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KT Zimtzicke denkt: Wo findet der Stillstand statt?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die grossen Pressekonferenzen der E3 sind vorbei. Einst war diese Fachmesse die erste Adresse, wenn es um Neuankündigungen der Spielebranche ging.

Um Neuankündigungen ging es bei dieser E3 auch wieder. Gespannt sassen dutzende Konsolentreff'ler bis tief in die Nacht vor ihrem Rechner, um live zu sehen, womit uns Microsoft, Electronic Arts, UbiSoft, Sony und Nintendo „beglücken“ möchten. Schnell machte sich aber Ernüchterung breit (über die genauen Gründe kann man sich gerne im E3-Sub informieren... :) ).

Ich spreche jetzt mal nur von mir. Ist es nicht traurig, dass meine E3-Highlights das „neue“ Tomb Raider und die HD-Remakes der alten Metal Gear Solid-Teile waren? Es gibt sicher andere User, die sich andere Spiele rauspicken würden, das ist nicht das Thema.

Grundsätzlich gab es aber wenig zum Staunen (ausser vielleicht die WiiU). Ein paar neue Spiele, die aber im Prinzip auch meistens ein Abklatsch bestehender Konzepte in anderem Gewand sind. Aber neue Franchises, neue Konzepte, Ideen, irgendwas wo man mit offenem Mund vor dem Rechner sitzt und sich nur denkt „Scheisse, ist das GEIL!!!!“? Für mich Fehlanzeige.

Dafür mag es mehrere Gründe geben.

Einer könnte sein, dass die Entwickler bei PS3 und 360 jetzt schon an der nächsten Konsolen-Generation arbeiten, sich die jetzige Generation dem Ende neigt. Ich glaube daran nicht, zumal in der Vergangenheit eigentlich immer zum Ende einer Generation (dann, wenn die Userbase am höchsten ist) immer noch richtige Knaller kamen, die Technik am besten ausgereizt wurde, Experimente gewagt wurden.

Ein anderer Grund könnten die hohen Kosten moderner Spiele sein. An ambitionierten Projekten arbeiten schnell über 100 Mann, und das über Monate oder Jahre hinweg. Das verschlingt Geld. Viel Geld. Risiken? Unerwünscht. Ein Blick in die trübe Glaskugel müsste einem aber verraten, dass sich das auch in der nächsten Generation nicht ändern wird. Billiger wird die Produktion von Spielen sicher nie wieder.

Bleibt das „Erfolgsrezept“. Ein Call of Duty verkauft sich drölf Zillionen Mal. Also machen alle einen CoD-Abklatsch, denn CoD hat sich ja drölf Zillionen Mal verkauft. Oder GTA. GTA verkauft sich super, also muss das neue Spiel Open World-Aspekte haben. Und Schiessereien natürlich. Und Blut. Aber nur die wenigsten Entwickler verstehen (!), warum GTA so beliebt ist, WAS es zu kopieren gilt. Und selbst wenn man gut kopiert, ist das noch lange kein Erfolgsgarant. Und wenn man dann doch ein erfolgreiches Spiel auf den Markt gebracht hat, müssen Nachfolger her. Viele, und das möglichst schnell. Und ist eine Serie irgendwann ausgelutscht, muss ein Re-Boot her. Nichts wirklich Neues, nur anders halt.

Man kann die Ursache also gut und gerne bei „den Anderen“ suchen. Aber, wie herum macht es mehr Sinn? Bekommen wir, was wir wollen? Oder kaufen wir, was wir vorgesetzt bekommen (und picken uns da die passend(st)en Rosinen raus)? Publisher scheinen darüber anders zu denken, als wir es oftmals tun. Das beschränke ich jetzt nicht auf neue Ideen oder Konzepte. Ein Homefront z. B. ist ein CoD-Abklatsch. Eigentlich ist es nicht der Rede wert (zumindest in der Kampagne). Eigentlich ein typischer Flop-Kandidat. Trotzdem hat es sich anscheinend deutlich besser als das „innovative“ und auf jeden Fall technisch bessere Crysis 2 verkauft. Die Grenzen sind also verschwommen. Das Ergebnis wird aber irgendwann sein, dass ein Crysis 3 sich vielleicht von seinen Wurzeln entfernt, Aliens durch russische Soldaten ersetzt werden, usw... Logisch wäre es jedenfalls, und die Vergangenheit hat es bei vielen Franchises auch bestätigt.

Die Spiele werden sich immer ähnlicher, der Stillstand findet nicht in einzelnen Spielen statt, sondern in der gesamten Branche.

Dabei kann es anders gehen. Spiele wie Portal 2 oder damals Mirror’s Edge haben gezeigt, dass es noch neue Ideen gibt. Und sie sich auch gut verkaufen. Oder der Duke. Ok, es ist technisch eine Katastrophe, die Steuerung scheint hakelig zu sein (was bei einem Shooter ein KO-Kriterium ist), aber das sind Unzulänglichkeiten der Entwickler. Der Charme und Witz des Spiels heben es aber von den meisten anderen Shootern ab. Wäre der Duke ein gut aussehendes und spielbares Spiel geworden, seine Chancen wären ungleich grösser.

Ich will nicht zu viel meckern. Heute Abend spiele ich wieder mein geliebtes inFamous 2, ich freue mich wie ein Schnitzel auf Uncharted 3. Viele freuen sich auf das siebte Halo, weil’s einfach Spass macht. Beim Spielen von Portal 2 ist mir aber wieder aufgefallen, wie wenige Spiele es heute noch gibt, die sich an etwas Neuem versuchen, die die gewohnten Pfade und Muster bewusst verlassen, um dem Spieler eine neue Erfahrung zu bieten, das Genre weiter zu pushen.

Wenn die E3 ein Ausblick für die nächsten 12 bis 24 Monate ist, dann haben wir mit den auserkorenen Krachern wie Modern Warfare 3, Assassin’s Creed: Revelations, Forza 4, Uncharted 3, Halo 4, Gears of War 3... lauter tolle Spiele, die Nachfolger ihrer tollen Vorgänger sind. Auch wenn uns der servierte Stillstand schmeckt, so wird er dies nicht für ewig tun.

Ich sehe gerade, dass ich nach der letzten E3 ein ähnliches Thema hatte. Sorry für den Stillstand...
 
Ist eben wie in der Filmindustrie auch.
Wenn ein Film (oder Spiel) sich gut verkauft hat gibts dazu einen Nachfolger und ein Nachfolger oder ein altes erfolgreiches Konzept bekommt ein Remake und erstrahlt in neuem Glanz.
Finde ich nicht verwerflich, in vielen Fällen sogar gut (warum soll man ein Spiel was einem gut gefallen hat nicht eben auch wieder spielen wollen mit anderem Setting oder Fortführung der Story etc).
Die Halo-Serie, Uncharted, GTA, The Elder Scrolls, Gears of War und unzählige andere Serien spiele ich sehr gerne und freue mich schon auf die Nachfolger.

Mir kommt aber auch zu wenig "neues" raus.
Das muss jetzt nichtmal was revolutionäres, bahnbrechendes sein was alles neu erfindet...aber ein paar neue Sachen von den Top-Studios wäre doch auch mal wieder schön.
 
Zimtzicke schrieb:
Ein anderer Grund könnten die hohen Kosten moderner Spiele sein. An ambitionierten Projekten arbeiten schnell über 100 Mann, und das über Monate oder Jahre hinweg. Das verschlingt Geld. Viel Geld. Risiken? Unerwünscht. Ein Blick in die trübe Glaskugel müsste einem aber verraten, dass sich das auch in der nächsten Generation nicht ändern wird. Billiger wird die Produktion von Spielen sicher nie wieder.

Das dürfte einer der Hauptgründe sein. Traurig, daß in diesen riesigen Budgets anscheinend immer noch nicht genug für eine anständige Qualitätskontrolle drin ist. Wofür zum Teufel hauen die eigentlich die Kohle dermaßen raus (außer für's Marketing)?

Oder kaufen wir, was wir vorgesetzt bekommen (und picken uns da die passend(st)en Rosinen raus)?

Selbstverständlich, ich jedenfalls. Ich habe gar nicht den Anspruch alle neuen Games und alle neuen Konzepte anzutesten und zu probieren - und erst recht nicht mich da richtig "reinzuarbeiten" um das langfristige Potential auszuloten. Das schaffe ich zeitlich schon nicht. Ich bin eigentlich recht zufrieden mit einer anständigen Evolution der Spiele, die mir schon jetzt Spaß machen (auch wenn jetzt gleich die ersten Steine fliegen :schreck: ).
Wenn etwas Neues kommt, schaue ich es mir gerne an und probiere es auch gerne aus, sofern es in mein Beuteschema paßt (Portal (fantastisch) und Mirrors Edge (Crap) habe ich auch gespielt). Aber nur weil etwas "neu" ist und so noch nicht da war, wird es noch lange nicht gekauft. Es muß auch einen spielerischen Sinn erfüllen. Manchmal habe ich das Gefühl, hier werden revolutionäre Spielkonzepte als Selbstzweck gefordert. Das kann so nicht funktionieren.
 
Schön geschrieben :)

Ich persönlich vermisse auch was neues, neue Franchises, neue Ideen und Konzepte. Allerdings teile ich die Vermutung tdas die Entwickler schon eifrig mit der nächsten Gen beschäftigt sind und das tröstet mich etwas über den Stillstand hinweg. Und wehe es ist nicht so :klopf:
 
Ich kann diesbezüglich nur auf meinen ganz ähnlich gezielten Thread hinweisen:

http://www.konsolentreff.net/showthread.php?tid=14077

Bin demnach vollkommen deiner Meinung.
 
Es gibt keinen Stillstand!

Hier der Beweis: http://www.konsolentreff.net/showthread.php?tid=14111

Fakt ist, dass die wirklich neuen Spiele die meisten von euch gar nicht interessieren. Das zeigen die Statistiken in diesem Forum sehr eindrucksvoll. Von daher hat euer Gejammer keine Grundlage. :P
 
Natürlich gibt es auch Neuankündigungen, nur man muss man hier ganz klassisch zwischen "normalen" Core-Games und Kinect/Move/XBLA unterscheiden.
Und es gibt sehr wohl einen Unterschied zwischen The Last Guardian und einem Asura....das hat auch nicht viel mit persönlichem Interesse zu tun, imo.

Erstmal zu der Unterscheidung:
Deine Liste ist zwar soweit ganz nett, doch von den 15 Titeln sind zu viele Beispiele dabei, die der Diskussion hier nicht gerecht werden.
Es geht hier, wenn ich das richtig verstehe, um Überraschungen und Neuankündigungen AUF der E3, eben auf der Messe, wo man derartiges erwartet. El Shaddai, Child of Eden etc. sind zwar was Frisches, sind aber schon längst bekannt, teils sogar schon erschienen.

Eine Filmadaption? Ist nichts Neues, war zu erwarten und haut schlicht keinen vom Hocker.
Deine Kinect/Move-Titel sowie XBLA/PSN Titel sind hier imo auch falsch platziert, einfach weil sie von der Grundstruktur nicht auf der Ebene klassischer Core-Games fungieren.

Und genau das ist, denke ich, stärker hervorzuheben: Es geht mir um die rein klassischen Core-Games, bei denen ich auf dieser E3, gerade bei den Pressekonferenzen, einfach mehr erwarte als bestehende Marken mit 'ner neuen Zahl hinten dran. Wenn man bedenkt, dass diese Generation, auch mit Wii U, noch ein paar Jahre anhält, habe ich derzeit die Befürchtung, dass wir bis dahin nur noch mit Uncharted 5, MW6 und Halo8 bespeist werden.


Natürlich zeigst du, was ich im Übrigen sehr löblich finde, auch solche Core-Spiele in deiner Liste, die mit Sicherheit zum Teil weniger Beachtung geschenkt bekommen, als die verdient haben, aber:

Wenn du 6000 Menschen in einer Sony PK Asura zeigst und den Applauspegel danach misst, wird der drei Klassen tiefer sein, als der von einem The Last Guardian.
Das hat mit dem Ersteindruck zu tun, einer gewissen Qualität und natürlich auch mit den Entwicklern, die dahinter stehen. Ein "Uncharted" z.B. war eine neue Marke, die von vornherein, obwohl es eine neue Marke war, für helles Aufsehen gesorgt hat.

Und speziell hier ist doch der nächste springende Punkt:
Es GIBT bekannte und viel gelobte Studios, die nicht nur Nachfolger produzieren, sondern offenbar an etwas Neuem arbeiten.
Man erwartet einfach etwas "Großes" auf 'ner Sony Pressekonferenz, in der die God of War Jungs vielleicht ihr nächstes Projekt anteasern.
Oder Bungie mit ihrem neuen Projekt bei Activision.
Oder Respawn Entertainment.

Das wären Kaliber, die die Massen in Erstaunen versetzen. Da können kleinere Projekte, wie du sie in deiner Liste hast, einfach nicht denselben Effekt erzielen.
 
Nasreddin schrieb:
Es gibt keinen Stillstand!

Hier der Beweis: http://www.konsolentreff.net/showthread.php?tid=14111

Fakt ist, dass die wirklich neuen Spiele die meisten von euch gar nicht interessieren. Das zeigen die Statistiken in diesem Forum sehr eindrucksvoll. Von daher hat euer Gejammer keine Grundlage. :P

Unterschreibe ich sofort. Es gibt über alle Plattformen und Genres eine ständige Flut neuer (im Sinne von: keine Fortsetzung) und inhaltlich innovativer Spiele, die kein halbwegs im Leben stehender Mensch bewältigen kann - aber die breite Masse ist daran nicht interessiert. Es gibt natürlich keine Masse an "neuen" AAA+ Titeln, das liegt aber in der Natur der Sache. Soll (bzw. muss aud Grund des geplanten Inputs) zur Ankündigung schon feststehen, dass es ein AAA+ Titel wird, müssen bewährte Konzepte und große Namen her, weil sich sonst die Masse nicht dafür interessiert. (Ausnahmen bestätigen die Regel)
 
xJayFox schrieb:
Es geht hier um Überraschungen und Neuankündigungen AUF der E3, eben auf der Messe, wo man derartiges erwartet. El Shaddai, Child of Eden etc. sind zwar was Frisches, sind aber schon längst bekannt, teils sogar schon erschienen.

Das ist in meinen Augen ein großer Denkfehler. Eure Argumentation ist u.a.:

Auf der E3 wurden kaum innovative neue IPs enthüllt -> Die Branche ist in einer Krise, sie macht nur noch Fortsetzungen von Fuchtelspielen und AAA-Blockbustern.

Meine Meinung: Die drei E3-Konferenzen sind nicht gleichzusetzen mit dem Zustand der Branche. Im Gegenteil: Neue IPs anzukündigen, wenn alle eh nur über WiiU, Halo 4 und Uncharted 3 reden, ist kontraproduktiv, weil dann die innovativen Spiele untergehen.

@neue AAA-Franchises: Wie eiti schrieb, liegt das in der Logik und Natur der AAA-Franchises selbst. Abgesehen davon sehe ich keinen großen Unterschied, ob das neue Tomb Raider jetzt Tomb Raider oder was weiß ich heißt.
 
Nasreddin schrieb:
xJayFox schrieb:
Es geht hier um Überraschungen und Neuankündigungen AUF der E3, eben auf der Messe, wo man derartiges erwartet. El Shaddai, Child of Eden etc. sind zwar was Frisches, sind aber schon längst bekannt, teils sogar schon erschienen.

Das ist in meinen Augen ein großer Denkfehler. Eure Argumentation ist u.a.:

Auf der E3 wurden kaum innovative neue IPs enthüllt -> Die Branche ist in einer Krise, sie macht nur noch Fortsetzungen von Fuchtelspielen und AAA-Blockbustern.

Meine Meinung: Die drei E3-Konferenzen sind nicht gleichzusetzen mit dem Zustand der Branche. Im Gegenteil: Neue IPs anzukündigen, wenn alle eh nur über WiiU, Halo 4 und Uncharted 3 reden, ist kontraproduktiv, weil dann die innovativen Spiele untergehen.

@neue AAA-Franchises: Wie eiti schrieb, liegt das in der Logik und Natur der AAA-Franchises selbst. Abgesehen davon sehe ich keinen großen Unterschied, ob das neue Tomb Raider jetzt Tomb Raider oder was weiß ich heißt.

Ist The Last Guardian seiner Zeit untergegangen? ;)

Ich möchte stark bezweifeln, dass ein neues, angekündigtes Projekt von Bungie o.ä. "untergegangen" wäre.
 
The Last Guardian wurde meines wissens nicht auf der E3 angekündigt. Im übrigen: Schau dir doch mal an, wie viele Beiträge der Last Guardian Thread hat und vergleiche die Zahl mit dem Thread zum Halo Remake. ;)
 
Es ist auch schwer zu beschreiben, was ich ausdrücken will.

Ich kann Marci natürlich verstehen, wenn er sich auf die neuesten Ableger bekannter und erfolgreicher Serien freut (man weiss, was man bekommt, es macht Spass). Geht mir teilweise nicht anders.

Ich kann auch Cale verstehen, der keine Innovationen zum Selbstzweck möchte.

Ich höre auch wieder Stimmen die sagen, ich solle weniger meckern oder mir ein anderes Hobby suchen... nie wäre Zocken so toll und so voller Auswahl gewesen wie heute.

Trotzdem sehe ich es so. Es gibt hunderte Shooter. Aber es gibt nur wenige wirklich gute Shooter. Wenn man sich mit jedem x-beliebigen Kram zufrieden gibt, wird man nie nach Alternativen suchen wollen/müssen.

Die Branche war mal bekannt dafür, kreatives Potential wie keine andere Branche zu besitzen. Klar, irgendwann ist jedes Genre ausgereizt, das Rad wird nicht neu erfunden. Aber wenn schon der zwei Millionste Shooter produziert wird, warum kann man dann nicht irgendwas Neues oder Anderes machen? BioShock war so ein Beispiel. Das Setting ist einzigartig gewesen, hat es alleine dadurch von allen anderen Shootern abgehoben. Nach dem zweiten Ausflug in Rapture geht es nun in den Himmel, es gibt neue Gegner und Kräfte. Es ist nur eine sanfte Evolution des Spiels, aber es hebt sich immernoch von allen anderen Shootern ab.

Auf ein BioShock kommen aber 1.000 Kriegs-Shooter im realistischen Setting (CoD, MoH, Battlefield, BiA) oder Shooter gegen Aliens, die NICHTS Neues bieten. Generisch, austauschbar, irgendwann langweilig.

Mitlerweile bin ich schon fast traurig, dass der Duke anscheinend vermasselt wurde. Wäre im Shooter-Genre vielleicht mal wieder eine Ausnahme gewesen.

Neben Rayman: Origins gibt es nur noch NSMB Wii bei den 2D-Jump 'n' Runs. Sonst nichts. 3D-Jump 'n' Runs sucht man auch mit der Lupe, die meisten taugen dann aber eh nix. Selbst Spiele wie Uncharted, Tomb Raider oder Enslaved gibt's höchstens alle paar Monate mal. Action ist halt wichtiger als Adventure. Das Sterben so vieler Genre sorgt natürlich auch für diesen Mangel an neuen Ideen und Franchises. Wenn sich alle auf Shooter, Racer und Action versteifen, kann nix Neues rauskommen.

Ich nehme (weil ich gerade mit inFamous 2 dran bin) mal noch das Superhelden-OW-Genre als Beispiel.

Crackdown war geil. Man hatte als Super-Cop verschiedene Kräfte, mit denen man sich durch die Stadt bewegen konnte. Überwiegend musste man springen um an immer noch höheren und weiter abgelegenen Punkten anzukommen. Prototype ging einen ähnlichen Weg, hatte aber afair statt normaler Schusswaffen andere Waffen. inFamous legte mit Elektrizität seinen Schwerpunkt wieder anders. Alle drei Spiele waren in gewisser Weise ähnlich, und doch unterscheiden sie sich in der Art zu spielen. Alle drei Spiele bekamen (bekommen) Nachfolger, die sich nur wenig unterscheiden.

Warum, und alle drei Spiele waren ja populär und haben sich gut verkauft, traut sich kaum ein Entwickler an dieses Genre? Warum lassen Entwickler nicht ihre Kreativität spielen und kreieren neue Kräfte? Gerade in diesem Genre kann man doch Phantasie walten lassen. Hitze, Kälte, Elektrizität, Mikrowellen, Wind, Feuer, Portale, (Anti)Gravity... oder sogar die rätsellastige Verschmelzung vieler Kräfte. Du willst als Spieler zu Punkt A, dann lass dir was einfallen, um da hin zu kommen. Rätsel halt. Wie in Portal (2). Der Weg könnte das Ziel sein, nicht die Eliminierung von Gegnern.

Und ICH bin ja kein Game-Designer. Da draussen müssen doch Leute mit Ideen sein...
 
Nasreddin schrieb:
The Last Guardian wurde meines wissens nicht auf der E3 angekündigt. Im übrigen: Schau dir doch mal an, wie viele Beiträge der Last Guardian Thread hat und vergleiche die Zahl mit dem Thread zum Halo Remake. ;)

Stimmt, mein Fehler. Trotzdem hat The Last Guardian auch auf der E3 ordentlich gezündet.

Nichtsdestotrotz erachte ich die Aussage, dass neue Franchises auf der E3 "untergehen" würden, als schlicht falsch.
Denn würden "neue" (und eben keine fortgesetzten) AAA-Titel, die man bei Entwicklern alá Bungie oder Santa Monica direkt als solche einstufen würde, angekündigt werden, man also auf der Core-Ebene mit "BIG"-Hits gefüttert werden würde....dann gäbe es die Diskussion hier wahrscheinlich nicht.

Es geht doch einfach darum, dass die "großen" mit Ruhm bekleckerten Entwickler, denen man neue AAA-Franchises zutraut, sich auf ihren Marken ausruhen und sich nichts Neues trauen.
Naughty Dog hat's mit Uncharted geschafft und man sieht doch, wie das eingeschlagen ist.
 
Okay, werden wir konkret:

Zimtzicke schrieb:
Wenn du mit neuen Spielen, neue Variationen und Evolutionen von AAA-Action meint, dann ist es klar, dass sowas nur selten kommt. Das liegt in der ökonomischen Logik dieser Titel, die auf einer Ausbeutung als Serie beruht.

Auf ein BioShock kommen aber 1.000 Kriegs-Shooter im realistischen Setting (CoD, MoH, Battlefield, BiA) oder Shooter gegen Aliens, die NICHTS Neues bieten. Generisch, austauschbar, irgendwann langweilig.
Worauf willst du denn sonst schießen? Soldaten, Aliens, Monster. So ist das nun mal. Ein Shooter ist ein Shooter. Das ist auch bei Bioshock so. Das ist und bleibt ein ganz normaler Shooter. Was ja in Ordnung ist, gefällt ja vielen Leuten.

Neben Rayman: Origins gibt es nur noch NSMB Wii bei den 2D-Jump 'n' Runs. Sonst nichts. 3D-Jump 'n' Runs sucht man auch mit der Lupe, die meisten taugen dann aber eh nix.
Wie kann man das bei dem 2D-Revival der letzten Jahre behaupten? Ich will jetzt keine weitere Liste erstellen, eine pro Tag reicht. :D Schau einfach in Arcade- und Handheld-Forum. Sind vielleicht keine AAA-Spiele, aber warum immer nur AAA-Spiele zocken?

Selbst Spiele wie Uncharted, Tomb Raider oder Enslaved gibt's höchstens alle paar Monate mal.
Auch hier gilt: Wie kommt man bitte darauf, Uncharted als Exoten hinzustellen? Das Gegenteil ist der Fall, wie das neue Tomb Raider ja auch zeigt. Wir stellen doch eine Unchartedisierung des Action-Adventures fest, die so weit geht, dass wir teilweise das Adventure aus der Genrebezeichnung streichen könnten. Ich bin mir sicher, dass wir nach Enslaved und Tomb Raider weitere Spiele sehen werden, die Uncharted-inspiriert sind.

Action ist halt wichtiger als Adventure.
Richtig. Uncharted ist DAS perfekte Beispiel dafür. Nicht, dass das schlecht ist, ich mag solche Spiele ja auch.

Wir beobachten eine Callofdutyisierung des Shooters und eine Unchartedisierung des Action-Adventures. Beide Spielprinzipien beruhen auf der Idee, dass Spiele cineastische Action-Spektakel sind. Was du anscheinend suchst, ist nichts neues, sondern mehr gute AAA-Spektakel, die deinen Geschmack treffen. So ehrlich solltest du zu dir selbst sein. ;)

Crackdown [...] Prototype [...] inFamous [...]. Alle drei Spiele waren in gewisser Weise ähnlich, und doch unterscheiden sie sich in der Art zu spielen. Alle drei Spiele bekamen (bekommen) Nachfolger, die sich nur wenig unterscheiden.

Richtig. Und auch das ist logische Konsequenz des AAA-Business, bei der ein ganz bestimmtes Publikum angesprochen werden soll, zu dem du irgendwie zu gehören scheinst, dann aber auch irgendwie wieder nicht. :D

Also warum suchst du dann neues bei dieser Art von Spielen? Du willst AAA, du willst gewohntes Schlauch-Gameplay, aber gleichzeitig sollen es neue IPs sein, die am besten auch noch eine Evolution beim Gameplay darstellen. Siehst du nicht wie eng diese Perspektive ist?

Versuche es mal mit etwas mehr Offenheit für wirklich neues. ;)
 
Zimtzicke schrieb:
Trotzdem sehe ich es so. Es gibt hunderte Shooter. Aber es gibt nur wenige wirklich gute Shooter. Wenn man sich mit jedem x-beliebigen Kram zufrieden gibt, wird man nie nach Alternativen suchen wollen/müssen.

Ich weiss, meine Meinung dazu langweilt wieder KT, aber genau das ist der Punkt wie ich finde. Wenn ich jetzt behaupte, dass ein Spiel mit dem Multiplayer steht und fällt, heisst es, dass Spiel würde hauptsächlich wegen dem SP gekauft.

Der Erfolg kommt durch den Multiplayer und diesen Erfolg kann man nicht kopieren. Den kann nur ein Titel, maximal zwei haben. Und das "Drama" dabei ist, dass dieser Erfolg erstmal sehr lange hält.

Der geneigte Singleplayer frisst sich durch sämtliche Titel, gute und schlechte und ist irgendwann von fehlender Innovation gelangweilt. In der gleichen Zeit spielt der Multiplayer ausschliesslich den Platzhirschen und während dieser ganzen Zeit, versuchen die konkurrierenden Publisher das Erfolgskonzept zu kopieren. Den Spieler denen dieses Produkt ins Auge fallen sollte, haben aber keine Zeit für den Titel und der Singleplayer ärgert sich.

Ich sehe eure "Problematik" also vielmehr darin begründet, dass ihr hauptsächlich Singleplayer seid, aber mit Spielkonzepten zugebombt werdet, die komplett an vorbeigehen. Dem Singleplayer ist es egal ob Homefront oder das x-te CoD, langweilt ihn sicher beides bis zum Umfallen. Dem Multiplayer aber nicht, der Spielt immernoch CoD4 und schaut sich das neue CoD an. Ist sich die MP-Community einig, dass neue CoD wäre besser, lässt man das alte fallen und konzentriert sich auf das neue. Dazu muss aber der Hersteller einige Dinge richtig machen die er z.B. in Black Ops komplett ausser Acht gelassen hat. Ergo floppt Black Ops, man spielt weiterhin MW2 und hofft auf Besserung die prompt mit MW3 im Anflug scheint.

Die anderen Hersteller versuchen diesen Erfolg jetzt zu kopieren indem man mehr schlecht als recht den SP Teil kopiert, anstatt sich auf den MP zu berufen.

Ich vermute ganz einfach, dass die Veränderung die stattfindet die ist, dass in Zukunft der Mulitplayer einfach noch stärker gefragt sein wird, neben dem ganzen Socialkram. MMO, Open World, spezielle MP Angebote (Elite), etc. dürfte nur nicht jedermanns Geschmack sein.
 
@ Nas

Aaaaaaha. :D

Ich habe ja gesagt, dass BioShock im Prinzip auch "nur" ein Shooter ist. Er hebt sich aber alleine durch sein Art Design / Setting IMO ganz stark von anderen Shootern ab. Hinzu kommen die speziellen Waffen. BioShock hat somit etwas, was es von allen anderen Shootern abhebt. Stillstand findet bei Shootern nicht nur im Gameplay statt, sondern vor allem beim Setting.

Speziell bei den 2D-J'n'R würde ich mich dann aber doch über "grosse" Projekte freuen. Einem Rayman merkt man einfach an, dass es auch (!) technisch gut gemacht ist, dass Ideen einfliessen. Ein NSMB schwebt da über allem. Und im Bereich XBLA/PSN gibt es da zwar mehr Auswahl (Braid z. B.), aber vielen Spielen merkt man auch einfach an, dass es Low Budget ist, nicht nur, was die Technik angeht (einige Titel kann ich vielleicht auch mangels 360 nicht beurteilen, der Fairness halber gesagt).

Was meine Beispiele Uncharted, Tomb Raider und Enslaved angeht... Für meinen Geschmack kommen da einfach zu wenige Titel auf den Markt. Selbst mit höherem Action-Anteil sprechen wir bei Uncharted immernoch von einem Action-Adventure. Das meiste ist aber heute nur noch 3rd-Person-Action. Ganz ohne Adventure. Also wenn du mir gleichgesinnte Spiele nennen kannst, gerne doch.

Davon ab gehöre ich hier zu den wenigen, die beim neuen Tomb Raider noch eine gewisse Skepsis haben. Als ganz, ganz eiserner Verfechter des ersten Tomb Raider (und Anniversary) kannst du dir vorstellen, was ich gerne will. Uncharted und Enslaved sind da halt "Lückenbüsser", die wenigstens ein in die gleiche Kerbe hauen. Trotzdem gibt es IMO nicht wirklich viele gute Action-Adventures.

Ob meine Perspektive eng ist? Keine Ahnung. Ich glaube nicht. Irgendwann kam irgendwer auf die Idee, ein Uncharted oder inFamous zu machen. Neue IPs mit neuen Ideen wurden geboren. Dieser Vorgang sollte sich einfach häufiger wiederholen. Als dummes Beispiel: warum nicht einfach mal die Interpretation eines Superhelden-OW-Spiels von Naughty Dog? Oder ein Jump 'n' Run? Oder einfach ein Action-Adventure, welches nicht Uncharted heisst, und dafür vielleicht ein anderes Universum bedient. Aus I Am Legend könnte man ein AA machen...
 
Also nochmal hier:

Ich seh das auch ein wenig nüchterner und vom finanziellen Standpunkt. Die Firmen haben viel Geld in die Enwicklung von Engines, IPs etc gesteckt und ernten jetzt eben.

Insgesamt hat diese Gen uns viele neue IPs gebracht. Man nenne nur Uncharted, Mass Effect, Resistance, Heavy Rain, Gears of War, Alan Wake, Bioshock, Dead Space etc. Also alles Spiele die es in der vorherigen Gen nicht gab und etwas dauerhaftes sind. Insofern muss man das auch ein wenig Gen übergreifend sehen und nicht nur die letzten beiden Jahre betrachten. Und ähnliches erwarte ich im Prinzip dann auch wieder von der neuen Gen.

Natürlich verstehe ich auch worauf Zimti hinaus will. Aber wenn ich die letzten Jahre so betrachte, so finde ich schon dass extrem viel Inovation statt gefunden hat. Und zu meinem noch immer größten Erstaunen, hat sich da auch EA munter dran beteiligt, die teilweise wirklich mutig (aus EA Sicht) Neue probiert und umgesetzt haben. Sehe es daher eher wie Nas - das ist Jammern auf zu hohem Niveau.
 
Zimtzicke schrieb:
Stillstand findet bei Shootern nicht nur im Gameplay statt, sondern vor allem beim Setting.

Settings haben wir in der Videospielgeschichte glaub ich so ziemlich alles durch. Dinos floppen, Indianer und Aliens floppen, WW2 ausgelutscht und braucht Pause, Schweine-Mutanten erleben demnächst ein Comeback und werden floppen, Aliens versus Predatoren floppen, Ringwelten in der Zukunft - kein Ende in Sicht, femde Planeten bevorzugt Mars schocken und rocken, aber die vielen Tunnels langweilen, weil an der Oberfläche kein Überleben möglich ist, postapokalytische Katastrophen-Szenarien aller Art haben gerade Pause, Fantasy-Welten sind wieder im Anmarsch ... am Setting denke ich liegt es nicht.
 
Zimtzicke schrieb:
Ich habe ja gesagt, dass BioShock im Prinzip auch "nur" ein Shooter ist. Er hebt sich aber alleine durch sein Art Design / Setting IMO ganz stark von anderen Shootern ab. Hinzu kommen die speziellen Waffen. BioShock hat somit etwas, was es von allen anderen Shootern abhebt.
... und was dazu gführt hat, dass sich Bioshock schlechter verkauft hat als ein Medal of Honor und möglicherweise ein Homefront (da bin ich mir nicht sicher, aber große Unterschiede dürfte es nicht geben).

Speziell bei den 2D-J'n'R würde ich mich dann aber doch über "grosse" Projekte freuen. Einem Rayman merkt man einfach an, dass es auch (!) technisch gut gemacht ist, dass Ideen einfliessen. Ein NSMB schwebt da über allem.
Und Mario Galaxy 2, Donkey Kong Country, Sonic 4 sowie Kirby kamen ebenfalls vor kurzem erst raus. Ein weiteres Kirby, Rayman Origins, Mario 3D und ein neues Sly kommen. Damit haben wir eine Dichte an aufwendigen Jump 'n' Runs, wie wir sie selbst zu SNES- und N64-Zeiten kaum hatten. Grundsätzlich teile ich deine These, dass wir ein Problem mit der Spielevielfalt haben. Aber das Jump 'n' Run Genre ist momentan ein sehr unglückliches Beispiel. ;)

Was meine Beispiele Uncharted, Tomb Raider und Enslaved angeht... Für meinen Geschmack kommen da einfach zu wenige Titel auf den Markt. Selbst mit höherem Action-Anteil sprechen wir bei Uncharted immernoch von einem Action-Adventure. Das meiste ist aber heute nur noch 3rd-Person-Action. Ganz ohne Adventure. Also wenn du mir gleichgesinnte Spiele nennen kannst, gerne doch.
Für mich sind das alles 3rd-Person-Shooter. Noch einmal: Ich stimme deiner Diagnose zum Thema Vielfalt grundsätzlich zu. Aber dann bevorzugst du selbst die Titel, die in die Action-Kerbe schlagen. So wie Uncharted und Enslaved. Warum? Weil es AAA und aufwendig ist. Wenn du wieder Action-Adventures haben möchtest, die zurecht so heißen, dann darfst du diese nicht bei den AAA-Spektakeln suchen, sondern musst halt in den Indie-Bereich gehen. Wenn das Genre zu alter Stärke finden kann, dann dort.

Und vielleicht tut sich dann langfristig was. Das Adventure-Genre hat seine Nische gefunden. Und ohne das 2D-Revival bei XBLA hätte Ubisoft niemals einem Rayman Origins grünes Licht gegeben. Aber noch einmal, weil es so wichtig ist: Die Innovationskraft wird sich außer in Ausnahmefällen NICHT aus dem Genre der AAA-Spektakel entwickeln!

Davon ab gehöre ich hier zu den wenigen, die beim neuen Tomb Raider noch eine gewisse Skepsis haben. Als ganz, ganz eiserner Verfechter des ersten Tomb Raider (und Anniversary) kannst du dir vorstellen, was ich gerne will. Uncharted und Enslaved sind da halt "Lückenbüsser", die wenigstens ein in die gleiche Kerbe hauen. Trotzdem gibt es IMO nicht wirklich viele gute Action-Adventures.
Richtig. Der Fokus auf AAA ist dabei aber wie gesagt nicht hilfreich. Im Gegenteil, mit so einem Kaufverhalten manifestiert man die aktuellen Trends zum Action-Spektakel. Wenn ich auch mal einen ruhigeren Titel will, dann muss ich halt hingehen und einen ruhigeren B-Titel spielen, auch wenn mir ein paar Mängel ins Auge springen. Wenn dazu mehr Spieler in derVergangenheit bereit gewesen wären, wäre das Action-Adventure-Genre jetzt nicht in so einem erbärmlichen Zustand.

Ob meine Perspektive eng ist? Keine Ahnung. Ich glaube nicht. Irgendwann kam irgendwer auf die Idee, ein Uncharted oder inFamous zu machen. Neue IPs mit neuen Ideen wurden geboren. Dieser Vorgang sollte sich einfach häufiger wiederholen.
Neue IPs werden geboren. Massenhaft. Aber sie sind halt keine AAA-Spiele. Waren sie übrigens so gut wie nie. Sowas wie Uncharted, wo ein Publisher hingeht und vorab unzählige Millionen in den Aufbau einer IP investiert, ist selten. Warum? Weil das ökonomischer Unsinn mit enormem Risiko ist. Tomb Raider, Resident Evil, Call of Duty. All diese Titel, die vielen von uns heute aus dem Hals hängen, sind nicht als Blockbuster mit exorbitantem Budget gestartet. Sie sind gewachsen. Natürlich war sowas früher bei niedrigeren Kosten und begrenzter Technik einfacher, aber es ist auch heute möglich, wenn das Publikum denn mitspielt.

Als dummes Beispiel: warum nicht einfach mal die Interpretation eines Superhelden-OW-Spiels von Naughty Dog? Oder ein Jump 'n' Run? Oder einfach ein Action-Adventure, welches nicht Uncharted heisst, und dafür vielleicht ein anderes Universum bedient. Aus I Am Legend könnte man ein AA machen...
Wieso eine Neuinterpretation mit neuer IP, wenn eine andere Serie mit ähnlichem Inhalt sehr gute, garantierte Verkäufe bringt? Noch einmal: Aus der AAA-Welt werden diese Ideen nicht kommen. Das liegt in ihrer Logik selbst.

Du hast mehrfach Portal 2 genannt. Das perfekte Beispiel. Ohne Portal 1 wäre dieses Spiel undenkbar gewesen. Das ist die Zukunft für neue Ideen. Und entweder man lässt sich auf diese Zukunft ein oder man spielt halt bis an sein Lebensende Call of Duty und God of War. ;)
 
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