So, bin nun durch (Hauptspiel ohne DLCs). Alles in allem ein größtenteils kompetentes, vor allem aber ambitioniertes Spiel, welches zumindest im "Souls-Genre" eine würdige Abwechslung ist. Einige Punkte sind mir allerdings mehr oder weniger auf den Sack gegangen und ich hoffe, dass Deck13 diese im Nachfolger größtmöglich verbessert.
- Das Industrial-Setting ist spannend und wirklich mal was Neues, die Story und das Worldbuilding dagegen leider recht schwach. Die noch lebenden NPCs sind durchgehend uninteressant und bei vielen Audiologs ist die Relation zur allumfassenden Handlung nur schwer nachvollziehbar. Der Hauptcharakter ist außerdem völliger Quatsch und trägt nichts zur eigentlichen Handlung bei. Er ist einfach nur eine Stimme in den recht belanglosen Dialogen.
- Die Spielwelt ist sehr stimmig, teils richtig gruselig und die Level mit ihren weitläufigen Komplexen oft beeindruckend. Ab und zu wiederholen sich Gänge und Räume allerdings zu oft, oder zumindest ihr Look, und in der verschachtelten Levelarchitektur verliert man dann oft den Überblick darüber, wie man denn jetzt eigentlich wieder von Punkt A nach Punkt B gelangen soll.
- Was wiederum ein weiteres Problem befeuert, und das ist der Timer auf den zurückgelassenen Scrap-Pools beim Ableben. Die Zeit wird durch getötete Gegner zwar erweitert, allerdings kann es schnell vorkommen, dass man sich in den labyrinth-artigen Gängen verläuft und nicht rechtzeitig zum Scrap-Pool zurückkehren kann. Der spielerische Sinn hinter dem Timer erschließt sich mir null, außer man wollte den Spieler mit Biegen und Brechen zusätzlich hetzen.
- Dann finde ich die allgemeine Gegnerplatzierung ein Problem. Das Spiel ist generell sehr dunkel und oft sehr eng. So dunkel, dass manche Gegner und ihre Bewegungen nicht mehr zu erkennen sind. Das ist besonders in engeren Räumen und Gängen ein Problem. Vor allem, wenn man wie ich einen Light-Build spielt und nicht einfach so alles wegtanken kann, und eigentlich darauf angewiesen ist, schnelle Ausweichbewegungen zu vollführen.
- Gegner haben außerdem zu krasse Abwehr-Moves, oder One-Hit-Kill-Moves im Allgemeinen. Es ist nicht selten vorgekommen, dass ich einen Gegner von hinten angesprungen habe, der dann aber sofort und ohne Reaktionszeit einen oder mehrere Angriffe zurückgeschlagen hat, ohne auch nur irgendwie von meinem Überraschungsangriff beeinflusst worden zu sein. Es gibt zwar eine Art Backstab-Funktion, aber die funktioniert nur bei stillstehenden Gegnern und davon gibt es im Spiel gerade mal eine Hand voll.
- Diese überstarken Moves wären generell eigentlich auch kein Problem, wenn nicht das schon erwähnte Rumzicken der Eingabe wäre. Manchmal funktioniert schlichtweg das Abtrennen der Körperteile nicht, obwohl genug eigene Energie vorhanden. Oder der Gegner unterbricht die Eingabe mit einem Move. Was nicht weiter schlimm wäre, wenn diese Funktion nicht den gesamten Charakter blockiert. Man ist also ständig in einem Glücksspiel, ob der Abtrenn-Move nun die Bewegung des Gegners blockiert und in die Finisher-Animation einleitet, oder doch nur den eigenen Char in der Animation lockt, den Gegner aber weiterkämpfen lässt.
- Die Finisher sind ebenfalls, ob in inszenierter oder schlichter Form, ein Problem. Einige Animationen sind so ausladend und all over the place, dass sie mit den teils engen Gängen kaum zurecht kommen. Da clippen dann einfach mal Spielcharakter und Gegner quer durch die Levelgeometrie oder wie mir zumindest zwei mal passiert ist, direkt in den tödlichen Abgrund.
- Die Bosse sind zu wenige und leider auch zu einfallslos. Außerdem würde ich sagen, dass sie stellenweise auch zu einfach sind. Vor allem wenn manche der normalen Gegner im Vergleich weitaus tödlicher und anspruchsvoller sind. Außerdem halte ich von haushohen Gegnern wie dem P.A.X., bei denen man im Kampf nicht mehr als die Beine sieht, absolut nichts. Das ist auch in den Soulsborne-Spielen schon immer scheiße gewesen. Der finale Boss ist ein Witz, der dritte Boss ist wie 'ne Aldi-Version vom Bed of Chaos und der vierte Boss der erste Boss nur mit Sahne oben drauf. Mir fehlte komplett ein Crowd-Control-Boss. Der zweite Boss war okay.
- Außerdem, fick diese Medbay-Stimme. Wer ernsthaft dachte, dass eine permanente Verabschiedung und Begrüßung beim Verlassen und Betreten der Medbay eine fesche Idee ist, hat echt nicht mehr alle Latten am Zaun. Die irgendwann nervenzerfressende Musik kann man zum Glück ausschalten. "I was booooorn, in a priiiison....Halt die Fresse!"
- Hinzu kommen seltene Abstürze (2-3) und Nicht-Laden gewisser Abschnitte. Gerade jetzt am Ende hatte ich im Übergang zum finalen Boss einige Probleme, an denen das Spiel komplett im Blackscreen steckte.
Ich werde mich nun in's NG+ werfen und hab mir aus Scheiß auch nun die DLCs dazugeholt. Mal schauen wie weit es mich jetzt noch motiviert. Der Nachfolger ist aber bereits vorbestellt, ich hoffe nur er ist auch die erhoffte Weiterentwicklung.
- Das Industrial-Setting ist spannend und wirklich mal was Neues, die Story und das Worldbuilding dagegen leider recht schwach. Die noch lebenden NPCs sind durchgehend uninteressant und bei vielen Audiologs ist die Relation zur allumfassenden Handlung nur schwer nachvollziehbar. Der Hauptcharakter ist außerdem völliger Quatsch und trägt nichts zur eigentlichen Handlung bei. Er ist einfach nur eine Stimme in den recht belanglosen Dialogen.
- Die Spielwelt ist sehr stimmig, teils richtig gruselig und die Level mit ihren weitläufigen Komplexen oft beeindruckend. Ab und zu wiederholen sich Gänge und Räume allerdings zu oft, oder zumindest ihr Look, und in der verschachtelten Levelarchitektur verliert man dann oft den Überblick darüber, wie man denn jetzt eigentlich wieder von Punkt A nach Punkt B gelangen soll.
- Was wiederum ein weiteres Problem befeuert, und das ist der Timer auf den zurückgelassenen Scrap-Pools beim Ableben. Die Zeit wird durch getötete Gegner zwar erweitert, allerdings kann es schnell vorkommen, dass man sich in den labyrinth-artigen Gängen verläuft und nicht rechtzeitig zum Scrap-Pool zurückkehren kann. Der spielerische Sinn hinter dem Timer erschließt sich mir null, außer man wollte den Spieler mit Biegen und Brechen zusätzlich hetzen.
- Dann finde ich die allgemeine Gegnerplatzierung ein Problem. Das Spiel ist generell sehr dunkel und oft sehr eng. So dunkel, dass manche Gegner und ihre Bewegungen nicht mehr zu erkennen sind. Das ist besonders in engeren Räumen und Gängen ein Problem. Vor allem, wenn man wie ich einen Light-Build spielt und nicht einfach so alles wegtanken kann, und eigentlich darauf angewiesen ist, schnelle Ausweichbewegungen zu vollführen.
- Gegner haben außerdem zu krasse Abwehr-Moves, oder One-Hit-Kill-Moves im Allgemeinen. Es ist nicht selten vorgekommen, dass ich einen Gegner von hinten angesprungen habe, der dann aber sofort und ohne Reaktionszeit einen oder mehrere Angriffe zurückgeschlagen hat, ohne auch nur irgendwie von meinem Überraschungsangriff beeinflusst worden zu sein. Es gibt zwar eine Art Backstab-Funktion, aber die funktioniert nur bei stillstehenden Gegnern und davon gibt es im Spiel gerade mal eine Hand voll.
- Diese überstarken Moves wären generell eigentlich auch kein Problem, wenn nicht das schon erwähnte Rumzicken der Eingabe wäre. Manchmal funktioniert schlichtweg das Abtrennen der Körperteile nicht, obwohl genug eigene Energie vorhanden. Oder der Gegner unterbricht die Eingabe mit einem Move. Was nicht weiter schlimm wäre, wenn diese Funktion nicht den gesamten Charakter blockiert. Man ist also ständig in einem Glücksspiel, ob der Abtrenn-Move nun die Bewegung des Gegners blockiert und in die Finisher-Animation einleitet, oder doch nur den eigenen Char in der Animation lockt, den Gegner aber weiterkämpfen lässt.
- Die Finisher sind ebenfalls, ob in inszenierter oder schlichter Form, ein Problem. Einige Animationen sind so ausladend und all over the place, dass sie mit den teils engen Gängen kaum zurecht kommen. Da clippen dann einfach mal Spielcharakter und Gegner quer durch die Levelgeometrie oder wie mir zumindest zwei mal passiert ist, direkt in den tödlichen Abgrund.
- Die Bosse sind zu wenige und leider auch zu einfallslos. Außerdem würde ich sagen, dass sie stellenweise auch zu einfach sind. Vor allem wenn manche der normalen Gegner im Vergleich weitaus tödlicher und anspruchsvoller sind. Außerdem halte ich von haushohen Gegnern wie dem P.A.X., bei denen man im Kampf nicht mehr als die Beine sieht, absolut nichts. Das ist auch in den Soulsborne-Spielen schon immer scheiße gewesen. Der finale Boss ist ein Witz, der dritte Boss ist wie 'ne Aldi-Version vom Bed of Chaos und der vierte Boss der erste Boss nur mit Sahne oben drauf. Mir fehlte komplett ein Crowd-Control-Boss. Der zweite Boss war okay.
- Außerdem, fick diese Medbay-Stimme. Wer ernsthaft dachte, dass eine permanente Verabschiedung und Begrüßung beim Verlassen und Betreten der Medbay eine fesche Idee ist, hat echt nicht mehr alle Latten am Zaun. Die irgendwann nervenzerfressende Musik kann man zum Glück ausschalten. "I was booooorn, in a priiiison....Halt die Fresse!"
- Hinzu kommen seltene Abstürze (2-3) und Nicht-Laden gewisser Abschnitte. Gerade jetzt am Ende hatte ich im Übergang zum finalen Boss einige Probleme, an denen das Spiel komplett im Blackscreen steckte.
Ich werde mich nun in's NG+ werfen und hab mir aus Scheiß auch nun die DLCs dazugeholt. Mal schauen wie weit es mich jetzt noch motiviert. Der Nachfolger ist aber bereits vorbestellt, ich hoffe nur er ist auch die erhoffte Weiterentwicklung.
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