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Osama bin Laden ist tot!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hier mal eine Erläuterung der Legal Tribune Online, warum der Eingriff gestern nicht sooo eindeutig gut war.

Besonders das letzte Drittel des Artikels beschreibt meine Bedenken gegenüber diesem Vorgehen. Heute Bin Laden, morgen Gaddafi... und dann?

Ich habe gestern auch gelesen, dass die USA kurzerhand ihr Verständnis der Menschen- und Grundrechte nach dem 11. September 2001 abgeändert haben. Folter und Tötung ist nach amerikanischem Verständnis also garnicht mehr schlimm, wenn wir denn den Terror damit bekämpfen könnten.

Und das alles kann ich einfach nicht gutheissen.
 
Zimtzicke schrieb:
Ich habe gestern auch gelesen, dass die USA kurzerhand ihr Verständnis der Menschen- und Grundrechte nach dem 11. September 2001 abgeändert haben. Folter und Tötung ist nach amerikanischem Verständnis also garnicht mehr schlimm, wenn wir denn den Terror damit bekämpfen könnten.

Und das alles kann ich einfach nicht gutheissen.

Staufenberg hat auch versucht Hitler zu töten und wird/wurde dafür als Held gefeiert.
 
der artikel ist wirklich nicht schlecht weil er versucht beide seiten zu beleuchten, allerdings macht er den selben fehler wie spon.

Das fragliche Anwesen mitten in Abbottabad war kein militärisches Ziel und bin Laden auch kein Zufallsopfer, sondern Ziel der Aktion.


nette behauptung einfach mal so als fakt hingestellt. :fp:

die aufgaben der zwei kuriere waren natürlich nur infos übers wetter zwischen den al qaida mitgliedern auszutauschen.

nur weil osama bin laden nicht mehr DEN einfluß auf al qaida hatte, heißt es nicht gleich das er überhaupt keinen einfluss mehr auf die hatte. wie hätten denn sonst die USA den aufspüren sollen?
 
lüsterneLINDA schrieb:
der artikel ist wirklich nicht schlecht weil er versucht beide seiten zu beleuchten, allerdings macht er den selben fehler wie spon.

Das fragliche Anwesen mitten in Abbottabad war kein militärisches Ziel und bin Laden auch kein Zufallsopfer, sondern Ziel der Aktion.


nette behauptung einfach mal so als fakt hingestellt. :fp:

die aufgaben der zwei kuriere waren natürlich nur infos übers wetter zwischen den al qaida mitgliedern auszutauschen.

nur weil osama bin laden nicht mehr DEN einfluß auf al qaida hatte, heißt es nicht gleich das er überhaupt keinen einfluss mehr auf die hatte. wie hätten denn sonst die USA den aufspüren sollen?

IMO machst du den Fehler. Du stellst den "Krieg gegen den Terror" als echten Krieg dar, der z. B. das Kriegsrecht anwenden lässt. Und das ist nicht der Fall. Deswegen habe ich gestern auch mehrmals darauf hingewiesen. Man kann nicht einfach sagen "So Leute, jetzt ist Krieg gegen den Terror und nicht gegen Afghanistan..." Der Begriff Krieg beinhaltet nicht nur Waffengewalt gegen irgendjemanden.

Würde Pakistan auf sein Recht der Souveränität pochen, hätten die USA ein massives Problem.
 
tim_buktu schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Ich habe gestern auch gelesen, dass die USA kurzerhand ihr Verständnis der Menschen- und Grundrechte nach dem 11. September 2001 abgeändert haben. Folter und Tötung ist nach amerikanischem Verständnis also garnicht mehr schlimm, wenn wir denn den Terror damit bekämpfen könnten.

Und das alles kann ich einfach nicht gutheissen.

Staufenberg hat auch versucht Hitler zu töten und wird/wurde dafür als Held gefeiert.

!!!!! Hätte er es geschafft, hätten wir wahrscheinlich heute einen Staufenberg Feiertag.
 
Zimtzicke schrieb:
Würde Pakistan auf sein Recht der Souveränität pochen, hätten die USA ein massives Problem.
tun sie aber nicht, von daher ist das problem schon mal weg vom tisch. was die da vorher mit der pakistanischen regierung besprochen haben wissen wir alle auch nicht.

und militätische ziele können nicht nur in einem krieg vorkommen sondern genauso gut in einem bewaffnetem konflikt. also wo ist das problem?

osama hatte intakte verbindungen zu einer terrororganisation, welche die UN freigegeben hat zu bekämpfen. das macht ihn zu einem militäischem ziel für die USA.
 
Boarder schrieb:
tim_buktu schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Ich habe gestern auch gelesen, dass die USA kurzerhand ihr Verständnis der Menschen- und Grundrechte nach dem 11. September 2001 abgeändert haben. Folter und Tötung ist nach amerikanischem Verständnis also garnicht mehr schlimm, wenn wir denn den Terror damit bekämpfen könnten.

Und das alles kann ich einfach nicht gutheissen.

Staufenberg hat auch versucht Hitler zu töten und wird/wurde dafür als Held gefeiert.

!!!!! Hätte er es geschafft, hätten wir wahrscheinlich heute einen Staufenberg Feiertag.

Ja aber keiner wäre auf die Idee gekommen ihn als Mörder zu bezeichnen.

Alleine die Tatsache, dass BL eine Frau als menschliches Schutzschild benutzt hat zeigt doch, wie gefährlich dieser Typ ist und sofort erschossen gehört.
 
Eine Person kann ein militärisches Ziel sein? Laut wem? UN? Nato? Eine Gruppierung kann ein militärisches Ziel sein? UN? Nato?

Ein "bewaffneter Konflikt" kann auf fremden Terrain stattfinden, und die betreffende Regierung weiss nichtmals was davon? Und weil Pakistan jetzt nichts sagt, ist das automatisch ok?

Genauso wie der Nato-Luftschlag gegen Gaddafi. Auf ein Wohnhaus, welches kurzerhand zu einem militärischen Objekt umdeklariert wurde...

Was hier im Moment passiert, sollte uns allen zu denken geben.
 
Zimtzicke schrieb:
Was hier im Moment passiert, sollte uns allen zu denken geben.

Wenn die Amis das früher anders gehalten hätten, würde ich Dir recht geben. Aber das ist doch Alles nichts Neues, die haben in den 70ern und 80ern halb Südamerika auf diese Weise umgegraben. Ich verurteile das genauso wie Du, aber etwas Neues ist es nicht.
 
Zimtzicke schrieb:
Was hier im Moment passiert, sollte uns allen zu denken geben.

Würde ich auf der anderen Seite des Gewehrs stehen, würde es mir zu denken geben, aber so? Im schlimmsten Fall gibt´s mehr Tschingbumm, vielleicht auch bei uns, das ist keine Änderung zu den letzten Jahren, im besten Fall erweitert der "Westen" seinen Einfluss, was gibt´s daran auszusetzen? Plus, mir fällt keine effiziente Art ein, Terrorismus zu bekämpfen, so spontan, wie würdest du denn mit dieser Bedrohung umgehen, wenn du allein entscheiden könntest?
 
Oxblood schrieb:
Würde ich auf der anderen Seite des Gewehrs stehen, würde es mir zu denken geben, aber so?

Das Problem ist, daß man nicht weiß, wann man vielleicht auf der anderen Seite steht. Wenn die Amis sich auf die eindeutig "Bösen" konzentrieren, ist das kein Problem. Aber es sind ja auch schon Leute in Deutschland einfach so von der Straße verschwunden und in einem CIA-Bunker gelandet. Nächstes Mal machen sie sich vielleicht nicht mehr die Mühe mit Entführung und Verhör und schaffen gleich Tatsachen. Und dann ist so eine kleine Datenpanne à la "Brazil" schon echt unangenehm :deal:

Ist natürlich nur die überzogene Horrorvision, aber im Auge und Hinterkopf sollte man das schon behalten.
 
Ach, ich bin paranoid genug, Hauptsache ist, EINE Gruppierung setzt sich endlich mal durch hier damit wir oder dann die endlich zu Potte kommen, wir haben nicht ewig Zeit für Fortschritt, Wohlstand und Erkenntnis ;)
 
Zimtzicke schrieb:
Eine Person kann ein militärisches Ziel sein? Laut wem? UN? Nato? Eine Gruppierung kann ein militärisches Ziel sein? UN? Nato?

ein haus in dem sich der vater eine terrororganisation versteckt hällt und munter weiter verbindungen zu dieser organisation pflegt KANN KEIN militärisches ziel sein?
 
lüsterneLINDA schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Eine Person kann ein militärisches Ziel sein? Laut wem? UN? Nato? Eine Gruppierung kann ein militärisches Ziel sein? UN? Nato?

ein haus in dem sich der vater eine terrororganisation versteckt hällt und munter weiter verbindungen zu dieser organisation pflegt KANN KEIN militärisches ziel sein?

Laut Völkerrecht darf ein Mensch auch bei einer militärischen "Aktion" nicht absichtlich getötet werden. Wo wir bei Bin Laden jetzt streiten könnten, so hat die Nato bei Gaddafi selbst Angst, dass ein Nachspiel kommen könnte.
 
wiki - Krieg gegen den Terror

Kritiker sind der Meinung, dass es ein Widerspruch sei, eine Kriegserklärung abzugeben, ohne einem Staat den Krieg zu erklären. Der „Krieg gegen den Terrorismus“ bewirke damit die Schaffung eines permanenten Ausnahmezustandes und schaffe einen rechtsfreien Raum, in dem sogenannte ungesetzliche Kombattanten unter Missachtung der Genfer Konventionen interniert werden können – wie zum Beispiel in Guantánamo Bay. Auch hochrangige amerikanische Institutionen wie der Supreme Court beziehen hierzu eine kritische Position (vgl. die Grundsatzentscheidungen Rasul gegen Bush und Hamdan gegen Rumsfeld).

Zudem sei unklar, unter welchen Bedingungen der „Krieg gegen den Terrorismus“ je ein Ende finden könne: Terrorismus sei kein klar abgegrenzter Feind, sondern eine Methode, um politische Ziele durchzusetzen. Diese Begrifflichkeit berge die Gefahr, verbindliche Rechtsrahmen aufzuweichen. Vor diesem Hintergrund haben sowohl amerikanische als auch internationale Kritiker die Schaffung des Military Commissions Act scharf kritisiert. Das Gesetz trat im Oktober 2006 in Kraft und gibt dem Präsidenten sehr weitreichende Vollmachten über die Behandlung von sogenannten „illegal enemy combattants“.
 
Zimtzicke schrieb:
lüsterneLINDA schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Eine Person kann ein militärisches Ziel sein? Laut wem? UN? Nato? Eine Gruppierung kann ein militärisches Ziel sein? UN? Nato?

ein haus in dem sich der vater eine terrororganisation versteckt hällt und munter weiter verbindungen zu dieser organisation pflegt KANN KEIN militärisches ziel sein?

Laut Völkerrecht darf ein Mensch auch bei einer militärischen "Aktion" nicht absichtlich getötet werden. Wo wir bei Bin Laden jetzt streiten könnten, so hat die Nato bei Gaddafi selbst Angst, dass ein Nachspiel kommen könnte.

bleiben wir doch einfach mal beim thema.

die usa haben, so wie sich die sachlage zur zeit darstellt, die souveränität pakistans verletzt. es wird zwar auch gemunkelt die USA könnten einen deal mit pakistan gemacht haben, wonach sie osama bekommen und im gegenzug pakistan mehr macht bei der sicherung afghanistan erhalten (was auch immer das heißen mag), aber nichts genaues weiß man nicht.
dieser punkt wird den USA aber wohl keine probleme bereiten. erstrecht nicht wenn sich wirklich rausstellen sollte, dass die regierung pakistans bewußt osama bin laden gedeckt hat.

dann wäre noch die frage ob osama überhaupt ein militärisches ziel gewesen ist, oder dem seine hütte oder was auch immer. diese frage dürfte für mich auch relativ einfach geklärt werden. die haben ja allerlei festplatten, DVDs und papiere sichergestellt und die kuriere sprechen auch ne deutliche sprache. die USA haben ja aus gutem grund seine villa nicht weggebommt. und allen ernstes, wer glaubt den wirklich das sich osama wirklich zur ruhe gesetzt hat und mit dem (aktiven) terrorismus komplett abgeschlossen hat?

bleibt schließlich noch die frage ob sie ihn exekutiert haben. dafür gibts im moment außer persönlicher vermutungen keine anhaltspunkte. da die gesamte operation aber gefilmt wurde, kann man dies auch sehr einfach aufklären. und da international der druck bzgl dieser frage doch recht groß ist, denke ich mal werden diese videos irgendwann mal veröffentlicht.

gaddafi und alles damit verbundene ist für mich ne andere baustelle für die ich mich persönlich wenig bis überhaupt nicht interessiere. klingt kalt, ist aber so. und nur weil ich die operation gegen osama richtig wie auch wichtig finde heißt das nicht, dass ich alles was das US militär so veranstalltet für richtig halte. jede aktion muss für sich alleine bewertet werden.
 
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