Azreal schrieb:Hehe, ja, aber ich muss lange arbeiten und hab dann halt manchmal doch keinen Bock, eine Ankündigung einzuhalten, die ich in einem Forum gegeben habe, sondern mach mir lieber einen schönen Feierabend. Als ob euch meine Meinung wirklich wichtig wäre
Also:
Ich mag die Alien-Filme, liebe Science-Fiction, ich bin großer Freund von Scott und ich brauche wahrlich kein "Kunst" im Kino - schönes Action-Kino liegt mir genauso wie intelligente Geschichten. Aber Prometheus hat zum großen Teil nichts davon für mich (!) richtig gemacht.
Dabei hat es gut angefangen. Ich mochte den "grauen" Einstieg und das vollkommen klar war, was da gerade passiert (Stichwort: Panspermie). Wie gesagt, ich brauch keine Hirnfick-Geschichte, um glücklich zu sein. Auch, dass dann erst mal eine häufig durchgenudelte Story zum Vorschein kam (Höhlenmalerei zeigt uns ne Karte zu Außerirdischen) war egal. Ich will schließlich in den Weltraum und auf fremde Welten, und da ging es auch schnell hin. Auftritt von Fassbender (ich mag ihn) und die plakativen Szenen (Fahrrad-Basketball) fand ich stimmungsvoll, hat Lust auf mehr gemacht. Als sie dann aber ankamen, wars das leider mit meinen Hoffnungen, einen guten Film zu sehen.
Viele kleine Dinge haben mich dann innerhalb kürzester Zeit aus der Geschichte gehauen. Zum Beispiel die schlechte Maske von Guy Pearce alias Weyland (gibt es einen besonderen Grund, warum man ihn und keinen "alten" Schauspieler genommen hat? Ich mein, taucht der noch mal irgendwie auf, als "junger" Weyland?), die schnell abgehandelte Rollenerklärung (hallo, ich bin die coole Vickers und ich hab das Sagen, ihr seid nur Wissenschaftler) und vor allen Dingen die total unsympathische Hauptdarstellerin. Muss dazu sagen, dass ich Prometheus in der deutschen Synchro gesehen habe, im Original muss sie also nicht so lieblos erscheinen - aber eine bessere Stimme macht die drei Mimiken von Noomi Rapace auch nicht interessanter.
Ich habe ja gehofft, dass sie möglichst schnell krepiert und so mehr Platz für Fassbender (obwohl er ja ziemlich viel Screentime hatte) oder den Captain oder den Geologen - ach , irgendeinen - da gewesen wäre. Aber ist sie nicht. Stattdessen findet ihr Mann ein schnelles, für mich komplett bescheuertes Ende. Warum hat David den infiziert? Nur, weil er experimentieren wollte und/oder weil Charlie ihn als Roboter/Gegenstand beleidigt hat? Klärt mich auf! Naja, opfert er sich halt, wird verbrannt und gut ist. Dann übrigens finden ziemlich viele ziemlich schnell ein unrühmliches Ende. Nichts dagegen, wenn die Crew ein bisschen dezimiert wird. Aber warum verläuft sich denn bitte ausgerechnet derjenige in einer Höhle (die, wie wir des Öfteren als Hologramm im Detail gesehen haben, alles andere als labyrinthisch aufgebaut ist, sondern nicht viel mehr als vorne und hinten kennt), der als Experte auf dem Gebiet gilt? Also, wenn er doch seine "Babys" hat und Steine liebt, dann sollte er doch wohl auch noch wissen, wo in einer Höhle vorne und hinten ist. Tja, dann muss er halt sterben - auch, weil sein Kollege genauso dumm ist (als Biologe mach ich erst mal ein mir völlig unbekanntes außerirdisches Wesen an, dass in seiner Art auf mich zu reagieren am ehesten einer aufgeschreckten Schlange gleicht, die sich bedroht fühlt - ne, ist klar.). Dann kommen noch ein paar andere Dinge, die mich rausgehauen haben: der alte Sack ist auf dem Raumschiff - wow, was ne Überraschung. Vickers ist die Tochter - hä, warum haben die das so dargestellt, als wäre das ne Überraschung? Ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, war doch klar, oder nicht? Und die Super-Mega-Doktorröhre, von der es nur ein paar Stück gibt, hat nicht genug Speicher, um auch Operationen für den weiblichen Körper abzuspeichern? Ich mein, die Gerätschaften hatte sie ja an Bord. Wobei ich sagen muss, dass ich die Operations-Szene toll fand, da habe ich zum einzigen mal schwitzige Hände bekommen. Auch wenn man ausufernd zu sehen bekommen hat, dass man in der Zukunft zwar zu fremden Welten fliegen kann, aber statt BHs oder anderer Unterwäsche man lieber ein gutes Stück Leinen nimmt und sich damit einwickelt. Weil, ist praktischer. Naja.
Ja, für manchen ist das Korinthenkackerei. Aber ihr kennt das doch auch, dass sobald einen etwas stört, man noch mehr auf Details achtet. Und gerade bei einem Sience-Fiction oder Fantasy-Film ist es für mich besonders störend, wenn die Welt in sich nicht stimmig ist.
Das Ende war dann... Naja. Mir war es ja schon vorher egal, aber auch wenn ich noch nicht genervt gewesen wäre - Es war total beliebig. Ich mein, nicht schlimm, darf es ja auch sein und mit Effekten glänzen. Aber dann soll es bitte nicht so dargestellt werden, als würden wir hier total überrascht und als würde man nicht total vorhersehbare Wendungen erleben.
Andere mag das alles nicht stören, vielleicht habt ihr sogar noch die ein oder andere Insider-Info aus dem Alienuniversum, die erklärt, warum dieses oder jenes, über das ich mich aufrege, genau so sein muss. Aber das macht den Film als solches für mich nicht besser. Netter Science-Fiction, mehr nicht, und auch wenn ich noch mal drüber nachdenke: 5/10 Punkte.
So, und jetzt haut auf mich drauf, was ich doch alles komplett falsch sehe und wie doof meine Meinung ist
Gut, dass Geschmäcker unterschiedlich sind und ich es jedem gönne, wenn er in Prometheus ein schönes Stück Unterhaltung gefunden hat. Ist ja nicht so, als hätte ich gerne das Kinoticket bezahlt, nur um einen schlechten Film zu sehen![]()
Schön geschrieben und wird aktzeptiert

Fick dich Ridley.... Das einzige das dieser Effekt geschafft hat war, dass ich in 2 Szenen auf der Leinwand einfach nichts mehr erkennen konnte. Da hätte man auch genauso gut auf einen schwarzen Bildschirm schalten können und den Text "hier passiert gerade das und das aber sie können es nicht sehen..." schreiben können.