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Wertung und Fazit zu The Phantom Pain

Eure Wertung für MGS5


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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

So, seit heute früh bin ich nun auch durch und abgesehen von paar Schnitzern bezüglich der Story, fand ich es großartig. Über das Gameplay muss ich nicht viel sagen, gefällt mir alles sehr und am Ende steht MGSV nach meiner Meinung als neuer Genre-König da.
Was den Content der Story betrifft kann ich einige Kritiken verstehen bzw. empfand ich es für einen Abschluss (Kojima hat ja selber mal Phantom Pain als Oroborus bezeichnet) teilweise auch nicht ausreichend genug. Die Antwort auf alle Fragen hat man dann doch nicht bekommen. Was man dafür aber bekommen hat, konnte überzeugen. Die ganzen verschiedenen Thematiken waren nicht nur interessant, sondern auch sorgfälltig in der Geschichte eingebaut. Kein Vergleich zum ständigen "NANOMACHINES!" der Vorgänger. Auch war mir der leisere und ernstere Ton deutlich lieber. MGS4 ist zwar ein absolut würdiger Abschluss der MGS Saga, doch wurde hier nicht nur einmal der Bogen überspannt, was gewisse Charaktere und Inszenierungen angeht. Da kommt das direkte und nüchternde Ground Zeroes und nun Phantom Pain schon mehr nach meinem persönlichen Geschmack. Gilt übrigens auch für den wortkargen Big Boss, der nun deutlich mehr wie der Veteran Big Boss und nicht mehr wie der junge Agent Naked Snake wirkt.
Kommen wir zum Ende und dem wohl schwierigsten Teil des Spiels, nämlich den Erwartungen daran. Vieles wurde sich erhofft und vermutet. Paar hatten recht mit ihren Theorien und andere haben scheinbar einfach zu viel erwartet. Alleine das paar davon ausgegangen sind, dass die am Ende noch ein Metal Gear 1 Remake als Epilog drangeschraubt hätten... Klar, für uns als Fans wäre das wohl der Super-GAU an Fanservice gewesen, aber das will Phantom Pain gar nicht sein. MGS4 war es, aber Phantom Pain ist eine Geschichte über die Konsequenzen unserer Taten und was darauf folgen kann. Jeder hat was verloren und ist auf der Suche nach seiner Art der Erlösung, dass ist der rote Faden in Phantom Pain. Ist es damit am Ende der von Kojima erwähnte Oroborus? Das schließen des Kreises? Nicht ganz, denn dafür fehlt einfach zu sehr die Verbindungen zum großen Ganzen der MGS Saga, aber eins ist es sicher: es ist ein verdammt großartiges Spiel. Wie ich es als Metal Gear einordnen würde, muss ich noch etwas abwarten, aber so gehört es mit zum Besten, was ich die letzten Jahre gespielt hab.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hab' eine 7 gegeben.

Das Gameplay von TPP ist schlicht brilliant. Kann man nicht anders sagen. Es gibt wirklich nicht viele Entwickler, die den Spielkern so sehr auf den Punkt bringen können, wie es KojiPro hier geschafft hat. Schon gar nicht mit derart vielschichtigen Spielsystemen.
Normalerweise ist das eigentlich auch schon alles, was ich mir von einem Spiel wünschen kann, aber nach 12 Stunden Ground Zeroes und nochmal 20 Stunden TPP hat mir irgendwann dennoch ein Grund gefehlt, das Spiel über Mission 28 hinaus weiterzuspielen. Irgendwann hatte ich alles gesehen und alles getan und trotzdem ist kein Ende in Sicht. Das Spiel ist ziemlich aufgeblasen und ohne eine interessante Story/Konflikt, die das alles zusammenhält, wurde es einfach langweilig. Eigentlich tragisch, dass ich den letzten MGS Titel (zumindest vorerst) nicht beenden werde, aber irgendwo ist mir dann auch meine Zeit zu schade.*

*sagt er, nachdem er schon wieder etliche Stunden Battlefield 4 gezockt hat
 
Spielerisch für mich der beste Teil der Reihe, fand es eine gelungene Mischung aus Metal Gear Solid 4 und Peace Walker. Unterm Strich hat das Spiel trotzdem einen unfertigen Eindruck auf mich gemacht, zwar nicht technisch und spielerisch aber vom Storytelling und den Übergängen zwischen den eigentlichen Storymissionen her. Das Material für eine abgerundete Geschichte ist definitiv vorhanden, da sind einige sehr gute Ideen in den Kassetten und "kleinen" Zwischensequenzen versteckt, aber das war für mich alles nicht in ein perfekt inszeniertes Gesamtpaket verpackt sondern eher wild im Spiel verstreut. Passt auch irgendwie zum im Spiel behandelten Phantomschmerz, man hat das Gefühl, dass da noch etwas sein muss. Für mich war dieses fehlende Puzzlestück das sonst für Metal Gear Solid typische cineastische Erlebnis mit den bis ins Detail ausgearbeiteten Charakteren.
 
Seit heute bin ich auch durch.

Ich bin doch ziemlich enttäuscht. Was ich an Story, Charakteren und Dialogen in der MGS Serie liebe, bekam ich nicht annähernd im fünften und für mich definitiv letzten Teil.

Klar mag es die eine oder andere wirklich nette Szene geben, aber abgesehen von der „minderen“ Qualität (bezogen auf die Epicness), konnte ich es nicht so sehr genießen wie in den vorherigen Teilen. Das liegt zum einen an das Genre (Ich hasse mittlerweile Openworldspiele) und andererseits an die endlosen belanglosen Hauptmissionen. Es gehört für mich zu der Sorte Spiel, wo die Hälfte der Spielzeit eindeutig besser getan hätte. Viel hilft NICHT immer viel. Ich könnte mich hier Seitenweise auslassen aber dafür hab ich zu wenig Lust dazu.

Ja, das Gameplay ist das beste in der Serie, ja, es gibt nach wie vor unzählige Liebe zu Details aber für mich war vor allem neben dieser Detailverliebtheit die Geschichte und ihre Charaktere der Hauptgrund jeden neuen MGS-Teil (mehrfach-)durchzuspielen.

Wie sehr habe ich mich u.a. gefreut endlich „Big Boss“ reden zu hören… der kriegt im ganzen Spiel gerade mal um die 5 Minuten seinen Mund auf.

Für mich ist MGS die beste Videospielserie der Welt aber „Phantom Pain“ war für mich das Signal mich von meiner Serie zu verabschieden und Kojima ewig dankbar für die vielen tollen Stunden sein.

Zwar musste ich mich die letzten 20 Stunden zirka durchquälen, um das Ende zu sehen, aber Aufgrund des richtig guten Gameplays gebe ich 7/10 Punkte.
 
Nach paar Wochen Abstand habe ich für mich entschieden das TPP nicht Kanon ist, sprich für mich gehören die Geschehnisse in Phantom Pain nicht zur MGS Gesamtstory.
 
Soeben habe ich Mission 45 u 46 zuende gespielt...

Mir fehlen paar Extreme Mode Missionen, jedoch sind diese nicht mehr relevant, werde diese trotzdem noch machen:-)

Grafisch und Gameplay ist das Spiel wirklich top. !!!

kommen wir zur Mission 43:
Eine geile Mission. Mit so einer Mission hätte ich nicht gerechnet. super gemacht, WOAH KOJIMA...

Mission 45:
für mich die traurigste überhaupt:-( Quiet ist mir voll ans Herz gewachsen kein Scherz... Wie ein sehr guter Film, hat sich Quiet in mein Zocker Herz eingeschlossen. SO wie ich es jetzt verstanden ist sie tot oder nicht? Sie sagt ja selbst, dass sie in Stille weggeht. SIe hat Englisch gesprochen, also hat sie den Parasit freigesetzt. Korrigiert mich falls ich falsch liege. Sie hat sich in Snake verliebt denke ich. Die Frage ist immer noch nicht geklärt, weshalb sie auch beim zweiten mal Snake nicht getötet hat. Danke Quiet. Höre Ihre Musik und kille jeden Soldaten;:)

Mission 46:
Eine Aufklärung? Ja zum Teil. Alle MGS Fans wurden denke ich ein wenig enttäuscht aber vergisst nicht, von der Story her spielt es vor MGS4 deshalb gibt es auch keine "alle Fragen wurden nun gerklärt"...
Dennoch hätte man das Ende besser erklären sollen. Das der wahre Big Boss schon lange weg ist, hat mich wirklich umgehauen, damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet, jedoch machte mich der Name "Phantom Pain" im ganzen Spiel nachdenklich. Eine leichte Erahnung hatte ich irgendwie schon.
Kann mir jemand verraten mit wem Ocelot zuletzt geredet hat? (Band) den wahren Big boss?
Das der pseudo Big Boss ins Spiel genommen wurde, war schon eine geile Idee, jedoch hat sich Quiet in den falschen Big Boss verliebt.

Viele hätten gerne mit dem wahren Boss gespielt, auch ich, !!! Ich find es dennoch nicht so tragisch.

Man merkt natürlich das die Story nicht ganz abgerundet ist. Natürlich zieht sich das Spiel in die Länge aber hey mir hat es spaß gemacht.... Endlich ein Game wo ich für das Geld ein Game bekomme. Denke Kojima hätte es mit der Story noch besser gemacht, jedoch gab es doch diese Probleme mit Konami. All das hatte natürlich Einfluss auf die Entwicklung.


Eine Frage habe ich: Was passiert mit Eli und Sahentelanporus? oder wie das ding heißt.
Wird Eli Big Boss nachfolger?
ICh glaube ich muss mir sämtzliche Cutscenen erneut ansehen, mir fehlen einige Details, die ich vllt übersehen habe.

Wir meckern alle auf hohem Niveau , ich danke Kojima für die tollen Stunden in MGS 1- MGS 5.
Die Geschichte Snake ist geschrieben!!!!! - siehe Teil 4.....

Ich hoffe dennoch, dass Kojima irgendwann mal ein neues Spiel auf dem Markt bringt . Die Japaner haben es einfach drauf.
 
Ich würde gerne eine Rezension von einem Herrn "Muh" aus hier hinein kopiere. Hoffe, dass der Herr "Muh" nix dagegen hat. Er vergab 2 von 5 Sternen. Hier seine empfehlenswerte Rezension:-)

ACHTUNG Ich werde in dieser Rezi Spoilern, aber auch nur um die Leute vor der enttäuschenden Geschichte zu warnen. Viele Rezensionen hier entstehen, ohne dass die Leute das Spiel durchgespielt haben. Ich habe es mit 100+ Spielstunden durch, d.h. ich habe auch eine Menge (fast alle) Nebenmissionen gemacht.
Abgesehen davon spoilert das Spiel schon wie kein Zweites, es kommt nämlich vor jeder der 50 Missionen eine Art Vorpann in dem alle auftretenden Charaktere genannt werden. Ist in einer Mission also Skull Face, dann spoilert das Spiel das einfach schon sofort zu Beginn der Mission.

Hier ist dann auch schon der erste Zwiespalt, denn ich finde dieses Metal Gear ist das mit Abstand schlechteste und trotzdem habe ich so viel Zeit hinein gesteckt.
Klar ist sowas immer subjektiv, aber die Story ist wirklich ein Witz, ein verdammt schlechter.
Und hier auch schon der erste kleine Spoiler. Die Geschichte ist NICHT abgeschlossen, es findet keine Verbindung zu den Teilen Metal Gear, Metal Gear 2: Solid Snake und schon garnicht zu Metal Gear Solid statt. Soviel zunächst dazu.

Zuerst möchte ich auf die POSITIVEN ASKPEKTE des Spiels eingehen, denn die hat es absolut.
Grafik + :
Die Landschaften sind wirklich sehr schön gestaltet, Afghanistan und Afrika sind optisch beeindruckend, die Weitsicht ist über jeden Zweifel erhaben.
Ebenso sind die Hauptfiguren (Snake, Ocelot, Miller, Huey, Quiet) schön anzusehen.
Sehr gut sind auch die Animationen mit nur ganz wenigen Clipping Fehlern.

Sound + : (Über 5.1 Surround Anlage)
Auch der Sound ist wirklich sehr gut gelungen, die Waffen klingen wuchtig, die Soundeffekte allgemein klingen wirklich gelungen und sind gut abgemischt, das können andere Spiele aber ebenfalls, deshalb finde ich es nicht so besonders.

Gameplay + :
Das Gameplay ist absolute Spitze, Snake lässt sich wirklich genial durch die Areale scheuchen. Vorausgesetzt, man beherrscht die doch etwas überbelegte Steuerung. Man hat wirklich viele verschiedene Möglichkeiten einen feindlichen Außenposten einzunehmen. Grenzen sind eigentlich nur die eigene Fantasie. Ob man einen auf Rambo oder Sam Fisher macht, wilde Tiere benutzt, Attrappen einsetzt, Fallen benutzt, Gegner weglockt, wegbombt, wegsnipert, verhört, extrahiert, anschießt und einfach liegen lässt oder einfach mit einem Panzer alles platt macht. Das alles ist möglich und noch einiges mehr. Dabei ist die Steuerung zu jedem Zeitpunkt super präzise.

Story + :
Dazu muss ich über die positiven Aspekten den Mantel des Schweigens hüllen, dazu weiter unten mehr. Das einzige was ich sagen kann. Die Zwischensequenzen sind weltklasse choreografiert und cineastischer als viele Filme.

Klingt doch eigentlich wie ein super Spiel oder nicht? Ja tut es tatsächlich und das Spielen macht auch Spaß, deshalb ja auch Zwiespalt ;). Aber da kommen ja noch die negativen Aspekte.

Dazu muss ich jedoch zunächst darauf eingehen, was ein Metal Gear Solid Spiel für mich (und auch sicher für andere Fans der ersten Stunde) ausmacht.
Da wäre zum einen die Stealth Action. Man versucht für gewöhnlich schleichend, ohne entdeckt zu werden, durch die „Level“ zu kommen, ab und an ist man auch zum „Ballern“ gezwungen und kann sich nicht verstecken.
Dann haben wir da noch die Story, die gekonnt Realität und Fiktion verknüpft. Die Geschichte von MGS war schon immer etwas verworren, aber doch im Endeffekt irgendwie halbwegs schlüssig. Mit Teil 4 waren dann auch alle Fragen beantwortet, Teil 5 legt einfach ein Ei drauf und wirft 1000!!! neue Fragen auf.
Was ebenfalls an MGS fasziniert, sind diese extrem coolen und interessanten Charaktere, Leute mit Geschichte, die etwas zu erzählen haben. Um nur einige zu nennen: Solid, Liquid und Solidus Snake, Psycho Mantis, Sniper Wolf, Vulcan Raven, Revolver „F*cking“ Ocelot, Otacon, Colonel Volgin, Fatman, Vamp, Fortune, The Boss, The End, The Pain, Crying Wolf, Peter Stillman, Major Zero, Sigint, Para-Medic usw. usf.. Nun hab ich doch mehr genannt als ich wollte, aber die gingen mir spontan durch den Kopf. Das sind einfach Personen die im Gedächtnis bleiben.
Außerdem sind die durchgestylten und ausladenden Zwischensequenzen ein wichtiger Bestandteil der Reihe. Man spielt und genießt zwischendurch 5 - 60 Minuten Videos.
Nun die schlechte Nachricht. All das gibt es in MGS V nicht. Aber der Reihe nach.

Hier nun die NEGATIVEN ASPEKTE

Grafik - :
Hier gibt es von meiner Seite aus nichts auszusetzen.

Sound - :
Der Sound mag zwar klasse sein, jedoch stören einige Dinge doch enorm. Beispielsweise klingen die Stimmen von Ocelot und Miller über den iDroid oft so ähnlich, dass ich mir sehr oft nicht sicher war, wer gerade mit mir spricht. Abgesehen davon hat man Ocelot eine neue Synchronstimme verpasst (Troy Baker), was aber nicht allzu schlimm wäre, würde er nicht zwischendurch so klingen wie Miller. Viel schlimmer hat es aber Snake erwischt. Sein neuer Synchronsprecher ist Kiefer Sutherland, was einfach nur befremdlich ist, denn meiner Meinung nach ist David Hayter einfach Snake, er gehört zu seiner kompletten Persönlichkeit. Herr Sutherland hatte wohl Anweisung nur durch die Zähne zu reden. Das könnte man ja vielleicht noch irgendwie verkraften, würde Snake / Big Boss denn mal was sagen. Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass alles was Snake im kompletten Spielverlauf sagt, insgesamt nur knapp 10 Minuten am Stück lang ist. Also die Hauptfigur hat nur 10 - 15 Minuten Text auf 100 Spielstunden.....interessant.
Ganz großes Kino. Hierzu ein Beispiel

SPOILER

Snake trifft Skull Face in einer 15-20 minütigen Sequenz in der Skull Face Snake seinen Plan und seine Geschichte offenbart. Snake steht und sitzt einfach nur anteilnahmslos da und sagt nicht ein einziges Wort. Kein einziges!!!!! Was zur Hölle!?!?! Ja klar was soll man dazu auch schon sagen...
Vielleicht findet er die Geschichte von Skull Face und seinen Plan aber so dämlich, dass er einfach nichts dazu sagen kann, also sprachlos ist.

SPOILER ENDE

Ich frage mich also ernsthaft was sich Kojima und Konami dabei gedacht haben. Würde ich einen stummen Helden wollen, dann würde ich z.B. Half Life spielen.
Abgesehen davon fehlt zu allem Überfluss auch noch das markante „FREEZE“ um Feinde zu überfallen. Ein kaum verständliches „Don't move!“ klingt natürlich viel besser. Auch die überfallenen Feinde brabbeln nur irgendwas vor sich hin oder stöhnen rum, aber Snake bzw. seine Übersetzer verstehen genau was gemeint ist. Lächerlich.
Und dann ist da noch diese iDroid Stimme die den ganzen Tag das ein und selbe sagt. „The map has been updated“. Jaja ich weiß Siri...

Gameplay - :
Nun, wo soll ich anfangen. Es gibt eine offene Spielwelt. Wow. Leider ist diese total leer. Ab und zu flattert mal ein Vogel durch die Gegend und zwei Schafe (die sind immer zu zweit) laufen durch die Wildnis. Angeblich gibt’s im Spiel auch Schlangen, Skorpione und Spinnen. Ich habe jedenfalls keine gesehen, nicht zu vergleichen mit Snake Eater. Die Welt ist wirklich einfach nur leer und langweilig, es gibt nichts Interessantes zu tun.
Auch die Nebenmissionen retten da nicht, da die Laufwege von einer zur andren Mission viel zu weit sind, selbst mit Pferd.
Prinzipiell gibt es aber sowieso nur die immer gleichen Missionen an den immer gleichen Schauplätzen. Wer klassisches MGS Spielgefühl möchte, der bringt niemanden um sondern betäubt nur und versucht ohne Alarme durch zu kommen. Versucht man nach dieser Prämisse vorzugehen, dann sind 90% aller Missionen gleich.
In den Missionen „Eliminiere XY“, „Rette XY“, „Hole XY raus“ macht man einfach immer das gleiche. Man schleicht durch, betäubt das Ziel und holt es via Fulton raus. Grandios... Einmal muss man sogar ein Schaf raus holen und 3 legendäre Tiere gibt’s auch, das ist aber auch die einzige Abwechslung. Der Rest ist wirklich immer gleich. Und das schlimmste daran ist, dass die Hauptmissionen einfach mal genau das gleiche sind.
Das ist einfach nur schwach. Hinzu kommt noch, dass man von 4 Begleitern immer nur einen dabeihaben kann. Was ist das für ein Schwachsinn? Wieso kann ich nicht das Pferd und den Hund gleichzeitig haben!? Habe ich beispielsweise den Hund für eine Mission gewählt und ordere dann mein Pferd, wird der Hund einfach Heim geschickt inklusive Beziehungspunkteverlust. Zum Zielort geritten, muss ich dann wieder den Hund rufen, das Pferd MUSS gehen. Ihr seht worauf ich hinaus will. Was sind das für Designentscheidungen?
Dann die ach so hoch gepriesene Motherbase. Die Idee ist schon nett, aber die Umsetzung ist ein Witz, denn auch hier herrscht gähnende Langeweile. Wenn man 400 – 500 Mann hat und trotzdem nur immer 4-5 rumlaufen, dann ist das schon seltsam. Dann kann man nirgends hinein. Mal in die Sanitätsgebäude gehen? Fehlanzeige. Die Gefangenen besuchen?. Vergesst es. Den Leuten bei der Entwicklung neuer Waffen über die Schulter schauen? Gibts nicht.
Die Motherbase ist riesig, so riesig, dass auf der Kommandoplattform überall Jeeps stehen um auf die nächste Plattform zu fahren nur um dann nichts zu machen. Top wirklich. Aber man kann duschen!!!! Danach ist man physisch und psychisch gesäubert. Aha. Physisch hat es sogar eine Auswirkung, denn Snake kann stinken (kein Witz), angezeigt durch über seinem Kopf schwirrende Fliegen. Dieses Feature wollte ich schon seit MGS 1.
Auch die Entwicklungen die man machen kann sind absolut unlogisch.
Ein Beispiel: GMP ist die Währung in MGS 5, man kann maximal 5.000.000 anhäufen
Das betäubende Scharfschützengewehr für Quiet kostet in der Entwicklung 500.000 GMP. Soweit so gut. Nun kostet mich die Entwicklung eines Schalldämpfers für Quiets betäubendes Scharfschützengewehr 750.000 GMP. 750.000 ??? Für einen Schalldämpfer vorne drauf zu schrauben? Bestes Entwicklungsteam, wirklich super. Auch wenn Huey, der Erfinder des Metal Gear an der Entwicklung beteiligt ist, so ein Schalldämpfer hat schon seinen Preis und der Anschraubprozess ist nur etwas für Leute mit extrem ruhigen Händen wie etwa Batman.... oder Quiet. Vielleicht darf ich deswegen auch nicht in die Forschungsabteilungen reinschauen. Dann würde ich mitbekommen wofür das Geld eigentlich verschleudert wird. So ist das aber mit allen Waffen. Damit ich doppelt so viel Munition für die Pistole mit mir rumtragen kann, muss ich das Doppelte des Ursprungspreises bezahlen. Mindestens. Für jede Pistole einzeln, auch wenn Sie die gleiche Munition hat. Ist das nicht toll? Übrigens sind die Zeiten des „Ich finde meine Waffen und Ausrüstung in der Mission“ auch vorbei. Man muss einfach nur alles erforschen. Um die Entwicklungsanforderungen zu erfüllen (nein, der Schalldämpfer braucht 10 Level höher) ist man aber gezwungen immer mehr Leute zu extrahieren. Es ist einfach nur dämlich.

SPOILER

Das Spiel hat ganze 2 Kapitel. Ab Kapitel 2 fängt man an Missionen aus Kapitel 1 zu wiederholen, nur auf höherem Schwierigkeitsgrad. Ja wollt ihr mich denn total verars....??? Ist euch sonst nix mehr eingefallen?
Außerdem gibt es keine epischen Bossfights mehr wie aus den alten teilen gewohnt, die „Bosse“ sind hauptsächlich die Skulls, welche einfach nur übertrieben nervig sind und nach dem 10x abnippeln einfach überhaupt keinen Spaß mehr machen, weil unfair. Das Sniper Duell gegen Quiet ist im Vergleich mit dem gegen The End lächerlich, einzig der Kampf gegen Eli ist wirklich gut geworden und gelungen. Selbst der Kampf gegen den Metal Gear ist ein Witz und macht keinen Spaß, weil es nur noch sinnloses Geballer ist. Aber meistens bekommt man es sowieso mit den Skulls zutun. Übrigens geht die Missionsrecyclerei so weit, dass man den Kampf gegen Quiet nochmal machen muss. Man kann dabei aber seine eigene Quiet zu Hilfe rufen. Klingt unlogisch? Ist es auch. Dazu nun aber mehr im Story Abschnitt. Auch gegen den Metal Gear darf man 2x ran in exakt dem gleichen Kampf, lediglich schwieriger.

SPOILER ENDE

Story - :
Oh Gott oh Gott oh Gott, man merkt überdeutlich, dass zum Ende der Produktion Kojima und Konami im Klinsch lagen. War es einst die größte Stärke von MGS, ist es in Teil 5 die größte Schwäche. Nicht nur, dass unser Held Snake kaum ein Wort über die Lippen bringt, sind die Hauptmissionen auch noch zerstückelt. Das nagt so dermaßen an der Atmosphäre, ich frage mich wirklich ob das so von Herrn Kojima geplant war.

SPOILER

In einer Mission rettet man Code Talker, fliegt anschließend zur Motherbase zurück, doch unterwegs gerät man in starken Nebel und wird von irgendetwas angegriffen, es sieht aus als würde man abstürzen. Das Bild friert ein. (Was nu abgestürzt oder wie?) Unten erscheint der Schriftzug „Fortsetzung folgt...“. Dann kommt der obligatorische Abspann wie nach jeder Mission und Snake sitzt wieder in seiner Luftkommandozentrale. Waaaaaaaaaas? Gerade noch im Heli mit Code Talker am Abstürzen, nun alleine im Heli am chillen. Was hat das noch mit MGS zu tun??? Nun kann man fröhlich Nebenmissionen machen, Beeren sammeln, Tiere jagen, zur Motherbase düsen und duschen, einfach alles. Bis man die nächste Hauptmission startet. Dann sitzt Snake wieder im Heli und stürzt ab, mit anschließendem Bosskampf. Solche auseinandergerissenen Szenen gibt es öfter, zu oft. Und zu allem Überfluss ist eine der zu wiederholenden Missionen aus Kapitel 2 genau diese Mission mit anschließendem Bosskampf. Also sitzt man im Heli und chillt, wählt die nächste Hauptmission und sitzt plötzlich wieder mit Code Talker im Heli und stürzt ab. Sorry Leute, aber das geht garnicht, egal wie gut euer Gameplay ist.
Dann die ganze Sache mit den Stimmbandparasiten. Was für ein Dünnpfiff.

SPOILER ENDE

Es gibt auch keinen Codec mehr. Dafür Kassetten auf denen oft langweiliger Kram im Monolog vorgetragen wird. Vor allem wenn Code Talker redet, neigt man schnell dazu einzuschlafen. Die Interessanten und oft auch lustigen Codec Gespräche zwischen Snake und seinem Team gehören der Vergangenheit an. Sowieso ist der neueste MGS Teil sehr ernst gehalten, gelacht habe ich eigentlich nie.
Es gibt allgemein kaum noch interessante Gespräche. Man fragt sich wirklich oft wieso man gerade tut was man tut. Es fehlt ein roter Faden. Diese Kassetten sind ein wirklich großes Übel. Um die Story aber auch nur halbwegs zu verstehen, muss man sie sich anhören. Nachdem ich das Spiel durch hab muss ich aber sagen: Spart es euch.
Darüber hinaus fehlen dem Spiel interessante Charaktere.

SPOILER

Der interessanteste ist tatsächlich Skull Face. Doch kaum wird seine Person mehr aufgegriffen, da stirbt der Lappen auch schon. Tolle Wurst.
Code Talker ist einfach nur langweilig, Ocelot zeigt nicht einmal seine Gunslinger Skills und Miller ist ein verbitterter Krüppel (ich weiß, das Wort ist politisch nicht korrekt, trifft hier aber besser als „Behinderter“ oder „Gehandicapter“) der so viel Müll labert, wahnsinn. Quiet ist so vielschichtig wie ihr Name es vermuten lässt. Huey ist eine jammernde Heulsuse und Eli das unsympatischste Kind überhaupt. Und das wars dann auch tatsächlich schon. Bitter oder?
Hinzu kommt, dass man am Ende einfach nichts über die restlichen Figuren erfährt.
Was wurde aus Code Talker? Was haben Ocelot und Miller gemacht? Was zur Hölle wurde nun aus Quiet? Ist sie wirklich gestorben? Eli verdrückt sich einfach mit dem Metal Gear und …. naja nix weiter, ist halt weg. Huey wird ausgesetzt und man erfährt nix über seinen Verbleib. Ja wie weit wollt ihr die Kuh denn noch melken? Das Psycho Mantis Kind? „Oh, haben wir wohl vergessen“.

Und nun der MEGASPOILER DER DAS ENDE VERRÄT

Was hat der ehtce Sknae die gnzae Ziet gmaehct?
Und was hat er bis Tiel 4 gtireeben?
Dnen der Sknae den man die gnaze Ziet slpiet ist nhcit der ehtce Big Boss, snodren nur der Azrt aus Ground Zeroes. Man hat ldgelcih sien Gshceit und siene Ennrirunegn vränedrt.
Prost Mahlzeit

ENDE ALLER SPOILER

Also wie fällt mein Fazit aus? Wieso habe ich so lange gespielt, nur um dann so schlecht zu bewerten? Ich gebe zu, ich hatte Spaß mit dem Spiel, aber ich musste mich oft dazu zwingen weiter zu spielen. Ich wollte einfach unbedingt wissen wie das Spiel ausgeht. Und wurde bitter enttäuscht, nicht nur vom Ende. Deshalb auch nur 2 Sterne, einer wäre doch zu übertrieben, dafür habe ich zu viel Zeit investiert.
Für mich ist das hier kein Metal Gear Solid, was es ist weiß ich nicht, aber ich wäre im Nachhinein froh ich hätte es niemals gespielt. Ein trauriges Spiel für viele MGS Fans.

Falls sich jemand das Ding hier tatsächlich durchgelesen hat, dann kommentiert doch mal, ob ihr das auch so seht oder komplett anderer Meinung seid.
 
Falls sich jemand das Ding hier tatsächlich durchgelesen hat, dann kommentiert doch mal, ob ihr das auch so seht oder komplett anderer Meinung seid.

Sehe ich sehr ähnlich. Ist für mich die Enttäuschung des Jahres. Wieso die Presse das so abgefeiert hat bleibt mir ein Rätsel.
Das Gameplay an sich ist aufgrund der Mechaniken zwar eigentlich super aber das Gamedesign repetitiv bis zum Abwinken, die Welt langweilig und das Spiel allgemein brutalst in die Länge gezogen. Dazu fehlte diesem Titel die inhaltlichen bzw. kinematographischen Stärken seines Vorgängers nahezu vollkommen.

Das ist für mich eher ein Side Projekt der Reihe und kein Haupt-Titel. Ich streiche für mich die Zahl 5 aus dem Titel. Metal Gear Solid IV bleibt mein letzter, großer MGS Titel.
 
Abgesehen von einigen seltenen Momenten muss ich dir leider Recht geben.
Leider sind die starken Momente fast alle in den ersten Stunden verbraten, Intro und Tutorial sind der inszenatorisch stärkste Part im ganzen Spiel.
Dafür darf man die Stelle ja auch fast komplett nochmal spielen.

Skull Face hat nette Ansätze und einen tollen Sprecher, wird aber auch mehr oder weniger verheizt und ansonsten kommt die Story nie so richtig in Schwung. Das Parasitenthema fand ich jetzt nicht so den Bringer und die Skulls werden ja auch kaum thematisiert. Allgemein wird vieles nur angedeutet und nicht passend ausgeführt.

Ein gutes Spiel, aber ein schlechtes Metal Gear.
 
sehr gut geschrieben @Messi7 : zu 100% meine meinung. DIE enttäuschung des jahres. sogar noch vor batman. und das muss was heißen.

gibt es überhaupt ein richtiges ende in dem spiel? wann bekommt man die mission 46 freigeschaltet? was muss man dafür tun? die 45. kam bei mir einfach so.
 
@STEEL

also bei mir sind beide Missionen gekommen.
Ich glaube du musst die Nebenmissionen absolvieren. Eine gewisse Anzahl der Nebenmissionen sollten schon abgeschlossen sein. Und natürlich die zusatz Hauptmissionen auf schwer sollten bis zur 45. Mission auch gespielt sein. Dann müsste die letzte Mission 46 (True Ending) spielbar sein...
 
@STEEL

also bei mir sind beide Missionen gekommen.
Ich glaube du musst die Nebenmissionen absolvieren. Eine gewisse Anzahl der Nebenmissionen sollten schon abgeschlossen sein. Und natürlich die zusatz Hauptmissionen auf schwer sollten bis zur 45. Mission auch gespielt sein. Dann müsste die letzte Mission 46 (True Ending) spielbar sein...
bei mir kam die 46. mission obwohl ich nicht alle storymissionen abgeschlossen hatte. es hat auch was mit dem basenbau zu tun. der muss auch einen gewissen fortschritt haben.
 
Ich kenne die MGS-Reihe gar nicht. Ich bin nur neugierig geworden da Ground Zeros als ich die PS4 kaufte dabei war. Ich habe also keinerlei Bezug zur Historie von MGS. Ich kann auch nichts mit diesem 'Kojima'-Hype anfangen. Ohhhh ein Kojima Game. Meistens schürt das nur Erwartungen die nicht erfüllt werden. Von daher kann ich an Phantom Pain auch ziemlich unbelastet herangehen. Ein Spiel muss eben auch für sich selbst stehen.

Als Fan von Mass Effect, Dragon Age und natürlich Battlefront und CoD musste ich mich bei Phantom Pain etwas umstellen. Und ab hier nehme ich Bezug auf die umfangreiche Kritik von Messi7.

Die erste Stunde ist ein Feuerwerk! Da wird unglaublich viel aufgefahren. Und auch viele Fragen werden dort aufgeworfen. Viele Sequenzen von Kojima finde ich etwas zu schmalzig und übertrieben episch. Man muss nicht an jedem Furz ein Lensflare aufblitzen lassen. Man muss auch nicht vor jeder Hauptmission einen Vor- und Abspann, wo man gefühlt 20 mal den Namen Kojima liest, haben. Man könnte einfach die Geschichte erzählen - fließend - ohne sie künstlich und melodramatisch anzupreisen. Das hat mir nie so ganz gefallen und richtet sich wohl an ein leicht zu beeindruckendes jüngeres Publikum. Und überhaupt diese Inszenierungen! Geht es auch eine Nummer kleiner? Die Sequenz wo Quiet (aus einem Heli) den Kopfschuss ins Cockpit eines Jets erzielt ... ich bitte euch... das war dann doch Comedy.

Zur Grafik: Verglichen mit dem letzten Tomb Raider kann sie leider nicht mithalten. Aber man muss fair sein: das Spiel kam ja relativ früh für die PS4. Grundsätzlich finde ich dieses Pseudo Open-World ganz angenehm. Die Gegenden sind relativ leer aber ich glaube das ist auch der Performance geschuldet. Etwas mehr Lebendigkeit wäre natürlich schön gewesen aber in den Missionen selbst sind sie eigentlich nicht relevant, eiert man doch permanent um oder in gegnerischen Basen rum. Viel schöner finde ich die liebevoll detaillierten Waffen wo man wirklich jede Änderung die man vornimmt sieht. Die Weitsicht finde auch ich wunderbar. Toll fand ich auch den afrikanischen Dschungel gleich in der ersten Mission wenn man dort hin muss. Grundsätzlich ist die Grafik für ein PS4 Spiel absolut in Ordnung.

Zum Sound: Auch hier alles so wie man es von A+ Titeln gewohnt ist. Manchmal sind mir aber einige Fahrzeuggeräusche zu kurz geloopt. Das hört man dann leider und es nimmt etwas Atmo. Auf der anderen Seite: Eine Brennan Rifle klingt dann eben auch anders wenn sie den Kevlar Helm durchschlägt als die Puste die man am Anfang hat. Hier erkennt man die Liebe zu den Details. Details ist auch das Stichwort wenn man über dieses Kojima-Game sprechen will.

Gameplay: Wunderbar - wenn man es mag. Phantom Pain bietet zwei grosse Sandkästen in denen man sich mit seiner bevorzugten Spielweise austoben kann. Man kann aber auch experimentieren um Neues auszuprobieren. Will ich die Mission ohne Kill schaffen? Ohne Buddy? Will ich den Bauplan finden? Schaffe ich es den S+ Söldner zu stunnen ohne Alarm auszulösen? Komme ich an den Tank ran und hänge ihn ans Fulton? Die Möglichkeiten sind vielfältig und teilweise grossartig. Unterschiedliche Waffenkombinationen machen Sinn je nach Anforderung in der Mission. Eine Sniper Rifle ist eben nicht das geeignete Werkzeug um einen Tank auszuschalten.

Auch die Gegner sind kein simples Kanonenfutter so wie in den meisten anderen Spielen. Da geht dann schon mal die Signalrakete über einem hoch und die Mörser werden angeworfen. Und allzuoft liegt man im Dreck weil man dann doch die Sowjet-Patrol hinter sich nicht bemerkt hatte oder der gegnerische Sniper mit der Night-Vision einen vorher entdeckt hatte. Hatte man in den ersten Missionen immer einen guten Headshot-Count tragen in Mission 7 plötzlich alle modische Kevlar-Helme aus den 80ern. ;)

Wichtigster Pluspunkt für mich bisher im Spiel: Quiet. Dieser Charakter ist eine echte Bereicherung und wirklich etwas vollkommen anderes als man es gewohnt ist. Irgendwann war ich im Spiel an einem Punkt wo mir das beruhigende Summen von ihr ein Gefühl der Sicherheit gegeben hat während einer Mission. Und wenn das passiert dann hat der Game Designer - also eben Herr Kojima - ziemlich viel richtig gemacht. Quiet ist auch der einzige Charakter der eine Verbindung zum Spieler aufbaut (da menschlich). D-Dog ist halt der liebe Kumpel, ebenso wie das Pferd. Aber unpersönlicher als der Walker geht es fast gar nicht. Ich vermute die meisten sind eher weniger mit dem Walker Gear losgezogen. ;)

Quiet ist im späteren Verlauf so effektiv das die Heroismus-Wertung tief im Keller landet. Kojima hat also auch hier darauf geachtet das alles in diesem Spiel Vor- und Nachteile hat. Aber dennoch: Quiet rettet einem so manches mal die Mission (gerade wenn es gegen die Schädel geht).

Story: Fand ich etwas unfertig. Die Idee mit den Sprachen und den Parasiten fand ich jedoch ziemlich originell. Mal keine Aliens, keine Invasion durch Kommunisten, keine Weltverschwörung durch schnöde 0815 Terroristen die man alle schon gesehen hat. Dennoch wirkte das alles etwas hakelig und nicht wirklich aus einem Guss. Generell aber durchaus unterhaltsam. Das Ende wiederum fand ich ... ähem .. na ja

Die Details: Ja die Details reissen es oftmals raus. Ob nun Kindersoldaten bei beginnendem Regen ihre Hände ausstrecken um sich abzukühlen im heissen Afrika, gegnerische Soldaten von der Lampe meiner AK geblendet werden, oder der Sound von der Ziege die am Fulton in den Himmel katapultiert wird, an sehr vielen Stellen findet man solche Momente und ist entzückt.

Die Musik: Ich meine hier nur den reinen Score - nicht die 80er Mucke die man überall findet. Der Score ist grossartig. Situationsabhängig, treibend und mit Spannungsbögen. Und ich war auch sehr erfreut das die Musik eben nicht regional beeinflusst war. Also keine afrikanischen Trommeln wenn man in Afrika rumrennt. Sehr erfrischend. Als jemand der sich mit Filmmusik etwas auskennt kann ich nur sagen: top!

Es gibt aber auch Schatten: Will man, so wie ich, seine Mother Base voll ausbauen, alle Waffenbäume erreichen und entwickeln, jeden Bauplan sein eigen nennen - so muss man sehr viel Zeit investieren. Man muss Dutzende von Missionen mit dem immer gleichen Missionsziel abarbeiten. Das langweilt dann eben doch auf Dauer. Zu mal diese Missionen nicht mal in neuen Orten spielen sondern an den immer gleichen. Hat man nicht genug Heroismus bekommt man keine S+ Mitarbeiter und kann somit nicht jede Waffe im Entwicklungsbaum erreichen (was für mich der grösste Schwachpunkt im Spiel ist). Das nervt. Man muss dann in jeder Nebenmission nach besonderem Personal suchen, dieses dann chirurgisch aus dem Spiel nehmen und dann die Mission abschliessen (oftmals von Quiet mit einem progressiv-initiativen Headshot verhindert). ;)

Auf der Mother Base selbst muss man alle Ecken abklappern um die Moral der Truppe zu erhöhen (dabei findet man übrigens Poster für GMP und den ein oder anderen Diamanten), was sehr ermüdend ist und mir keinen Spass gebracht hat. Überhaupt die Mother Base... Die Idee ist gut, aber man müsste viel mehr mit der Base interagieren können. Man kann sich in den Stahl-Labyrinthen fast schon verlaufen und man rennt an gefühlt 100 verschlossenen Stahltüren vorbei. Da wurde Potenzial verschenkt. Warum muss ich in den Heli um alle wichtigen Dinge machen zu können? Wofür dann die Mother Base? Das ist nicht logisch. Hier hätte man in den Options eben noch den Eintrag "Zum Mother Base HQ" einfügen können, der einen dann eben in die Kommandozentrale gebeamt hätte. So wie man sich ja auch aus der Pampa mal eben in den Heli porten kann.

Das gesamte iDroid ist so gut wie kaum selbsterklärend. Man muss es selbst entdecken, seine Abhängigkeiten, seine Macken, sich quasi Stück für Stück vorarbeiten. Ich wusste z. B. nie warum Personal auf der Krankenstation gelandet ist und mein Entwicklungs-Level abnahm. Bis ich mir mal jede Person einzeln angesehen habe und auf die Bemerkungen gestossen bin. Während man also lieber in Afghanistan in ein Camp reinschleichen würde - weil mehr Spass - muss man nun Personalakten wälzen was die Abwesenheit von Spass bedeutet. :) Nach ca. 30% Fortschritt im Spiel merkt man eigentlich erst wie alles ineinander greift und wie wichtig der Personalbereich ist. Hier würde ich mir viel mehr Komfort-Funktionen wünschen, z. B.: "Schmeisse alle Prügler raus" oder "transferiere alle S+ und A+ zur Entwicklungseinheit" und ersetze alle schwächeren. Geht leider nicht. Handarbeit ist angesagt - die - natürlich - keinen Spass macht.

Der übertriebene Pathos in den Filmsequenzen und die gewaltigen Zerstörungsorgien, mein Gott geht es nicht eine Nummer kleiner? Oder zumindest etwas subtiler? Das ist manchmal so kitschig und peinlich das einem das fremdschämen kommt. Die Fahrt mit Skull Face im Jeep, höre ich da echt einen kitschigen japanischen Schlager? Seltener war Musik so unpassend wie in dieser Sequenz.

Die vier Sniper Bitches im Nebel sahen so arg von den Borg geklaut aus - alter Schwede hier wurde so dreist kopiert. Da hätte ich mir etwas mehr Kreativität gewünscht.

Fazit: Für mich ist MGS: PP eines der besten Spiele auf der PS4. Eben wegen seiner Liebe zu den Details, den Charakteren (vor allem Quiet!), dem ineinandergreifen der Mechaniken - weniger wegen der Story. Da bin ich wohl nicht Zielgruppe genug. Aber jeder der Taktik-Shooter mit Basisausbau und tollen Charakteren mag wird hier sehr lange Spielspass haben. Für mich ein Pflichtkauf auf der PS4 - trotz der Schwächen die es doch hat.

Ich danke der Academy :)
 
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