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MULTI RDR2 - Crunch-Time und 100h-Woche

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Eurogamer: The human cost of Red Dead Redemption 2
Staff at Lincoln have been in crunch mode on Red Dead Redemption 2 for over a year, multiple people I spoke to at the studio told me - long even by Rockstar standards. Since October 2017, late finishes during the week and on two Saturdays each month have become mandatory. Breaks are unpaid and "often" worked through. In August this year, hours increased further. Every working week was six days, with hours just under the 60 mark.
For night shifts, UK employment laws state a person can only work eight out of every 24 hours, but Rockstar employees sign agreements to waive this condition. Over the course of a week, night staff can work the same amount as those on days. Regardless of when they work, the many Lincoln staff I spoke to talked of getting home physically and mentally exhausted, with little time to do anything before heading to bed and getting up to do the same thing the next day. The overriding sense is that, while extended hours have been accepted as a temporary burden in the past, the long period of crunch for Red Dead Redemption 2 has defeated people.
"It's called Mandatory Overtime or extended hours. It's pretty clear," someone who worked on GTA5 and Red Dead Redemption 2 told me. "There was a point on GTA5 when we were brought in by department and told we'd be working an extra 16 hours a week now," another person recalled. "That was as official as anything became. It was pretty much: 'we'd really appreciate you working an extra 16 hours a week and if you don't we won't appreciate it'."
Where previously crunch would happen "for a month and things would go back to normal", staff fear increased hours may be never-ending. GTA5 crunch continued past its ship date, one person at Rockstar Lincoln told me. The fear is the same will now happen with Red Dead Redemption 2. "Even with the game done, hours have only gone down to three lates a week and one weekend day," another person at Rockstar Lincoln explained. "When we crunched for the next-gen launch of GTA5 we got to it and then crunch would be extended for another month and another as various GTA Online add-ons came out. That's been such a huge commercial success it stands to reason we're doing the same thing again. The need to support Red Dead Online post-launch means hours will go back up again."
"We've grown a lot in terms of staff but the workload has grown equally, and beyond the amount of people we have," a staff member at Rockstar Lincoln adds. "It's clearly not enough if we need to work an entire year of extended hours, two months where we only have one day off a week and barely get an evening to ourselves to just unwind. AAA games with a five-year dev cycle shouldn't have this horrendously hyper crunch at the end with people working 90+ hours a week. Surely down the road, as you're developing, something isn't quite right."
 
Tja klingt nicht so super dolle. Und das klingt auch nicht so, als wären hier nur Top Level Manager gefordert gewesen. Und spätestens wenn Überstunden "Mandatory" sind, dann geschieht das ja wohl nicht mehr auf freiwilliger Basis.
 
Selbst wenn so etwas nicht angeordnet ist (weil es z.B. gesetzlich schlichtweg verboten ist), kann es ganz easy durch die Unternehmenskultur, Peer Pressure, Belohnungsstrukturen etc. so gedreht werden, dass man sich quasi dazu verpflichtet fühlt, "freiwillig" mitzumachen.
Bei uns ja auch (in kleinerem Maße) gängig. Daher gehen meine Alarmglocken bei einem Job an, wenn ich "Vertrauensarbeitszeit" lese.

Auch diese Druckmittel scheint ja in der Games-Branche gang und gäbe zu sein. Offiziell darf natürlich jeder, wie er will. Aber dazugehören wirst du nur, wenn du beim Crunch mitmachst. Sichtbar für die Chefs und Karriere bist du nur, wenn du ranklotzt, Wochenenden und Nächte am Schreibtisch verbringst und damit angeben kannst, heute mal wieder im Büro gepennt und geduscht zu haben. Alles unter dem Wissen, dass vor der Tür schon der nächste wartet, der für weniger Geld noch länger dableibt als du und jeder in der Branche ratzfatz ersetzbar ist.

Daher kann ich nur laut lachen, wenn da ein Boss etwas von freiwillig redet.
Wer ein bisschen die FÜhler in Richtung des richtigen Journalismus bzw. der Customer Advocates in der Medienlandschaft um Games hat, der kennt entsprechende Storys schon seit Jahren, wie es oftmals ist, an Games zu arbeiten.
Aber klar, dafür muss man sich schon von den deutschen "Journalisten", die halt nur Spieletester sind, wegbewegen. (was natürlich bei vielen US-Outlets wie IGN auch nicht viel anders ist)

Und wer dann einfach nur sagt "tja, selbst schuld, kündig doch einfach" der macht es sich sehr leicht. Erstens steht man dann vor dem Nichts, denn gerade in den USA gibt es kein Sozialnetz, das dich hier auffängt, die Mieten und Lebenshaltungskosten in den einschlägigen Tech-Gegenden sind horrend, man hat evtl. Verantwortung für eine Familie und Chancen auf einen neuen Job in der Branche dürfte man als "Arbeitsverweigerer" eher nicht haben. Und Zweitens ist hier die Schuld grundsätzlich und ausschließlich bei den Chefs zu suchen, die solche Arbeitsbedingungen fordern, unterstützen oder auch nur ignorieren. Soziale Verantwortung des Arbeitgebers als Stichwort.
Gut, gerade im Turbokapitalismus der USA scheißt man halt als erstes auf die Workforce und deren sonstiges Leben. Arbeitsbienen ftw!
 
Mir gehen einfach diese ganzen Karrieremenschen so tierisch auf die Eier. Die Art Mensch, die ihr Leben ihrem Job, Ausbildung oder Schule widmet. Die sämtliche Persönlichkeit von sich selbst runter sandstrahlen lässt um dann geil in der Karriereleiter nach oben zu klettern, weil sie sich darüber als Mensch definieren. Die dann durch diese toxische Einstellung so einen Scheiß auch noch vorantreiben. Damit hinterher Arbeitgeber sagen können, "guck mal, bei dem klappt es doch auch und der beschwert sich nicht, streng du dich doch auch mal so an." und sie selbst sich auch dann als Beispiel nehmen, wenn es um solche Situationen geht und dann sagen, dass die MItarbeiter sich mal nicht ins Hemd machen sollen.

So eine beschissene Lebenseinstellung, die dann auch noch zum Teil mit solche Konsequenzen verursacht...
 
Wer also in seinem Job aufgeht und Karriere macht, hat also seine Persönlichkeit sandgestrahlt, hmm?

Interessant. Wer in seiner Familie aufgeht und sein Leben seinen Kindern widmet, ist dann vermutlich auch sandgestahlt?
 
Irgendwie komisch, mit dem Artikel von Eurogamer habe ich schon ein schlechtes Gewissen jedes Mal wenn ich Rdr 2 starte. Aber wahrscheinlich geht's bei allen Firmen in dem Bereich so vor. Schon hart wie andere Bluten müssen damit wir schnellmõglichst unseren Spaß haben.
 
da steht nicht, dass alle, die karriere machen, "gesandstrahlt" :D sind, sondern dass er die verachtet, die sich sandstrahlen nur um karriere zu machen.

Das steht als Erstes "Mir gehen einfach diese ganzen Karrieremenschen so tierisch auf die Eier. Die Art Mensch, die ihr Leben ihrem Job, Ausbildung oder Schule widmet." Und dann kommt das sandstrahlen. Das ist Bullshit! Wenn man keinen Bock auf seinen Job hat und es nur zum Geld verdienen macht, ist das Okay. Aber man sollte schon so schlau sein und das nicht verallgemeinern.

Edit: wie ich mich als Mensch definieren, worin ich aufgehe und wem oder was ich mein Leben widme, ist meine Sache und hat nichts mit "sandstrahlen" zu tun.
 
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