System: PC, Switch
Spieler: 1
Sprache: deutsch
Entwickler: Castle Pixel
Publisher: FDG Entertainment
USK: keine Angabe
Erscheinungsdatum: 28.03.2017 (Steam), 21.12.2017 (Switch), jeweils nur digital
Gespielt auf: Switch
Lily und Chris wollen von ihrem Opa eine Geschichte hören. Er tut ihnen den Gefallen und erzählt von Lily, einer Novizin, die mal Ritterin der Rose werden möchte. Sie lebt im Blüten-Königreich. Eines Tages wird der beliebte König von seinem bösen Bruder Krokus in einen magischen Tiefschlaf versetzt.
Er droht mit seinen Schergen aus dem Ödland die Macht an sich zu reißen.
Nun ja, die "Geschichte" ist dieses Wortes kaum würdig. Sehr schade, dass man hier keinerlei Finesse eingebracht hat. Es gibt auch keine interessanten Nebencharaktere oder Ähnliches.
Die Präsentation dieser äußerst übersichtlichen Geschichte ist dagegen sehr gelungen. Der kleine Kniff mit dem außenstehenden Erzähler sorgt für einige witzige Momente und rang mir einige Schmunzler ab.
Positiver Nebeneffekt: Nach längeren Pausen weiß man dank Lilys Opa sofort wieder was als Nächstes zu tun ist.
Wer Klassiker wie "Zelda - A Link to the Past" kennt, weiß sofort wie sich Blossom Tales spielt. Mit Hilfe einiger Items erkundet man die Welt und eröffnet neue Bereiche. In Echtzeit wird dabei gegen sichtbare Monster gekämpft. Die Anleihen an Nintendos Klassiker sind dabei schon recht deutlich. Die Karte ist ähnlich groß, ähnlich aufgebaut und die Items sind quasi 1:1 entnommen. Es gibt u.a. den Bumerang, Bomben und Pfeile. Auch die Magie-Leiste ist dabei. Der einzige Unterschied: fast der komplette Item-Einsatz ist Magie-basiert. Das heißt ihr müsst keine Bomben oder Pfeile kaufen oder finden.
Das Spieltempo ist recht hoch, dadurch kommt insgesamt ein angenehmer Spielfluss auf. Es gibt Einiges zu Entdecken in der Welt und auch ein paar Nebenaufgaben. Belohnt werden ihr mit Viertel-Herzcontainern oder Münzen. Diese sind allerdings eher überflüssig, denn Sachen kaufen müsst ihr nicht unbedingt. Ihr findet genug Heilitems unterwegs.
Die Dungeons sind ziemlich groß und bieten eine Mischung aus Kämpfen, Rätseln und ein klein wenig Geschicklichkeit. Die letztgenannten Einlagen sind zum Teil recht tricky, weshalb ich sehr froh war, dass sich diese Passagen in Grenzen halten. Nur im letzten Dungeon hat man etwas zu gut gemeint, wodurch dort etwas Frust aufkommt.
Egal ob Oberwelt oder Dungeon - an das geniale Leveldesign der Zelda-Reihe kommt Blossom Tales leider nicht ganz ran. Für meinen Geschmack hätten es auch noch mehr Rätsel sein dürfen.
Gespeichert wird nach jedem Bildschirmwechsel automatisch. Eigentlich gar nicht nötig, denn schwer ist Blossom Tales meistens nicht.
Audiovisuell ist Blossom Tales wirklich gelungen. Die Auflösung ist zwar gewollt sehr grob, dafür sind die Effekte wirklich toll. Grade die Lichteffekte unterstreichen die Abenteuerstimmung sehr gut. Die Midi-Musik klingt gut und die Stücke sind peppig.
Spielzeit etwa 10-12 Stunden
Pro/Contra
+ flottes Gameplay
+ humorvolle, charmante Präsentation
+ einige Items
+ 4 große Dungeons
+ meist angenehmer Schwierigkeitsgrad
+ schöne Effekte
+ Erkunden der Welt wird belohnt
+ Speichern bei jedem Bildschirmwechsel
+ Schnellreise
- Geschichte passt auf einen Bierdeckel
- könnten mehr Rätsel sein
- letzter Dungeon erfordert ein hohes Maß an Geschicklichkeit
Fazit: Dreiste, aber spaßige Zelda-Kopie. Fans von Action-Adventures bekommen einen durchweg guten Ableger.
8/10
Bilder: Selbst erstellt, Logo von nintendo.de
Spieler: 1
Sprache: deutsch
Entwickler: Castle Pixel
Publisher: FDG Entertainment
USK: keine Angabe
Erscheinungsdatum: 28.03.2017 (Steam), 21.12.2017 (Switch), jeweils nur digital
Gespielt auf: Switch
Lily und Chris wollen von ihrem Opa eine Geschichte hören. Er tut ihnen den Gefallen und erzählt von Lily, einer Novizin, die mal Ritterin der Rose werden möchte. Sie lebt im Blüten-Königreich. Eines Tages wird der beliebte König von seinem bösen Bruder Krokus in einen magischen Tiefschlaf versetzt.
Er droht mit seinen Schergen aus dem Ödland die Macht an sich zu reißen.
Um den König aus dem Schlaf zu wecken, benötigt es drei äußert seltene Blumen. Nur wenige Ritter machen sich auf den Weg - und die die sich trauen, scheitern. Lily dagegen findet die drei Blumen in den tiefsten Verließen des Königreiches.
Während sie den König wieder erweckt, fällt Krokus ins Schloss ein. Im letzten Moment erwacht der König und wirft die einfallenden Orks zurück. Damit sich so etwas nicht wiederholt, bittet er die mutige Lily Krokus endgültig zu besiegen. Und so macht sich Lily auf den Weg ins Ödland und befreit das Land von seiner Geißel.
Das Volk atmet erleichtert auf und ein großes Fest wird gefeiert.
Während sie den König wieder erweckt, fällt Krokus ins Schloss ein. Im letzten Moment erwacht der König und wirft die einfallenden Orks zurück. Damit sich so etwas nicht wiederholt, bittet er die mutige Lily Krokus endgültig zu besiegen. Und so macht sich Lily auf den Weg ins Ödland und befreit das Land von seiner Geißel.
Das Volk atmet erleichtert auf und ein großes Fest wird gefeiert.
Nun ja, die "Geschichte" ist dieses Wortes kaum würdig. Sehr schade, dass man hier keinerlei Finesse eingebracht hat. Es gibt auch keine interessanten Nebencharaktere oder Ähnliches.
Die Präsentation dieser äußerst übersichtlichen Geschichte ist dagegen sehr gelungen. Der kleine Kniff mit dem außenstehenden Erzähler sorgt für einige witzige Momente und rang mir einige Schmunzler ab.
Positiver Nebeneffekt: Nach längeren Pausen weiß man dank Lilys Opa sofort wieder was als Nächstes zu tun ist.
Wer Klassiker wie "Zelda - A Link to the Past" kennt, weiß sofort wie sich Blossom Tales spielt. Mit Hilfe einiger Items erkundet man die Welt und eröffnet neue Bereiche. In Echtzeit wird dabei gegen sichtbare Monster gekämpft. Die Anleihen an Nintendos Klassiker sind dabei schon recht deutlich. Die Karte ist ähnlich groß, ähnlich aufgebaut und die Items sind quasi 1:1 entnommen. Es gibt u.a. den Bumerang, Bomben und Pfeile. Auch die Magie-Leiste ist dabei. Der einzige Unterschied: fast der komplette Item-Einsatz ist Magie-basiert. Das heißt ihr müsst keine Bomben oder Pfeile kaufen oder finden.
Das Spieltempo ist recht hoch, dadurch kommt insgesamt ein angenehmer Spielfluss auf. Es gibt Einiges zu Entdecken in der Welt und auch ein paar Nebenaufgaben. Belohnt werden ihr mit Viertel-Herzcontainern oder Münzen. Diese sind allerdings eher überflüssig, denn Sachen kaufen müsst ihr nicht unbedingt. Ihr findet genug Heilitems unterwegs.
Die Dungeons sind ziemlich groß und bieten eine Mischung aus Kämpfen, Rätseln und ein klein wenig Geschicklichkeit. Die letztgenannten Einlagen sind zum Teil recht tricky, weshalb ich sehr froh war, dass sich diese Passagen in Grenzen halten. Nur im letzten Dungeon hat man etwas zu gut gemeint, wodurch dort etwas Frust aufkommt.
Egal ob Oberwelt oder Dungeon - an das geniale Leveldesign der Zelda-Reihe kommt Blossom Tales leider nicht ganz ran. Für meinen Geschmack hätten es auch noch mehr Rätsel sein dürfen.
Gespeichert wird nach jedem Bildschirmwechsel automatisch. Eigentlich gar nicht nötig, denn schwer ist Blossom Tales meistens nicht.
Audiovisuell ist Blossom Tales wirklich gelungen. Die Auflösung ist zwar gewollt sehr grob, dafür sind die Effekte wirklich toll. Grade die Lichteffekte unterstreichen die Abenteuerstimmung sehr gut. Die Midi-Musik klingt gut und die Stücke sind peppig.
Spielzeit etwa 10-12 Stunden
Pro/Contra
+ flottes Gameplay
+ humorvolle, charmante Präsentation
+ einige Items
+ 4 große Dungeons
+ meist angenehmer Schwierigkeitsgrad
+ schöne Effekte
+ Erkunden der Welt wird belohnt
+ Speichern bei jedem Bildschirmwechsel
+ Schnellreise
- Geschichte passt auf einen Bierdeckel
- könnten mehr Rätsel sein
- letzter Dungeon erfordert ein hohes Maß an Geschicklichkeit
Fazit: Dreiste, aber spaßige Zelda-Kopie. Fans von Action-Adventures bekommen einen durchweg guten Ableger.
8/10
Bilder: Selbst erstellt, Logo von nintendo.de
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