Mich motiviert das Spiel ohne Ende, vor allem aus den von Trayal genannten Gründen. Fällt mir echt schwer, den Controller mal aus der Hand zu legen. Was dem Spiel an Story fehlt, macht es mit all den Spielmechaniken wieder mehr als wett. Selbst die belanglosesten MMO-Quests machen mir Spaß, weil man dadurch mehr von der großartigen Spielwelt sieht, auf den Laufwegen jedes mal über eine Menge nützlicher und interessanter Gegenden, Items, Gegner etc. stolpert und alles so wunderbar ineinander greift und sich nichts wirklich belanglos anfühlt.
Dazu kommt der bekannte Levelup-Drang, um sich bessere Ausrüstung, Waffen, Skells, Verbesserungen usw. zuzulegen, damit man sich endlich mit den riesigen Viechern, die man schon seit Beginn des Spiels kennt, anlegen kann...
In vielen Sidequests kommt auch ne Menge netter trockener und stumpfer Humor zum Vorschein, wo auch der stumme Hauptcharakter, vor allem auch gerade
weil er stumm ist, seine Momente bekommt.
Von den meisten anderen RPGs habe ich nach der 60-Stunden Grenze, die ich hier (schockierenderweise

) schon überschritten habe, meistens den Drang, das Spiel langsam zu beenden, weils mir zu viel wird. Nicht hier. Habe vorhin meinen 4. Skell gekauft, Level 40 erreicht und da laufen immer noch so viele Gegner durch die Gegend, die mich onehitten wenn ich die schief angucke... Habe noch unzählige Side- und Affinityquests vor mir, habe noch von keinem einzigen Kontinent die 50%-Exploration-Marke geknackt usw.
Ich hab eher das Gefühl, gerade mal an der Oberfläche gekratzt zu haben. Und genau so soll es sein, meine Motivation ist ungebrochen und im Weihnachtsurlaub brauche ich schließlich auch noch was zu tun
Das Ding hier wär mein GotY, wenn Trails In The Sky SC nicht schon meinen JRPG-Thron für dieses Jahr eingenommen hätte. Dazu fehlt es Xenoblade dann doch an Charme, ausufernden und exzellent geschriebenen Dialogen, Charakterentwicklung und einen klaren roten Faden, was die Story angeht.