Wir kommen n bisschen zu sehr ins Tausendste. Ganz einfach: Ich bin der festen Überzeugung, dass es unklug von Gabriel war, die von Slomka vorgetragenen Bedenken mit "Quatsch" zu bewerten. Grund: Verfassungsrechtler äußern Bedenken, da die Demokratie vom Staatsbürger, nicht vom Parteimitglied ausgehen soll (ungefähr so ähnlich wurde es glaube ich formuliert). Dass SPD-Mitgliedern jetzt also ein Vetorecht zukommt scheint nicht unbedenklich zu sein. So eine Diskussion gehört in meinen Augen sachlich und auf Basis von Gutachten diskutiert und nicht einfach mit "Quatsch" abgetan. Was ich, Hamlet oder Fanatic für richtig befinden, darüber möchte ich mich doch gar nicht streiten. Verfassungsrechtlich gibt's aber Bedenken, das kann man nicht einfach abwinken. Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen unmissverständlich und sachlich klarstellen konnte, wieso ich es NICHT für ne blödsinnige Diskussion halte.

Ich fand es außerdem nicht gut, dass er Slomka den Vorwurf gemacht hat, dass sie das aufgrund seiner Parteizugehörigkeit gemacht hat. Ist einfach n bisschen unglücklich. Generell mag ich Gabriel ja. Auch wenn ich bisher noch nie SPD gewählt hab. An Slomkas Stelle wär ich da aber auch nicht wiederholt drauf eingegangen.