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Flüchtlinge

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@CandleWaltz
Natürlich wollen die Leute, die da hingehen und klatschen diejenigen die da ankommen willkommen heißen und damit etwas Gutes tun. Keine Frage. +1 auf dem Karma-Level. Aber wie gesagt, das wollte die Oma da im Menschenzoo auch. War halt nur 'ne andere Zeit damals. Heute gibt's halt statt ner Banane eine Flasche Wasser. Oder auch 'ne Banane.
Alles ist besser als Angriffe auf Flüchtlingsheime. Aber es tut mir Leid ich find's pervers/fragwürdig/whatever wenn der deutsche Wohlstandsbürger mit 5 Kilo Übergewicht das Smartphone im Anschlag hat wenn der nächste Zug aus Ungarn anrollt und Beifall klatscht.
Wie gesagt, ich kann deine Sichtweise ein Stückweit nachvollziehen, aber den Einheimischen scheint es gut zu tun und mich würde es überraschen, wenn ein Flüchtling das nicht auch gut fand.
Sieht man ja an den Bildern, vergleich mal die selben Flüchtlinge in Ungarn und dann in Deutschland, ein himmelweiter Unterschied.
(Vor Freude) weinende Männer, Frauen, die sich endlich mal "entspannen" können, strahlende Kinder, die vielleicht zum ersten mal seit Jahren sowas wie Sicherheit verspüren.
Mein Gott, da können sich ein paar Zuschauer schon ihr Ego damit pushen. ;)
 
Genau, erst der prognostizierte Weltuntergang, dann wurde es ruhig und jetzt geben die ganzen Kritiker zu, dass es doch ganz gut ist und unterm Strich enorm wichtig war für die Wirtschaft, für die Menschen und am Ende blieb ein Überschuss von ca. 3 Milliarden €.
Wenn so der Weltuntergang aussieht...


Ist das echt so schwer zu glauben?
Ist doch irgendwo logisch, dass Menschen, die Lebensunterhalt brauchen, irgendwann Wohnungen, die arbeiten gehen etc. gut für die Wirtschaft sind.
Unabhängig davon, ob sie gute Doitsche, EU-Bürger, Asylbewerber oder anerkannte Flüchtlinge sind.

Dann zitiere ich doch nochmal aus der SZ, dann sollte es aber mal langsam glaubhaft sein:

"Wenn dieses Jahr zu Ende geht, werden voraussichtlich 800 000 Menschen nach Deutschland gekommen sein. Zuwanderer, die Lebensmittel kaufen und zum Friseur gehen. Die Kleidung brauchen und Decken, Möbel und Mietwohnungen. Flüchtlinge bringen nicht viel mit, aber sie bekommen Geld vom Staat und werden es ausgeben - für deutsche Produkte. Die "konsumnahen Unternehmen" werden am meisten von Flüchtlingen profitieren, sagt Ferdinand Fichtner, der die Abteilung Konjunkturpolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) leitet. Auch Vermieter und Gastronomen verdienten an ihnen, sagt er, vor allem dann, wenn sie eine längerfristige Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Das DIW schätzt in seiner aktuellen Konjunkturprognose, dass Bund, Länder und Kommunen im kommenden Jahr insgesamt 9,2 Milliarden Euro in die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen investieren werden. Ein Teil dieses Betrags fließe in Personalausgaben beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder bei der Bundespolizei, aber die Summe werde sich auch auf die Privatwirtschaft und damit auf das Bruttosozialprodukt (BIP) auswirken. 0,2 Prozentpunkte Anstieg werde das BIP Flüchtlingen zu verdanken haben, sagt das Institut voraus. Die Forscher prognostizieren insgesamt einen BIP-Steigerung um 1,8 Prozent in diesem Jahr und um 1,9 Prozent im Jahr 2016.

Nicht nur deshalb könne sich die deutsche Wirtschaft über die Migrationsbewegung freuen, sagt DIW-Leiter Marcel Fratzscher. Sein Institut schätzt, das dem Arbeitsmarkt in diesem Jahr zusätzlich 47 000 erwerbstätige Flüchtlinge zur Verfügung stehen werden. In den kommenden zwei Jahren seien es jeweils etwa 120 000. Zusammen mit den Zuwanderern aus den europäischen Nachbarstaaten glichen sie den demografischen Wandel aus.

Allerdings seien Flüchtlinge schwerer einzubinden als Europäer, sagt Fratzscher: "Wie gelingt es, die Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren?" Aus Kriegsgebieten kämen sie teilweise schlecht ausgebildet nach Deutschland, viele von ihnen seien sehr jung.

Um die Flüchtlinge bei der Integration zu unterstützen, wäre aber genug Geld da: Die deutsche Wirtschaft ist laut DIW stabil, die Arbeitslosenquote mit 6,4 Prozent so niedrig wie selten, und die Steuereinnahmen sprudeln. Trotz der Belastung der öffentlichen Kassen durch die aktuelle Krise hat die Bundesrepublik in diesem Jahr einen Überschuss von 18,5 Milliarden Euro. 2016 werde dieser Betrag weiter steigen, auf 20 Milliarden Euro. "Wir haben in den öffentlichen Finanzen die Spielräume, um mit den Herausforderungen umzugehen", sagt Marcel Fratzscher.

Schließlich plädiert der DIW-Chef schon lange für mehr Investitionen. "Das deutsche Wachstum ist zu einseitig", sagt er. Es beruhe "zu sehr auf Konsumnachfrage", und die Exportstärke Deutschlands sei mit Blick auf die europäischen Nachbarn "extrem hoch". Deutschland müsse seine Exporteinnahmen auch wieder ausgeben, um hier einen Ausgleich zu schaffen. Das DIW kritisiert zudem, dass viele Strukturreformen noch nicht umgesetzt wurden und zentrale Probleme im Bankensektor ungelöst sind. Die Wissenschaftler raten aber davon ab, vereinbarte Schuldenbremsen wegen der aktuellen Flüchtlingssituation aufzuweichen.

Etwa ein Drittel der Asylbewerber, die nach Deutschland einreisen, bekommen eine Aufenthaltserlaubnis. 2015 werden das laut DIW etwa 80 000 Menschen sein. Im kommenden Jahr würden 210 000 Flüchtlinge dauerhaft in die Bundesrepublik ziehen."
Toller Artikel liest sich schön mehr aber auch nicht .

Hier wird vergessen das in Deutschland die Leiharbeit auf dem ersten Platz logiert und die wird schamlos ausgenutzt wie viele andere Dinge auch .

Ich möchte ja nicht wirklich alles schlecht reden aber in Deutschland ist lange nicht alles so toll wie es manche gerne hätten.
 
Toller Artikel liest sich schön mehr aber auch nicht .

Hier wird vergessen das in Deutschland die Leiharbeit auf dem ersten Platz logiert und die wird schamlos ausgenutzt wie viele andere Dinge auch .

Ich möchte ja nicht wirklich alles schlecht reden aber in Deutschland ist lange nicht alles so toll wie es manche gerne hätten.
Das bestreite ich auch gar nicht, aber den Teufel an die Wand zu malen ist einfach kontraproduktiv und hat sich bisher immer als falsch heraus gestellt.
Wie gesagt, bestes und letztes Beispiel die Einwanderung von Rumänen und Bulgaren, klang damals genauso wie heute.
 
Klar aber ich glaube nicht in dieser grössen Ordnung
Wird man eh irgendwann erst in ein paar Jahren sehen.

Wie gesagt, Geld ist das Eine, dass Menschen erstmal in Sicherheit sind das Andere, Wichtige :dhoch:

Alles richtig. Das hab ich auch nie in Frage gestellt. Aber bei der typisch deutschen Mischung aus Schaulust und selbst initiiertem Ego-Boost läuft's mir einfach kalt den Rücken runter...

Machen die Deutschen doch ganz gerne.
Ich hab die gleichen Empfindungen, wenn ich Bilder von den "Fans" seit den WMs und EMs seit 2006 sehe :gerri:
 
Zum Thema Bulgaren. Ich bin ja auch etwas im Bausektor tätig und kenne viele Leute darunter auch Bulgaren und nahezu keiner von denen arbeitet auf Papieren. In der Regel wird nach einem Tagessatz gearbeitet welcher hier im Bremen zwischen 60-90 € beträgt. Mir ist das persönlich ziemlich egal, aber zu denken, dass alle schön zur Wirtschaft beitragen und ihre Steuern zahlen halte ich für Unfug.
 
Wenn ich schon sehe wie sich jetzt Top-Manager großer deutscher Firmen hinstellen und laut bekunden Flüchtlinge einzustellen aber in den Medien nicht sagen wie das alles abläuft und sich feiern lassen dann krieg ich das :kotz:

Ich selber bin bei einem großen deutschen Autohersteller tätig und auch in der Gewerkschaft dann mitbekomme das die Flüchtlinge ein 14 tägiges Seminar durchlaufen um zu prüfen ob sie geeignet sind.Wenn das zutrifft werden sie an Leiharbeitsfirmen vermittelt !!
 
Zum Thema Bulgaren. Ich bin ja auch etwas im Bausektor tätig und kenne viele Leute darunter auch Bulgaren und nahezu keiner von denen arbeitet auf Papieren. In der Regel wird nach einem Tagessatz gearbeitet welcher hier im Bremen zwischen 60-90 € beträgt. Mir ist das persönlich ziemlich egal, aber zu denken, dass alle schön zur Wirtschaft beitragen und ihre Steuern zahlen halte ich für Unfug.
Behauptet ja auch keiner, nur unterm Schnitt kommt was Positives bei rum.

Sollte klar sein, dass es überall schwarze Schafe gibt und auch eine negative Seite.
 
Zum Thema Bulgaren. Ich bin ja auch etwas im Bausektor tätig und kenne viele Leute darunter auch Bulgaren und nahezu keiner von denen arbeitet auf Papieren. In der Regel wird nach einem Tagessatz gearbeitet welcher hier im Bremen zwischen 60-90 € beträgt. Mir ist das persönlich ziemlich egal, aber zu denken, dass alle schön zur Wirtschaft beitragen und ihre Steuern zahlen halte ich für Unfug.

Ja, allerdings liegt es an deiner Wahrnehmung.

Bulgaren und Rumänen zählten zu den "relativ gut integrierten Ausländergruppen im deutschen Arbeitsmarkt". Insbesondere sei die Arbeitslosenquote unter Rumänen niedriger als im Bundesdurchschnitt.

Die Beschäftigungsquote steigt steil an. Die Milliarden an Mehreinnahmen kommen natürlich aus den Steuern. Woher auch sonst?


http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...-jobs-in-deutschland-gestiegen-a-1010772.html
 
Und was soll ich jetzt damit anfangen? Ich habe ja nicht behauptet, das nicht alle ihre Steuern zahlen. Du kannst mich gerne besuchen kommen und ich stelle dich mindestens 10 Bulgaren vor die dir liebend gerne die Bude unter die Hand "renovieren". Wie es in anderen Sektoren aussieht kann ich nicht sagen. Aber du kannst auch gerne mal ein türkisches cafe besuchen und fragen ob die Bedienung die in der Regel aus bulgarischen Frauen bestehen schön ihre Steuern zahlen. Ganz zu schweigen von den anderen "Leistungen" die manche dieser Damen dort im Hinterraum anbieten. Als Türke kann ich dir mal die Paralelgesellschaft die hier in Deutschland vorherrscht vor die Augen führen. Ich kenne auch einige aus den Balkanstaaten die Asyl bekommen haben und schwarz arbeiten und manche denen der Antrag abgelehnt wurde aber dennoch hier bleiben und im Bau arbeiten. Mir ist das ehrlich gesagt alles ziemlich schnuppe, aber dieses dumme rumgerede von wir werden von jedem einzelnen profitieren ist Bullshit. Edit: Um das nochmal klar zu stellen, das sind alles ganz dufte Menschen, die ich kenne aber einigen ist das Thema Steuern zahlen noch relativ unbekannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir profitieren von der Gesamtanzahl erheblich. Und ist doch egal, ob einige schwarz arbeiten, wenn es insgesamt dadurch Deutschland besser geht. Außerdem ist in einigen Sektoren Schwarzarbeit auch unter Deutschen üblich. In der Gastronomie ist das ganz gewöhnlich. Auf dem Bau wahrscheinlich auch.

Und wie gesagt. Die Beschäftigungsquote ist unter Rumänen höher als im Bundesschnitt. Was soll man ihnen da vorwerfen?
 
Und was soll ich jetzt damit anfangen? Ich habe ja nicht behauptet, das nicht alle ihre Steuern zahlen. Du kannst mich gerne besuchen kommen und ich stelle dich mindestens 10 Bulgaren vor die dir liebend gerne die Bude unter die Hand "renovieren". Wie es in anderen Sektoren aussieht kann ich nicht sagen. Aber du kannst auch gerne mal ein türkisches cafe besuchen und fragen ob die Bedienung die in der Regel aus bulgarischen Frauen bestehen schön ihre Steuern zahlen. Ganz zu schweigen von den anderen "Leistungen" die manche dieser Damen dort im Hinterraum anbieten. Als Türke kann ich dir mal die Paralelgesellschaft die hier in Deutschland vorherrscht vor die Augen führen. Ich kenne auch einige aus den Balkanstaaten die Asyl bekommen haben und schwarz arbeiten und manche denen der Antrag abgelehnt wurde aber dennoch hier bleiben und im Bau arbeiten. Mir ist das ehrlich gesagt alles ziemlich schnuppe, aber dieses dumme rumgerede von wir werden von jedem einzelnen profitieren ist Bullshit. Edit: Um das nochmal klar zu stellen, das sind alles ganz dufte Menschen, die ich kenne aber einigen ist das Thema Steuern zahlen noch relativ unbekannt.
spätestens wenn die einen supermarkt in deutschland nutzen, zahlt jeder einzelne von denen steuern ;)
 
Toller Artikel liest sich schön mehr aber auch nicht .

Hier wird vergessen das in Deutschland die Leiharbeit auf dem ersten Platz logiert und die wird schamlos ausgenutzt wie viele andere Dinge auch .

Ich möchte ja nicht wirklich alles schlecht reden aber in Deutschland ist lange nicht alles so toll wie es manche gerne hätten.

Die Zeitarbeitsfirmen reiben sich jetzt schon die Hände. Endlich Leute die dankbar, fügsam und zufrieden für den Mindestlohn knechten und die Fresse halten.

Ganz anders als der faule deutsche, der ein langes Gesicht macht, weil er keinen Zehner für Drecksarbeiten bekommt.

Offiziell sind sie natürlich die guten. Sie helfen den Menschen, geben Chancen.

Bleibt zu hoffen, dass die armen Menschen schnell begreifen, dass sie vom Krieg in die moderne Sklaverei geflüchtet sind.
 
Genau, erst der prognostizierte Weltuntergang, dann wurde es ruhig und jetzt geben die ganzen Kritiker zu, dass es doch ganz gut ist und unterm Strich enorm wichtig war für die Wirtschaft, für die Menschen und am Ende blieb ein Überschuss von ca. 3 Milliarden €.
Wenn so der Weltuntergang aussieht...


Ist das echt so schwer zu glauben?
Ist doch irgendwo logisch, dass Menschen, die Lebensunterhalt brauchen, irgendwann Wohnungen, die arbeiten gehen etc. gut für die Wirtschaft sind.
Unabhängig davon, ob sie gute Doitsche, EU-Bürger, Asylbewerber oder anerkannte Flüchtlinge sind.

Dann zitiere ich doch nochmal aus der SZ, dann sollte es aber mal langsam glaubhaft sein:

"Wenn dieses Jahr zu Ende geht, werden voraussichtlich 800 000 Menschen nach Deutschland gekommen sein. Zuwanderer, die Lebensmittel kaufen und zum Friseur gehen. Die Kleidung brauchen und Decken, Möbel und Mietwohnungen. Flüchtlinge bringen nicht viel mit, aber sie bekommen Geld vom Staat und werden es ausgeben - für deutsche Produkte. Die "konsumnahen Unternehmen" werden am meisten von Flüchtlingen profitieren, sagt Ferdinand Fichtner, der die Abteilung Konjunkturpolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) leitet. Auch Vermieter und Gastronomen verdienten an ihnen, sagt er, vor allem dann, wenn sie eine längerfristige Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Das DIW schätzt in seiner aktuellen Konjunkturprognose, dass Bund, Länder und Kommunen im kommenden Jahr insgesamt 9,2 Milliarden Euro in die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen investieren werden. Ein Teil dieses Betrags fließe in Personalausgaben beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder bei der Bundespolizei, aber die Summe werde sich auch auf die Privatwirtschaft und damit auf das Bruttosozialprodukt (BIP) auswirken. 0,2 Prozentpunkte Anstieg werde das BIP Flüchtlingen zu verdanken haben, sagt das Institut voraus. Die Forscher prognostizieren insgesamt einen BIP-Steigerung um 1,8 Prozent in diesem Jahr und um 1,9 Prozent im Jahr 2016.

Nicht nur deshalb könne sich die deutsche Wirtschaft über die Migrationsbewegung freuen, sagt DIW-Leiter Marcel Fratzscher. Sein Institut schätzt, das dem Arbeitsmarkt in diesem Jahr zusätzlich 47 000 erwerbstätige Flüchtlinge zur Verfügung stehen werden. In den kommenden zwei Jahren seien es jeweils etwa 120 000. Zusammen mit den Zuwanderern aus den europäischen Nachbarstaaten glichen sie den demografischen Wandel aus.

Allerdings seien Flüchtlinge schwerer einzubinden als Europäer, sagt Fratzscher: "Wie gelingt es, die Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren?" Aus Kriegsgebieten kämen sie teilweise schlecht ausgebildet nach Deutschland, viele von ihnen seien sehr jung.

Um die Flüchtlinge bei der Integration zu unterstützen, wäre aber genug Geld da: Die deutsche Wirtschaft ist laut DIW stabil, die Arbeitslosenquote mit 6,4 Prozent so niedrig wie selten, und die Steuereinnahmen sprudeln. Trotz der Belastung der öffentlichen Kassen durch die aktuelle Krise hat die Bundesrepublik in diesem Jahr einen Überschuss von 18,5 Milliarden Euro. 2016 werde dieser Betrag weiter steigen, auf 20 Milliarden Euro. "Wir haben in den öffentlichen Finanzen die Spielräume, um mit den Herausforderungen umzugehen", sagt Marcel Fratzscher.

Schließlich plädiert der DIW-Chef schon lange für mehr Investitionen. "Das deutsche Wachstum ist zu einseitig", sagt er. Es beruhe "zu sehr auf Konsumnachfrage", und die Exportstärke Deutschlands sei mit Blick auf die europäischen Nachbarn "extrem hoch". Deutschland müsse seine Exporteinnahmen auch wieder ausgeben, um hier einen Ausgleich zu schaffen. Das DIW kritisiert zudem, dass viele Strukturreformen noch nicht umgesetzt wurden und zentrale Probleme im Bankensektor ungelöst sind. Die Wissenschaftler raten aber davon ab, vereinbarte Schuldenbremsen wegen der aktuellen Flüchtlingssituation aufzuweichen.

Etwa ein Drittel der Asylbewerber, die nach Deutschland einreisen, bekommen eine Aufenthaltserlaubnis. 2015 werden das laut DIW etwa 80 000 Menschen sein. Im kommenden Jahr würden 210 000 Flüchtlinge dauerhaft in die Bundesrepublik ziehen."


Wie ich ja bereits sagte. Sind (aktuell) reine Staatsausgaben. 800.000 zusätzliche Hartz IV Empfänger hätten denselben Effekt auf das BIP.
 
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