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Pränataldiagnostik: ja oder nein?

Pränataldiagnostik: Ja/nein?

  • Ja, es sollte alles geprüft werden dürfen, was technisch geht. Inklusive phänotypischer Merkmale.

    Stimmen: 11 32,4%
  • Ja, sie sollte erlaubt sein, allerdings nur eng begrenzt auf schwere Fehlbildungen/Krankheiten.

    Stimmen: 20 58,8%
  • Nein, sie sollte komplett verboten werden. Das Recht auf Leben ist unantastbar.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Bin mir unschlüssig...

    Stimmen: 3 8,8%

  • Umfrageteilnehmer
    34

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich persönlich denke, dass sie bezogen auf Fehlbildungen/Behinderungen und schwere Krankheiten erlaubt sein sollte. Wenn man die technischen Möglichkeiten hat, dann sollte man auch alles versuchen, um einem Menschen das Leben mit schwerer Behinderung/Krankheit zu ersparen. Und im übrigen auch den Eltern/Angehörigen, deren Leben so wie sie es kennen ab dem Zeitpunkt zu Ende ist, ab dem sie 24/7 für die Pflege da sein müssen. Daran zerbrechen ja auch viele.
 
dein Text sagt eigentlich schon alles aus. Bin genau der selben Meinung.

Ich würde kein Kind mit einer schweren Behinderung haben wollen, nicht um des Kindes Willen und auch um meine Frau und mich zu schonen (klingt egoistisch, vllt ist es das auch aber es geht immerhin darum das 2 Menschen ihr gewohntes Leben oft ganz aufgeben müssen und das nicht im positiven Sinne).
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Test an sich ist doch nicht das Problem sondern was man nach dem Test macht. Und dann gehts im Grunde nur noch darum ob man für oder gegen Abtreibung ist und ob die Frau bzw. die Eltern das entscheiden dürfen oder ob sie es nicht entscheiden dürfen. Man könnte den Test fast vergleichen mit einem Kontoauszug, nach dem Blick darauf sich viele Eltern entschieden haben kein Kind zu wollen weil sie sich es nicht leisten wollten bzw. können bzw. das denken. Ob ich nun nach 3 Wochen oder 9 Wochen abtreibe ist eigentlich kein Unterschied, das Leben wurde durch den Eingriff verhindert.
 
Man könnte den Test fast vergleichen mit einem Kontoauszug, nach dem Blick darauf sich viele Eltern entschieden haben kein Kind zu wollen weil sie sich es nicht leisten wollten bzw. können bzw. das denken.

Dafür brauch man den Test doch gar nicht :?

Das überlegt man doch sich schon, sobald die Frau schwanger ist. Bzw spielt das auch nur ne Rolle, wenn die Schwangerschaft nicht gewollt war, wenn man das plant, hat man sich dann eigentlich schon Gedanken drüber gemacht. Oder verstehe ich deinen Satz falsch und du meinst, dass die Kosten für ein behindertes Kind zu hoch sein könnten?

Ich finde Pränataldiagnostik gut, wenn sie genutzt wird, um schwere Krankheiten/Behinderungen festzustellen. Aber dann auf bestimmte Merkmale wie Haarfarbe zu untersuchen, finde ich bescheuert. Ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber wenn ich die Möglichkeit habe zu erfahren ob mein Kind (schwer) behindert ist, dann möchte ich diese auch nutzen. Wenn dann der Fall eintritt, würde ich auf jeden Fall abtreiben wollen, auch wenn da das letzte Wort die Frau/Freundin haben wird. Würde sie nicht abtreiben wollen, wüsste ich jetzt nicht ob ich bei ihr bleiben würde oder lieber Unterhalt bezahle. Die Bürde ein solches Kind aufzuziehen wäre mir wohl einfach zu hoch.
 
Ne ich rede von Schwangerschaft im allgemeinen, egal ob gewollt oder ungewollt, sobald die Frau Schwanger ist wird man sich Gedanken machen, das gilt eben auch für eine ungewollte Schwangerschaft, natürlich macht sich bei der geplanten Schwangerschaft schon mehr Gedanken als andersrum, aber der Punkt ist am Ende der selbe, ist abtreiben erlaubt oder nicht erlaubt und ist dies der Frau überlassen. Aus welchen Gründen man am Ende abtreibt macht keinen Unterschied, vor allem nicht für das Unbegorene, das interessiert sich einen Scheiß für die irdischen Probleme der Mutter.
 
Auf was soll man den sonst untersuchen ausser auf direkt nach der Geburt feststellbare Behinderungen/Krankheiten? Alles andere, also Genom Untersuchungen sind doch relativ wage Aufzählungen an Möglichkeiten die vielleicht nie auftreten.
 
Ziemlich schwieriges Thema, bei dem es imo schwer ist eine passende Meinung zu finden. Auch für mich, der beruflich da schon ein Interesse an der Thematik hat.

Ein pauschales ja oder nein kann man so gar nicht geben.

Werde noch einmal ausführlicher auf das Thema antworten, aber nur mal so ein Fakt am Rande.

Bereits heute werden über 90% der Kinder mit der Diagnose Down Syndrom abgetrieben.

Das Problem bei Pränataldiagnostik ist auch, dass es zwar einen Gendefekt feststellen kann, jedoch nicht die Ausprägung.
 
Natürlich auch da. Menschen mit Trisomie21 sind geistig in den meisten Fällen behindert. Und auch wenn sie es vielleicht immer noch besser getroffen haben als andere Gendefekte, so brauchen dennoch die meisten ein Leben lang Betreuung.
 
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