Die kommende Xbox One könnte leistungsfähiger sein, als bislang angenommen wurde. Laut Microsoft sollen intensive Grafik- und Physik-Effekte in der Cloud berechnet werden. Dafür stellt der Entwickler rund 300.000 Server zur Verfügung. Diese sollen die Hardware der Xbox One in dreifacher Ausführung der Konsolen-Leistung erweitern. "Für jede Xbox One, die wir produzieren, stellen wir für die Entwickler bei Rechenleistung und Speicherkapazität das Äquivalent von drei Konsolen in der Cloud zur Verfügung. Wir legen uns dabei richtig ins Zeug, so dass jeder Entwickler davon ausgehen kann, dass er ungefähr die dreifachen Ressourcen für sein Spiel zur Verfügung hat und so größere durchgehende Level bauen kann", gab Microsoft in einem Statement bekannt.
Dabei wurde wörtlich von der "dreifachen Leistung" gesprochen, obwohl es rein rechnerisch die vierfache Leistung sein müsste - eine Konsole plus das Äquivalent von drei Geräten. Matt Booty, Leiter der Redmond Game Studios, sagte an anderer Stelle: "Nehmen wir mal an, der Spieler schaut sich die Szene eines Waldes an, bei der das Licht, das durch die Bäume fällt berechnet werden muss, oder er läuft durch ein Schlachtfeld, bei dem dichter volumetrischer Nebel die Gegend verdeckt. Solche Szenen benötigen oft umfangreiche Vorberechnungen, bevor der Spieler sie betritt, aber die Daten dafür müssen nicht unbedingt für jedes Einzelbild aktualisiert werden. Das sind die idealen Kandidaten für die Verlagerung in die Cloud - die Rechner dort können die Schwerarbeit leisten, weil man in der Cloud mehrere Geräte an der derselben Aufgabe arbeiten lassen kann".
Damit sollen Nachlade-Zyklen, die auch PC-Spieler kennen sollten, der Vergangenheit angehören. Allerdings muss die Xbox One dazu mit dem Internet verbunden sein. Wird die Verbindung mit dem Netz unterbrochen, sollen Spiele allerdings trotzdem weiterlaufen. Welche Auswirkungen dies auf die Leistung, grafische Qualität und Berechnung haben wird, ist aber noch nicht bekannt. Microsoft äußerte sich hierzu nicht. Dass Microsoft damit die geringere Leistung der Xbox One gegenüber der PS4 - zumindest auf dem Datenblatt - aushebeln möchte, sollte offensichtlich sein. Alle Breaking-News zum kommenden Konsolen-Flaggschiff von Microsoft stehen auf unserer Xbox One-Themenseite für euch zum Abruf bereit.