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MOVIEPrometheus (Ex-Alien-Prequel von Ridley Scott)
Hab ihn vorhin gesehen und fand ihn leider viel zu unglaubwürdig. Wenn es nur ein paar Logiklöcher gäbe, aber Prometheus ist eher ein Logik-Schweizer-Käse. Ich kann mich gut mit phantastischen, in sich schlüssigen Settings gut anfreunden. Aber einen auf wissenschaftlich machen und dann so dämliche Charaktere vorsetzen... nenene. Ohne gute Dialoge, Story und Wendungen bleibt mir zu wenig Spannung und Action übrig.
War gestern auch im Film und wegen der ganzen negativen Einstellungen hier auch schon gedanklich ein bißchen negativ vorbelastet. Und wie so oft ist das wohl eine gute Einstellung um an einen Film heran zu gehen. Denn dann kann man fast nur positiv überrascht werden.
Mir hat der Film gut gefallen.
Für mich nach längerer Zeit endlich mal wieder ein interessanter SciFi Film der imho massiv den Geist der 80er Jahre atmet. Im Positiven wie im Negativen. Während mich eigentlich fast alle SciFi Filme der letzten Jahre massiv enttäuscht haben, hab ich hier endlich mal wieder einen Film der mich an die Filme meiner Jugend erinnert und mir hierdurch Spaß macht. Es stimmt dass er kein Meisterwerk ist - aber gerade in dem Bereich ist es auch schwer ein Meisterwerk zu schaffen.
Die Atmosphäre des Films gefällt mir richitg gut. Das Erkunden der gefunden Location auf dem Planeten und alles was danach passiert. Was mich aber dann auch an die alten Filme erinnert, sind die vielen Oneliner und aufgesetzten markigen oder coolen Sprüche. So was brauch ich heute eigentlich nicht mehr. Oder die sich Teeniehorrormäßig plötzlich dumm anstellenden, stereotypen Charaktere. Und die gab es dann doch zu Hauf im Film. War für mich stellenweise schon grenzwertig.
Bestes Beispiel der pseudo coole Geologe - findet Spuren von außerirdischem Leben was eigentlich jeder Wissenschaftler spannend finden muss, will aber gleich abhauen. Ist Geologe und verläuft sich dann gleich mal in den imho nicht gerade Labyrintartigen Gängen. Gleiches gilt für sein Biologenfreund.
Da hab ich schon ein wenig den Kopf rümpfen müssen. Aber die Atmo und Spannung, wie das alles weiter geht hat mich dann mehr beschäftigt als mich darüber aufzuregen oder beschäftigen. Ich fands einfach schön mal wieder etwas fantastisches mit einem Rätsel um was es eigentlich geht zu erleben.
Von den Effekten und dem Sounddesign hat der Film mir sehr gut gefallen und wirklich Spaß gemacht. Normal mag ich das ja nicht wenn ein Film quasi nur an einer Location spielt - hier hat es mich überhaupt nicht gestört.
Für mich war der Film eine 8 von 10. Ich wurde 2 Stunden gut unterhalten und abgelenkt und bin zufrieden heim gegangen.
Nachdem ich zwei Szenen nicht wirklich verstanden habe, hab ich dann noch etwas im Netz nach Erklärungen gesucht. Das war einmal die "David" Szene und das Warum macht er das.
Die Erklärung ist dann so simpel wie ich es im Kino eigentlich auch dachte - sein Cheffe hat ihm eben augetragen zu testen was passiert. Kann man eventuell unsterblich dadurch werden? Ja sein ultimatives Ziel. Da sein Gegenüber auch alles für seine Ziele machen würde, sah der Cyborg es dann als Legitim an dies im Sinne seines Erbauers durch zu führen.
Viel interessanter aber die Frage nach der Anfangsszene. Da war mir nicht so ganz klar was ich da überhaupt gesehen habe. Inzwischen weiß ich, dass da
quasi gezeigt werden sollte, wie wir dank des sich opfernden Konstrukteurs unsere DNA geschaffen wurde bzw auf die Erde kam. Also wurde hier quasi unsre Schöpfung gezeigt
Das alleine ist dann schön und gut. Nun fiel mir im Kino aber auch das
unterschiedliche Schiffdesign auf. Am Anfang sahen wir ein klassisches UFO in Scheibenform, die Schiffe der Konstrukteure haben aber ein ganz anderes Design.
Und da wird es richtig interessant. Scott scheint hier ganz tief in die Annunaki bzw. sumerische Mythologie zu greifen und diese zu nutzen.
Ich kopiere hier mal aus nem anderen Forum: The disk shaped ship belongs to another species-- the ones who created the engineers no doubt. This is where Scott gives a glimpse of how deep into the Annunaki mythology Prometheus dives. Prometheus isn't just a simple, "ancient aliens" movie-- it closely follows the Sumerian story of the Annunaki who created the Igigi (helpers) who rebelled against the Annunaki and were replaced by humans.
In der sumerischen Mythologie gibt es einen Igigi (also Konstrukteur) namens Geshtu der sich opfert um die Menschen aus seinem Blut zu erschaffen.
Vor dem Hintergrund finde ich das Ganze dann doch nochmal ne Sufe interessanter. Vorallem würde es z.B. erklären weshalb die
Konstrukteure eine Kriegslager und biologische Waffen geschaffen haben. Sie wollten gegen Ihre Erschaffer in den Krieg ziehen - oder befanden sich sogar in selbigen. Die Frage nach Ihren Erschaffern wird im Film ja auch kurz von Shaw angedeutet. Und warum hassen die Konstrukteure uns und wollen uns vernichten? Wenn wir jetzt eben die neuen "Günstlinge" oder Diener ihrer Götter sind, ist klar, dass wir eben auch gleichzeitig ihre Feinde sind
Finde es am Ende interessant, wieviel man doch wieder reininterpretieren kann wenn man denn mag. Manche Logiklöcher sind für mich definitiv im Nachhinein geklärt worden. Die erweiterten Szenen werden sicher auch nochmal mehr klären. Aber den im Spoiler erwähnten Bogen heranziehend, kann ich auch verstehen weshalb es noch einen Nachfolger geben soll. Finde ich vom Setting her dann schon ziemlich interessant. Bzw wird der Film durch diese Infos ein Stück weit als Teil eines Ganzen aufgewertet.
Ein logische Problem hab ich aber am Ende letztlich immer noch.
Warum zeigen die Wandmalerein auf das System in dem die Konstrukteure ihre Armeebasis haben? Den Sinn verstehe ich immer noch nicht.
Ich finde es schön zu sehen das, wenn man mit einem etwas offeneren Gedanken in den Film geht und auch versucht sich darauf einzulassen wie Mandos, viele coole interessante Schlüsse aus dem Film ziehen kann.
Da ist mehr unter der Oberfläche als man bei einem mürrischen vom Forum verseuchten Voreindruck annimmt.
Vielleicht ist in dem Film etwas zu viel geschnitten worden, das man sich auch abseits des eigentlichen Films mit dem Thema beschäftigen muss, um auf manches zu kommen aber trotzdem find ich das ganze Alien Universum so spannend, das ich mich erstens auf die Blu Ray freue und auch hoffentlich weitere Teile.
Hatte mir ihn jetzt auch mal angeschaut und fand ihn sehr gut.
Mal was zum Planeten
Es kann nicht der aus Alien sein, auch das Raumschiff muss ein anderes sein.
1. Der Konstrukteur sitzt noch im Chefsessel im ersten Alien Film und wurde da durch ein Alien getötet.
2. Das Raumschiff in Alien ist nicht zerstört sondern komplett intakt ( keine Anzeichen von Absturz)
3. Das Raumschiff steht auf einem Berg nicht auf ner großen freien Fläche.
Es wird wohl erst im 2 Teil von Prometheus auf den Planeten gehen der in Alien eine Rolle spielt.
Das glauben die meisten das die Nostromo in Alien auf den Planten von der Prometheus Expedition geflogen ist und somit Alien der direkte Nachfolge Film ist, aber das stimmt ja überhaupt nicht.
Das sind 2 verschiedene Planeten und somit auch nicht das selbe Raumschiff.
Hatte mir ihn jetzt auch mal angeschaut und fand ihn sehr gut.
Mal was zum Planeten
Es kann nicht der aus Alien sein, auch das Raumschiff muss ein anderes sein.
1. Der Konstrukteur sitzt noch im Chefsessel im ersten Alien Film und wurde da durch ein Alien getötet.
2. Das Raumschiff in Alien ist nicht zerstört sondern komplett intakt ( keine Anzeichen von Absturz)
3. Das Raumschiff steht auf einem Berg nicht auf ner großen freien Fläche.
Es wird wohl erst im 2 Teil von Prometheus auf den Planeten gehen der in Alien eine Rolle spielt.
Zu Beginn sieht man auf ner Sternenkarte, dass die Prometheus auf LV-223 zusteuert. Die Nostromo wird später aber auf LV-426 landen. Sind also ganz klar nicht die gleichen Monde.
Alien am Ende, dürfte ja auch nicht das erste Alien sein. Imho wurde das nur für Alienfans gezeigt. Tatsächlich scheinen die Konstrukteure schon längst um die Lebensform wissen die sich aus dem Schleim entwickelt. In dem einen Raum im Raumschiff ist in der Wand ja auch ein Alien abgebildet.
Das Problem ist ich habe Alien 1 vor viel zu langer Zeit gesehen, als das ich heute noch mich an alles erinnern kann. Bin aber auch davon weg, dass das der Planet aus Alien 1 ist. Finde es ja eigentlich furchtbar, dass der Film darauf nicht die Antworten gibt.
Ich bin ein grosser Ridley Scott Fan. Immerhin ist „Blade Runner“ seit Jahren mein absoluter Lieblingsfilm und auch sonst konnte ich jedem seiner Werke irgendetwas abgewinnen… ja, sogar der Akte Jane. Deswegen kann ich auch problemlos dazu stehen und sagen… ja, ich mag „Prometheus“, sehr sogar. Ich zähle aber auch „Lost“ zu meinen Lieblingsserien.
Zerstört Ridley Scotts Prequel wie oft befürchtet und auch geschrieben den Alienmythos? Ne, ganz sicher nicht. Dafür befasst sich der Film viel zu wenig mit diesem spezifischen Thema. Die Schwerpunkte sind hier ganz anders gesetzt. Es geht um die Entstehung der Menschheit… woher kommen wir… wie sehr waren Ausserirdische „Gottfiguren“ an unserer Entwicklung beteiligt? All diese Fragen greift der Film auf. Beantworten tut er sie aber nur zum Teil. Sehr viel lässt er offen und so dem Zuschauer viel Raum zu eigenen Theorien und Interpretationen. Einige Dinge werden wir sicher im Nachfolger beantwortet bekommen, andere Punkte werden wohl immer unbeantwortet bleiben. Trotzdem schafft es Ridley Scott uns mit seiner ruhigen, fast an „2001“ erinnernden, Inszenierung zu packen und zwei Stunden lang nicht mehr loszulassen. Solche Filme gibt es heute wo alles immer grösser, spektakulärer und aufwändiger sein muss einfach viel zu selten. Wer also einen weiteren Alien Film erwartet wird enttäuscht werden. Dafür ist der Film zu ruhig inszeniert. Die eingebauten Schock- bzw. Horror-Momente wirken imo sogar eher wie Fremdkörper und wollen nicht so recht in das Gesamtbild reinpassen. Aber auch so ist es Ridley Scott gelungen eine unheimlich dichte Atmosphäre zu erzeugen die einen, wenn man es denn zulässt, einfach in seinen Bann zieht. Und das liegt zu einem Teil auch am grossartigen Score von Marc Streitenfeld, der das Gezeigte perfekt untermalt.
Eines ist auch nicht von der Hand zu weisen, egal welche Kritikpunkte man an den Film hat. Ridley Scott ist in Sachen Inszenierung seiner Bildkompositionen immer noch ein Meister seines Fachs und ich behaupte, dass ihm dort immer noch keiner das Wasser reichen kann. Dieser Film ist einfach so bildgewaltig und wunderschön gefilmt. Das ist schlichtweg der Wahnsinn und ein visueller Orgasmus. Die Bilder könnte man sich so eins zu eins an die Wand hängen. Wer da die Handschrift von Ridley Scott nicht erkennt hat entweder Tomaten auf den Augen, ist eingeschlafen oder will es einfach nicht sehen.
Auch das Design ist wieder mal erstklassig geworden. Egal ob es die gigerschen Alienwelten sind oder das Design der Prometheus. Alles wirkt in sich stimmig und atmosphärisch. Sehr schön war auch, dass man vor allem bei den Kostümen versucht hat sich so nah wie möglich an das Original von 1979 zu halten. So wirkte alles einfach authentischer.
Bei den Schauspielern zeichnet sich ein etwas durchwachsenes Bild ab. Währen ein Michael Fassbender wirklich alle gnadenlos an die Wand spielt und eine Roomi Rapace und auch ein Idris Elba sich wirklich wacker schlagen bleibt der Rest des Castes doch sehr blass… was bis auf Charlize Theron vor allem auf die sehr kurze Screentime zurückzuführen wäre. Man schafft es so leider nicht eine emotionale Bindung zu den Figuren herzustellen, weswegen uns ihr Schicksal auch nicht wirklich berührt oder auch nur annähernd interessiert. Das ist schade, war aber leider zu erwarten.
Auch in der jetzigen Form halte ich „Prometheus“ für ein gelungenes Werk. Der Film hat aber seine Schwächen, ohne Frage. Ich setze da sehr grosse Hoffnungen in den bereits angekündigten 20 Minuten längeren Director’s Cut. Ich denke dort werden einige der Unklarheiten die noch herrschen ausgeräumt. Alle Fragen werden sicherlich auch dort nicht beantwortet (Lindeloff halt). Das behält man sich hoffentlich für den bereits angekündigten Nachfolger vor. Aber die grandiose Inszenierung von Ridley Scott lässt mich da doch über einiges hinwegsehen und ich ergötze mich sehr gerne an seinen atemberaubenden Bildern in Kombination mit dem tollen Soundtrack. Das erhoffte Meisterwerk ist der Film aber leider nicht geworden, aber das kann mit dem Director’s Cut ja noch kommen. Immerhin hat Ridley Scott so eine qualitative Steigerung auch schon mal hingekriegt… mit „Kingdom of Heaven“. Endgültig bewerten lässt sich der Film aber wohl erst nachdem man den Nachfolger gesehen hat. Dort wird sich zeigen ob Ridley Scott seine Vision verwirklichen konnte oder eben nicht.
Ich habe den Film mit meinem Bruder gesehen. Als wir aus dem Kino gingen meinte ich zu ihm, dass ich begeistert bin. Ich fügte aber gleich an, dass ich auch leicht zu begeistern sei. Der Film hat leider überhaupt keine Nachwirkung gehabt und so kam für mich jetzt letztendlich nur ein mittelmäßiger Film mit schönen Bildern raus.
Da der Film hier leider ausschließlich in 3D läuft, haben wir mal eben mit Getränken knapp unter 40 Euro ausgegeben. Das wird nicht nochmal vorkommen.