Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

360/PC Metro 2033

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

pualani schrieb:
Bei einem Egoshooter habe ich ebenfalls nichts dagegen wenn der Char stumm ist. Emotionen sind dann von mir gefordert und nicht von der Spielfigur.

Ja aber das Eine schließt das Andere doch nicht aus. Eine Spielfigur kann eine Seele besitzen und trotzdem in uns Emotionen auslösen. Das wird von einigen hier irgendwie so dargestellt als ob ein Held mit Seele dem Spieler den emotionalen Zugang verbaut. Und was hab ich von meinen Emotionen wenn das Spiel mir wiederum keine Schnittstelle liefert?
 
Dr.Para schrieb:
finds aber auch wieder schade. schließlich spielt man artjom. den hauptcharakter in der buchvorlage. und da war er alles andere als stumm. nun aber im spiel ist er es. da geht einiges verloren. hätten sie n anderen charakter benutzt, okay.. aber n bestehenden oder bekannten plötzlich in die stummheit zu verbannen, find ich alles andere als sinnvoll. vorallem für die leute, die das buch gelesen haben.
vorallem in den angst zuständen wäre es sicherlich ideal gewesen, ihn irgendwelche selbstgespräche führen zulassen...

das finde ich auch.

wenn er zb später alleine durch die tunnel läuft oder diese szene relativ am anfang, wo er mit dem trupp unterwegs zum prospekt mira ist und aus dem rohr diese geräusche kommen und seine kameraden durchdrehen und er die dann mit der draisine rettet. würde man nicht seine gefühle und gedanken kennen in dem moment, wäre die szene nur schwer verständlich. zudem führt er ja einige wichtige gespräche, die dann aber vielleicht per cut-scene kommen?
 
also ich habe nichts gegen sprachoptionen, wie in oblivion oder fallout. aber wenn ich nachdenke, wie sowas in einem ego-shooter meistens aussieht?
"yeah, baby" - serious sam
"verrecke, du arsch" - borderlands
"und loooos" - alle kriegsspiele.

ich glaube, ein sprechender hauptcharakter hat mir nur in conker gut gefallen :)
 
frisell schrieb:
also ich habe nichts gegen sprachoptionen, wie in oblivion oder fallout. aber wenn ich nachdenke, wie sowas in einem ego-shooter meistens aussieht?
"yeah, baby" - serious sam
"verrecke, du arsch" - borderlands
"und loooos" - alle kriegsspiele.

ich glaube, ein sprechender hauptcharakter hat mir nur in conker gut gefallen :)

Ja gut, die von dir genannten Spiele sind jetzt auch nicht gerade dafür bekannt charakterliche Tiefe zu besitzen. :D
 
KaKun schrieb:
pualani schrieb:
Bei einem Egoshooter habe ich ebenfalls nichts dagegen wenn der Char stumm ist. Emotionen sind dann von mir gefordert und nicht von der Spielfigur.

Ja aber das Eine schließt das Andere doch nicht aus. Eine Spielfigur kann eine Seele besitzen und trotzdem in uns Emotionen auslösen. Das wird von einigen hier irgendwie so dargestellt als ob ein Held mit Seele dem Spieler den emotionalen Zugang verbaut. Und was hab ich von meinen Emotionen wenn das Spiel mir wiederum keine Schnittstelle liefert?

Es gibt halt zwei völlig unterschiedliche Designphilosphien bei Egoshootern:
1) Der Spieler steuert einen Avatar aus der Ichperspektive (die meisten Spiele)
2) Der Spieler schlüpft in die Rolle und ist selbst im Spiel

Letzteres ist in meinen Augen bei Half Life gut gelungen, auch wenn es konsequenter und besser gewesen wäre, wenn man Gordon Freeman durch einen völlig anonymen Charakter ersetzt hätte, den der Spieler dann ausfüllt. Diese Art von Spiel erfordert natürlich auch etwas (durchaus kindliche) Fantasie, man kann ein solches Spiel nicht distanziert spielen, sondern muss sich darauf einlassen und sich in die Spielwelt versetzen.

Deine Einwände gegen die Einbahnstraße vom Spiel zum Spieler sind berechtigt, ich verspreche mir da von Project Natal interessante Möglichkeiten, wie die Reaktionen des Spielers auf die Spielwelt wiederum interessante Effekte in der Spielwelt auslösen könnten. Aber ich stimme dir zu, dass da auch in Eggosshotern mehr passieren muss, gerade in Spielen wie Metro 2033 darf nicht die einzige Interaktionsmöglichkeit mit den anderen Figuren die Waffe sein.
 
Beispiel Bioshock:

Gerade weil mein Held stumm war, wurde ich so von der Atmosphäre gefangen genommen. Die Funksprüche gingen nämlich direkt an mich, an den Spieler ....und nicht an die KI im Spiel, die dann darauf geantwortet hätte.
Ich bin ganz klar für einen stummen Charakter, da so die Emotionen imo besser beim Spieler/Zuschauer ankommen.
 
Ich finde stumme Charaktere (denen die Entwickler iene Identität gegeben haben) halbherzig. Wenn schon Egoperspektive, dann keine fremde Spielfigur. Stattdessen bin ich dafür, dass noch mehr das Gefühl erzeugt wird, dass ich persönlich in der Spielwelt bin,
 
Männer so siehts aus! :bier:

Ein Egoshooter möchte in den meisten Fällen das man sich in die Spielfigut hinein versetzt und wenn das virtuelle Ich dann auf einmal los quasselt, distanziert man sich automatisch davon, weil man das ja nicht ist.

Nasreddin hat schon recht, wer viel Fantasie hat kann bei einem Egoshooter viel leichter in diese Rolle schlüpfen, als jemand der alles nüchtern von außen betrachtet (ist doch eh nur ein Spiel aus einsen und nullen).
 
Seit dem doch recht harten Schlag, dass Stalker doch nicht für Xbox360 kommt (hab mich da echt riesig drauf gefreut), freue mich auf Metro. Das sieht doch ganz klasse aus und habe praktisch noch 0 Wissen dazu, außer nen paar Screens :D
 
na, mal gucken. stalker hat schon sehr von der offenen spielwelt gelebt. da ist das u-bahn system schon was ganz anderes. obwohl... wieso sollte man das nicht umsetzen können? lassen wir uns überraschen. aber von der atmo wird es n ähnlicher kracher. :)
 
Na ich glaub nicht das Metro so extrem rollenspiellastig ausfallen wird wie es ein Stalker ist. Gerade wegen dem recht heftigen SG usw.
Aber mal abwarten. Ich freu mich auch schon riesig darauf. :)
 
Master-Dan schrieb:
Nasreddin hat schon recht, wer viel Fantasie hat kann bei einem Egoshooter viel leichter in diese Rolle schlüpfen, als jemand der alles nüchtern von außen betrachtet (ist doch eh nur ein Spiel aus einsen und nullen).

Jaaahaaa, aber wenn ich meine Fantasie bemühen will, dann lese ich ein Buch. :D

Man kann zwar imho Dinge der Fantasie überlassen (subtile Gewalt zB.) aber stille Charaktere gehören für mich nicht dazu.
 
Ich persönlich halte schweigende Charaktere immer für geistig minderbemittelt. In nem Action Spiel, okay, da müssen sie ja nur den Finger um den Abzug krümmen können, aber generell finde ich es scheiße und mit Identifikation ist da gar nix.
 
Und sich soweit in ein Spiel hineinzuversetzen, das man es quasi selber ist, dann ist das für mich geistig schon nicht mehr normal, vor allem bei einem Actionspiel. Erinnert mich dann an dieser UT-Jungen im Netz. :D
Bei eher gefühlvollen Spielen, die einen versuchen emotional mit einzubeziehen kann ich das schon eher vorstellen. WObei ich immer einen guten Sprecher favorisieren würde.
 
Interessantes Thema IMO.

Ich find's schade, dass auch bei Ego-Shootern der Charakter immer still ist. Die Story von den meisten Spielern lässt mich nur rudimentär erahnen, worum es geht, wen ich überhaupt spiele und warum. In den meisten Shootern gibt's nichtmals Cut-Scenes wo der Protagonist mal gezeigt wird. Es gibt bei Shootern kaum Gespräche, der Spieler ist kein Bestandteil der Story. Gesichtslos.

Ich finde wie MKS, dass die Identifikation mit der Figur völlig fehlt. Und die Interaktion mit der Umwelt.
 
Zurück
Oben