System: 3DS
Spieler: 1
Sprache: dt. Texte, keine Sprachausgabe
Entwickler: MercurySteam
Publisher: Nintendo
USK: ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum: 15. September 2017
Besonderheiten: Das Spiel ist ein Remake von Metroid II: Return of Samus, welches 1991 für den GameBoy erschienen ist.
Nachdem die Kopfgeldjägerin Samus Aran auf dem Planeten Zebes die Anführerin der Weltraum-Piraten Mother Brain getötet hat, wird sie vom Galaktischen Rat zum Planeten SR388 entsandt. Ihr Auftrag: die restlichen Metroids töten. Kurz zuvor riss der Kontakt zu einer Spezialeinheit ab.
Normalerweise sag ich an dieser Stelle etwas zur Story, doch das ist in diesem Fall nicht möglich, denn leider besitzt das Spiel so gut wie keine Story. Nach dem kurzen Intro-Video kommt bis zu den Credits gar nichts mehr. Keine Nachrichten, keine Monologe, keine Botschaften oder versteckte Dateien. Nada.
Das ist zwar bedauerlich, tut dem Spielspaß aber kaum einen Abbruch. Ihr kennt euren Auftrag und seid alleine auf einem lebensfeindlichen Planeten. Fortan geht also nur noch ums Töten der Metroids.
Das Spielprinzip der Metroid-Reihe ist immer gleich. Ihr erforscht ein Areal und mit zunehmender Spieldauer verbessert ihr eure Ausrüstung. Dadurch eröffnen sich neue Pfade und es lohnt sich häufig bereits besuchte Gebiete nochmal abzuklappern. Dieser grundlegende Gedanke ist auch hier nicht anders. War auch logisch, denn Samus Returns ist “nur” ein Remake des Gameboy Spiels "Metroid II".
Den direkten Vergleich kann ich leider ziehen, denn das Original habe ich nie gespielt.
Samus Returns ist ein sehr flottes, flüssiges Spiel. Samus Bewegungen sind etwas schneller, als ich sie von Super Metroid in Erinnerung habe. Ein neuer Move trägt sein Übriges dazu bei: ihr könnt von Beginn an Angriffe der Gegner kontern.
Am Anfang könnten Einige noch ihre Probleme haben, doch mit jedem erworbenen Item und mit jeder Übungsstunde bewegt ihr euch flüssiger durch die Level.
Einige Spieler könnten dies auch als Nachteil sehen. Gegen Ende ist Samus so stark, dass normale Gegner kein Hindernis mehr darstellen. Die Zwischen- und Endgegner werden dagegen immer stärker, wodurch sich der Schwierigkeitsgrad etwas unausgewogen anfühlen könnte. Mich hat dies nicht so gestört. Störend fand ich allerdings, dass insbesondere ein Zwischengegner wirklich sehr heftig war. Es sind zwar bei allen Gegnern immer die gleichen Muster, aber dieser Eine mündete im reinen Trial & Error. Allgemein fand ich den Schwierigkeitsgrad eher knackig und leider kann man keine leichtere Stufe wählen.
Nach dem Durchspielen wird ein neuer Grad freigeschaltet, der schwerer ist. Leider müsste man den auf den vorhandenen Speicherslot anwenden.
Das Speichern ist relativ gut gelöst. Alle 15 Minuten etwa trefft ihr auf eine Speichermöglichkeit. Zusätzlich wird vor den schweren Gegnern zwischengespeichert - aber nur solange, wie der 3DS eingeschaltet bleibt.
Ladezeiten gibt es nur beim Spielstart, beim Speichern, beim Teleportieren und bei der Benutzung des Aufzuges. Sie könnten kürzer sein, kommen zum Glück aber nur selten vor.
Neue Waffen gibt es, soweit ich mich erinnere, nicht. Dafür hat Samus neue Fähigkeiten, wie z.B. eine Echoortung. Damit könnt ihr das Areal scannen und so vorab Geheimgänge erkennen. Und davon gibt es sehr viele. Alle vier Fähigkeiten musste ich regelmäßig einsetzen. Diese zehren von einer zusätzlichen Energieleiste, die ihr genau wie eure Lebensenergie durch besiegte Gegner wieder auflädt.
Wer fleißig die Karte benutzt, wird auch fast immer wissen, wo es weitergehen könnte. Samus Returns ist aufgrund seiner Item-Verteilung sehr linear. Zwischendurch könnt ihr zwar mit den neuen Items alte Areale abgrasen, wirklich Sinn macht es aber es am Schluss. Und das auch nur, wenn ihr unbedingt alles finden wollt.
Technisch ist Samus Returns äußerst ansehnlich und immer flüssig, selbst wenn wirklich viel los ist. Besonders positiv sticht der extrem gute 3D-Effekt hervor.
Der Sound ist gut, aber könnte noch prägnanter sein. Die Stücke waren nicht so eingängig wie die von Super Metroid.
Auch die Atmosphäre hält dem direkten Vergleich nicht stand. Das Gefühl der Einsamkeit ist bei Super Metroid stärker. Es ist schwer zu erklären, aber Samus Returns wirkt mehr wie ein Actionspiel und nicht so bedrohlich.
In Summe aber ein sehr schönes Spiel, das dem SNES-Klassiker schon recht nahe kommt.
Spieldauer: Der Fortschritt ist nur abhängig von der Anzahl der gefundenen Items. Ich hatte beispielsweise: 30% nach 8 Stunden und 100% nach 17 Stunden.
Pro/Contra
+ toller Spielfluss
+ motivierendes Gameplay
+ großer Umfang
+ gelungener 3D-Effekt
+ technisch 1A
+ faire Speicherpunkte
+ gutes Leveldesign, aber leider...
- ...typischerweise mit viel Backtracking
- keine Story
- nur wenig verschiedene Gegnertypen
- eine größere Trial & Error-Stelle
- manchmal sehr schwer, keine Wahl des Schwierigkeitsgrades möglich
Fazit: Actionreich und knackig. Ein sehr gutes, flottes Metroid-Spiel. Es macht Lust auf mehr, frustriert aber manchmal auch.
8/10
Quellen der Bilder: vignette.wikia.nocookie.net/metroid , jpgames.de
Spieler: 1
Sprache: dt. Texte, keine Sprachausgabe
Entwickler: MercurySteam
Publisher: Nintendo
USK: ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum: 15. September 2017
Besonderheiten: Das Spiel ist ein Remake von Metroid II: Return of Samus, welches 1991 für den GameBoy erschienen ist.
Nachdem die Kopfgeldjägerin Samus Aran auf dem Planeten Zebes die Anführerin der Weltraum-Piraten Mother Brain getötet hat, wird sie vom Galaktischen Rat zum Planeten SR388 entsandt. Ihr Auftrag: die restlichen Metroids töten. Kurz zuvor riss der Kontakt zu einer Spezialeinheit ab.
Samus findet einige Leichen der Spezialeinheit und kämpft sich immer tiefer in den Planeten. Sie tötet über 40 Metroids verschiedener Formen. Am Ende steht sie der Metroid-Königin gegenüber. Nach ihrem Ableben schlüpft ein Metroid-Baby aus dem letzten Ei. Samus will es nicht töten. Das Baby folgt ihr daraufhin und hilft ihr sogar. Samus will den Planeten verlassen, doch an der Landestelle wird sie von Ridley überrascht. Sie tötet das Monster und fliegt mit dem Metroid-Baby davon.
Am Ende sieht man noch ein kleines Monster auf SR388, das von einem gelben Parasiten übernommen und verändert wird.
Aus der Galerie, die sich je nach Spielfortschritt freischaltet, kann man noch folgendes ableiten: Die Chozo erschufen die Metroids um die X-Parasiten aufzuhalten. SR388 ist der Heimatplanet des Parasiten. Doch die Metroids richteten sich gegen ihre Schöpfer, die nach der Versiegelung einiger Bereiche flohen.
Am Ende sieht man noch ein kleines Monster auf SR388, das von einem gelben Parasiten übernommen und verändert wird.
Aus der Galerie, die sich je nach Spielfortschritt freischaltet, kann man noch folgendes ableiten: Die Chozo erschufen die Metroids um die X-Parasiten aufzuhalten. SR388 ist der Heimatplanet des Parasiten. Doch die Metroids richteten sich gegen ihre Schöpfer, die nach der Versiegelung einiger Bereiche flohen.
Normalerweise sag ich an dieser Stelle etwas zur Story, doch das ist in diesem Fall nicht möglich, denn leider besitzt das Spiel so gut wie keine Story. Nach dem kurzen Intro-Video kommt bis zu den Credits gar nichts mehr. Keine Nachrichten, keine Monologe, keine Botschaften oder versteckte Dateien. Nada.
Das ist zwar bedauerlich, tut dem Spielspaß aber kaum einen Abbruch. Ihr kennt euren Auftrag und seid alleine auf einem lebensfeindlichen Planeten. Fortan geht also nur noch ums Töten der Metroids.
Das Spielprinzip der Metroid-Reihe ist immer gleich. Ihr erforscht ein Areal und mit zunehmender Spieldauer verbessert ihr eure Ausrüstung. Dadurch eröffnen sich neue Pfade und es lohnt sich häufig bereits besuchte Gebiete nochmal abzuklappern. Dieser grundlegende Gedanke ist auch hier nicht anders. War auch logisch, denn Samus Returns ist “nur” ein Remake des Gameboy Spiels "Metroid II".
Den direkten Vergleich kann ich leider ziehen, denn das Original habe ich nie gespielt.
Samus Returns ist ein sehr flottes, flüssiges Spiel. Samus Bewegungen sind etwas schneller, als ich sie von Super Metroid in Erinnerung habe. Ein neuer Move trägt sein Übriges dazu bei: ihr könnt von Beginn an Angriffe der Gegner kontern.
Am Anfang könnten Einige noch ihre Probleme haben, doch mit jedem erworbenen Item und mit jeder Übungsstunde bewegt ihr euch flüssiger durch die Level.
Einige Spieler könnten dies auch als Nachteil sehen. Gegen Ende ist Samus so stark, dass normale Gegner kein Hindernis mehr darstellen. Die Zwischen- und Endgegner werden dagegen immer stärker, wodurch sich der Schwierigkeitsgrad etwas unausgewogen anfühlen könnte. Mich hat dies nicht so gestört. Störend fand ich allerdings, dass insbesondere ein Zwischengegner wirklich sehr heftig war. Es sind zwar bei allen Gegnern immer die gleichen Muster, aber dieser Eine mündete im reinen Trial & Error. Allgemein fand ich den Schwierigkeitsgrad eher knackig und leider kann man keine leichtere Stufe wählen.
Nach dem Durchspielen wird ein neuer Grad freigeschaltet, der schwerer ist. Leider müsste man den auf den vorhandenen Speicherslot anwenden.
Das Speichern ist relativ gut gelöst. Alle 15 Minuten etwa trefft ihr auf eine Speichermöglichkeit. Zusätzlich wird vor den schweren Gegnern zwischengespeichert - aber nur solange, wie der 3DS eingeschaltet bleibt.
Ladezeiten gibt es nur beim Spielstart, beim Speichern, beim Teleportieren und bei der Benutzung des Aufzuges. Sie könnten kürzer sein, kommen zum Glück aber nur selten vor.
Neue Waffen gibt es, soweit ich mich erinnere, nicht. Dafür hat Samus neue Fähigkeiten, wie z.B. eine Echoortung. Damit könnt ihr das Areal scannen und so vorab Geheimgänge erkennen. Und davon gibt es sehr viele. Alle vier Fähigkeiten musste ich regelmäßig einsetzen. Diese zehren von einer zusätzlichen Energieleiste, die ihr genau wie eure Lebensenergie durch besiegte Gegner wieder auflädt.
Wer fleißig die Karte benutzt, wird auch fast immer wissen, wo es weitergehen könnte. Samus Returns ist aufgrund seiner Item-Verteilung sehr linear. Zwischendurch könnt ihr zwar mit den neuen Items alte Areale abgrasen, wirklich Sinn macht es aber es am Schluss. Und das auch nur, wenn ihr unbedingt alles finden wollt.
Technisch ist Samus Returns äußerst ansehnlich und immer flüssig, selbst wenn wirklich viel los ist. Besonders positiv sticht der extrem gute 3D-Effekt hervor.
Der Sound ist gut, aber könnte noch prägnanter sein. Die Stücke waren nicht so eingängig wie die von Super Metroid.
Auch die Atmosphäre hält dem direkten Vergleich nicht stand. Das Gefühl der Einsamkeit ist bei Super Metroid stärker. Es ist schwer zu erklären, aber Samus Returns wirkt mehr wie ein Actionspiel und nicht so bedrohlich.
In Summe aber ein sehr schönes Spiel, das dem SNES-Klassiker schon recht nahe kommt.
Spieldauer: Der Fortschritt ist nur abhängig von der Anzahl der gefundenen Items. Ich hatte beispielsweise: 30% nach 8 Stunden und 100% nach 17 Stunden.
Pro/Contra
+ toller Spielfluss
+ motivierendes Gameplay
+ großer Umfang
+ gelungener 3D-Effekt
+ technisch 1A
+ faire Speicherpunkte
+ gutes Leveldesign, aber leider...
- ...typischerweise mit viel Backtracking
- keine Story
- nur wenig verschiedene Gegnertypen
- eine größere Trial & Error-Stelle
- manchmal sehr schwer, keine Wahl des Schwierigkeitsgrades möglich
Fazit: Actionreich und knackig. Ein sehr gutes, flottes Metroid-Spiel. Es macht Lust auf mehr, frustriert aber manchmal auch.
8/10
Quellen der Bilder: vignette.wikia.nocookie.net/metroid , jpgames.de