: Lässt man sich nach außen tragen und bremst dann scharf rein? Ein weiterer Weg, aber mit höherer Geschwindigkeit, und mit dem zweiten Aber, dass dann ein knapp dahinter fahrender Verfolger in die Lücke reinstechen und überholen könnte. Oder bleibt man innen, opfert ein paar Zehntel, ist aber gut für die lange Gerade positioniert? Hier gibt es einige Varianten.
Welches Auto nehme ich in Fuji? Den M3, mit dem sich die letzten drei Kurven deutlich am angenehmsten gestalten? Den RX-7 wegen seiner Leichtigkeit und dem Charme des Heimspiels? Aufgrund der Streckenbreite kann man gut mit dem Übersteuern hantieren. Oder den Lancia, weil die Streckenbreite ebenfalls mehr Möglichkeiten im Falle eines Untersteuerns bietet? Die drei sind in Fuji auf sehr vergleichbarem Niveau mit individuellen Stärken in unterschiedlichen Streckenabschnitten.
Die Videos dienen der Vorstellung der Strecken und repräsentieren nicht unbedingt die Uhrzeiten, zu denen wir die Strecken befahren werden.
Besondere Regeln
Ihr müsst alle drei Fahrzeuge ein Mal fahren. Dabei könnt ihr frei wählen, welches Auto ihr auf welcher Strecke einsetzt.
Traktionskontrolle und ESP sind AUS, weil es diese bei den Originalfahrzeugen damals nicht gab.
(Es wird verpflichtend mit zeitgenössischen Trainingsanzügen gefahren. Beweisfotos am Rennabend sind Pflicht und werden hier im Forum veröffentlicht.)
Die Rahmenbedingungen
Reifenverschleiß: x1
Kraftstoffverbrauch: x2
Setups erlaubt: Nein
BOP: Aus
Erlaubte Reifenmischung: Sport: Weich
Start aus Starterfeld mit Fehlerprüfung (Stehender Start mit Möglichkeit des Frühstarts)
Boost: Aus
Windschattenstärke: Realistisch
Mechanischer Schaden: Aus
Bodenhaftungsverlust Nass/Rand: Realistisch
Ghosting während eines Rennens: Keine
Verzögerung des Rennendes: 120 Sekunden
Abkürzungsstrafe: Schwach
Wandkollisionsstrafe: Zeitstrafe (Gering)
Seitenkontakt-Strafe: Aus
Flaggen-Regeln: Ein
Ghosting überrundeter Autos: Aus
*Kursiver Text sind Einstellungen, die in allen Veranstaltungen übernommen werden
Ich bringe mich schon mal mit ein wenig Musik für den Lancia in Stimmung:
Für die BMW-Fans habe ich auch noch was Zeitgenössisches zur Einstimmung:
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