Der letzte bayerische Auerochse wurde um 1470 im Neuburger Wald geschossen. Am längsten hielt er sich in Osteuropa, besonders in Masowien und Litauen. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurden die allerletzten Exemplare im Wald von Jaktorów, 55 Kilometer südwestlich von Warschau, unter den Schutz des Landesherrn gestellt und gehegt. Otto Antonius wertete die vorhandenen Protokolle aus. Demnach zählte man 1564 acht alte und drei junge Stiere sowie 22 Kühe und fünf Kälber. 1599 waren noch 24 Exemplare vorhanden, 1602 aber nur noch vier. 1620 war noch eine einzige Kuh übrig, die 1627 starb.