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MULTI Rise Of The Tomb Raider

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das seh ich eben tatsächlich anders. Aber da scheiden sich die Geister schon ziemlich extrem. Die einen loben den Charakter, die Narration und die Continuity in den Himmel, die anderen verreissens komplett.

Geschmackssache eben - und selbst wenn mans objektiv analysiert kann man zwei Meinungen haben.

Ich hab auch Games, welche von der Fachpresse, und enorm vielen Spielern in den Himmel gelobt werden/wurden, ja, hier sogar von einigen in die Top 3 der besten Games der letzten Gen gehoben wurden, welche ich gameplay technisch, sowie von den Chars, der Narration und auch von der Continuity einfach nur schrecklich finde.

Ganz vorne mit dabei ist z.B. Alan wake und Max Payne 3. Letzteres habe ich sogar hier in meine Liste der größten Enttäuschungen der last gen mit aufgenommen, wofür mich sicherlich einige am liebsten lynchen würden.

Für mich bleibts aber dabei: ich liebe das neue Tomb Raider, wie viele andere auch, und in mir haben sie auch mit diesem Aufbau einen treuen Kunden gewonnen ;)
 
Das Problem welches ich mit dem Tomb Raider Reboot hatte (abgesehen davon, dass statt einem Action-Adventure ein Third Person Shooter entstand) ist, dass die Entwickler zur sehr von Uncharted inspiriert waren und quasi einen Klon dessen ablieferten, ohne dabei an das Original heranzukommen und Naughty Dogs Fingerspitzengefühl in Sachen Achterbahninszenierung und Narration zu beweisen.

Während ich das Gameplay der Shootouts runder und brachialer fand, versagte Tomb Raider aber inhaltlich, im Gegensatz zu Uncharted, auf ganzer Linie. Nicht dass Uncharted jetzt über eine sonderlich grandiose oder gar tiefgründige Story verfügen würde, aber diese war leichtfüßig, locker und charmant geschrieben, inklusive sympathischer Charaktere, mit Nathan an der Spitze. Ich würds ja fast als Neo Indiana Jones Feeling beschreiben.

Tomb Raider ist genauso wie Uncharted im Achterbahn Stil inszeniert, nur dass Naughty Dog hier gewitzter an die Sache heran ging. Während sich die Achterbahn bei Uncharted nicht abnutzte, was vor allem auch den ruhigeren Passagen zwischendrin geschuldet war und den verschieden hohen Spitzen, drückt Tomb Raider hingegen zu sehr aufs Gas. Mit all ihren aneinander gereihten Spitzen wurde es auf Dauer sogar langweilig. Monotonie stellte sich ein.

Die Dramaturgie schien dabei rein um diese Achterbahn herum gestrickt worden zu sein. À la fügen wir doch dem gestrandeten Mädchen ein paar Schicksalsschläge zu, indem wir ihre Freunde töten und sie stark misshandeln, damit wir sie anschließend in den Berserk-Mode schicken und unser Feuerwerk zünden können. Dieser Wandel und die plötzliche Mutation zum Uber-Rambo war so was von unglaubwürdig dargestellt, dass einem dabei beinahe die Haare ausfallen. Wenn man so was einbaut, sprich diesen schwierigen Wandel aktiv zeigen möchte, dann sollte man das schon ordentlich tun (statt den Akt im Fast-Forward Stil durch zu nudeln) oder gleich sein lassen. Wenn ich nur daran denke, was hier alles an Potential verspielt wurde. Da hätte man ein astreines Survival Action Adventure aufziehen können, mit einem superben Charakter Portrait.

Tomb Raider hat mir immer dann Spaß gemacht, wenn ich den Inhalt ausgeblendet habe (plus nicht daran dachte, was man hier im astreinen Action-Adventure Genre alles möglich gewesen wäre) und Lara mit dem Bogen (oder anderweitig bis an die Zähne) bewaffnet war, um dann den niederen Gelüsten des Shooter Genres frönen zu können. Mit dem Bogen auf Entfernung die ersten Zinnsoldaten lautlos ausgeschaltet, die nächsten mit brachial inszenierten Nahkampf-Moves gemeuchelt...ein andermal full-frontal und umzingelt von unzähligen Gegnern ins offene Gefecht. In seinem Gameplay war Tomb Raider ein ziemlicher Gewalt-Porno, der einen in die Rolle des Spitzenpredators schlüpfen ließ.

Zusammengefasst, hatte man es mit einem Achterbahn-Shooter zu tun, der über ein brachiales Third-Person-Shooter-Gameplay verfügte, eine verdammt seichte Narration und ein paar belanglos und hinzu geschustert wirkende Gameplay Sidekicks.
 
Ich bin ja auch ein großer Uncharted Fan und ich mag tatsächlich auch die Stories extrem gerne. Allerdings bin ich auch hier wieder ein bisschen anderer Meinung, denn Nathan halte ich für einen extrem unglaubwürdigen, platten, Hollywoodschmierlappen. ...so ein bisschen wie es Lara vor dem Reboot war. Macht aber nix, die Spiele sind toll gemacht, extrem unterhaltend und manchmal muss ein Macho Komiker auch Macho Komiker sein dürfen, und Stundenlang perfekte Parkourläufe hinlegen können - is ja nur ein Spiel, das darf man nicht so bitter ernst nehmen (gilt auch für TR).

Aber demnächst diskutieren wir irgendwann noch den Realismus und die Storyline eines Portal, oder Minecraft ;) :p

Aber um aufs eigentliche Thema zurück zu kommen: Wenn ich mich recht entsinne ist Lara laut Story von Beginn an bereits ein Profi im Umgang mit Bogen und Waffen. ...wenn ich mich recht entsinne. Wird doch - so meine ich - einmal erwähnt, dass sie bereits lange Zeit in Waffenhandhabung/Bogenschiessen und Outdoortechniken ausgebildet war (durch ihren Mentor). ...sie kam zunächst nur nicht damit klar ins kalte Wasser geworfen zu werden, und das jetzt plötzlich zum Überleben gegen Tier und Mensch anwenden zu müssen. Will aber hier auch nichts falsches als Argument vorbringen, denn ich spiele ausschließlich in englischem O-Ton ohne Untertitel und auch wenn ich sehr trittfest im Englischen bin (Verhandlungssicher und viele Verwandte und Freunde in den USA mit denen ich regelmäßig kommuniziere) so verstehe ich trotzdem mal was falsch wenn ich ner Cutscene nur mit nem halben Ohr zuhöre, speziell wenn die Sprecher dann auch noch nen breiten britischen Akzent haben.

Is aber unterm Strich auch egal, und ich wills eigentlich auch nicht tot diskutieren, denn wenn mir etwas Spass macht, dann ist das gut so und das sollte man nicht zerreden. Wär auch schlimm wenn alle Spiele oder Filme den selben Stil hätten, den alle gleich gut finden, denn dann wärs Essig mit verschiedenen Vorlieben, Geschmäckern und Abwechslung :)

"Ihr seid doch alles Individuen! - ICH NICHT!" :p :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Begeisterung welche ich mit dem Tomb Raider Reboot hatte (abgesehen davon, dass statt einem Action-Adventure ein Third Person Shooter entstand) ist, dass die Entwickler sehr von Uncharted inspiriert waren und quasi einen Klon dessen ablieferten, dabei aber eigenes Fingerspitzengefühl in Sachen Lara Croft darzustellen, Achterbahninszenierung und Narration hatten.

So in etwa bei mir :lol:

Uncharted ist für mich DIE Serie der PS3. Habe ich total geliebt. Insbesondere wegen dem Sense of Wonder, dem erkunden mystischer Gegenden, Tempeln etc. Gerade die Insel in Teil 1 fand ich Klasse. Dazu das cineastische. Die Feuergefechte waren nie so wirklich richtig gut. Hatte da immer das Gefühl dass man sich von Tomb Raider hat inspirieren lasen und häufig gedacht "So etwas mit Lara wäre schon Klasse!". Insofern ist es für mich überhaupt kein Problem, dass TR jetzt einen Uncharted Einschlag bekommen hat. Für mich vereint das Spiel das Beste aus beiden Welten. Ich war nie der große TR Fan, aber das Spiel hat mich total gepackt und ich würde es mir lieber heute als morgen nochmal für die PS4 kaufen. Ich fand es von der Handlung spannend, die Kämpfe haben mir Spaß gemacht, aber auch dieses typische Hochziehen von Lara bis sie alle Ihre Kräfte erlernt hat. Auch jetzt nachdem es schon ein Weilchen her ist seit ich es gespielt habe, muss ich sagen dass es für mich fast das perfekte Spiel war. Ich hatte durchgehend riesig Spaß an dem Spiel und konnte kaum erwarten weiter zu spielen. Mehr erwarte ich nicht von einem Spiel.

Natürlich verstehe ich da auch andere Meinungen. Auch Uncharted mag nicht jeder so sehr wie ich selbst z.B. Ich mag einfach auch den extrem cineastischen Einschlag den die Uncharted Serie hat. Dass ich da sitze und staune was da gerade auf dem Bildschirm passiert. Und bei TR waren für mich alle Zutaten perfekt abgewogen. Mehr Rätsel möchte ich nicht, da ich befürchten würde dass der Spielfluss dadurch bei mir gestört wird. Bin tatsächlich voll der Fanboy von dem Spiel geworden :lol:
 
Ich habe nur die Befürchtung beim Nachfolger, dass es wegen dem noch offeneren Aufbau an Abwechslung leiden könnte. Ich bin natürlich ein OW-Narr, der bei fast jedem Konzept eine Qualitätssteigerung sieht, wenn es sandboxig wird, aber seit ich vor kurzem die Uncharted-Trilogie durchgespielt habe, hätte ich lieber eine erneut international agierende Lara. Mit Schauplätzen an exotischen Orten und unterschiedlichen Kulturen wie im besagten UC und auch den ersten Ablegern. Die Gebiete dürfen dann auch gern wieder weitläufig sein wie im ersten Reboot, aber wenn es eben eine große zusammenhängende Welt werden soll (so klingt das aktuell) geht da eventuell etwas Reiz verloren.

Bei der Gameplay-Mischung und der Inszenierung darf meintwegen alles so bleiben! :D
 
Ich bin zwischenzeitlich auch ein OW freak (war ich nicht immer - war mir früher einfach zu umfangreich und kompliziert), aber genau diese Befürchtung hab ich auch. Eine Spielwelt nur ein bisschen offener zu gestalten hat meist schwerwiegende gameplay Änderungen zur Folge. In diesem Fall finde ich das aber so gut, dass es von mir aus so bleiben darf ;)
 
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“With the power of the new generation, and our proprietary Foundation engine, our high octane action moments will be even more epic. Multiple locations around the world will be filled with exploration spaces that are some of the most beautifully hostile places on earth and over three times larger than we could achieve before,” said Darrell Gallagher, Head of Product Development and Western Studios at Square Enix. “Our digital actors will rival CG quality, and after hearing the cry from our fans loud and clear, we will put the tombs back into Tomb Raider, all in our gritty Survival-Action style.”

http://www.neogaf.com/forum/showthread.php?t=833910

Das ist jetzt wirklich wieder AWESOME! :waah:
 
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