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Umbauen, Ausbauen, Einziehen, Ausziehen

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Dann muss es ja Ecke Cuxhaven sein. Hier in OHZ haben sie grade erst erhöht um 30€/ Jahr.
Erhöht haben Sie dieses Jahr hier ja auch, der erste Bescheid vom Januar lag bei 190€ jährlich. Aber ich hab ja gesagt, wenn Haus und Grundstück nur 50km weiter weg gestanden hätten, dann hätte ich je nach Himmelsrichtung schon mindestens 100000€ mehr bezahlen müssen, im Extremfall sogar 250000€, wie ich letztens feststellen durfte. Der Nachteil ist halt, dass man für alles ein Auto braucht. Arzt, Supermarkt, Bank etc. sind genau 5km weg, dafür kriege ich frische Eier sowie Milch direkt im Ort und die idyllische Ruhe ist meines Erachtens unbezahlbar. Wenn man den ganzen Tag im Büro persönlichen und telefonischen Kontakt zuhauf hat, dann nach Feierabend direkt vor seiner Garage auf den Kiefernwald blickt und nur das Rauschen vernimmt, ist für mich durch nichts zu toppen.





 
für dich scheinbar super, aber für deine Kinder auch?
Die kennen ja kein Stadtleben und die Freunde wohnen ja auch alle in den anliegenden Dörfern. Da wird halt überall mit Fahrrad hingefahren oder es gibt Bringservice. Funktioniert seit Jahren. Außerdem bin ich der coole Daddy, denn wenn die Freunde hier übernachten, machen wir in der Regel Kinoabend und im Sommer gibt es wie immer Burger vom Grill. ;)
 
Man kann noch soviel planen kann, aber nicht alle Unweglichkeiten, die die Praxis bieten kann, damit von vornherein eleminieren. So auch beim eigentlich fast fertig gewähnten Trockenbau. Denn nachdem nun auch im vorderen Bereich die letzten Platten verbaut wurden, wollte ich im Anschluß direkt mit der Lichtinstallation weiter machen. Kabel lagen ja installationsbereit in den Leerrohren, es musste nur noch das zu verbauende Modell vom Einbaustrahler gefunden werden, aber auch das war erledigt. Also bekamen die beiden vorderen Platten direkt mittig zu den Durchgängen jeweils einen Lochausschnitt. Kabel rausgetütert und siehe da passt perfekt.

Die Freude währte nicht lange, da von der Leiter runtergestiegen sofort auffiel, dass die nächsten geplanten Strahler viel zu dicht zu den gerade vorbereiteten kommen würden. :p

Ähm ja, da steht man denn da und fragt sich, wieso ist das vorher nicht aufgefallen? Ja wieso? Keine Ahnung, aber jetzt musste eine Lösung her und die lautete zuerst: Dann lassen wir die Strahler in den vorderen Ecken weg, ergo hieß das, dass die Verkabelung angepasst werden musste.

Also nur soviele Schrauben gelöst, um die Platten vorsichtig absenken zu können. Erst links ....



... dann rechts und ja es sah fummelig aus, aber mit Grillzange ;) kam man auch daran, wo man hin wollte.



Dann kam die Post! Die Information ist jetzt nicht wirklich wichtig, aber in dem Moment fiel mir wieder die Story mit meinem Postboten kurz vor Weihnachten ein und direkt im Anschluss fiel mir ein, dass mein mittlerweile lange eingetroffenes 15m langes HDMi Kabel, ja immer noch nicht in die Decke verbaut wurde. FUCK!!! Also Cuttermesser beherzt angesetzt und Platte halbiert.



Sämtliche Kabel raus und die Öffnung für das HDMi Kabel in der Holzkonstruktion angepasst und alle Kabel durchgezogen und siehe da, passt.



Die halbierte Platte schnell noch angefast, um das ordnungsgemäße Verspachteln auch gut vorzubereiten und hoch damit.



Jupp, dass konnte so bleiben, nach Spachteln und Schleifen ist das topfeben.



Das Verlegen des HDMi Kabels bedeutete aber auch, dass ich noch mehr vom Trockenbau öffnen musste, also kam die nächste Platte nach erfolgter Lochbohrung gleich komplett runter:



Da nun mittlerweile doch einige Zeit verstrichen war, gab es einen heißen Kaffee und einen Blick aus dem Fenster, der mir gleich wieder klar machte, wozu man sich das alles eigentlich antut:



Weiter ging es auf der linken Seite ...



... und da musste ich aufgrund der geänderten Lichtinstallation und einziehen eines längeren Kabels auch gleich die zweite Platte absenken. Die machte beim ersten Fummeln am Kabel einmal knack und brach durch.



Glaubt mir, da kommt so richtig Spaß auf, ich hätte echt lang (bitte verzeiht den Ausdruck) hinkotzen können. Da gibt man sich so eine Mühe und im nächsten Moment ist der Mist kaputt.





Die Lochbohrung war ja nun eh schon fertig, also wurden die Kabel ausgerichtet und die Platte kam nach der Behandlung mit dem Cuttermesser auch wieder ran. Eine Stelle mehr die gespachtelt werden muss.



Mehr ging den Tag leider nicht, aber eines sei jetzt schon verraten, dass war noch nicht das Ende mit den Änderungen und Problemen.

Nächster Tag, neues Glück und es ging weiter mit dem Verlegen des HDMi Kabels. Die Platte war ja schon runter, also war das eine Sache von Sekunden:



Da hing das gute Stück nun, aber es musste ja nach fast ganz hinten durch und auch noch um die Ecke rum. Also wurden nach der Deinstallation des Beamers gleich noch die Platten mit den Nummern 2+3 demontiert. Diese mussten sowieso noch einmal runter, da sie nicht plan zum Rest waren.



Im hinteren Bereich auf der rechten Seite war auch schon eine Platte vorsichtig abgesenkt, um die Verkabelung für die hintere Lichtinstallation durchzuführen. Diese brach dankenderweise mal nicht, aber anstatt meine Klodeckelpfoten samt halben Unterarm in den Trockenbau zu versenken, benutzte ich wiederholt meine sonst anderweitig eingesetzte Grillzange. ;)



Hier sieht man dann Platte 3 demontiert und 2 hängt noch am Kabel mit fertig montierter Unterputzdose:



Was hier jetzt nicht dokumentiert wurde, sind die 5 Lebensjahre, die mich das durchfriemeln des HDMi Kabels gekostet hatte. Es war die Hölle und mein Postbote konnte echt froh sein, dass er mir den Tag nichts bringen musste. Ich hätte für nichts garantieren können.



Egal die Verkabelung für die Lichtinstallation hinten und das HDMi Kabel waren fast fertig verlegt.



Wie ich da nun so fertig war und die Decke auch wieder fast geschlossen war, kam meine Frau und guckte. Alle mit einer intakten Beziehung wissen, dass kann ein gefährlicher Moment sein, je nachdem was die Holde dann im Anschluss so verbal von sich gibt. Sie sagte: "Mmmmh!"
Für alle die es nicht kennen, dass ist kein gutes Zeichen und bedeutet in der Regel viel Arbeit oder viel Genörgel, im Extremfall auch gerne mal Beides. Lange Rede kurzer Sinn, der Dame des Hauses waren es zu wenig Lampen. Glücklicherweise sollten es nur noch zwei weitere im vorderen Bereich sein. Das bedeutete nach Absprache der Positionierung aber wiederholt eine angepasste Verkabelung und somit musste die Abkofferung auch wieder einmal erneut auf:



Leerrohre wurden angepasst, Kabel getauscht und neu verlegt:



Wo ich den Quatsch nun wiederholt auf hatte, wurde dann auch gleich das HDMi Kabel nochmal angefasst und sauber festgeklemmt sowie das LS Kabel an die endgültige Stelle verlegt.



Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen, die Außenjalousie!!! Soll heißen, mein Plan sah vor, die Außenjalousien per Funk ansteuerbar zu machen. Denn schließlich will ich später nur auf den Activities Knopf der Harmony drücken und das Licht wird bei Bedarf gedimmt, danach ausgeschaltet, die Jalousien fahren genau wie die Leinwand automatisch runter, der Beamer und die Anlage werden gestartet usw..

Was braucht man dafür? Natürlich Strom und der war da noch nicht. Also ausmessen, Leerrohr zusägen, befestigen und Kabel verlegen.



Danach den Jalousiekasten öffnen und Loch für Stromkabel gebohrt:





Fertig und nun konnte das Kabel zuerst verlegt ...



... danach provisorisch im Innern festgeklemmt werden ...



... und der Kasten erst einmal wieder zu, denn der Motoreinbau inklusive neuer Dämmung kann später erfolgen.



Damit geht dann auch ein weiterer Tag zu Ende und ich bin mit dem Thema noch immer nicht durch.
 
Bin ich hier der Einzige, der sich den Arsch aufreißt? :D

Von nix kommt nix, also ging es munter weiter und Dank meines holden Eheweibs wurde mir meine Aktion mit dem Cuttermesser im rechten vorderen Bereich zum Verhängnis. Denn die Positionierung des einen neuen zusätzlichen Einbauspots fiel natürlich genau auf die Schnittkante der vormals gecutteten Platte. Ich hab es trotzdem mal gewagt und mich im Anschluß dann gleich über den Anblick des ausgefransten Bohrausschnitts erfreut. Mit noch ordentlich Gips in der Fresse hatte ich dann auch langsam die Schnauze voll, also runter mit dem Dreck:



Ich nehme es mal vorweg, denn natürlich waren Teile der Platten zu gebrauchen, also wurden diese sauber eingekürzt, geschliffen und gefast. Dann suchte ich mir ein Reststück und schnitt eine weitere Platte zu, in der der Ausschnitt für den Spot rein sollte. Beim ersten Versuch beging ich einen Denkfehler und achtete in der Eile nicht an die Ausrichtung der Bohrung, also einmal Ausschuss mehr. Das sind so die Momente am Abend, wo man einfach nur die Schnauze voll hat. Da steht man dann mit dem letzten Restlicht kurz vor 21 Uhr draußen und will einfach nur noch fertig werden und dann so etwas. Aber der Ehrgeiz und der eigene Wille spornen einen dann doch noch so an, dass man dann in sagenhaften drei Minuten ein absolut passgenaues Stück herstellt und einbauen kann. Nach dem ersten Vorlegen der Spachtelmasse sah das Ganze dann endlich so aus:



Damit war das Thema vorne dann auch endlich durch, aber es blieb ja noch eine Außenjalousie, die mit Strom versorgt werden sollte. Abschrauben des hinteren Bereichs kam aufgrund Plattengröße und der möglichen Beschädigung nicht in Frage, daher entschied ich mich für einen Ausschnitt innerhalb einer Platte. Also einmal sauber den Bereich anzeichnen ...



... mehrfach mit dem Cuttermesser tief und mit ordentlich Druck die Platte über Kopf bearbeiten. Dann Schraube rein und mit viel Gefühl ...



... und unter Zuhilfenahme der bereits bekannten Grillzange konnte der Ausschnitt herausgehebelt werden:



Da der Strom von der späteren Steckdose für den Beamer kommen sollte, wurde ein Leerohr quer rüber verlegt, Kabel gezogen und nach erfolgtem Bohrloch auch gleich in den Jalousiekasten gelegt:



Der Kasten konnte dann danach auch gleich wieder zu ...



... und das Bohrloch gleich wieder mit Gips zugespachtelt werden.



Wo in der Zwischenzeit der Gips anzog, widmete ich mich der Seite, wo später die Steckdose für den Beamer an der Decke installiert wird. Denn so kreuz und quer konnte das Stromkabel für die hintere Außenjalousie natürlich nicht liegen bleiben, also wurde auch hier ein weiteres Leerrohrstück installiert. So konnte dann auch das so bleiben:



Jetzt blieb nur noch kurz den Ausschnitt zu schleifen, zu fasen und wieder einzusetzen:



Passt und somit war die Operation gelungen, aber fertig war ich mit dem Thema Trockenbau natürlich noch immer nicht.
 
image.jpg


Hier mal ein Detailbild von den Abstandhalter ...wurde ja von vielen per pn gewünscht ..
 
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