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MOVIE Der Marsianer (Matt Damon, von Ridley Scott)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

War gestern drin. Möchte nicht zuviele Worte verlieren, aber: es lohnt sich. Hat sehr viel von 'Gravity' dabei aber eine deutlich stärkere Hauptrolle. Dazu noch eine unerwartete Prise Humor. Da kann man die vorhandenen Continuity-Fehlerchen auch mal getrost übersehen.. :)
 
Ich bin gespannt was die ersten im Vergleich Film zum Buch sagen.

Zumindest im Trailer wirkt alles wesentlich weniger einsam als im Buch, aber das kann natürlich auch am Zusammenschnitt liegen. Matt Damon scheint aber schon mal sehr gut in die Rolle zu passen.
 
Durch zwei Schauspieler fühle ich mich ständig an Interstellar erinnert. Und zwischen beiden Filmen liegt gerade mal ein Jahr. Finde das alles ein wenig unglücklich gewählt.
 
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Schau mir die Review aber erst am Donnerstag an :B
 
Eine der besten Romanverfilmungen, ein unterhaltsamer Sci-Fi Blockbuster und nach Mad Max und Kingsman eindeutig in meiner Top 3 der besten Kinofilme 2015.

Zunächst der Buchvergleich: Selten hat eine Verfilmung die Essenz der Vorlage so gekonnt eingefangen. Der Marsianer sieht genau so aus wie ich es mir beim Lesen vorgestellt habe. Jedoch wurden auch viele der überschwänglichen Wissenschafts- und Technikbeschreibungen gekürzt bzw. komplett weggelassen. Als Beispiel: Die Wassergewinnung, deren chemischer Vorgang und Umsetzung im Buch viele Seiten einnimmt. Im Film wird diese Entwicklung auf einen kurzen Monolog, der den technischen Ablauf erklärt, verkürzt und der "Zwischenfall" sogar noch als Gag serviert. Andere Situationen, wie [kein Filmspoiler, weil es im Film nicht vorkommt] das Problem mit dem Rover am Kraterabhang wurden sogar komplett gestrichen. Das macht aber gar nichts, weil ein Film einfach anders funktioniert und ellenlange, ingenieurs-pornografische Detailbeschreibungen in einem visuellen Medium schlichtweg nicht funktioniert hätten. Und genau das schafft Ridley Scott sehr gut: Er fängt die Seele des Buches ein, der Film ist genau so technisch verspielt und "realistisch", verpackt sie aber in einem sehr unterhaltsamen, überraschend humorvollen und dadurch keine Sekunde langweiligen Blockbuster. Schön (für Kenner der Vorlage) auch, dass er Szenen teilweise 1:1 übernommen hat. So zum Beispiel wortwörtlich viele der Tagebucheinträge, die hier als Videobotschaften präsentiert werden und sich daher fantastisch einfügen ohne irgendwie unpassend zu wirken. Übrigens haben, anders als es einige Kritiken behaupten, NASA und Erde genau so viel bzw. wenig Screentime wie im Buch. Da wurde nichts ausführlicher gezeigt. Es ist einfach der Mars, der verhältnismäßig wenig zu sehen ist. Passt aber wie gesagt alles ganz hervorragend in das ausgewogene Gesamtbild. Ergänzt wurde die Vorlage schlussendlich noch durch einen kurzen Epilog im Film und einige, kleine Änderungen im Finale. Alles in allem kann ich nur sagen: Einwandfreie Verfilmung eines nicht unbedingt leicht zu verfilmenden, weil thematisch doch recht speziellen und naturwissenschaftlich ausufernden, Buches.

Dann noch einige Worte zum Film an sich: Handwerklich grandios. Tolle, authentische Aufnahmen, eine satter Sound, ein lässiger Soundtrack (der, jetzt wo man ihn tatsächlich hören kann :D, sogar noch besser wirkt als im Buch) und ausnahmsweise noch mal sehr gutes 3D. Die Schauspieler sind auch durch die Bank weg spitze. Wobei Matt Damon natürlich besonders aufspielen darf und mit ordentlich Präsenz und gewitztem Charme überzeugt.

Sauberer, erstaunlich kurzweiliger Sci-Fi Blockbuster. Mehr muss ich eigentlich nicht sagen. Wenn Mark Watney zu ABBAs Waterloo den marsianischen MacGyver raushängen lässt, dabei treffsichere Sprüche klopft und einem die glaubhaften Bilder Lust auf Raumfahrt machen, dann hat der Film alles richtig gemacht. Im Vergleich zur Vorlage dann doch stark gerafft, jedoch mit Verstand und gekonnten Handgriffen - mal ehrlich, eine detailgetreue Nacherzählung wäre wahrscheinlich unendlich langweilig geworden. Besser hätte man das Buch in einem zeitlich begrenzten Film kaum umsetzen können; als ähnlich aufwändig produzierte Serie vielleicht, aber nicht als Film. Fans des Buches: Anschauen! Fans von Sci-Fi: Anschauen! Fans von guten Filmen: Anschauen!

9/10 Kartoffeln
 
Zuletzt bearbeitet:
So gestern Abend den Marsianer gesehen und für sehr gut befunden. Ich habe das Buch wie schon einmal gesagt im letzten Winter gelesen und war begeistert.

Der Film hat mir richtig gut gefallen und zwar weil er die Geschichte von Mark Watney toll erzählt und sich trotz kleinerer Abweichungen tatsächlich sehr nah am Buch entlang hangelt. Der Cast gefällt und Matt Damon passt meiner Meinung nach besser als ich es vorher erwartet habe. Grad den Überlebenswillen und den coolen Humor nimmt man seinem Watney wirklich ab.

Ein paar dramatische Szenen wie der Kurzschluss am Pathfinder oder Überschlag mit dem Rover, längere wissenschaftliche Erläuterungen, Kommunikation mit der Erde und die Rettung am Ende fehlen oder sind leicht abgeändert worden.

Diese kleinen Änderungen sind aber meiner Meinung nach auch irgendwie nachvollziehbar gewesen da der Film immerhin ja auch noch für alle interessant bleiben muss. Ich persönlich hätte mich sogar über noch mehr Szenen auf dem Mars gefreut in denen man ruhig auch mal die Stille und Einsamkeit ein wenig ausgekostet hätte aber im Endeffekt geht es im Buch ja auch weniger melancholisch zu sondern eher mit einer unerschütterlichen positiven Aufbruchsstimmung. Die Szenen auf der Erde und der Hermes sollten dagegen sogar ziemlich komplett sein. Das Gesamtbild passt also.

Ich bin wie gesagt positiv überrascht vom Film und kann auch jedem Fan des Buchs eine evtl. Skepsis nehmen … es lohnt sich. Und obwohl ich natürlich auch den Ausgang der Geschichte kannte hab ich am Ende noch einmal mitgefiebert was auch noch einmal für die spannende Inszenierung spricht.

Ein bisschen gestört hat mich persönlich ...

... allerdings im Film dass ich im Gegenteil zum Buch als Zuschauer nie so wirklich geschockt war oder das Gefühl hatte „jetzt ist es aus“! Damit meine ich dass man im Buch nach dem Ende eines Kapitels nach bestimmten Vorfällen dachte „ok, hier kommt er nicht mehr lebend raus“ und das Buch vor Spannung nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Dieses Gefühl kommt im Film irgendwie nicht wirklich auf, da das Pacing so schnell ist dass jeder Rückschlag mal eben so übergangen wird und die Lösung für das Problem schon parat steht. Die Rettung vom Mars läuft trotz einiger Widrigkeiten also fast schon ein bisschen zu einfach und kalkuliert.

Aber das ist kein wirklicher Kritikpunkt da das auch meine subjektive Wahrnehmung gewesen sein kann da ich die Geschichte ja auch schon kannte.

Alles in allem eine absolute Empfehlung :dhoch:

09 / 10 Kotkartoffeln
 
Deinem "Kritikpunkt" im Spoiler kann ich nur zustimmen. Der Film hat ein sehr hohes Tempo, es müssen ja auch 500+ Tage in zwei Sunden zusammengefasst werden, wodurch einiges an potentieller Anspannung verloren geht. Ein wenig schade finde ich auch, dass sie
die komplette Reise zur ARES4 Landezone übersprungen haben. Er baut die Rover um und in der nächsten Szene ist er auch schon am Ziel. Die beschwerliche Fahrt, den Sturm, das Problem der Energiegewinnung, den Überschlag, das ist im Film sozusagen nie passiert.

Ädert nichts daran, dass der Film für sich genommen richtig gut funktioniert und die Leute, die das Buch nicht gelesen haben, werden das logischerweise auch nicht vermissen. Ich finde aber, da hat man einiges an Spannung verschenkt. Im Buch war dieser Teil sogar das eigentliche Finale für mich.

Andererseits hat der Film ganz bewusst diesen leichtgängigen "Flow". Es ist ziemlich offensichtlich, dass Scott eben kein schwerfälliges Survival-Drama, sondern einen kurzweiligen Blockbuster wollte. Das Buch ist ja auch nichts anderes. Und das ist ihm ganz hervorragend gelungen.
 
die komplette Reise zur ARES4 Landezone übersprungen haben. Er baut die Rover um und in der nächsten Szene ist er auch schon am Ziel. Die beschwerliche Fahrt, den Sturm, das Problem der Energiegewinnung, den Überschlag, das ist im Film sozusagen nie passiert.

Ädert nichts daran, dass der Film für sich genommen richtig gut funktioniert und die Leute, die das Buch nicht gelesen haben, werden das logischerweise auch nicht vermissen. Ich finde aber, da hat man einiges an Spannung verschenkt. Im Buch war dieser Teil sogar das eigentliche Finale für mich.

Genau so war es bei mir auch ...

...dieser Crash so kurz vorm Ziel nach all den Strapazen der Vorbereitung und der Reise zum MRM von ARES4. Man war das ein abfuck :schock: ... hätte ich gern im Film gesehen.
 
So gestern Abend den Marsianer gesehen und für sehr gut befunden. Ich habe das Buch wie schon einmal gesagt im letzten Winter gelesen und war begeistert.

Der Film hat mir richtig gut gefallen und zwar weil er die Geschichte von Mark Watney toll erzählt und sich trotz kleinerer Abweichungen tatsächlich sehr nah am Buch entlang hangelt. Der Cast gefällt und Matt Damon passt meiner Meinung nach besser als ich es vorher erwartet habe. Grad den Überlebenswillen und den coolen Humor nimmt man seinem Watney wirklich ab.

Ein paar dramatische Szenen wie der Kurzschluss am Pathfinder oder Überschlag mit dem Rover, längere wissenschaftliche Erläuterungen, Kommunikation mit der Erde und die Rettung am Ende fehlen oder sind leicht abgeändert worden.

Diese kleinen Änderungen sind aber meiner Meinung nach auch irgendwie nachvollziehbar gewesen da der Film immerhin ja auch noch für alle interessant bleiben muss. Ich persönlich hätte mich sogar über noch mehr Szenen auf dem Mars gefreut in denen man ruhig auch mal die Stille und Einsamkeit ein wenig ausgekostet hätte aber im Endeffekt geht es im Buch ja auch weniger melancholisch zu sondern eher mit einer unerschütterlichen positiven Aufbruchsstimmung. Die Szenen auf der Erde und der Hermes sollten dagegen sogar ziemlich komplett sein. Das Gesamtbild passt also.

Ich bin wie gesagt positiv überrascht vom Film und kann auch jedem Fan des Buchs eine evtl. Skepsis nehmen … es lohnt sich. Und obwohl ich natürlich auch den Ausgang der Geschichte kannte hab ich am Ende noch einmal mitgefiebert was auch noch einmal für die spannende Inszenierung spricht.

Ein bisschen gestört hat mich persönlich ...

... allerdings im Film dass ich im Gegenteil zum Buch als Zuschauer nie so wirklich geschockt war oder das Gefühl hatte „jetzt ist es aus“! Damit meine ich dass man im Buch nach dem Ende eines Kapitels nach bestimmten Vorfällen dachte „ok, hier kommt er nicht mehr lebend raus“ und das Buch vor Spannung nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Dieses Gefühl kommt im Film irgendwie nicht wirklich auf, da das Pacing so schnell ist dass jeder Rückschlag mal eben so übergangen wird und die Lösung für das Problem schon parat steht. Die Rettung vom Mars läuft trotz einiger Widrigkeiten also fast schon ein bisschen zu einfach und kalkuliert.

Aber das ist kein wirklicher Kritikpunkt da das auch meine subjektive Wahrnehmung gewesen sein kann da ich die Geschichte ja auch schon kannte.

Alles in allem eine absolute Empfehlung :dhoch:

09 / 10 Kotkartoffeln

95% Agree.

Ich muss sagen ich habe allerdings das im Spoiler 1 beschriebene schon bisschen mehr vermisst.

Wäre also eine 8,5/10 IMDB Wertung bzw. 4,5/5 Letterboxd (im Zweifel für den Angeklagten). Außerdem muss man sagen das für mich der Humor im Film bisschen besser rüberkam. :dhoch::dhoch::dhoch:
 
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