Eine Weiterentwicklung ist auch immer eine Anpassung und im Falle von Resident Evil und vieler anderer Spielereihen nun mal hin zum Action-Bombast, denn irgendeine Steigerung muss eine Fortsetzung liefern, sonst tritt sie auf der Stelle oder macht gar einen Rückschritt. Die einfachste Methode ist die Action zu erhöhen, anstatt 3 Explosionen hat man 6, anstatt 10 Gegnern hat man 20, anstatt einem Charakter sind es nun 2. Das sind Entwicklungen die für den Spieler nachvollziehbar sind, ob er nun drauf steht oder nicht. Einen Schockeffekt kann man nicht steigern oder nur schwer, eine gruselige Atmosphäre nutzt sich schnell ab, Charaktere, so komplex sie geschriebene sein mögen (im Falle von Resident Evil eher nicht Biggrin), werden irgendwann langweilig.
Ja aber in letzter Konsequenz würde das ja bedeuten, dass am Ende alle Filme und Spiele nur noch bescheuerte Action-Blockbuster sind. Beim Film hat sich das nicht bewahrheitet und ich sehe nicht ein warum es bei Spielen anders sein sollte. Denn das was du behauptest ist für mich auch nur ne Behauptung. Blockbuster gab es beim Film schon ewig. Die sind nunmal meistens für Action und sachte Popkorn-Unterhaltung bekannt aber es gibt auch daneben noch zahlreiche weitere Filme die auf sowas vollkommen verzichten.
Man kann natürlich auch auf andere Weise einen Mehrwert generieren bzw was neues bieten. Die Frage ist eben wie "was Neues" definiert wird. Manchen reicht da schon bessere Technik und ein paar kleinere Änderungen und manche schreien ständig nach Innovationen ohne den blassesten Schimmer zu haben was sie wollen oder wie man das umsetzen könnte und da die Entwickler das auch nicht wissen retten sie sich eben mit Action-Einlagen.
Insofern sind die Leute die immer innovative Spiele fordern am Ende für die Gleichschaltung aller Spiele verantwortlich.
Und akzeptieren muss man das nicht, da die von dir angesprochene Kulturrevolution vielleicht gar nicht existiert sondern nur ein paar Leute meinen Action scheiße würde sich derzeit besser verkaufen (was dank CoD) vielleicht auch tatsächlich der Fall ist aber das ist sicherlich ein zeitlich begrenzter Zustand und kein Aufbruch in ein neues Zeitalter der Menschheit. Die Gleichschaltung aller Spiele kann man nicht unter dem Deckmantel einer "Kulturrevolution" für gut befinden. Auch in den Jahren davor gab es ja nicht nur eine Ausrichtung an Spielen die jetzt durch eine andere ersetzt wird und auch die zahlreichen Stimmen die sich gegen so eine Art von RE aussprechen (im Thread hier bist du so ziemlich der einzige dem das Spiel gefällt) deuten doch eher darauf hin, dass die Sache nicht so eindeutig ist wie du sie darstellst.