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Mogelminister Guttenberg

Karl-Theodor zu Guttenberg

  • Rücktritt

    Stimmen: 63 42,9%
  • Ich hab auch schon abgeschrieben

    Stimmen: 46 31,3%
  • Mir alles egal

    Stimmen: 38 25,9%

  • Umfrageteilnehmer
    147
  • Umfrage geschlossen .

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Seo schrieb:
Ich finde die tatsache, dass er Teile seiner Arbeit abgeschrieben hat, gar nicht so schlimm. Seine Kommunikation ist viel schlimmer. Erst streitet er alles ab, und jetzt gibt er dann doch plötzlich zu, dass er geschummelt hat.
Genau wie dieser Bombenangriff auf den Tanklastzug. Erst war der völlig angemessen, dann wars ein barbarischer Akt.
Und natürlich wird wegen der Sache mit der Gorch Forck niemand zur Rechenschaft gezogen, nur um dann einen tag später den Kapitän dann doch zu suspendieren.

Kein Politiker hält sein Fähnchen in den Wind wie unser Freiherr, und trotzdem´jubeln ihm alle zu.

Oberst Klein ist ohne Karriereknick wieder im Dienst. Jegliche Strafverfahren oä, die auch zivil gegen ihn eingeleitet wurden, sind abgeschmettert worden.
Das es sich bei dem Angriff um Barbarei handelt wurde höchstens von den Linken behauptet, Guttenberg hat nur von "nicht militärisch notwendig" gesprochen, sich dann aber auch davon wieder distanziert. War ein Schnellschuss, mag sein, der Ibuk will ja unbedingt als Macher dastehen, weswegen er sich auch alle 2 Monate in Afghanistan blicken lässt.
Damit kann er imo ruhig einen Gang zurückschalten, die ständigen Besuche müssen ja auch gesichert werden und binden so eigene Kräfte, die eventuell sinnvoller eingesetzt werden können.

Warum das Volk an sich ihn aber so mag, das weiß der Geier. Ich kanns nicht nachvollziehen:?
 
Seo schrieb:
Ich finde die tatsache, dass er Teile seiner Arbeit abgeschrieben hat, gar nicht so schlimm. Seine Kommunikation ist viel schlimmer. Erst streitet er alles ab, und jetzt gibt er dann doch plötzlich zu, dass er geschummelt hat.

das wäre ja mal was, aber genau das gibt er immernoch nicht zu. der gesteht ja nur gewaltige fehler bei seiner arbeit gemacht zu haben, weil er über die zeit den überblick über seine quellen verloren hat.:fp:
plagiat und schummeln gesteht er null!

die beweislage ist erdrückend und er versucht sich immernoch mit fadenscheinigenden hundeblickentschuldigungen bei seinen anhängern zu entschuldigen und die fressen ihm aus der hand. die denken sich jetzt alle, ach ist das ein aufrichtiger mann, der seine fehler engesteht.

aber er gesteht eben nicht seine fehler ein, er gesteht erfundene fehler ein. sowas geht garnicht. und in zeiten, in denen man soetwas leicht überprüfen kann, ist es richtig solche menschen zu entzaubern. früher ging das ja leider nicht, aber heute ist es die pflich die wahrheit über diese menschen zu zeigen.
 
Und dann?
Dann hast du ihn bloßgestellt, im besten Fall einen fähigen Minister entmachtet und durch eine weitere profillose Ministeriumsleiche ersetzt.
Guttenberg ist nicht Berlusconi. Dem gehört der Doktor entzogen und dann ist auch gut.
 
Tommse schrieb:
dann wissen die wähler die wahrheit und können bei der nächsten wahl für sich objektiv entscheiden, ob sie ihm (oder seiner partei) die stimme geben wollen oder nicht. so sollte es in einer demokratie laufen, finde ich.

gibt bestimmt genug menschen, die selbst mal lügen und ihm deshalb seine lügen gerne verzeihen.;)
 
lüsterneLINDA schrieb:
plagiat und schummeln gesteht er null!

Weil das irgendwo auch einen Vorsatz voraussetzt. Möglichweise ist er auch einfach nur ein mieser wissenschaftlicher Arbeiter. Soll vorkommen. Und wenn ich mir mal das Guttenplag Wiki so anschaue - wenn nur die Hälfte davon stimmt, dann muss man sich fragen, wie der überhaupt an den Titel gekommen ist. Das Prüfungskommiteé hat da absolut erbärmlich versagt.
Man darf nämlich nicht vergessen, dass jemand Guttenberg diesen Titel verliehen hat. Der kommt nicht automatisch mit der Abgabe der Arbeit. Die wird nämlich kontrolliert (bei uns in der Branche sind das afaik 3-4 Leute) und zum Schluss gibt es eine Verteidigung, wo er seine Arbeit vorstellen und anschließend den Prüfern zu seiner Arbeit Rede und Antwort stehen muss.
Und wenn die Arbeit wirklich vorn und hinten zusammengeklaut wurde, dann steht hier auch die mehr als berechtigte Frage im Raum, wie Guttenberg diese Prüfung überhaupt passieren konnte.
 
@Tommse
und die sache wäre auch schon lange vorbei, hätte fuddenberg nicht so ne lange leitung und würde endlich mal kapieren was man ihm vorwirft. aber da dem nicht ist, wird uns dieses theater noch nen paar tage begleiten.

Glod schrieb:
Weil das irgendwo auch einen Vorsatz voraussetzt. Möglichweise ist er auch einfach nur ein mieser wissenschaftlicher Arbeiter.

wenn das kein vorsatz war, dann muss er nicht nur ein mieser wissenschaftlicher arbeiter sein, sondern die aller dümmste der geschichte. und wenn er so ein schlechter wissenschaftler ist, dann sollte er zumindest als bundespolitier intelligent genug dafür sein um zu erkennen, dass ein wissenschaftlicher titel nicht erstrebenswertes für ihn ist. und bevor man doktor werden kann, muss man beweisen können, dass man wissenschaftlich arbeiten kann und diese doktorarbeit war auch nicht seine erste wisenschaftliche arbeit.

und du hast vollkommen recht, wie ich schon vor einigen seiten geschrieben habe, ist hier an der renomierte uni buyreuth die kacke auch schön am dampfen. der verdacht, dass die ihm nen promibonus gegeben haben, ist wohl alles andere als unberechtigt. auch wenn die dank der eidesstattlichen erklärung davon ausgehen konnten, dass es sich um seine arbeit handelt, mussten sie doch spätestens nach dem lesen merken, dass es sich hier nicht um die arbeit eines mannes handelt.
 
wenn ich meine karriere durch aufrichtigkeit retten kann, würde ich sofort auf so ne wissenschaftlich wertlose arbeit verzichten.

und er hat ja eben nicht 7 jahre an der doktorarbeit gearbeitet, der hat 7 jahre lang an allem anderen als der doktorarbeit gearbeitet, deshalb hat er ja jetzt das problem. hätte er sich 4 jahre richtig zeit dafür genommen, wie andere auch, hätte er auch ne eigene arbeit zusammen gebracht und hätte nciht bei anderen klauen müssen.

eddi:
und noch mal was zum thema buyreuth:

für alle absolventen dieser uni muss es jetzt ja nen schlag ins gesicht sein. wer sich mit nem abschluss dieser uni irgendwo bewirbt, darf sich jetzt erst mal nen dummen witz anhören. dass ist ja die lachnummer schlechthin. auf denen liegt nen schatten ob sie nicht auch einfach nichts draufhaben. klar ist das nicht die schuld von fuddenberg, sondern ganz klar von der uni. der fuddenberg war halt nur nutznießer.
 
Also bei 475 Seiten - Copy+Paste hin oder her - hat der da schon einiges investiert. Die meisten Doktorarbeiten, die ich kenne, kratzen hart an der 100. 475 ist schon mächtig böse, auch wenn da 70 Seiten nur Anhänge sind. Ich glaube, viele Leute haben eine völlig falsche Vorstellung davon, wie so eine Arbeit entsteht. Es hat sich anscheinend der Eindruck gebildet, dass Guttenberg das Ding einfach mal so in knapp 3 Wochen zusammenkopiert hat.
 
Phase1: Neeee, die Vorwürfe sind absurd!, Phase2: mmmh ja es könnten sich vielleicht ein paar Fehler eingeschlichen haben!, Phase3: Ich bin eine alte Lügensau, habe die Arbeit abgeschrieben und bitte dafür um Entschuldigung!!


Danke schön Deutschland, für solche Volksvertreter!!! :skep:
 
Glod schrieb:
Weil das irgendwo auch einen Vorsatz voraussetzt. Möglichweise ist er auch einfach nur ein mieser wissenschaftlicher Arbeiter.

Nein, absolut ausgeschlossen. Guttenberg ist kein Naivling, der seine Hausarbeit für das Einführungsseminar im Bachelor-Studium geschrieben hat. Wir reden hier von einer Doktorarbeit.

Wenn es sich bei den Plagiaten um Versehen handeln sollte, dann muss er unbedingt und sofort zurücktreten. Wer mit etwas simplen wie dem Zitieren in einer wissenschaftlichen Arbeit überfordert sein sollte, der hat ernsthafte Probleme, was seine Intelligenz betrifft.

Aber wie gesagt: Seine "Fehler" sind vorgeschoben. Das lässt den Schluss nahe, dass es darum geht seinen Ghostwriter zu vertuschen. Dafür ist dem Guttenberg alles recht.

Edit: Und die Mehrzahl der Doktorarbeiten kratzt ganz sicher nicht an der 100. Das mag vielleicht im Ausnahmefall Medizin so sein. In den geisteswissenschaftlichen Fachbereichen sind aber 200-500 die Regel.
 
Man sollte sich - ganz unabhängig von der Bewertung und dem weiteren Schicksal des Ministers - mal vor Augen halten, was für ein Signal gesendet würde, wenn dieser Betrugsversuche (denn nichts anderes ist es nach dem jetzigen Kenntnisstand mehr) keine nennenswerten Konsequenzen hätte (d.h. nur Aberkennung des Titels, den Herr Guttenberg rhetorisch geschickt ja quasi jetzt als eine Art "freiwilliges Beugen vor dem unnötigen Druck" inszeniert): In jeder Studienordnung steht drin, dass ein nachgewiesener Betrugsversuch idR zur Exmatrikulation führt und ein entsprechender Vermerk angebracht wird. D.h. dass eine Uni-Karriere, und erst recht eine wissenschaftliche, im Normalfall damit beendet ist. Darüber hinaus ist es sogar strafrechtlich relevant, wenn es um Urheberrechtsverletzung geht. Also sollte man nicht so tun, als wäre das hier alles eine Lappalie. Jeder andere würde über soetwas endgültig stolpern. Mich erschreckt bei der Sache garnicht mal so sehr die offensichtliche Dummheit oder Dreistigkeit (oder beides) von Guttenberg bei der Anfertigung der Arbeit, sondern der Umstand, dass dieses Machwerk dann auch noch von einem renommierten Juristen mit summa cum laude benotet wird und es sonst keinem auffällt. Weiterhin die Art und Weise mit der Guttenberg jetzt offensiv und dreist mit der ganzen Sache umgeht - das ist einfach erbärmlich und ich hoffe allein deswegen, dass er damit nicht durchkommt.
 
@ Nasreddin

Wie ich schon schrieb: Eine Doktorarbeit bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Verfasser derselben ein toller Wissenschaftler ist, der Ahnung vom Schreiben solcher Arbeiten hat. Eine Doktorarbeit ist einfach nur ein weiterer akademischer Schriebs, dessen Anspruch obendrein auch noch sehr stark und mitunter von Uni zu Uni schwankt. Die Erlaubnis, eine Doktorarbeit zu verfassen, ist normalerweise an einen gewissen Notendurchschnitt gebunden. Der lag z.B. bei mir am Lehrstuhl bei 2.5 (!!!). Will heißen, es braucht hier nur einen guten Studenten mit Tendenz zur Mittelmäßigkeit, um die Chance zu erhalten, einen Doktortitel zu erwerben. Und je nach Wertigkeit einer Doktorarbeit braucht es noch nicht mal das. In der Medizin ist z.B. kein abgeschlossenes Studium erforderlich, um eine Doktorarbeit zu beginnen.

Und was das mit den "Versehen" und "sofort zurücktreten" angeht: Wissenschaftliche Arbeiten zu verfassen, ist eine Kunst für sich. Das kann auch nicht jeder, egal wie intelligent er ist. Man muss sich teilweise unglaublichen Schwurbel aus den Fingern saugen und nicht jeder ist ein guter Autor. Hier werden wieder Zusammenhänge gezogen, die gar nicht da sind.
 
Glod schrieb:
Also bei 475 Seiten - Copy+Paste hin oder her - hat der da schon einiges investiert. Die meisten Doktorarbeiten, die ich kenne, kratzen hart an der 100. 475 ist schon mächtig böse, auch wenn da 70 Seiten nur Anhänge sind. Ich glaube, viele Leute haben eine völlig falsche Vorstellung davon, wie so eine Arbeit entsteht. Es hat sich anscheinend der Eindruck gebildet, dass Guttenberg das Ding einfach mal so in knapp 3 Wochen zusammenkopiert hat.

Man muss hier ganz klar nach Fach- und Arbeitsgebiet unterscheiden. Dissertationen von ~100 Seiten, die du hier nennst, sind allenfalls im naturwissenschaftlichen Bereich denkbar. In den Geisteswissenschaften sind etwa 300-400 die Regel (was den reinen Text angeht). Darüber hinaus sagt die Länge nichts über die Qualität einer Arbeit aus. Die meisten Leute haben das ganz große Problem, dass sie eklatant kürzen müssen, damit die Arbeit im vorgegebenen Rahmen bleibt. Es ist wesentlich schwieriger, komplexe Gedankengänge in konziser knapper Form zu formulieren, als lang zum Schwafeln auszuholen. Das wird jeder wissen, der an sowas schon einmal arbeiten musste.
 
Unabhängig davon wie es wirklich gelaufen ist, der Schaden für "die" Politik ist angerichtet. Das Stimmvieh (aka Wähler/Nichtwähler) hat einen weiteren Grund zu glauben, dass da oben nach Belieben getrickst/geschummelt/betrogen wird. Die gefühlte Ohnmacht wird meiner Meinung nach weiter zunehmen, was im Endeffekt zu noch mehr Politikverdrossenheit führen wird. Rückläufige Wahlbeteiligung ick hör dir trapsen.
 
Ich find das ganze Gerede über die Doktorarbeit ist vollkommen irrelevant. Der einzige Punkt, den ich ankreide, ist, dass er seinen Hut nehmen muss, wenn er wirklich Mitarbeiter seines Ministeriums für seine persönlichen Zwecke hat arbeiten lassen.

Ob der sich den Doktortitel erschleicht, ihn behält, verliert, abgibt oder seine Katze damit spielen lässt interessiert mich null.
 
@ Canuck

Jep, ich bezog mich da auf den naturwissenschaftlichen Bereich. Das bei den brotlosen Künsten 300-400 Seiten die Regel sind, finde ich schon garstig, aber irgendwie überrascht es mich auch nicht. :ugly:
 
Glod schrieb:
Jeder andere hätte das Gleiche getan.

Jeder Andere, der so etwas getan hätte und dabei erwischt worden wäre, würde wohl gnadenlos abgestraft werden, wäre ein für alle mal erledigt und könnte sich hernach gleich mal nen Termin beim Sozialamt geben lassen!!!
 
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