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Flüchtlinge

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Flüchtlinge aufnehmen zu müssen ist NIEMALS ein Vorteil. Dass die Lage der Welt so ist, wie sie ist, und dass es überhaupt nötig ist, dass die Menschen fliehen ist der springende Punkt. Aber jetzt sind die Menschen erstmal hier, denen hilft weder eine Bild-Zeitungs-PR noch irgendwelche Hippiekacke.

Wenn bspw. in Bangladesh ne Kik-Fabrik mit 1000 Toten zusammenkracht und wir die Verona Pooth-Kollektion nicht zum versprochenen Liefertermin bekommen, dann ist das vielleicht weit weg, aber DIESE Menschen sind jetzt hier. Es ist Realität, kein Hollywood- kanadisches Independent-Kino.

Die Umstände sind so anzunehmen wie sie sind und wenn hier noch ein kleiner Rest von Zivilisation, Menschlichkeit und ... wie heißt das Ding noch... Christentum vorhanden sein sollte heißt es helfen! Alles andere ist zunächst nachrangig. Das heißt nicht, dass es nicht auch angegangen werden muss, aber die Lage in Syrien, Afrika & Co ändert sich nunmal nicht bis Montag und niemand steigt nächste Woche nach nem Besuch der Wies'n lachend in eine Germanwings-Maschine und fällt sich vor Freude mit seinen Landsleuten in die Arme, weil er seine einst zerbombte Heimat als neudemokratisiertes Paradies vorfindet.
 
Auf meine Frage wie wir das bewältigen sollen wenn es tendenziell so weiter geht geht hier keiner ein. 800K verpacken wir und Kriegsflüchtlingen müssen wir helfen. Keine Frage.

Aber das große Probleme auf uns zukommen wenn die Entwicklung nicht gestoppt wird, wird ignoriert. Stattdessen wird der Weichzeichner großzügig auf alle Hinweise die auf Probleme hindeuten gepackt.

Wenn ich auf den Link von Eiti gucke wird - gerne das Positive herausgenommen aber z.B. ein
Zitat aus dem Link von Eiti: "„Die Größenordnungen, die da sind, schaffen wir“, sagt der Agenturchef. „Die große Herausforderung werden die Menschen sein, die noch kommen werden.“


wird gar nicht behandelt.
 
Das hat einen einfachen Grund! Ich kann dir die Frage auch nicht beantworten, und für irgendwelche beängstigenden Glaskugel-Spekulationen bin ich eh der Falsche. Hier bei mir auf der Arbeit kriegen wir Ende des Jahres zwei Sachbearbeiter mehr, damit sollte die Gesamtisituation wieder entspannter werden. Unterbringungsprobleme haben wir keine. Das ist aber halt nicht repräsentativ für alle Kommunen.
 
Auf meine Frage wie wir das bewältigen sollen wenn es tendenziell so weiter geht geht hier keiner ein. 800K verpacken wir und Kriegsflüchtlingen müssen wir helfen. Keine Frage.

Aber das große Probleme auf uns zukommen wenn die Entwicklung nicht gestoppt wird, wird ignoriert. Stattdessen wird der Weichzeichner großzügig auf alle Hinweise die auf Probleme hindeuten gepackt.

Wenn ich auf den Link von Eiti gucke wird - gerne das Positive herausgenommen aber z.B. ein
Zitat aus dem Link von Eiti: "„Die Größenordnungen, die da sind, schaffen wir“, sagt der Agenturchef. „Die große Herausforderung werden die Menschen sein, die noch kommen werden.“



wird gar nicht behandelt.
weil das eben (wie johnny schon sagt) ne ziemlich schwer zu beantwortende frage ist. selbst wenn man sagt "wir können das nicht bewältigen" was soll das bringen? meinst du die menschen kommen dann nicht mehr hierher?

ich hab schon vor wochen geschrieben, dass man das eigentliche problem an der wurzel anpacken muss und das bedeutet, man muss den menschen den grund nehmen zu flüchten. mit waffenlieferungen und entwicklungshilfe die in irgendwelchen dubiosen/korrupten kanälen versickert ist es aber nunmal nicht getan. der gesamte westen ist gefragt, einschließlich den usa (und eigentlich auch china und russland) die lebensumstände für alle zu verbessern. ist das teuer? logisch! ist das utopisch? aber natürlich ist es das. die eu schafft es ja nichtmal sich auf eine aufnahme-quote für die mitgliedsstaaten zu verständigen geschwiege denn, das problem der flüchtlinge gemeinsam anzugehen.

die alternative zu dem ist das, was ungarn macht: abschotten. mauern und zäune bauen und wenn da immer noch wer durchkommt, die ganze geschichte noch mal 3 meter höher zu ziehen. irgendwann fangen sie dann an, die menschen die rein wollen abzuknallen. und das ende vom lied wird ne ziemlich blutige auseinandersetzung, so oder so. und machen wir uns nichts vor: die, die nicht in wohlstand und "freiheit" leben, sind mehr als wir.

was bleibt ist, dass wir es irgendwie hinbekommen müssen mit dem symptomen umzugehen, weil die reichen staaten nicht willens oder in der lage sind, die ursache anzugehen. und alleine werden es die krisenländer nicht schaffen.

aber: das bedeutet auch, dass man noch so sehr gegen flüchtlinge sein kann, die ganze geschichte noch so kritische sehen und immer und immer wieder die probleme hervorheben, die so viele flüchtlinge mit sich bringen: damit löst man weder das problem, noch verschwinden die einfach. und DAS sollte sich vielleicht mal rumsprechen.
 
@JohnnyWohlfahrt

Verstehe ich auch und ich will auch nicht das wir hier in Panik verfallen, das hilft niemanden. Aber so wie es jetzt ist, verschließen wir mMn zusammen mit unseren Politikern die Augen vor einer Realität die angegangen werden muss.

Stattdessen muss mMn von der Bevölkerung Druck in Richtung der Politik aufgebaut werden die Untätigkeit (im Hinblick auf eine Problemlösung vor Ort in den Krisengebieten) einzustellen und auf internationaler Ebene daran zu arbeiten den Krieg in Syrien zu beenden und den Flüchtlingen einen Grund zu geben in Ihre Heimat zurückzukehren und diese wieder aufzubauen.

Das wird von der Politik wahrscheinlich unpopuläre Entscheidungen abverlangen die möglicherweise die Wiederwahl in Frage stellen. Deshalb flüchtet sich die Politik in Augenwischerei und Schönrednerei unterstützt von den Medien.

Und zu Böhmermann - er beschreibt die Situation ganz gut - wir klopfen uns jetzt alle auf die Schulter und versuchen das ganze zu verharmlosen (der kleine Mann) um schnell wieder zur Normalität übergehen zu können und uns selber in die Tasche zu lügen wir hätten ja alles getan.

Aber sein Argument das wir eine vernünftige Einwanderungspolitik brauchen (da bin ich seiner Meinung) klingt für mich wie ein Substanzloses Lippenbekenntnis das die aktuellen Problem nicht löst aber schön den schwarzen Peter abgibt. Weil was bringt uns das Einwanderungsgesetzt in diesem Moment? Es stoppt nicht den Krieg in Syrien und damit den Grund für eine Flucht.
 
Gestern haben sich die beiden Oberlappen de Maiziere und Herrmann mal die Lage vor Ort angesehen. Wurde dann heimgeschickt, weil ich sie beleidigt habe :|

Um 13 Uhr bin ich aber wieder am Start :D
 
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Was ist jetzt an dem Comic so falsch?
Er trifft doch Merkels Verhalten ganz gut. Erst ihr "Wir schaffen das" und als das Gehör fand bei den Flüchtlingen und noch mehr in Bewegung gesetzt hat, da kriegt "sie" es mit der Panik, macht die Grenzen dicht und das Asylgesetz fällt nun auch strenger aus.
 
dass das einfach nur die besorgte bürger-begriffe wie asylanteflut -schwemme usw bestätigt stört dich nich so wirklich? gezeigt wird da eher, dass es so viele werden, dass man das nicht mehr verkraften kann.
 
Was ist jetzt an dem Comic so falsch?
Er trifft doch Merkels Verhalten ganz gut. Erst ihr "Wir schaffen das" und als das Gehör fand bei den Flüchtlingen und noch mehr in Bewegung gesetzt hat, da kriegt "sie" es mit der Panik, macht die Grenzen dicht und das Asylgesetz fällt nun auch strenger aus.

Die Darstellung der Flüchtlinge ist aber etwas diskrimierend, finde ich.
 
dass das einfach nur die besorgte bürger-begriffe wie asylanteflut -schwemme usw bestätigt stört dich nich so wirklich? gezeigt wird da eher, dass es so viele werden, dass man das nicht mehr verkraften kann.

Weiß nicht, ob der Comic das wirklich so negativ konnotiert, wie ihr das seht. Ich weiß aber auch nichts über seine Herkunft, wer das Ding veröffentlicht hat und wo es kursiert.

Fakt ist aber, dass die Länderchefs zu Merkel kamen und sagten, das Boot ist voll. Und das war nicht nur Sündenbock Bayern, sondern auch die SPD-geführten Länder. Und das ist eine Situation, die sich durchaus auch im Comic widerspiegelt. Letztlich sehe ich in dem Comic eher den Fokus der Kritik eher auf Merkels Hü- und Hott-Politik.
 
Egal wie man das Ganze nun interpretieren will, der Comic wurde nur zur Provokation gepostet, mehr nicht. Bringt die Diskussion also in keinster Weise weiter.

Ich hatte das Ganze noch einmal zitiert, weil es mich wunderte, dass für die gezielte Provokation Zeit gefunden wird, aber wenn man mit Fakten auf eine unglückliche Wortwahl hingewiesen wird, so ist das scheinbar keine weitere Erwähnung wert.

Die letzten Seiten haben hier ja durchaus gezeigt, dass eine durchaus kritische Diskussion möglich ist und das sollten wir uns doch jetzt nicht durch gezielte Provokationen kaputt machen
 
Die Darstellung der Flüchtlinge ist aber etwas diskrimierend, finde ich.

Jau, da gebe ich dir Recht. Man kann es einfach als Sinnbild verstehen, so wie ich das gemacht habe. Aber man kann das Gleichnis Flüchtlinge und Straßentauben auch als herabwertend begreifen. Muss man aber nicht zwingend. :)
 
Egal wie man das Ganze nun interpretieren will, der Comic wurde nur zur Provokation gepostet, mehr nicht.

Provokation ist letztendlich unter anderem die Funktion von Karikaturen, insofern passt es auch in den Thread, imo. Die Situation an sich kann man schon so darstellen, wenn man sie so wahrnimmt.
Der einzige Grund, warum die Karikatur meiner Meinung nach nicht passt, ist der, dass Merkel ihre Ansicht in dieser Sache in einem der wenigen klaren Momente ihrer Kanzlerschaft gar nicht geändert hat. Sie hat de Maiziere ein wenig von der Leine gelassen, um Seehofer zu beruhigen, aber sie steht weiterhin zu ihrer ursprünglichen Ausrichtung. Das muss man ihr schon anrechnen, auch wenn ich sie persönlich in Teilbereichen weiterhin für fahrlässig halte.
 
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