AlephAlpha schrieb:
Die Steuerung bei Rage ist eine Katastrophe, Richtig kontrolliert konnte ich damit nicht vorgehen.
Deswegen ja "Rage" - wildes unkontrolliertes Herumwüten.

Nee, ich versteh' schon, was du meinst. Es steuert sich dank der wechselnden Waffe und dem anderen Moveset seltsam. Aber jeder Button hat einen Schlag zugeordnet. Das macht es schon übersichtlich. Ob man da jetzt Combos schlagen kann, weiß ich nicht.
Ich denke auch nicht, dass das Teil dazu da ist, immer wieder eingesetzt zu werden. Man soll sich das schon für die kniffligen Situationen aufsparen. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie das mit dem Auffüllen funktioniert. Ist das unabhängig von den eingesetzten Manövern, oder kann man das Auffüllen durch einen effizienten und abwechslungsreichen Stil beschleunigen?
Ich erwarte schon, dass ich auf dem höchsten, zu Beginn anwählbaren Schwierigkeitsgrad so tief in das Spielsystem einsteigen muss, dass ich alle Moves sinnvoll einsetzen kann. Dem war aber nicht so.
Ich denke, dass das Ansichtssache ist. Du magst sicher Moves als nutzlos empfinden, die anderen Spielern bei deren Kampfstil sehr zugute kommen und andersrum. Ich nutze auch längst nicht alle Moves. Aber ich bezahle auch dafür, indem ich bei härteren Kämpfen immer mal wieder in die Bredouille komme. Manche Moves sind auch nur bei stimmten Gegnern sinnvoll. Bei anderen bringen die gar nix. Um da richtig einschätzen zu können, was die Moveliste wirklich taugt, muss man da sicher ziemlich lange experimentieren.
Ich mag allgemein keine QTEs (ja, ich weiß, dass viele der Ansicht sind, sie gehören zu GoW), da sie mich vom eigentlichen Geschehen ablenken. Die Stick-Dreh-Events haben außerdem manchmal nicht so richtig funktioniert.
Na ja, ohne QTEs wären die ganzen Wow-Elemente in GoW3 nicht umsetzbar. Und die bei GoW3 funktionieren für mich nach einiger Eingewöhnung wirklich gut. Die Buttonbelegung ist intuitiv und man muss eigentlich nicht schauen, welcher Button aufleuchtet, da schon das Aufblinken der entsprechenden Bildschirmseite zeigt, was gemeint ist. Zudem löst man ja gerade die Finisher-QTEs bewusst aus. Man weiß also, was kommt. Und abgesehen von den Bossen, muss man die Gegner auch nicht per QTE erledigen. Man kann sich auch einfach so zerschnetzeln.
Bleiben die Überraschungs-QTEs. Da hab ich allerdings auch schon welche versemmelt und du hast Recht - die Stick-QTEs können nervig werden. Da stimme ich vorbehaltlos zu.
Leider wurde in meinen Augen der Anfangslevel erst mit Chronos wieder erreicht. Das ist mir zu spät.
Na ja, man kann ja nicht die ganze Zeit auf Titanen rumturnen. Du hast Recht: Der Hussa-Faktor des Intros kam erst bei Kronos wieder auf. Aber auch vorher bot das Spiel imo etliche memorable Setpieces
Gegenfrage... warum sollte ich nicht von Anfang an auf dem schwersten Schwierigkeitsgrad spielen dürfen, wenn ich das möchte? Ich halte mich für einen guten Spieler und spiele meine Games gerne auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Allerdings fehlt mir oft die Lust, ein Spiel ein zweites mal durch zu spielen.
Es spricht absolut gar nix dagegen, von Anfang an auf den höchsten Schwierigkeitsgrad zugreifen zu können. Nur ist das imo bei GoW3 nicht wirklich sinnvoll. Ich kann's natürlich nicht beurteilen, da ich den Chaos-Modus nicht kenne. Aber ich kenne den höchsten Grad von Teil 1 und da bin ich nicht mal über das erste Gefecht hinausgekommen. Das 0815-Fußvolk hat mich innerhalb von Sekunden abgemetzelt. Dabei wird der God-Modus von Teil 1 im Vergleich zum Titan-Modus aus Teil 2 teilweise noch als angenehm bezeichnet. Bei Teil 2 teilt man nur 75% Schaden aus, steckt aber den 5fachen ein. Gegner sind aggressiver, Orbs sind weniger usw. Ich vermute mal, dass es beim dritten Teil nicht viel anders sein wird.
Und da einfach so einzusteigen, ohne, dass man überhaupt weiß, was in dem Spiel abgeht, stelle ich mir ziemlich hoffnungslos vor - auch für einen guten Spieler. Klar, es ist eine Einschränkung, aber imo ist das nicht wirklich tragisch, weil ich bezweifle, dass irgendwer bei seinem allerersten GoW3-Durchgang den Chaos-Modus schaffen würde.
Eine ganze Zeit lang - zu lange, um als gewollte und nötige SG-Schwankung durch zu gehen - ist man nach Herkules einfach übermächtig und pulverisiert alles, was da kommt.
Also das habe ich im Grunde auch vor Herkules gemacht. ich bin zwar ab und an draufgegangen, weil ich die Kämpfe falsch anging, aber ein Taktikwechsel, brachte mich zurück auf die Pulverisierungsstraße. Erst im Labyrinth bei diesen Satyren oder was das ist, bin ich ernsthaft ins Grübeln gekommen. Dachte erst, die muss man gar nicht bekämpfen.
Hier meine ich vor allem Hermes' Schuhe, die ich wirklich nur an den 2-3 dafür vorgesehenen Passagen eingesetzt habe. In den Kämpfen oder bei der Reise durch die Level haben sie mir keine wirklichen Vorteile gebracht. Der Bogen ist anfangs ganz gut, später aber zu selten im Einsatz, da die Gegner dafür zu stark oder zu zahlreich werden. Helios' Kopf ist gut, nur warum kann Kratos damit nicht laufen? Völlig unnötige Einschränkung.
Man kann doch damit laufen? Oder meinst du, dass der dann so ausgerüstet bleibt wie eine Waffe?

Die Hermes-Stiefel finde ich schon sehr nützlich. Man kann mal eben eine Feindansammlung aufmischen, ohne einen Gegner greifen zu müssen (nützlich bei Gegnern, die sich nicht standardmäßig greifen lassen). Per Air-Dash kommt man gut in den Rücken von Gegnern - ich habe da schon gut Nutzen draus gezogen.
Der Bogen ist definitiv gut, um Gegner auch außerhalb der Kettenreichweite zu ärgern (speziell der Magie-Angriff). Allerdings ist er auch da kein Allheilmittel. Und gegen viele Gegner ist er ganz klar nutzlos. Man muss halt den richtigen Zeitpunkt finden.