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Prostitution verbieten?

Prostitution verbieten?

  • Ja, Prostitution sollte grundsätzlich verboten werden und Freier ggfs. auch belangt werden.

    Stimmen: 5 5,7%
  • Nein. Prostitution sollte unter gesetzlichen Rahmenbedingungen und Kontrolle weiterhin erlaubt sein.

    Stimmen: 60 69,0%
  • Prostitution am Straßenstrich und "Sex-Flatrates" verbieten. Bordelle sollten aber erlaubt bleiben.

    Stimmen: 20 23,0%
  • Bin mir unschlüssig...

    Stimmen: 2 2,3%

  • Umfrageteilnehmer
    87

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wuerde jetzt nicht sagen, dass auf eapes Argumente nicht gescheit eingegangen wurde. Dass Zwangsprostitution nicht klar geht, da gibt es wohl keine zweite Meinung drueber, dieser Punkt bedarf keiner weiteren Diskussion.

Dass Frauen dem Gedanken nicht abgetan sind, dass sie sich was knappes anziehen und n bisschen in ihrem Gewerbe schaulaufen und mit diesem Minimum an Aufwand voellig fremde Menschen dazu bringen ihnen in einer einzigen Nacht mehr Geld hinterherzuschmeissen als jeder einzelne von denen im ganzen Monat verdient, weil allein diese fleischliche Erfahrungen den Kunden diese Investition wert ist, da koennen sich sehr wohl die Geister scheiden.

Wenn du jetzt einer von denen bist, die Sex erst nach monatelangem daten und persoenlich kennenlernen mit emotionalem Pathos und blue balls von ner anderen Welt hinkriegen, ok, dann sehe ich voellig wieso dieser Gedanke dir Kopfschmerzen bereitet.
Ich kann dir aber von ein paar meiner Kumpel, die Stripper sind (nicht exakt dasselbe, geht aber imo in eine aehnliche Richtung), sagen, dass die keine 5 Minuten Zeit damit verschwenden zu ueberlegen, ob ihre Kundschaft sie emotional, physisch und/oder sexuell missbraucht, sondern sie die Euphorie, zu wissen, dass die Ware die sie anbieten, Frauen am Abend vor ihrer Hochzeit dazubringt ihre "grosse Liebe" zu vergessen, mittelalterliche Hausfrauen mit nem gut verdienenden Ehemann Hemmungslosigkeiten zeigen lassen, die dieser topmanager nie in ihr verursachen koennte selbst wenn er es versuchen wuerde oder superheisse 10/10 HBBs peinlich schuechtern erroeten (UND natuerlich die Kohle!) all das absolut wert macht.
Und ja, die geben sich vor Dienstbeginn auch gern mal ne Nase, wuerde die aber emotional als deutlich stabiler einordnen als 9-5 Buerohengste, die nen "vernuenftigen" job aussueben, zum leben aber zu wenig und zum sterben zu viel verdienen.

Es ist so ungewoehnlich nicht anzunehmen, dass Frauen aus aehnlichen Motiven heraus diesen Beruf ausueben. Das wohlige Gefuehl eine Attraktivitaet inne zu haben, die dir sexuelle Erlebnisse bringt, wovon Ottonormal 70 Kilo Tina nur fantasieren kann und sich daheim heimlich bei dem Gedanken unsittlich beruehrt, die Drogen, die Kohle.... es ist ein Lebensstil, der nicht deiner sein muss, es ist auch keiner, der dir gefallen muss, aber sich mal den Gedanken durch den Kopf gehen lassen, dass es sehr viel mehr Menschen gibt als du denken wuerdest, die fuer dieses Lebensgefuehl einiges geben wuerden, den wuerde ich dich schon bitten zu kultivieren.

Ich sags gerne nochmal, ich sprach nicht ueber Zwangsprostitution. Dass das nicht nur verboten sondern auch mit drakonischen Strafen belegt gehoert, da werde weder ich noch irgendwer anders mit nem Funken Grips widersprechen. Ich spreche davon, dass ein allumfassendes Prostitutionsverbot niemandem helfen wuerde.
 
Dann hast du mich nicht verstanden.

Ich denke, dass sich die wenigsten Frauen in der Branche freiwillig prostituieren. (Das ist ebenso wenig zu belegen wie die gegenteilige Behauptung). Und leider scheitert die Grundsicherung in Deutschland und Europa, wenn wir in der EU über eine halbe Million Zwangsprostituierte haben. Und bei der halben Million handelt es sich um Sklaven und nicht um Frauen, in dieses Gewerbe aufgrund von persönlichen Schicksalen und natürlich auch Schwäche gerutscht sind.

Und ich denke, dass das Gewerbe Missbrauch stark anzieht und deswegen deutlich stärker kontrolliert werden muss. Es besteht ja quasi nur aus Grauzonen. Ich sehe mehr Leid in der Branche als alles andere. Die Legalisierung kann man auch kaum als erfolgreich ansehen, da auch die illegale Prostitution seitdem zugenommen hat. Ein Verbot mit Hilfen für (Ex-)Prostituierte wie in Schweden sehe ich hingegen als erfolgreich an.

Also noch einmal: Jede Frau, die das wirklich tun will, soll das tun. Das verurteile ich nicht. Ich denke aber ähnlich wie auch viele Menschen, die sich mit der Materie beruflich befassen und hautnah Erfahrungen sammeln, und schätze diese Zahl auf nicht mehr als 5% aller Prostituierten. Eher noch bedeutend weniger.
 
Naja, wieviele Menschen schuften sich denn freiwillig im Niedriglohnsektor ab? Wieviele Menschen sind mit Leib und Seele Drogendealer? Wieviele Menschen lieben es zum Jobcenter zu gehen? Wieviele Manager fühlen sich wirklich noch wohl in ihrer Haut? It's all for the fucking Money! So ist nun mal die Welt.
 
Ich finde es falsch, wie das Thema runtergespielt wird. Als wäre das ein Gewerbe wie jedes andere, obwohl wir uns zumindest einig sein sollten, dass die Situation, in der sich Prostituierte und Freier befinden, sehr viel tiefer in die Psyche eines Menschen geht.

Ich bin nur der Meinung (und wiederhole das jeden zweiten Satz), dass es eben mehr wissenschaftliche Untersuchungen braucht, weil das Gewerbe besonderen Gefahren ausgesetzt ist.
 
Ja, das sind kühne Behauptungen von dir, dass Sex als solcher schon automatisch tief in die Psyche geht und dort Probleme verursacht, wenn er quasi gegen Geld getauscht wird. Warum das so sein soll, bleibt aber offen.
Gut, ich kanns ja auch nicht beurteilen, hatte noch nie mit 20 verschiedenen Menschen mit Monat Sex. Ich bin jedoch der Meinung, dass Sex durchaus eine sehr intime Sache sein kann, aber nicht zwangsläufig ist. Denke, das hängt eben sehr stark von den Menschen ab, die miteinander Sex haben.

Ich sehe Prostitution auch nicht als ein Gewerbe wie jedes andere an, aber ob die Belastung an sich schon so viel höher anzusiedeln ist, als in bestimmten anderen Berufen, wage ich zu bezweifeln. Manche Soldaten haben sicherlich eine viel höhere Belastung zu tragen.

Aber wie wir schon festgestellt haben, sind die Tätigkeiten von Prostituierten sehr facettenreich. Daher kann man eh nicht alle über einen Kamm scheren.
 
Vor allem ist die "Gefährlichkeit" von Prostitution doch überhaupt kein Argument für ein Totalverbot.

Dieser "Gefährlichkeit" kann ja auch mit gelinderen Mitteln entgegengewirkt werden, etwa indem Prostitution nur noch in bestimmten, gemeldeten Etablissements ausgeübt werden darf, welche gewisse Auflagen zu erfüllen haben, etwa dass eine ausgebildete Security-Person ständig anwesend sein muss und in jedem Zimmer ein entsprechender Notruf-Knopf installiert sein muss.

Immerhin geht es hier um eine Einschränkung der Berufs- und Erwerbsfreiheit, die nur dann zulässig sein kann, wenn sie verhältnismäßig und notwendig wäre.

Es wurden hier aber noch keine Argumente vorgebracht, die ein Totalverbot als verhältnismäßig und notwendig erscheinen lassen würden.
 
Dieses "Gewerbe" verhindert nachweislioch viele Vergewaltigungsdelikte, also sollte man es auch beibehalten.

Beleg? In Deutschland nahm die Zwangsprostitution seit der Legalisierung der Prostitution afaik zu.

Ja, das sind kühne Behauptungen von dir, dass Sex als solcher schon automatisch tief in die Psyche geht[...]

Habe auch nichts anderes behauptet. Es fehlen dafür jegliche Studien, obwohl das interessant wäre.

Vor allem ist die "Gefährlichkeit" von Prostitution doch überhaupt kein Argument für ein Totalverbot.

Dieser "Gefährlichkeit" kann ja auch mit gelinderen Mitteln entgegengewirkt werden, etwa indem Prostitution nur noch in bestimmten, gemeldeten Etablissements ausgeübt werden darf, welche gewisse Auflagen zu erfüllen haben, etwa dass eine ausgebildete Security-Person ständig anwesend sein muss und in jedem Zimmer ein entsprechender Notruf-Knopf installiert sein muss.

Immerhin geht es hier um eine Einschränkung der Berufs- und Erwerbsfreiheit, die nur dann zulässig sein kann, wenn sie verhältnismäßig und notwendig wäre.

Es wurden hier aber noch keine Argumente vorgebracht, die ein Totalverbot als verhältnismäßig und notwendig erscheinen lassen würden.

Natürlich. Es gibt auch viele Schritte, die wichtiger wären und gleichzeitig das Gewerbe stark reduzieren würden. So wird in den skandinavischen Ländern von verschiedenen Organisationen Prostituierten der Ausstieg erleichtert. Es gibt aufwendige Prozesse um Zwangsprostitution zu vermeiden und um Prostituierte, die aussteigen zu schützen. Auch gibt es Kliniken, die speziell Ex-Prostituierte behandeln und die Drogensucht therapieren. Bereits in der Schule wird Prostitution offen behandelt.
Das alles wird auch intensiv genutzt (obwohl es natürlich keinen Bedarf gibt, denn Prostituierte arbeiten ja in der Regel völlig freiwillig) und findet trotz einiger Kritikpunkte Zuspruch in der Gesellschaft und auch bei Ex-Prostituierten und den behandelnden Ärzten/Psychiatern.
 
würde mich schon wundern, wenn das wirklich signifikant was ändern würde. vergewaltigern geht es nicht in erster linie um den sex, da spielen ganz andere gründe mit rein. macht haben, jemanden den willen aufzwingen. das gibts bei ner prostituierten nicht. oder nur gespielt, was nich das gleiche ist.
 
eape schrieb:
Habe auch nichts anderes behauptet. Es fehlen dafür jegliche Studien, obwohl das interessant wäre.

Nun ja...mal ganz abseits von irgendwelchen Studien - jedes WE (auch unter der Woche aber speziell am WE) ziehen deutschlandweit Millionen aufgebrezelte Männlein und Weiblein um die Häuser und suchen nach einem Abenteuer für die Nacht - auch One Night Stand, Fickificki oder "schnelles Rein-Raus ohne irgendwelche Anhängsel" genannt. Das ist ein Fakt. Es gibt Partner-Börsen im Netz, die auf die Vermittlung rein sexueller Kontakte zwischen Menschen spezialsiert sind. Bang your Friends ist dir auch ein Begriff?. Wie hoch ist die Anzahl der Seitensprünge in Beziehungen? Ich würde mal sagen, enorm.

Sex ist direkt nach Überleben unser wichtigster Trieb. Natürlich verbinden viele Leute Sex auch mit intensiver Zuneigung. Ich gehöre auch dazu. Aber mindestens genausoviele wollen einfach nur rumvögeln. Und genau daraus schlagen Prostituierte Kapital. Dieses Gewerbe wird nicht umsonst als das Älteste der Welt bezeichnet. Es zu verbieten, wäre absolut hirnrissig und funktionieren tut es sowieso nicht, weil der gigantische Markt dann nur in den Untergrund abrutscht und dort gibt es für die Prostituierten keinerlei Sicherheiten mehr.
 
@Glod

Mit dem erheblichen Unterschied, dass bei einer Börse oder im Club beide Seiten den Sex wollen und es hier nicht um Fremde geht, die der Frau vorgesetzt werden. Bei ersterem sehe ich gar keinen Grund für eine psychische Belastung, bei Prostitution sollte es meines Erachtens unbedingt einmal wissenschaftlich untersucht werden. Es ist ja auch Fakt, dass es Menschen gibt, die sich wegen des Geldes legal prostituiert haben und jetzt nach dem Ausstieg therapiert werden müssen.

Deine Thesen zu einem Verbot sind nicht wirklich fundiert. In Schweden wurde die Prostitution erfolgreich verboten. Die illegale Prostitution nahm nicht erheblich zu. Der Markt wurde nur erheblich kleiner. Und in Deutschland nahm nach der Legalisierung auch die Zwangsprosititution zu. Die Prostitution im Untergrund wird also bei einer Legalisierung bei diesen beiden prominenten Beispielen gefördert.
 
@Glod
Mit dem erheblichen Unterschied, dass bei einer Börse oder im Club beide Seiten den Sex wollen und es hier nicht um Fremde geht, die der Frau vorgesetzt werden.

Das klingt irgendwie so, als müssten Prostituierte mit jedem Sex haben, der bei ihnen an der Tür klingelt. Das mag für Zwangsprostitution gelten, aber das gilt garantiert nicht für die, die diesem Job auf normale Art nachgehen. Und nebenbei bemerkt - wenn ich Sex schon zum Beruf mache, dann muss ich eben auch etwas Professionalität an den Tag legen. Ich kann nicht meinen Hintern für Geld hinhalten und dann ein Schild mit der Aufschrift "Chippendale-Lookalikes only" an die Tür hängen...okay, das kann ich schon machen, aber dann wird es in der Geldbörse wohl eher trübe aussehen, denn gut aussehende Kerle kriegen in der Regel auch so ihr Futter ab.
Bei Pornodarstellern ist das genau das Gleiche. Die kriegen auch einfach einen Drehpartner zugewiesen, den sie dann u.U. auf den Tod nicht ausstehen können, oder der ein alter Schwabbelsack ist, weil heute "Grandpa fucks my teenage sister #23" gedreht wird. Das können sie dann zwar auch jederzeit ablehnen, aber wer da wiederholt unprofessionell ist, der wird dann sehr bald keine Parts mehr kriegen und ist aus dem Geschäft raus.
Und ja - "Professionalität" ist auch in der Sexindustrie ein sehr wichtiger Parameter. Das es dabei um den Austausch von Körperflüssigkeiten geht, tut nix zur Sache.

Es ist ja auch Fakt, dass es Menschen gibt, die sich wegen des Geldes legal prostituiert haben und jetzt nach dem Ausstieg therapiert werden müssen.

Sorry, aber das trifft auf sehr viele Berufe zu und ist in diesem Zusammenhang kein Argument. Wenn es danach ginge, dann müssten Feuerwehr, Sozialarbeiter, Rettungssanitäter, Soldaten etc. genauso verboten werden. In all diese Berufe melden sich Menschen freiwillig, die dann nach einiger Zeit feststellen, dass sie dem Ganzen nicht gewachsen sind. Viele tragen auch psychische Schäden davon und müssen in Therapie gehen.
Ja, die Prostitution ist ein harter Job. Daran besteht kein Zweifel. Und das ist eben kein Job für jedermann. Es sieht auf den ersten Blick nach leicht verdientem Geld aus, ist aber nix weiter als Knochenarbeit. Nur weil man seinem Land dienen möchte, ist man noch lange nicht dafür geeignet, Soldat zu sein. Nur weil man Menschen helfen möchte, heißt das nicht, dass man nicht komplett frei dreht, wenn man das erste Unfallopfer, dem die Hinterachse aus dem Bauch ragt, aus dem Auto schneiden muss. Und nur weil man gerne Sex hat, ist man noch lange nicht für die Prostitution geeignet.
Prostitution ist ein Beruf und nix weiter. Das klingt hart, ist aber so. Man nimmt Geld für eine Dienstleistung. Es ist eine delikate Dienstleistung, aber es ist eine Dienstleistung. Wer damit nicht zurande kommt, der muss es eben lassen bzw. sich vorher informieren, damit er/sie weiß, wo die Reise hingeht.
Und ganz ehrlich - wir haben in Deutschland keineswegs eine Situation, wo es irgendwann unumgänglich wird, anschaffen zu gehen, damit das Essen auf den Tisch kommt. Niemand hier MUSS sich prostituieren. Das geschieht auf freiwilliger Basis und nirgendwo in D ist das Elend so groß, dass das Amt auch nicht mehr helfen kann (all diese Aussagen gelten selbstredend nicht für Zwangsprostitution, die aber ohnehin schon verboten ist).

Deine Thesen zu einem Verbot sind nicht wirklich fundiert. In Schweden wurde die Prostitution erfolgreich verboten. Die illegale Prostitution nahm nicht erheblich zu.

Wenn die Prostitution verboten ist, dann ist per se jede Nutte eine Illegale, auch die, die das freiwillig machen. Glaubst du ernsthaft, dass es in Schweden keine Prostituierten mehr gibt? Die arbeiten vielleicht nicht mehr in einem offiziellen Bordell, oder stehen gut sichtbar auf der Straße, aber über Server auf den Philippinen lassen sich prima weiterhin Haus- und Hotelbesuche vereinbaren. Nur weil dieses Gewerbe verboten wird, ist es nicht weg. Oder hat etwa die Prohibition in den USA etwas gebracht? Alle haben dort fleißig weiter gepichelt.
Nebenbei bemerkt sind deine Thesen auch nicht wirklich fundiert. Zumindest habe ich noch keinerlei Quelle von dir gesehen, mit der du deine Zahlen mal belegt hättest.

Der Markt wurde nur erheblich kleiner. Und in Deutschland nahm nach der Legalisierung auch die Zwangsprosititution zu. Die Prostitution im Untergrund wird also bei einer Legalisierung bei diesen beiden prominenten Beispielen gefördert.

Der Markt in Schweden ist kein Deut kleiner geworden. Nur weil Prostitution offiziell verboten ist, ist das Verlangen nach Sex noch lange nicht vom Tisch. Ein Gesetz hat noch nie eine Reduktion der Libido bewirkt (Sex mit Kindern ist auch verboten und ich sehe nicht, dass dieser Markt irgendwie kleiner wird). Und deswegen ist auch dieser Markt alles andere als klein. Ergo wird ein weiterhin einen Haufen Prostituierte geben und die Schweden, die günstig wohnen, die fahren einfach über die Grenze. Das ist dann natürlich viel besser. Hey, bei uns gibt es keine Prostitution. Wir fahren zum Ficken nach Norwegen, Finnland oder Dänemark (oder im Sommer nach Thailand).
 
@Glod

Erst zu Schweden. Doch da gab es Quellen von mir. Ich glaube, Schweden war sogar das Land mit den wenigsten Prostituierten. Und ja mit illegaler Prostitution meine ich in dem Fall natürlich jegliche Prostitution in Schweden. Es gab halt keine erheliche Abwanderung von den legalen Prostituierten vor dem Verbot zur illegalen Prostitution nach dem Verbot.

Hier noch Zahlen (http://www.spiegel.de/politik/ausla...glueckliche-huren-gibt-es-nicht-a-515779.html):

Doch die Bilanz kann sich sehen lassen. "Wir haben heute deutlich weniger Prostitution als unsere Nachbarländer, auch wenn wir berücksichtigen, dass ein Teil im Verborgenen geschieht", sagt Trolle. "In Stockholm sind nur noch zwischen 105 und 130 Frauen aktiv - Internet und Straßenstrich zusammengenommen. In Oslo sind es 5000."

Kaum ein EU-Land hat heute weniger Probleme mit Menschenhandel. Laut Polizei werden heute 400 bis 600 Ausländerinnen im Jahr zur Prostitution nach Schweden gebracht. Im nur halb so großen Finnland sollen es zwischen 10.000 und 15.000 Frauen sein. Erleichtert wird hier der Menschenhandel durch die Nähe zu Russland und den baltischen Ländern. Jetzt wird dort über ein Gesetz nach schwedischem Muster nachgedacht. Ebenso in Norwegen: Die regierende Arbeiterpartei will auf diese Weise den Handel vor allem mit Frauen aus Nigeria bekämpfen.


Der Markt ist also kleiner geworden, auch wenn man illegale Prostitution miteinbezieht. Natürlich gibt es auch Schattenseiten (wie ich von Anfang an geschrieben habe) und die Verhältnisse für die unterste Schicht an (jetzt illegalen) Prostituierten hat sich verschlechtert.

Deine Argumentation ist auch unlogisch. Nur weil der Trieb bestehen bleibt, können Mechanismen Menschen vor der Prostitution abhalten. Wenn man Weed legalisiert, werden wahrscheinlich auch mehr Menschen kiffen, obwohl sie es jetzt nicht tun.


Und zu dem Rest habe ich mich oft genug geäußert. So lange es aber nicht mehr Studien gibt, kannst du weiterhin behaupten, dass Prostituierte nicht besonders gefährdet sind und ich werde weiter behaupten, dass sie es sind. Mir geht es ja auch nicht um jede Prostituierte. Es gibt auch welche, die dem Job nachgehen können, wie jedem anderen. Die Mehrheit tut es aber meiner Einschätzung nach nicht. Und wenn du keine wissenschaftliche Studie, irgendwelche Zahlen oder sonstwas vorweisen kannst, dann spar mir bitte das "Es ist nur ein Job."-Gefasel. Das wurde hier bereits zig Mal gesagt und ich mache mir nicht mehr die Mühe darauf zu antworten.
 
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