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Pränataldiagnostik: ja oder nein?

Pränataldiagnostik: Ja/nein?

  • Ja, es sollte alles geprüft werden dürfen, was technisch geht. Inklusive phänotypischer Merkmale.

    Stimmen: 11 32,4%
  • Ja, sie sollte erlaubt sein, allerdings nur eng begrenzt auf schwere Fehlbildungen/Krankheiten.

    Stimmen: 20 58,8%
  • Nein, sie sollte komplett verboten werden. Das Recht auf Leben ist unantastbar.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Bin mir unschlüssig...

    Stimmen: 3 8,8%

  • Umfrageteilnehmer
    34

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hier spricht doch niemand Behinderten das Lebensrecht ab. Aber sowas ist halt nicht gerade erstrebenswert (um es mal vorsichtig auszudrücken). Und wenn man Behinderungen vorher verhindern kann, ist es imho vollkommen legitim, die technischen Möglichkeiten auszunutzen. Das eine Gefahr des Mißbrauchs besteht, bestreitet auch niemand, die gibt es immer. Aber das ist für mich kein Grund, die Methode abzulehnen.
 
Naja, das kann man denke ich auslegen wie man möchte.

Wenn man, so wie du, jede Behinderung (unabhänig von Ausprägung etc) "vermeiden" möchte spricht man damit diesen Personen das Lebensrecht ab.
 
Ich muss auch sagen, dass ich es bedenklich finde, wie diese Diskussion von einigen hier geführt wird. Ich will da jetzt niemanden kritisieren, aber bei diesem Thema wünsche ich mir hier im Forum zum ersten Mal ein etwas vorsichtigeres Vokabular. Ich will nicht wissen, wie manche Aussagen hier auf Eltern von Menschen mit körperlichen oder geistigen Defiziten wirken würden. Oder sogar auf Betroffene selbst.
 
Wenn man, so wie du, jede Behinderung (unabhänig von Ausprägung etc) "vermeiden" möchte spricht man damit diesen Personen das Lebensrecht ab.

Bei Dir klingt das immer so, als würde ich hier Behinderte euthanasieren wollen. Und dagegen möchte ich mich mal ernsthaft verwehren! Das trägt zur Versachlichung des Themas nun wirklich nicht bei. Vielleicht sollte man die Sache wirklich nicht in einem Forum diskutieren.
 
@Cale

Das wollte/will ich dir nicht unterstellen. Sollte das so rübergekommen sein, dann dafür sry.

Ich versuche es anders zu formulieren (so wie ich dich verstehe).
Du sagst, dass man ein Kind, besser gesagt ungeborenes (egal welche Form der Behinderung), nicht zur Welt bringen sollte.

So habe ich dich und deine Aussagen verstanden.
 
@CaleDu sagst, dass man ein Kind, besser gesagt ungeborenes (egal welche Form der Behinderung), nicht zur Welt bringen sollte.

So habe ich dich und deine Aussagen verstanden.

Nicht doch, so meinte ich das auch nicht. Ich bin auch keiner, der von dem perfekten Baby träumt und den Rest abtreiben würde. Aber ich bin der Meinung, daß man ein wissen dürfen darf, was einen erwartet und darauf ggf. reagieren darf. Das es diese Perfektionismusfanatiker geben dürfte, ist klar und traurig. Aber wer so verdreht ist, dem ist so oder so nicht zu helfen.
 
Und um das ganze noch einmal in irgendeiner Form auf den Punkt zu bringen.

Das ich weder pro noch contra PND bin, sollten meine vorherigen Beiträge genügend zum Ausdruck gebracht haben.

Ich störe mich (wie schon mehrmals gesagt) immer wieder an den ganzen Pauschalaussagen über Behinderungen.

Ich frage mich dabei immer wieder, wie viel persönlichen Kontakt zu Menschen mit Behinderung diejenigen haben die Pauschal sagen, dass Behinderung immer mit großem Lied einhergeht.

Ich würde keinen Beruf ausüben, in dem ich täglich nur mit Leid konfrontiert wäre.

Außerdem frage ich mich in was für ein Gesellschaft wir leben wollen in der alle Menschen möglichst perfekt und ohne Fehler sein müssen (das ist der Eindruck den ich ganz persönlich gewinne, wenn ich mir manches durchlese)

Ich bin mir durchaus bewusst, dass auch ich diese Diskussion nicht ohne Emotionen führe, dass ist mir leider nicht möglich, denke aber auch, dass ich genug Argumente gebracht habe, die meine Ansichten untermauern.
Ich denke halt dabei an viele meiner teilweise noch jungen Klienten, mit denen ich fast täglich arbeite und daher natürlich auch meine emotionale Anbindung an das Thema

Vielleicht ist ein Forum wirklich nicht der richtige Rahmen für so eine Diskussion, aber es gibt Aussagen da stellen sich bei mir einfach sämtliche Nackenhaare auf.
 
@XtreCoolX : Ich weiß einfach nicht warum du anderen ihre Meinung nehmen musst? Ja, ich verbinde Behinderung mit sehr viel Leid. Das würde ich mir, meiner Partnerin und dem Kind ersparen. Und wenn es für dich kein Leid ist, dann ist das doch toll, es gibt viele die deiner Meinung sind. Und viele die meiner Meinung sind, so kann jeder das tun was ihm beliebt. Niemand muss den anderen in seiner Freiheit beschränken.

@Sir N : Nein das ist keine Spekulation, ich bin mir sehr sicher das ich das nicht gewollt hätte. Genauso wie ich lieber bei einem Unfall sterben würde als behindert zu werden. :)

Edit: Und ich spreche hier nicht von Behinderung wo jemand nur einen Arm hat sondern Behinderungen, bei denen die Leute ihr Leben lang auf der Intelligenz eines Kleinkindes bleiben.
 
Aber nicht jede Form der Behinderung bedeutet nun einmal Leid.

Ich sage noch einmal diese PAUSCHALAUSSAGEN sind es die mich so nerven

@RPS. beantworte doch einmal bitte meine Frage, wie viele Menschen du persönlich kennst und mit denen du dich vll auch schon einmal über ihre Behinderung gesprochen hast
 
Ich habe hier und da mit Behinderten Kontakt gehabt, in engen Kontakt stehe ich mit keinem. Muss ich aber auch nicht, um dazu eine Meinung zu haben. Ich muss ja auch nicht Seemann sein, um zu wissen dass das Wasser salzig ist.
 
Nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich

Es ist viel leichter zu sagen, dass Person XY so oder so leidet, weil diese ja eine Behinderung hat, anstatt mal zu hinterfragen wie es der Person vll wirklich geht.
 
@XtreCoolX : dann mach DU es doch mal konkret fest.

Nehmen wir z.b. Trisomie 21, die Menschen brauchen hier ein Leben lang Betreuung. Das ist für alle Beteiligten sicher ziemlich hart.

Oder nimm Gendefekte wie Mukoviszidose....... das würde ich niemandem zumuten wollen. Weder dem Kind, noch den Eltern.
 
Was soll ich jetzt konkret fest machen?

Viele Menschen mit Trisomie21 benötigen ein leben lang Betreuung, dass ist richtig. Diese muss/soll/kann aber nicht nur durch die Eltern erfolgen.

Das eine Behinderung immer eine Herausforderung, gar ein Schock für Eltern ist, habe ich auch nie bestritten.



zum zweiten Punkt kann ich nichts sagen, da mir dazu das Wissen fehlt. Also über Krankheit und Verlauf.
 
Ich muss auch sagen, dass ich es bedenklich finde, wie diese Diskussion von einigen hier geführt wird. Ich will da jetzt niemanden kritisieren, aber bei diesem Thema wünsche ich mir hier im Forum zum ersten Mal ein etwas vorsichtigeres Vokabular. Ich will nicht wissen, wie manche Aussagen hier auf Eltern von Menschen mit körperlichen oder geistigen Defiziten wirken würden. Oder sogar auf Betroffene selbst.

dito.

eigentlich sollten alle ohne kinder ihr maul halten.
 
@XtreCoolX :

Nehmen wir z.b. Trisomie 21, die Menschen brauchen hier ein Leben lang Betreuung. Das ist für alle Beteiligten sicher ziemlich hart.


Dieser Satz zeigt schon einmal ein Hauptproblem in der Diskussion.

Die meisten Menschen wissen gar nicht wie weit das Spektrum des Begriffs "Down/ Trisomie 21" oder gar "Behinderung" reicht.

Es gibt Menschen mit Trisomie 21 die studiert haben und ein sehr erfülltes Leben auf eigenen Beinen führen.

Und bevor jetzt einer daherkommt mit "ja es gibt IMMER Ausnahmen!"
Je nach Land gehen bis zu 85% der Menschen mit Down Syndrom auf reguläre Schulen.

Achja und wenn wir schon dabei sind, nicht wenig an Kunst und Kultur würde plötzlich abhanden kommen, siehe Savant Syndrom.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Sir N : Nein das ist keine Spekulation, ich bin mir sehr sicher das ich das nicht gewollt hätte.
Kann ja sein, ich will dich gar nicht vom Gegenteil überzeugen, das wäre ja absurd. Aber du solltest doch zumindest die theoretische Möglichkeit in Betracht ziehen, dass du ganz anders reden würdest, wenn du tatsächlich in der Situation wärst. Unter gewissen Umständen. Da du dich aber zum Glück nicht in der Situation wiederfindest, ist und bleibt das doch reine Spekulation, oder?
 
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