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ONE Xbox One - der offizielle Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mal ganz kurz eingehakt, weil ich eigentlich schon gestern posten wollte, aber Stressbedingt nicht dazu kam:

Hier wurde gesagt, dass Leute, die jetzt noch gegen die X1 sind, bzw. die X1 vielleicht immer noch nicht kaufen wollen, weil sie ein schlechtes Gefühl dabei haben, und weil ihnen MS unsympathisch geworden geworden ist, nicht rational entscheiden, und diese Gründe blödsinnig sind.
Dem ist mit nichten so! ...zumindest wenn man den Marketingwissenschaftlern und Psychologen glauben darf.

Zwar sollte immer das eigentliche Produkt im Zentrum der Betrachtung stehen, jedoch kann ein besonders schlechtes Markenimage - gerade wenn es eigenverschuldet ist - tatsächlich den Spass am Produkt mindern und zu starken kognitiven Dissonanzen führen, und ist somit ein Punkt bei der Kaufentscheidung, der sehr wohl sehr genau geprüft und bedacht sein will.

Bei Klamotten kann man die Sache gut veranschaulichen: Ich würde niemals Klamotten der Marke Lonsdale tragen, auch wenn die Marke das Image nicht selbst verschuldet hat. Genauso werde ich niemals mehr Kleidung der Marke Benetton tragen, für das was sie in den 90ern an menschenverachtender Werbung gerissen haben. Ich würde diese Kleidung selbst dann nicht tragen, wenn sie nach aussen nicht direkt als Kleidung dieser Marken zu erkennen ist, und die Qualität sehr sehr gut wäre. Ich hätte ein dermaßen schlechtes Gefühl dabei und würde den schnell kauf bereuen - einmal weil die Kleidung plakativ für eine politische Ansicht instrumentalisiert wurde, welche ich nicht teile, und einmal weil ich einen Konzern der versucht (hat - aber sie machens ja irgendwie immer wieder in der Richtung) mit menschenverachtenden Darstellungen seinen Reibach zu machen, nicht unterstützen will.

Bei der aktuellen Konsolendebatte verhält sich das nun ähnlich. MS hat selbstverschuldet stark an Markenimage eingebüst. Zunächst wurden Systeme Eingebaut und vorgestellt, welche unbestreitbar gegen die Kunden arbeiten sollten (wir brauchen jetzt keine Debatte mehr darüber - Es gibt sicherlich genug Leute, die das nicht gestört hätte, aber nichtsdestotrotz gingen diese Sachen klar gegen die Kunden). Diese Systeme wurden lange verteidigt, und trotz Kritik zunächst klar gesagt, dass die Kundenmeinung zweitrangig ist. Dies ging sogar so weit, dass hochgestellte MS Mitarbeiter sich stark überheblich und sogar beleidigend gegenüber der Kunden geäußert haben. Als der Shitstorm dann richtig losprasselte hat MS zunächst in keinster Weise versucht gegenzulenken, sondern das Internet zu zensieren und den eigenen Leuten Redeverbote erteilt. Erst als wirklich alle Stricke gerissen sind und die Xbox One endgültig den Ruf als uncooler Anti-Gamer-Klumpen weg hatte, hat MS eingelenkt - ganz offensichtlich nicht weil sie den Kunden entgegen kommen wollten, sondern weil sie brutal miese VVK Zahlen hatten und ihre Felle davon schwimmen sahen. MS hat ganz offensichtlich nicht ehrlich was gelernt, und sich nicht ehrlich und aus Überzeugung Pro-Kunde entschieden oder geändert, sondern zerknirscht eine taktisch-wirtschaftliche Entscheidung getroffen.

Im Hinblick darauf halte ich es sehr wohl für einen Faktor der individuell gesehen Einfluss auf die Kaufentscheidung nehmen kann/sollte... ...und zwar ein ganz objektiver und starker Faktor. Traut man der Firma noch? Was ist wenn die nach nem Jahr dann doch plötzlich den Onlinezwang wieder einführen, und das jetzt nur taktik war? Oder die Gebrauchtspielsperre? Ist MS noch glaubwürdig? Will ich einer Firma mein Geld in den Rachen werfen, die mich zunächst beleidigt und auf meine Bedürfnisse geschissen hat? Werde ich so mit der Xbox One wirklich Spass haben, und nicht ständig das Gefühl haben doch lieber die ganz klar vorhandene Alternative gewählt zu haben?

Versteht mich nicht falsch, ich will hier nicht auf Teufel komm raus ein Haar in der Suppe suchen, und gegen die X1 bashen. Ich gebe lediglich mal den Hinweis, dass das Verhalten von MS durchaus ein Objektiver Grund sein kann seine Kaufentscheidung zu treffen, und breche eine Lanze für die Leute die sich in dieser Hinsicht hier geäußert haben.

Für mich ist wie gesagt alles offen. Ich warte mit dem kauf etwas, und vergleiche dann.
 
Dann soll halt jedes Spiel ne Beta-Version beinhalten wenn es die Indie-Entwickler sonst nicht gebacken bekommen mit dem Testen und Polieren. Vielleicht einen Monat vor dem echten Release für 20% weniger des Vollpreises kann man sich die Beta-Version holen und man erhält nach Ende der Beta-Phase auch den Vollpreis-Titel kostenlos.

Bis dahin sollten alle gröberen Fehler ausgemerzt sein und ein Patch müsste man auch nicht wirklich veröffentlichen da die Vollversion eben wieder was ganz anderes wäre. Für den Entwickler würde es eigentlich nur Vorteile geben und der Kunde könnte sich auch mit seiner Arbeit während der Beta-Phase identifizieren.
 
@hana-bi: wenn man als softwarefirma deiner meinung nach nur existieren darf wenn man fehlerlose programme abliefern kann, müsste jede firma der welt schließen, angefangen bei ms. :ugly:
 
Trayal schrieb:
Damit meinte ich nicht das dahinter stehende System. Hier gehts um die Projektarbeit an sich. Spieleentwicklungen zählen zu den aufwändigsten Projektarbeiten überhaupt. Dagegen schauen auch große Filmproduktionen teils in die Röhre.

Oh, daran zweifle ich nicht. Da könnte ich durchaus mit Firmenzusammenschlüssen anderen Großprojekten kontern, da geht es beiweitem nicht nur um Peanuts und sie sind auch nicht in ein paar Wochen abgehandelt.

Ich will den Vergleich hier aber auch nicht zu weit treiben. Fakt ist, wenn man sich auf das System eingelassen hat, muß man auch mitspielen. Wenn man sich übernommen hat, ist das schade und man hat hoffentlich was daraus gelernt. Aber hinterher jammern und schimpfen sollte man unterlassen.
 
pil schrieb:
Eventer schrieb:

Viel schlimmer, fanboys die alles schlucken was ihr führer ihnen vorwirft, egal wie bescheuert und egal welche nachteile sie selbst dadurch tragen, auf teufel komm raus wird das verhalten verteidigt. An sich sehr loyal, solche mitarbeiter wünscht man sich aber nicht solche kunden nicht denn nur durch kritik produkte und diesntleitung verbessert wird. Fanboys sind junkies die alles für ihre droge tun, einfach mal alles auslenden was nach kritik der droge spricht. Patches an sich tragen zur verbesserung bei, nicht umgekehrt, wie kann man das bitte verteufeln? Die programme heute sind komplex, das sind keine textadventures, es gibt zig konsolenversionen, man kann festplatten austauschen, siehe das problem mit dem patch der ps4, man muss heute an so viel denken, man muss und sollte froh sein dass es patches gibt und nicht andersrum.

Ändert nix daran das win patches was völlig anderes sind als ein patch für ein geschlossenes system. Da kannste noch so sehr die fanboy keule schwingen, richtiger wirds trotzdem net.
 
MachtAG schrieb:
Ja klar Beratungsresistent :D

Ich kann es ja nochmal sagen, MIR IST KLAR DAS DIE CLOUD so NICHT funktionieren wird, aber dann selber immer damit zu kommen die PS4 hat doch auch eine Cloud und ich meine nicht Gaikai, also wenn dann konseuent sein ;)

Aber hab jetzt auch keine Lust mehr,

Punkt 1: Es sind zwei Unterschiedliche Cloud-Konzepte und dafür hat man seine Server ausgelegt, wollte Mircosoft auch noch zusätzlich zu ihrem jetzigen Cloud-Konzept ein Konzept ala Onlive/Gakai einführen, müssten sie eine zusätzliche rießige Serverfarm dafür anschließen. Onlive, Gakai und MS's-Cloud sind für einen bestimmten Konzept aufgebaut worden und benötigen rießige Farmen. Man kann nicht das eine Konzept zufriedenstellent sicher stellen, wenn man plötzlich noch ein anderes Konzept drauf laufen lassen möchte, da müssten schon erneut zusätzliche Serverkapazitäten herangeholt werden. MS hat ja nicht umsonst 300.000 Server für ihr Konzept, wollen sie nun zusätzlich ein Dienst wie Onlive/Gakai einführen müssen sie erneut investieren und die Serverkapazitäten ausbauen.

Punkt 2: Sowohl Mircosoft als auch Sony könnten beide Konzepte übernehmen (allerdings wie schon gesagt nur durch einkauf neuer Server Kapaziäten). Die Idee hinter Gakai ist nichs Sony Exklusives und Mircosofts Cloud Idee ebenso nichts Micosoft exklusives. Publisher selber könnten sogar ähnliche Funktionen wie Mircosofts Cloud anbieten, wenn sie in eigene Server Investieren und diese für solche Funktionen umbauen, so wäre es möglich, dass selbst eine Sony Kiste mit Zusätzlichen Cloudfunktionen daherkommen könnte wie es XboxOne Games tuen. Oder Mircosoft könnte sich den Dienst Onlive einkaufen und so etwas anbieten was Sony mit Gakai hat.

Punkt 3: Beide Konzepte sind heute noch völlige Zukunftsmusik und benötigen hohe Bandbreiten. Bei beiden Konzepten kann ein schwankender Internet Anschluss zu schwankender Qualität führen. Wie gesagt beides Zukunftsmusik und beide Konzepte haben ihre Limitationen. Bei Onlive/Gakai könntest du theoretisch Spiele anbieten die das millionenfache an Rechenleistung einer Nvidia Titan frisst, aber was bringt dir das wenn der Inputlag zuhoch ist (Eingabe- und Befehlsdaten müssen von deinem Gerät an den Server geschickt werden wo das Spiel berechnet wird und dann am besten das HD-Bild Signal an dich zurück gesendet werden. Kostet zeit!). Bei Microsofts Konzept kannst du nur nicht Realtime spezifische Grafik/Physik/KI aufgaben den Servern übergeben, damit bei dir zuhause auf der Kiste (wo das eigendliche Spiel berechnet wird) nicht ins stocken gerät, das ist nur ein kleiner Grafischer mehrwert der dabei rausspringt.



Hana-Bi schrieb:
mnk schrieb:
Hana-Bi schrieb:
Aber hey, diskutieren wir lieber über was-wäre-wenn Szenarien, gibt ja sonst keine neuen negativen Gerüchte.

ich finde es einfach nur gut, dass endlich klarheit herrschen könnte in einem thema, dass hier auch für viel diskussion und einige erhitzte gemüter geführt hat. selbst wenn es alles hinfällig ist. es muss ja nicht in allem gleich ein ms-bash stecken und wir sind hier nicht im pro-x1-thread. ;)

:lol:

Klarheit zu einem Thema welches nie mehr war als ein Konzept, welches in den kommenden Wochen erläutert werden sollte und nun von "Insidern" erklärt wird.

Wie schnell MS ein Konzept ändern kann hat man ja gesehen. Das wusste ja der heilige cboat ja auch nicht. Er hat ja gar noch das Gegenteil bezüglich DRM behauptet.

Ist deswegen einfach absolut überflüssig über solch Internet-Kommentare zu diskutieren und damit nur "LOL MS" Postings zu provozieren...


Ein Konzept das mit sicherheit niemals erlaubt hätte endlos lange an jeden der Games deiner 9 Kumpels zuspielen, oder gar eine gekaufte Kopie eines Spiels automatisch für einen deiner Family Kollegen kostenlos zur verfügung stellt. Wäre niemals so gekommen, wie viele vielleicht an Hand der Infos dachten. Egal wie das endprodukt des Konzepts ausgesehen hätte, niemals hätte man ein System eingeführt dass 9 weiteren Personen deine komplette Spielesammlung kostenlos zurverfügung stellt oder gar einem davon es jederzeit ermöglicht es zuspielen (Sprich 1x gekauft = 2 können ohne zeitfaktor jederzeit daran spass haben und 8 weitere können es spielen sobald der 2te fertig damit ist). Niemals... Das ist eine rein Utopische Auslegung eines Konzepts, dass bisher einfach nicht klar gestellt wurde und eher wie man sieht als Demofunktion gekommen wäre. Was tatsächlich dennoch sehr cool gewesen wäre zum ausprobieren...

Ähnlich wirds sicher auch bei Sony werden, da sollst du ja scheinbar in das Spiel eines Kollegen eingreifen können um ihm auszuhelfen (entweder zeitlich begrenzt oder nur wenn du selbst auch das Game hast).


Zur One im allgemeinen:

Jetzt nach wegfall des AlwaysOn und striktem DMR Systems, werd ich mir mit sicherheit mal ne One kaufen und glücklich mit ihr sein und bestimmt auch gewisse vorzüge an ihr genießen können. Aber in dieser Generation war die Xbox360 meine Haupzockerplattform und meine Erstkonsole der Generation. In der neuen Generation ändert sich nur dass die PS4 meine Erstkonsole der Generation sein wird und vermutlich wenn dass Crosschat auf der Sonykiste gut funktioniert und die Spiele auf der PS4 von der mehrleistung gegenüber der One profitieren auch meine Hauptplattform. Vielleicht wird es der One bei mir so ergehen wie der PS3 dieser Generation, sie wird nur angeschmissen für die Exklusivtitel und wenn ich mal nen Bluray-Film gucken möchte. Bei der One wird es sicher ähnlich sein (was mich als ehemaliger Xboxfan etwas entäuscht), und ab und an mal mit Kinect durch die vielen Apps zu browsern wird sicher auch lustig sein und vielleicht gefällt mir ja auch mal ein gutes Kinect Game und ich hab spass mit Kinect. Aber Hauptplattform wird denke ich die PS4 werden, meine Erstkonsole sowieso...
 
Cale schrieb:
Oh, daran zweifle ich nicht. Da könnte ich durchaus mit Firmenzusammenschlüssen anderen Großprojekten kontern, da geht es beiweitem nicht nur um Peanuts und sie sind auch nicht in ein paar Wochen abgehandelt. Ich will den Vergleich hier aber auch nicht zu weit treiben.

Ich wollte dir damit jetzt nicht zu nahe treten, weshalb ich das jetzt auch einfach mal ruhen lasse. :)

Cale schrieb:
Fakt ist, wenn man sich auf das System eingelassen hat, muß man auch mitspielen.

Und genau das ist der Grund wieso es aus der Indie-Szene (darunter recht namhafte Leute, die in dieser Gen große Hits gelandet haben) ein recht kollektives "Fuck You MS" zu hören gab.

Aber gut, es gibt ja andere Plattformen für die Indies. Sony scheint recht bemüht darum zu sein und Steam ist sowieso die Nummer 1 Anlaufstelle.
 
Trayal schrieb:
Deine (Steuerbranche) oder meine Tätigkeit (Rettungswesen) ist auch überhaupt nicht damit vergleichbar.

Bei komplexen Programmen kann es immer wieder zu Fehlern kommen, die man vorher nie vermutet hätte, trotz sauberer Arbeit. Das lässt sich nur eingrenzen indem große Summen (und Zeit) oder gar Unsummen in die Qualitätskontrolle fließen (Nintendo ist hier ein Extrembeispiel). Nicht einmal dann ist gesichert, dass wirklich alles passt.

Sieht man ja auch immer wieder anhand von AAA-Titel, die eigentlich mit einem gewaltigen Budget daher kommen. Bethesda ist so ein Paradebeispiel. Denen werfe ich gar nichts vor, dass ihre Spiele immer so viele Patches benötigen, da es bei deren Komplexität schlicht unmöglich ist ein 100% funktionierendes Produkt abzuliefern.

Sorry, aber dazu muss ich sagen, dass ich das so für nicht wirklich korrekt halte. Vielmehr denke ich, dass Patches in der heutigen Zeit eine willkommene Möglichkeit sind, um Aufwand bei der Q&A zu sparen und eben die Kunden dann als Betatester zu missbrauchen. Gerade durch die Möglichkeiten des Internets sind so einige Softwareschmieden ziemlich faul geworden, was das Testen angeht. Nicht selten endet das dann in abartigen Patchorgien. Gute Beispiele sind hier Jowood und Ascaron (Gott hab sie beide selig...NOT), bei denen jedes Mal die Kacke richtig am Dampfen war. Wer erinnert sich nicht an die Aussage von diesem Jowood-Heini, der jedem User, der einen A-Bug in Gothic 3 fand, 100 Euro versprach? Und von Ascaron hatten wir zu Sacred 2-Zeiten den User Tom hier, der damit rumtönte, wie irgendwelche Dinge in dem Spiel mit 160-Mann-Stunden im Monat getestet wurden. Übersetzung: Da saß EINER dran (5 Tage x 8 Stunden x 4 Wochen = 160 Stunden).
Und was war? Kaum erschienen hagelte Patches in der Größe von mehreren 100 MB für diese ach so toll getesteten Spiele.

Das sind natürlich jetzt Extrembeispiele, aber worauf ich hinauswill, ist Folgendes: Es gibt neben der Softwarebranche etliche Industriezweige, die nicht weniger komplexe Systeme herstellen und trotzdem keinerlei Toleranz für Fehler haben. In einer dieser Branchen arbeite ich: Hardware-Entwicklung. Unsere Entwicklungszeitpläne: 25% Design, 75% Test. So sieht das aus. Und anders haben wir auch keine Chance, das jemals auf die Reihe zu kriegen. Nur, um das mal zu verdeutlichen:

Wir hatten mal ein Device, welches UNTER ANDEREM diesen Standard hier erfüllen musste:

Klickediklick

Und diesen Scheiß muss man da testen - Schritt für Schritt jeden einzelnen Punkt. Da macht man sich vielleicht hässlich. Und das geht eben immer nur so, dass man den Schaltkreis gezielt in einen bestimmten Zustand bringen muss, damit eben dieses und jenes funktioniert. Und das war eben nur ein Teil der Funktion. Das alles zu testen, ist mit Monaten nicht getan.

Aber wenn dann am Ende doch ein Fehler drin ist und es sich bei dem Device um einen ASIC handelt, dann sind wir am Arsch. Fehler dieser Größenordnung können leicht existenzbedrohend sein. Bei einem ASIC hat man keinen zweiten Versuch, wenn man nicht bereit ist, mehrere Mille auf den Tisch zu legen (Es gibt ASICs und FPGAs. Letztere kann man wie einen USB-Stick wieder und wieder mit Funktionen beschreiben - da sind Fehler kein Problem, da man die lokal fixen kann. ASICs sind hingegen fix. Tauchen da Fehler auf, muss man wieder in die Fab).
Und das ist nur eine Branche. Da gibt es noch ganz andere Industrien, die Sachen herstellen, die ebenfalls hochkomplex und gleichzeitig lebenswichtig sind (Stichwort Medizin-Technologie, Automobil-Industrie, Flugzeuge etc.). Wer hier pfuscht, der hat echt die Brille auf, denn neben dem finanziellen Aufwand zur Behebung des Problems drohen hier gleich noch Klagen und anderer Kram.
All diese Branchen können sich Fehler nicht leisten (was nicht heißt, dass keine vorkommen). Aber hier wird eben der Fokus richtig auf den Test gelegt. Da wird simuliert und verifiziert, bis es nicht mehr geht. Und genau das werden sich speziell Spieleentwickler gern mal sparen. Komplexität ist hier keine Ausrede.
 
mnk schrieb:
@hana-bi: wenn man als softwarefirma deiner meinung nach nur existieren darf wenn man fehlerlose programme abliefern kann, müsste jede firma der welt schließen, angefangen bei ms. :ugly:

Nope, aber ich sollte dem Kunden ein funktionierendes Produkt liefern. Gerade im Indie-Bereich gibt es tausende Entwickler. Wer da eben nicht mehr drauf hat als ne grandiose Spielidee wird genauso untergehen wie ein Entwickler der technisch ein geniales Spiel gezaubert hat, spielerisch aber eben nur ein 08/15 Titel hervorgezaubert hat.

Es nehmen sich da mMn viel zu viele Entwickler die Rolle eines Halb-Gottes heraus. Nur weil sie Indie sind und Spiele entwickeln müssen sie sich eben an das halten was sie vorher vereinbart haben. Wer zu diesen Konditionen nicht arbeiten möchte und meint man müsse sich nachträglich drüber beschweren (obwohl es ja schon vorher genügend Alternativen wohl gab) der sollte halt eben von Anfang an ein Spiel so entwickeln, dass er in diese missliche Lage eben nicht kommt und so Geld für Patches zu bezahlen, welche er eben nicht bezahlen möchte.
 
Das ist mir schon klar Glod, es ging mir aber darum nicht alle in einen Topf zu werfen und ihnen das Schlimmste zu unterstellen. Schwarze Schafe gibt es ebenso genug (Jowood).

Dann ging es mir auch vorrangig um die Indies, die oft Ein-Mann-Teams sind und mit ihrem Produkt meist auch nicht so die Maße an Geld verdienen. Bei denen kann ich das viel eher verschmerzen, als bei Millionen schweren Projekten.
 
.hack//Haseo schrieb:
Kein Fez2 für XBox...

Die Worte die er zu MS findet klingen aber echt hart.
http://www.playm.de/2013/06/fez-2-keine-umsetzungen-fur-die-xbox-plattformen-vorgesehen-96609/

Hab ich mir ja schon gedacht. War ja damals ein ziemliches Drama mit der Patch-Sache.
 
Klar, bei solchen Mini-Teams sind da irgendwo Grenzen gesetzt, zumal beim Testen das 4-Augen-Prinzip kaum gewahrt bleiben kann. Der Entwickler testet dann seinen eigenen Code. Das da viele Fehler übersehen werden, ist logisch.
 
Zumal man auch nicht vergessen sollte, dass viele Indie-Projekte mit Herzblut von eigentlichen Hobby-Programmierern geschrieben wurden.
Da gehen Jahre an Freizeit, Geldnot etc. rein.
Ein paar hier sollten sich evtl. mal Indie Game the Movie anschauen, um eine AHnung zu bekommen, was hinter so einem Projekt steht, wie es die Entwickler (die oft alleine oder zu zweit sind) strapaziert...

Echt, als Mensch mit ein wenig Programmiererfahrung kann ich bei einigen Aussagen hier nur den Kopf schütteln...
 
Dazu kann ich aber trotzdem nur sagen, dass man es lassen sollte, wenn man sich mit etwas übernimmt. Herzblut ist ja schön und gut, aber man sollte auch in der Lage sein, etwas zu Ende zu führen. Wenn das dann an der Zeit oder am Geld scheitert...das ist dann eben Pech.
 
Hat hier jemand ne Ahnung wie es bei der Xbox 360 bei Indie Titeln aussieht, also welche limitierungen haben die, also wie groß dürfen die sein, wie viel Geld dürfen die höchstens verlangen ich spreche von den Titeln wie Forest Craft usw., Also die es bei der Indiesection gibt, hab im Netz nichts gefunden
 
ich finde es okay dass die studios nen gewissen betrag bezahlen um ihre spiele zu patchen...
der betrag sollte allerdings locker im machbaren rahmen liegen, gerade bei indies, arcades...
 
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