So, und weiter gehts.
Heute sind Uncharted 1 und Heavy Rain gefallen.
Uncharted:
Also im großen und ganzen fand ich den ersten Teil der Serie so lala... Im Vergleich zu sienen beiden Nachfolgern, welche ich wirklich grandios fand, war dieser hier für mich definitiv der schlechteste, frustrierendste, und am wenigsten interessanteste. Ich bin wirklich froh wie immer zuerst die neueren Titel gespielt (bzw. angespielt) zu haben, denn wenn ich mit dem ersten hier angefangen hätte, wärs gut möglich gewesen, dass ich mich für die anderen beiden erst garnicht mehr interessiert hätte.
Wo soll ich Anfangen... Erstmal war mir dieses Spiel zu Actionlastig. Im vergleich zu 2 und 3 gabs hier gefühlt gut 3-4x soviel schießereien, und dazu waren die auch noch extrem langatmig, und langweilig. Immer das gleiche: Arena mit Deckungsmöglichkeiten, und dann Gegnerwelle um Gegnerwelle. Hab mich zwischendurch eher in einem Gears of War als in einem Uncharted gefühlt. Am Anfang ist das auch noch extrem lahm, weil die beste Waffe die man nehmen kann ne beliebige 9mm ist, und man damit ganz in Ruhe einen Gegner nach dem anderen per Headshot ausknipst. Gegen Ende wirds dann schlagartig schwerer, und gefühlt jeder 2. Gegner kann einen one-hitten, was gelegentlich zu frustrierenden Sequenzen führen kann. Am Ende hatte ich hier und da das Gefühl, dass man nicht mit Skill, sondern nur mit Trial and Error weiter kommt... Man läuft los, stirbt, merkt sich was passiert, läuft wieder los, reagiert schon vorher auf das was kommt, besteht, läuft weiter, stribt, merkt sich was passiert ist, usw...
Viel schlimmer als das fand ich aber die Steuerung, und die gezielten Umgebungsbeschränkungen. Ok, die Levels sind schlauchig. Das ist nunmal Uncharted, und in den Nachfolgern nicht anders. in 2+3 wurde das aber sehr viel besser kaschiert, und vorallem hatte ich häufig das Gefühl selbst entscheiden zu können wie ich irgendwo hin klettere, wie rum ich zum Ziel gelange, usw... Man sieht da auch besser woran man sich fetshalten kann, oder wie man springen und klettern kann. Da ist einfach immer alles irgendwie schlüssig. Im ersten Teil hingegen hab ich mich ständig in eine vorgegebene Richtung gezwängt gefühlt, die oft sogar völlig unschlüssig war, und somit auch hier und da mal Frust erzeugt hat. Beispiele wären hier Riesige Fenstersimse an denen man sich nicht festhalten kann, und einfach durchfällt, während man an dem minimalen Backsteinvorsprung 4cm weiter problemlos halt findet. Oder ein Vordach 1,5m unter dem Spieler, dass zum sofortigen Tod führt wenn man versucht sich drauf herabzulassen, aber 10 Schritte weiter muss man sich den 4 fachen weg nach unten fallen lassen, und überlebt das ohne Kratzer. Oder ein Sprung über einen Abgrund mit viel Anlauf, den man nicht schafft, weil die Programmierer Nate an dieser Stelle scheinabr einfach keinen großen Sprung ausführen lassen wollten, bis man dann anch etlichen Versuchen merkt, dass die Gamedesigner wollten, dass man sich an die Kante hängt, und dann (und eben nur in dieser Szene) rückwärts hängend doppelt soweit springen kann, wie mit 5m Anlauf.
Dann muss ich noch sagen, dass mich die Story nicht gerobbt hat. Die war nicht annähernd so tight und mitreißend wie bei den beiden Nachfolgern. Die Rätsel waren spärlich und Kindergarten, man rennt auf ner Insel durch komische, recht langweilige Burgruinen, knallt Söldner und Piraten ab, und kämpft dann irgendwann gegen Naziconquestadoreszombieviechermutanten. Keine Versunkene Stadt mit WOW Faktor, keine große Abwechslung in den Locations, für mich absolut kein Indiana Jones feeling. usw...
Nope, für mich persönlich war Uncharted 1 höchstens unterhaltend, aber definitiv kein Titel, den ich unbedingt nochmal spielen müsste (im Gegensatz zu 2 und 3).
Heavy Rain:
Hier muss ich etwas vorsichtig sein, denn vornehmlich hat meine Frau gespielt. Ich sass daneben, hab nebenbei noch am Notebook rumgebastelt, und somit das Game größtenteils nur als Zuschauer verfolgt. Die Grafik ist für mich dabei echt ein zweischneidiges Schwert. Die wurde ja überall extrem gelobt, jedoch kann ich dem nur Bedingt zustimmen. Teilweise hatte ich echt nen WOW WIE GEIL IST DAS DENN! Effekt, aber dann kommen plötzlich wieder Szenen, in denen es für mich einfach detailarm und extrem clean wirkt. Die Steuerung ist ein weiterer Kritikpunkt. Ich habe nur selten mal den Controller in die Hand genommen (nämlich genau dann wenn meine Liebste zuviel Frust wegen der Steuerung geschoben hat

), aber Ich hatte da schon ziemliche Probleme mit der eigenwilligen Steuerung. Oft bleibt man hängen, oft wechselt die Kamera, dann schlendert der Character wieder den ganzen besch... Weg zurück den man grade gekommen ist, in vielen Szenen muss man sich fast die Finger brechen, um die Tastenkombis hinzubekommen, usw... ...unter Strich (Zitat Frauchen) "geht die Steuerung aber mit etwas Eingewöhnung".
Jetzt aber das wichtigste: Die Story und das Gameplay. Wie die Telltale Spiele ist Heavy Rain weniger ein Klassiches Spiel, bzw. Adventure Game, als ein interaktiver Film mit Spielelementen. Dazu muss ich aber sagen: Ein verdammt guter Inteaktiver Film! Eine Spannende Crime Story mit mehreren Handlungssträngen, die sich immer weiter verflechten. Soweit wir das vom ersten Durchspielen her beurteilen können, hat das Spiel einen großen wiederspielwert, da die Handlung nicht linear ist, und je nachdem wie gut man die geschicklichkeitseinlagen meistert, oder welche Entscheidungen man trifft ändert sich der Verlauf der Story schon sehr stark... Viel mehr will ich nun auch nicht sagen, bis ichs nochmal selbst gespielt habe. Was ich sagen kann: Unglaublich Tighte Story, toller Soundtrack, extrem gut gemachte Charactere, und hoher Ansporn das Ding nochmal zu spielen.