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Und plötzlich bist du alt oder “früher war alles besser“

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das ist defintiv so. Da muss man sich nur daran erinnern, was man zu seiner eigenen Schulzeit alles mitbekommen hat. Auch, wenn die meine natürlich noch keine 30 Jahre her ist.

Wie manche Schüler sich verhalten haben ist erschreckend. Gilt aber auch für Kindergärtner und Lehrer. Bei dem ein oder anderen von damals würde ich, wenn ich denn Mama wäre, auf die Barrikaden gehen.
 
Sicher gab es das aber nicht in diesem Maße wie heute.
Wie kommst du zu deiner Behauptung?

Es ist ein Gefühl, das ich mit keinen Zahlen untermauern kann.

Ich habe im Laufe meines Lebens allerdings die Erfahrung gemacht, dass die eigene Erinnerung gerne verklärt, die eigene subjektive Wahrnehmung gerne für allgemeingültige Fakten gehalten und Einzelfälle gerne zum Allgemeinzustand aufgebauscht werden.
 
Das ist defintiv so. Da muss man sich nur daran erinnern, was man zu seiner eigenen Schulzeit alles mitbekommen hat. Auch, wenn die meine natürlich noch keine 30 Jahre her ist.

Wie manche Schüler sich verhalten haben ist erschreckend. Gilt aber auch für Kindergärtner und Lehrer. Bei dem ein oder anderen von damals würde ich, wenn ich denn Mama wäre, auf die Barrikaden gehen.

Wie gesagt, Verklärung der eigenen Erinnerung. Denke ich heute an meine Bundeswehr-Zeit zurück, denke ich vor allem daran, wie geil es war, Panzerfaust zu schießen und Krieg zu spielen. Erst im zweiten Moment kommt mir wieder hoch, welches Heimweh ich teilweise gehabt habe und wie ich auf Übungen im Winter bitterlich gefroren habe.

Mit der Schule ist es das gleiche (bei mir). Da denke ich auch erst, es war doch alles tutti bei uns. Denke ich etwas länger darüber nach, fällt mir aber auch wieder die Geschichte von dem einen Jungen ein, der einem Lehrer ein Hakenkreuz aufs Jacket gemalt hat, oder von dem, der einen anderen Schüler mit Flugblättern bloßgestellt hat, von der Schlägerei auf dem Schulhof, wo der eine den anderen beinahe erwürgt hat.
 
Es ist ein Gefühl, das ich mit keinen Zahlen untermauern kann.

Ich habe im Laufe meines Lebens allerdings die Erfahrung gemacht, dass die eigene Erinnerung gerne verklärt, die eigene subjektive Wahrnehmung gerne für allgemeingültige Fakten gehalten und Einzelfälle gerne zum Allgemeinzustand aufgebauscht werden.

Also sieht das jemand der 40 Jahre mit dem Thema Schule zu tun hat, dreißig Jahre lang Präsident des Deutschen Lehrerverbandes war, einfach nur verklärt? Wenn das dann nur eine subjektive Wahrnehmung ist, wer kann das denn überhaupt objektiv beurteilen?
 
Also sieht das jemand der 40 Jahre mit dem Thema Schule zu tun hat, dreißig Jahre lang Präsident des Deutschen Lehrerverbandes war, einfach nur verklärt? Wenn das dann nur eine subjektive Wahrnehmung ist, wer kann das denn überhaupt objektiv beurteilen?

Es ist zumindest eine subjektive Einzelmeinung. Und du wirst es nicht mehr hören können, aber: Studien können es objektiv beurteilen.
 
Die Respektlosigkeit von Schülern gegenüber Lehrern ist heute definitiv größer.

Das ist definitiv so, auch der Respekt der Eltern gegenüber den Lehrern fehlt teilweise leider total. Die Qualität der Konflikte und die psychischen Probleme haben eine ganz andere Dimension erreicht. Außerdem sind Handys eine Seuche für den Schulalltag und schaffen bei Kindern und Jugendlichen mehr Schäden und Probleme als Nutzen. Immer mehr Dinge, die früher ganz selbstverständlich Sache der Eltern waren werden in die Schulen hineinverlagert und somit die Verantwortung schön abgegeben.
Woher ich das weiß? Das ist mein Alltag. Ich verbringe unglaublich viel Zeit damit Konflikte zu bearbeiten, Kollegen zu schützen und zu unterstützen. Ich setze mich mit dem Jugendamt und Kinder- und Jugendpsychologen auseinander, binde die Schulsozialarbeit und die Schulpsychologische Beratungsstelle mit ein, kontaktiere im Notfall auch mal die Polizei, beruhige Eltern...…….
Und kommt mir jetzt nicht mit irgendwelchen Studien, mit ein wenig Recherche finde ich für jede Meinung eine Studie, egal welche Seite oder Richtung (ich glaube nur den Statistiken und Studien, die ich selbst gefälscht habe :D). Ich rede hier nicht wie ein Blinder von der Farbe (was im KT leider oft der Fall ist), sondern bin mittendrin und live dabei.

Trotzdem macht mir mein Job Spaß, da ich gerne mit Kindern arbeite und ich einen tieferen Sinn in meiner Arbeit sehe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind halt alles sehr subjektive Eindrücke aus einer Zeit, in der sowie jede noch so kleine Geschichte auf Twitter und Co breitgetreten wird. Ich würde mal behaupten, dass es vor 30 Jahren ebenfalls respektlosen Umgang an Schulen gegeben hat, nur hat da nicht gleich die Bild-Zeitung drüber berichtet.
also sorry aber das schwach. Du fragst woran er das fest macht, er gibt der eine Quelle und du stempelst das als subjektiv ab. Dann behauptest du was, wirst nach einer Begründung / Quelle gefragt und hast nichts, sagst aber das es dein Gefühl ist... Erst eine Erklärung erfragen, die eigene Meinung aber mit subjektiver Sicht begründen.
 
also sorry aber das schwach. Du fragst woran er das fest macht, er gibt der eine Quelle und du stempelst das als subjektiv ab. Dann behauptest du was, wirst nach einer Begründung / Quelle gefragt und hast nichts, sagst aber das es dein Gefühl ist... Erst eine Erklärung erfragen, die eigene Meinung aber mit subjektiver Sicht begründen.
Man muss da nicht immer mit irgendwelchen wissenschaftlichen Erklärungen kommen, gefühlt war es für mich angenehmer.
Ja was denn nun?
 
Man muss das alles in relation setzen. Wandelnde schulsysteme mit Gesamtschulen, höhere Bevölkerungsdichte, höheres arbeitsaufkommen für Lehrkräfte bei denen sich der Frust auf die Schüler überträgt. Etc. PP.

Natürlich kann man einfach verallgemeinern. Die Jugend von heute ist schlimmer als damals, die alten von heute sind engstirniger als damals, mit der Technologie von damals war alles besser und einfacher und Ausländer sind alle böse. So einfach ist das Leben nur meistens leider nicht. Ich denke das ist die Crux an der ganzen Geschichte. Die Sehnsucht nach simplizität und klaren Strukturen und Erklärungen. Früher konnte man verallgemeinern und der ganze Stammtisch hat zugestimmt. Da war die Welt simpel und in jedem microkosmos hat sich ein eigenes Weltbild entwickelt. Mit dem Internet und den zur Verfügung stehenden Informationen stellt sich nun leider bei jedem Thema heraus: "Ja, kann man so sehen, aber..."
 
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