Moin zur Bastelstunde im Altenheim!
Entweder bin ich zu alt oder es war tatsächlich so dermaßen anstrengend, heute etliche Stunden auf dem Boden umherzukrabbeln und ein bissl mit dem Bleistift umherzukritzeln. Denn sorry, aber ich bin total im Arsch und froh morgen wieder ins Büro zum Arbeiten gehen zu dürfen.
Fangen wir aber von vorne an, denn schon heute früh vor dem späten Sonntagsfrühstück nahm ich die Maße der inneren Abkofferung auf den Zentimeter genau ab und übertrug diese auf ein Blatt Papier. Damit ging es dann nach dem Frühstück in die Garage, denn dort lag jungfräulich die noch verpackte MDF-Platte. Diese sollte neben der Aufnahme für die LED Einbauspots auch noch zur Akustikplatte umfunktioniert werden. Dafür muss aber aus einer glatten und schallharten Fläche irgendwie ein durchlöcherter Käse werden und ansprechend aussehen soll es später an der Decke natürlich auch noch. Deshalb wurden erst einmal alle Maße der Konstruktion auf die Platte übertragen:
Dann wurde nicht lange gefackelt und Stichsäge sowie Schleifgerät kamen zum Einsatz, um die Rundung zu formen. Im Anschluss wurden gleich noch die Ausschnitte für die Einbauspots eingebracht.
Also gleich mal die Teile einsetzen und schauen, ob es auch so wirkt, wie man es sich vorgestellt hatte.
Die drei Teile wirkten trotz eines Durchmessers von je 15cm zwar etwas verloren in der großen Platte, aber die Optik wurde für gut befunden.
Also konnten auch gleich noch die Außenmaße der Spots auf die Platte übertragen werden.
Kommen wir nun zum akustischen Teil und ich muss ehrlich gestehen, dass mir im Vorfeld meiner Überlegungen nicht bewusst war, was ich mir da antun will, aber der Reihe nach.
Zuerst wollte ich mir mal ein Probebrett mit den Abständen und den jeweiligen Lochdurchmesser anfertigen. Das von mir in unverbautem Zustand gewägte MDF Stück, hatte ich leider schon zur Bohrschablone für die Küchenfronten umfunktioniert, die eventuell noch gebraucht wurde. Egal, nahm ich halt ein Stück Presspappe, wie ich immer so schön zu sagen pflege und zeichnete mir ein Lochgitter an. Dies sollte aus drei unterschiedlichen Bohrungen mit den Maßen von 8, 12 und 25mm bestehen. Der Mittelpunkt der Bohrungen sollte jeweils im Abstand von 5cm sowohl vertikal, als auch horizontal voneinander entfernt eingebracht werden. Jede Lochgröße wurde dabei anders gekennzeichnet. So sah das Ganze dann etwas kryptisch aus:
Das Stück wollte ich dann bohren, aber das Material war schlicht zu weich. Nachdem der Belzebub gerufen und diverse Flüche in den Weiten des angrenzenden Waldes verhallten, suchte ich mir ein "neues" Reststück. Das war dann ein altes Stück aus mehrlagigem Sperrholz und sollte hart genug sein. Also wurde wieder alles noch einmal angezeichnet und gebohrt:
Nach einem kurzen Schleifgang mit 60er Körnung konnte man es besser erkennen und wurde so für absolut perfekt empfunden.
Nun ging es an die Fleißarbeit, denn die Platte brauchte logischerweise ein Lochraster zum Bohren. Also zog ich nach dem Anzeichnen alle 5cm eine Linie der Länge nach an. Dies tat ich 17 mal:
Danach wurden etwas über 50 Linien quer eingezeichnet und somit hatte ich nach etlichen Stunden und einigen Tassen Kaffee mein Raster auf der Platte:
Hier mal eine Detailaufnahme und ja, Spaß ist definitiv anders.
Moment - geht noch weiter, denn nun musste jeder Schnittpunkt gekennzeichnet werden. Hätte mich jemand auf den Knien rutschend wilde Zeichen auf die Platte kritzeln sehen, dann hätten die mich sofort abgeholt und nicht wiedergebracht.

Zu allem Überfluß habe ich immer noch vor mich hingemurmelt, um auch ja keinen Fehler beim Beschriften zu machen - herrlich!
Als ich fertig war, war die Uhr neun und zwar am Abend.
Ich muss mal schauen, ob ich mich nach der Arbeit morgen überhaupt bewegen kann. Falls ja, werde ich wohl anfangen meine knapp 850 Löcher zu bohren. Also bis demnächst ....