Karl Stewart, der Brand Director von Crystal Dynamics, hat mit dem britischen PSM3 Magazins über Tomb Raider (PS3, Xbox 360) gesprochen. Die wichtigsten Aussagen im Überblick:
- Das Bild von Lara Croft hat sich in Tomb Raider drastisch gewandelt. In früheren Spielen war Lara ein reiches "Prinzesschen", das wohlhabende Eltern hatte und sich alles kaufen konnte, was es wollte. Sie hatte zwei Pistolen und stahl wertvolle Statuen.
Mit dieser Lara konnten sich die Spieler allerdings nicht so gut identifizieren, wie Umfragen von Crystal Dynamics deutlich machten: Sie war einfach zu unrealistisch. Deshalb haben die Entwickler Lara für Tomb Raider komplett geändert: Lara will jetzt ein Mitglied der Crew, ein Teil des Teams sein. Und sie erlebt ihr erstes Abenteuer.
Es ist vergleichbar mit James Bond in "Casino Royale", wo Bond Gefühle wie Rache und Eifersucht zeigte. Das Ziel von Crystal Dynamics ist, dass der Spieler eine emotionale Beziehung zu Lara aufbaut.
- Verletzungen spielen eine wichtige Rolle: Der Spieler soll nicht aus 6 Metern Höhe von einem Kliff springen können. Denn wenn Lara verwundet wird, kann sie nicht mehr so leicht auf der Insel herumklettern.
- Die Entwickler ließen sich von den neuesten Batman- und James Bond-Filmen inspirieren.
- Die E3-Demo hatte sehr viele "Quick Time Events" und Ereignisse, die nach Drehbuch abliefen. Laut Stewart soll beides im fertigen Spiel deutlich reduziert sein.
- Lara soll nur eine sehr spärliche Ausrüstung haben. Dafür legen die Entwickler Wert darauf, dass jedes Werkzeug und jeder Gegenstand fünf bis sechs Funktionen hat. So verwendet Lara den Eispickel zu Beginn des Spiels noch zum klettern, später verwendet sie ihn meistens als Waffe oder zum aufbrechen von neuen Gebieten.
- Über das Kampfsystem schweigt sich Stewart aus. Es soll allerdings nichts mit einer weitverbreiteten "Lock-On"-Zielerfassung zu tun haben, wie sie in vielen anderen Spielen zum Einsatz kommt. In Tomb Raider soll das Kampfsystem etwas einzigartiges sein, das zu der Welt passt. "Wir sind sehr vorsichtig beim Sprechen über das Kampfsystem, wenn wir es nicht zeigen können", sagt Stewart.