SWI The Legend of Zelda - Breath of the Wild (+WiiU), inkl. DLC

Dieses Thema im Forum "KT Reviews" wurde erstellt von Trekkie2063, 2. März 2018.

  1. Trekkie2063

    Trekkie2063

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    2.010
    Zustimmungen:
    1.429
    System: Switch, WiiU
    Spieler: 1
    Sprache: dt. Sprachausgabe
    Entwickler: Nintendo
    Publisher: Nintendo
    USK: ab 12 Jahren
    Erscheinungsdatum: 03. März 2017

    gespielt: WiiU-Version

    Besonderheiten: Eine Collectors Edition erschien nur für die Switch. Die CEs in Europa und Amerika unterscheiden sich.
    Zusätzlicher Inhalt (DLC) für 20€ verfügbar. Die Einschätzung findet ihr ganz unten.


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    The Legend of Zelda für das altehrwürdige NES war mein erstes eigenes Spiel und entfachte meine Liebe zu Videospielen… und Zelda. Von diesem Zeitpunkt an habe ich fast jeden Teil der Serie verschlungen, obwohl ich die NES-Teile aufgrund des Schwierigkeitsgrades nie durchspielte. Dabei haben mich A Link to the Past (SNES), Ocarina of Time und Majoras Mask (beide N64) am meisten geprägt. Hunderte von Stunden haben alleine die drei mich "gekostet". Denn vor allem diese drei Titel hatten für mich eine besondere Magie.
    Eine Magie, die man nicht allzu oft erlebt. Eine Magie, die fesselt und Sehnsüchte auslöst. Eine Magie, die nur schwer in Worte zu fassen ist. Und so sehr ich auch Twilight Princess oder A Link between Worlds liebe, dieses Gefühl lösten sie nicht bei mir aus. Breath of the Wild dagegen schon.

    Erinnert ihr euch an Hyrule Stadt aus Ocarina of Time? Den Schleichweg zum Schloss? Unruh-Stadt aus Majoras Mask? Seid ihr von Hausdach zu Hausdach gesprungen? Habt ihr auch jeden Zentimeter an der Zitadelle der Zeit abgesucht in der Hoffnung etwas zu finden? Es gab so viele Stellen, wo man Geheimnisse entdecken konnte. Stellen, die man unter bestimmten Bedingungen erklimmen konnte. Aber alle hatten ihre Grenzen. Breath of the Wild (BotW) kennt das Wort “Grenze” fast nicht.

    Kurz nach der Einführung könnt ihr jeden Ort erreichen, den ihr sehen könnt. Ihr habt immer die freie Wahl, wohin ihr als nächstes geht, was ihr als Nächstes tut. Ihr könnt nach der Einführung theoretisch auch direkt zum Endgegner. Das haben auch bereits Spieler geschafft, doch es ist natürlich viel schwieriger, als wenn ihr euch intensiv vorbereitet.

    Die Welt ist gigantisch, wirklich enorm riesig. Natürlich braucht aber auch eine so große Welt irgendwo ihre Grenzen. Zum Teil sind sie natürlich, in dem sich eine große Schlucht vor euch auf tut oder Seewinde euch zurück treiben. Ein Teil verbietet euch weiter zu gehen. Und das ist für mich einer der ganz wenigen Kritikpunkte an diesem Meisterwerk. Schöner wäre es, wenn man komplett von natürlichen Grenzen umgeben wäre.
    Davon abgesehen ist die Welt von BotW ganz fantastisch und stimmig designt. Es gibt so viele schöne, markante Areale, dass man regelmäßig ins Schwärmen gerät. Jeder Ort ist wirklich einzigartig.
    Aufgrund der Geschichte gibt es nicht besonders viele belebte Orte, aber die vorhandenen sind wirklich zum Verlieben schön.
    Der Rest steckt im Titel. Die pure, ungezähmte Wildnis. Es gibt alles; saftige Wiesen, trockene Steppen, eiskalte, verschneite Gebirge, brennende Wüsten, Vulkane, Sümpfe, Flüsse, das Meer - und endlich auch richtige Wälder.

    All diese Orte sind auch belebt. Geißböcke klettern in den Bergen, Füchse schleichen durch das hohe Gras, Vogelschwärme in der Luft. Allein diese teilweise überraschenden Begegnungen sorgen schon für die ersten magischen Momente. Unterstützt von einer sehr überzeugenden Soundkulisse. Diese ist allerdings sehr ungewohnt, denn sie fokussiert sich sehr auf die Natur. Es gibt keine orchestrale Musikuntermalung, nur einen sehr zurückgenommenen Instrumenteneinsatz. Das wird nicht jedem gefallen.


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    Das Gameplay hat sich stark verändert. Früher konnte man bis zu einem bestimmten Punkt reisen, an dem es erst weiterging, wenn ihr bestimmte Voraussetzungen erfüllt habt. Meist brauchtet ihr ein Item. Zum Beispiel eine Bombe um Geröll weg zu sprengen. Diese Items hat man mehrheitlich in tiefen Dungeons gefunden, an deren Ende ein Endgegner wartete. Dessen Ende hat euch auch stärker gemacht.

    BotW hat von dieser typischen Zelda-Formel Abstand genommen. Es gibt fast keine Items mehr. Link kann aber mit dem Shiekah-Stein, einer Art fortschrittlichen Werkzeugs, vier Sachen machen; einen Eisblock oder Bomben erschaffen. Metall bewegen oder Objekte kurz einfrieren.
    Neben den bekannten Herzen gibt es zum ersten Mal in der Seriengeschichte eine Ausdaueranzeige. Diese wird auch intensiv beansprucht, denn ebenso neu sind Links Kletterfähigkeiten.
    Statt der Dungeons gibt es sogenannte Schreine, deren Bewältigung euch ein Zeichen der Bewährung gewährt. Vier davon tauscht ihr entweder gegen einen Herzcontainer oder gegen die Erweiterung der Ausdaueranzeige.

    Die Schreine sind deutlich kürzer als die bekannten Dungeons älterer Ableger. Sie enthalten aber immer eine Aufgabe. Entweder ist bereits der Weg dahin so knifflig, dass euch der Schrein nur noch belohnt, oder es wartet ein Kampf gegen einen Wächter, oder ihr müsst ein Rätsel lösen. Diese variieren von sehr leicht bis sehr schwer und dauern entsprechend zwischen 5 und etwa 30 Minuten. Da in Hyrule ganze 120 Schreine versteckt sind, kommt eine beachtliche Anzahl an Rätseln zustande. Ich fand den Großteil sehr gelungen. Die meisten sind Physik basiert und erfordern den Einsatz eurer Fähigkeiten aus dem Shiekah-Stein. Die Schreine haben übrigens die einzigen Wände, die man nicht erklettern kann.
    Zusätzlich gibt es noch vier Titanen, die von der Komplexität mehr den älteren Dungeons entsprechen, aber davon immer noch entfernt sind. Diese nehmen zwischen 30 und 60 Minuten in Anspruch, je nachdem wie schnell ihr auf die Lösung kommt. Auch wenn die Titanen nicht die Tiefe eines Wassers- oder Wüstentempels bieten, so fand ich sie sehr interessant. Sie erfordern etwas Vorstellungskraft zum Lösen der Rätsel und bieten damit auch neue Aspekte in der Serie.

    Zusammengenommen werden die meisten Spieler damit auf ein anderes Verhältnis zwischen Oberwelt und Dungeon/Schrein kommen. BotW spielt sich eindeutig mehr in der Natur ab.
    Mich hat es nicht gestört, auch wenn ich die klassischen Dungeons etwas vermisse.

    Das Spiel bietet leider nur einen Speicherslot. Wollt ihr auf der WiiU mehrere Spiele parallel spielen, müsst ihr euch im Hauptmenü der WiiU mit einer anderen ID einloggen. Toll ist dagegen das Speichern im Spiel gelöst: es gibt eine handvoll Speicherstände, wovon einer von euch händisch beschrieben werden kann. Die anderen werden automatisch alle paar Minuten überschrieben. Erstmals wird bei Zelda punktgenau gespeichert. Dadurch könnt ihr keinen großartigen Spielfortschritt verlieren. Tolle Lösung!
    Die Ladezeiten beim Spielstart sind auf der WiiU relativ lang. Im Spiel selber hängt es davon, wie ihr euch vorwärts bewegt. Nur wenn ihr die Schnellreisefunktion nutzt, kommt es zu mittleren Ladezeiten. Andernfalls überhaupt nicht! Bei der Größe des Spiels find ich das sehr beeindruckend.

    All diese Punkte (kein Item-abhängiges Weiterkommen, kurze Rätsel, das neue punktgenaue Speichersystem) machen die Intention von Nintendo deutlich: der Spieler soll jederzeit selbst entscheiden was er macht und vor allem wie lange.
    In den alten Teilen konnte man durchaus mal zwei bis drei Stunden in einem Dungeon verweilen. Meist wollte man diesen auch nicht unterbrechen, weil man bei einem Neustart am Beginn des Dungeons anfing.
    Das ist auf jeden Fall mal ein neuer Ansatzpunkt, der nahelegt, dass das Spiel auch auf die Switch, als portable Konsole, angepasst wurde.


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    Auf ein paar Gameplay-Punkte möchte ich noch kurz eingehen. Das Klettern erlaubt euch jeden Ort zu erreichen. Doch es ist abhängig von der Steilheit und vom Wetter. Ja, richtig gelesen; es gibt ein dynamisches Wettersystem. Regnet es, werdet ihr Probleme beim Klettern bekommen. Dann heißt es ausharren oder eine andere Aufgabe suchen. Beziehungsweise einen anderen Weg. Durch die markanten Höhenunterschiede in Hyrule werdet ihr des Öfteren euren Weg von oben begutachten und planen.

    Neben einem Wetterwechsel gibt es auch einen Tageszeitenwechsel, ähnlich wie in Majoras Mask. Ebenfalls von dort übernommen, wurde das Verhalten der Bewohner von Hyrule. Die Meisten schlafen nachts und gehen am Tage einer Beschäftigung nach. Dadurch kann es auch sein, dass sie mal eine Aufgabe für euch haben und mal nicht. Super! Das steigert die Atmosphäre erheblich und fördert den Entdeckerdrang zusätzlich.
    Generell finde ich die Nebenaufgaben sehr gelungen. Ihr habt wirklich das Gefühl den Bewohnern zu helfen. Auch wenn es eine handvoll typischer MMO-Aufgaben gibt, so sind selbst diese liebevoll beschrieben. Für mich hätten die Nebenaufgaben gerne noch komplexer sein können, aber das passt schon so. Zusammen mit Majoras Mask bietet BotW die besten Sidequests der Serie.

    Ebenfalls neu ist das Tragen beliebiger Waffen. Ob Speere, Schwerter, Schilde oder Bögen. Alles was der Gegner fallen lässt, kann von euch aufgesammelt werden. Zu Beginn würde ich fast sagen muss aufgesammelt werden, denn die Waffen halten nicht lange und zerbrechen nach mehrmaliger Verwendung. Das ist grade am Anfang eher nervig, denn die Haltbarkeit ist wirklich nicht besonders ergiebig. Später kann man die Anzahl der Waffenplätze erhöhen und die Waffen halten auch spürbar länger.

    Das Kampfsystem ist etwas ausgefeilter geworden. Ihr loggt den Gegner nach wie vor mit der linken Schultertaste ein. Habt ihr ein besonders gutes Timing beim Blocken oder Ausweichen, gewinnt ihr einen Vorteil. Entweder wird der Angriff zurückgeworfen, der Gegner kurz betäubt oder es schaltet sich eine Zeitlupe ein, die euch erlaubt den Gegner mit vielen Schlägen einzudecken. Das ist nicht nur optisch sehr ansprechend, sondern auch extrem wirkungsvoll.
    Aufgrund des stark gestiegenen Schwierigkeitsgrades zu Beginn, empfehle ich diese Attacken schnellst möglichst zu verinnerlichen.

    Des weiteren habt ihr generell sehr häufig die Wahl, wie ihr die Gegner erledigt. Ihr könnt schleichen und die Gegner meucheln, euch volles Karacho zu Fuß oder Pferd drauf stürzen, oder die Umgebung versuchen auszunutzen. Das ist wirklich großartig geworden. So sind die Kämpfe viel abwechslungsreicher geworden.
    Die Variationen an Gegner sind gefühlt ganz leicht zurückgegangen, doch das fällt aus mehren Gründen überhaupt nicht ins Gewicht. Die Gegner sind unterschiedlich bewaffnet, es gibt neuerdings Bossgegner in der Oberwelt und durch das offene System ergeben sich sowieso ständig neue Situationen. Das kann sogar recht amüsant werden, wenn sich die Gegner beispielsweise selber erledigen.

    Link kann neben Waffen auch allerhand Materialien sammeln. Diese dienen vor allem zum Kochen. Die Mahlzeiten füllen eure Herzen auf oder gewähren bestimmte Boni. Wie fast alles andere wird auch das vom Spiel nicht vorgegeben - ihr müsst es ausprobieren. Edelsteine dienen im Verlauf des Spiels zur Verstärkung von Rüstungen oder zur Gewinnung von Rubinen.
    Auch dieser Crafting-Aspekt ist neu in der Serie und führt ebenfalls dazu, den Entdeckerdrang zu verstärken. Für mich hätte das noch etwas konsequenter sein können. Leider kann man zum Beispiel keine Pfeile selber herstellen.
    Die Motivation jede noch so kleine Ecke von Hyrule zu entdecken wird auch durch die Krogs gefördert. Kleine Waldwesen, deren Entdeckung bis zu einem gewissen Maße auch einen Sinn hat. Die Krogs sind teilweise wirklich gut versteckt.


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    Optisch kann das Spiel natürlich nicht mit aktuellen Blockbustern mithalten, aber verglichen mit anderen WiiU Titeln ist das Spiel eine wahre Augenweide. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass solch eine Grafik auf der WiiU möglich sei.
    Dieser Stil ist unglaublich hübsch und passend für ein Zelda Spiel. Lediglich die Texturen sind manchmal etwas grob geworden und nicht immer ist das Spiel zu 100% flüssig. Fast schon charakteristisch für die Zelda-Serie.
    Positiv stechen die Effekte hervor. Die Explosionen sind wahnsinnig gut. Das Feuer wirkt realistisch. Die Bewegungen der Tiere wirken absolut lebensecht. Und wenn das feuchte Gras in der Sonne schimmert, bleibe ich mit Vergnügen stehen und lasse den Zauber auf mich wirken.

    Die Story ist leider wieder recht zweckmäßig geworden. Vermutlich ebenso eine Konsequenz aus der Entscheidung heraus, alles dem Spieler zu überlassen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen entscheidet ihr selbst, wie viel Story ihr aufschnappt. Ihr müsst bestimmte Punkte aufsuchen, die Links Erinnerung wieder herstellen. Erinnerungen aus seinem früheren Leben. Diese Sequenzen sind handwerklich toll gemacht. Richtig schöne Videosequenzen mit astreiner Sprachausgabe, die nach dem letzten Patch sogar frei wählbar ist. Inhaltlich ist es aber weder tiefgründig, noch etwas Neues. Schade. Hier wurde definitiv Potential verschenkt.
    Die Atmosphäre fand ich sehr gelungen. Die 100 Jahre haben deutliche Auswirkungen und von vielen Punkten Hyrules kann man die aktuelle Bedrohung sehen. Die Bewohner sprechen über die Vergangenheit. Sie kriegen zum Teil mit, was wir bewirken. Wir finden zerstörte Orte, wundervolle neue Orte außerhalb des Zentrums und Monster, die die Einwohner Hyrules malträtieren. Ja, es könnte für den ein oder anderen noch etwas stärker ausgeprägt sein, ich fand´s klasse!


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    Zelda BotW geht ganz neue Wege und macht dies fast perfekt. Wie man es eben von Nintendo kennt. Nie zuvor hattet ihr solche Freiheiten in einem Nintendo-Spiel, nie zuvor war ein Nintendo-Spiel so unfassbar groß. Ja, BotW wirft einige Zelda-Elemente über Bord - tut dies aber vor allem, um die unbegrenzte Freiheit zu gewährleisten. Dafür kommen neue, spannende und gut umgesetzte Elemente dazu.
    Garniert wird das Ganze mit einer beeindrucken Atmosphäre einer vor hundert Jahren zerstörten Welt und der bis dato besten Umsetzung einer lebendigen Natur. Für mich das Spiel dieser Generation und ein absolutes Meisterwerk.

    Wenn man es im Nachfolger schafft endlich mal eine gute Geschichte zu erzählen und komplexere Dungeons zu integrieren, dann wäre es vermutlich das Spiel des Jahrhunderts für mich.

    Wer beim Spielen einen strengen roten Faden braucht, sollte lieber mal probespielen.

    Vor 10.000 Jahren haben die Shiekah mit ihrer fortschrittlichen Technologie geheimnisvolle Orte und Maschinen geschaffen, die dabei geholfen haben das Monstrum Ganon zu verbannen. Doch vor 100 Jahren tauchte er wieder auf.
    Das Königreich Hyrule stellte ihm zwei unerschrockene Helden, vier Titanen und hunderte von Wächtern entgegen. Die vier Titanen wurden von mutigen Abgesandten der Völker Hyrules gesteuert. Die beiden Helden waren Zelda und Link.

    Ganon konnte die Kontrolle über die Maschinen gewinnen und so war es im ein leichtes den Angriff abzuwehren. Er verletzte Link schwer. Impa und ihre Schwester Purah retteten ihn und legten ihn zur Heilung in einen heiligen Schlaf, der 100 Jahre andauern sollte.

    Nachdem er wieder erwachte, betritt Link eine verwüstete Welt, die sich die Natur zu großen Teilen bereits zurückgeholt hat. Link hat sein Gedächtnis verloren…

    Der Geist des letzten Königs Rhoam Bosphorus und die alte Shiekah Impa helfen Link sich zurecht zu finden. Er muss Zelda retten, sie hält Ganons Macht weiter unter Verschluss. Doch es ist unklar, wie lange sie das noch kann.

    Nachdem Link seinen Shiekah-Stein repariert hat, muss er die vier Titanen befreien. Der Stein hilft Link die alten Technologien zu steuern.

    Die älteren Zora sind nicht gut auf Link zu sprechen. Sie denken, dass er Mipha, die Abgesandte ihres Volkes, im Stich gelassen hat. Sie wurde im Titan durch Ganons Kreaturen getötet. Link findet ihren Geist. Mipha bestärkt uns und hegt keinerlei Groll. Nachdem wir den Titan befreit haben, steuert Mipha ihn auf einen Berg und beginnt damit Ganons Siegel anzugreifen. Doch die anderen drei werden zusätzlich benötigt, sonst haben wir keine Chance. Mipha schenkt uns ihre Heil-Gabe.

    Zelda wurde streng religiös erzogen, doch die Götter haben lange nicht mit ihr gesprochen. Sie zweifelte an sich selbst. Vor 100 Jahren versuchten sie und Link die Wächter zurück zu schlagen. Doch sie scheiterten an ihrer schieren Übermacht. Zeldas Gabe erwachte erst als der Kampf verloren war. Zumindest konnte sie aber Link vor dem sicheren Tod retten und anschließend Ganon bannen.

    Aus den Aufzeichnungen ihres Vaters erfahren wir später, dass der König wollte, dass Zelda den Platz ihrer viel zu früh verstorbenen Mutter einnimmt. Deshalb war er so streng zu ihr und wollte nicht, dass sie ihre Zeit mit den Wissenschaften an den Relikten verschwendet. Er bedauerte schnell seine Härte und wollte zukünftig ein besserer Vater sein. Doch er hatte nicht mehr die Gelegenheit dazu.
    Zelda war neidisch auf Link, weil er so unproblematisch seine Bestimmung erfüllen konnte, während sie zu kämpfen hatte. Das ließ sie an ihm aus.

    Am Todesberg befreien wir Daruks Geist. Der Titan Rudania greift daraufhin ebenso das Schloss Hyrule an. Daruks Sohn Yunoobo unterstützte uns.

    In der Wüste kommen wir nur mit Mühe nach Gerudo-Stadt. Die Königin will uns helfen, doch zuvor müssen wir von der Yiga-Bande den Donnerhelm zurück holen. Nach der Wiederbeschaffung hilft uns die junge Gerudo Königin in den Wüstentitanen einzudringen. Wir befreien den Geist von Urbosa.

    Über dem Dorf der Orni, einem Vogelvolk, fliegt der vierte Titan. Ein junger Orni-Krieger fliegt mit uns den Angriff. Revalis Geist wird befreit.

    Im Schloss von Hyrule betreten wir den Thronsaal. Ganon kann endlich Zeldas Siegel brechen und greift uns an. Die Titanen können Ganon erheblich schwächen, aber nicht vernichten. Nach einer ersten erbitterten Schlacht hilft uns Zelda im zweiten Kampf. Wir können Ganon vernichten.

    Zelda sagt später, dass Ganon irgendwann zurückkehren würde. Sie will Hyrule mit uns wieder aufbauen.


    Spielzeit mit DLC bis zu 190 Stunden (alle Schreine und Titanen, fast alle Sidequests, 300 von 900 Koroks)


    Pro/Contra

    + ein völlig neues Zelda mit alten Tugenden in Sachen Gameplay
    + eine riesige, zusammenhängende Welt
    + fast ohne Ladezeiten
    + jeder sichtbare Ort ist erreichbar
    + eine wunderschöne, zauberhafte Engine
    + tolle Klangkulisse
    + Vorgehensweise und Weg absolut frei wählbar
    + grandiose Atmosphäre
    + magische Momente
    + Entdeckerdrang
    + ausgefeiltes, offenes Kampfsystem
    + Bewohner mit Tagesablauf
    + Tag-/Nacht- und Wetterwechsel
    + dutzende kleine Sidequests
    + 120 Schreine (meist ein Rätsel)
    + Schnellreise-System
    + Minispiele en masse
    + punktgenaues Speichern
    + gelungene deutsche Sprachausgabe
    + schöne Videos
    + Vergangenheit hat spürbare Auswirkungen
    + Highlight zum Ende

    o recht knackig, v.a. zu Beginn
    o Musik recht spärlich eingesetzt, passt aber immer hervorragend
    o Einarbeitung ist Pflicht
    o Gegner leveln etwas mit
    o DLC durchwachsen (siehe unten)

    - nicht immer ganz flüssig
    - roter Faden eher schwach
    - nicht alles physikalisch möglich (Fällen/Verbrennen großer Bäume)
    - Tiere verschwinden während der Flucht
    - Waffen nutzen sich zu stark ab
    - nicht zu 100% natürliche Grenzen
    - nur ein Speicherslot (lässt sich umgehen)
    - Endgegner durchwachsen


    Fazit: Erfordert deutlich mehr Einarbeitung als die Vorgänger, belohnt aber mit einem unglaublichen Freiheits- und Entdeckergefühl. Auch dieses Spiel ist nicht perfekt, aber es kommt dem schon sehr nahe. Zauberhaft, fabelhaft, meisterhaft!

    10/10


    Auszeichnungen: KTs Spiel des Jahres Platz #2

    Weitere KT Reviews: CandleWaltz vergibt 10/10

    Vergleich:
    Zelda - Ocarina of Time / 10 Punkte
    Zelda - Majoras Mask / 9 Punkte
    Zelda - Twilight Princess / 9 Punkte

    Quellen der Bilder: Eigene Screenshots über das Miiverse. Das Logo kommt von Wikipedia.




    DLC, Teil 1 (etwa 5-8 Stunden)

    Der erste Teil des DLC-Paketes ist ziemlich übersichtlich. Es finden sich einige neue Truhen, die vor allem Ausrüstung beinhaltet, die auf die alten Zelda-Spiele anspielt. Leider hat sich Nintendo sehr wenig Mühe gegeben diese Truhen an Aufgaben oder Ähnliches zu koppeln. Ich fand es sehr schwer alle zu finden.
    Deutlich besser gefällt mir die Aufzeichnung eures bisherigen Weges. Auf der Karte könnt ihr auf Knopfdruck euren Weg einzeichnen lassen - und zwar für die letzten 200 Stunden rückwirkend. Für die Entdecker unter uns ein tolles Feature, da man dadurch die Orte findet, die man bisher nicht besuchte.

    Der eigentliche "Hauptinhalt" ist aber die Prüfung des Schwertes. Um euer Master-Schwert zu verstärken, könnt ihr versuchen diese neue Herausforderung zu bestehen. Es gibt drei Stufen: Die Anfänger-Stufe besteht aus zwölf Räumen, Fortgeschritten aus 16 Räumen und die Meister-Stufe aus 23 Räumen. Das Problem: Ihr startet jeweils ohne Ausrüstung. Eure Herzen und Ausdauer sind das Einzige was ihr mitnehmt. Meine Empfehlung; sammelt davon soviel es geht - ihr werdet es brauchen!
    Die Prüfung ist wirklich knifflig. Ihr betretet ein kleines Areal, in dem ihr alle Gegner besiegen müsst. Diese sind so unterschiedlich, wie die Umgebungsbedingungen. Da ihr zwischen den Räumen nicht speichern könnt, müsst ihr, wenn ihr sterbt, die Stufe nochmal von vorne starten. Das kann ziemlich frustrierend werden. Ich persönlich empfand die erste Stufe aber am schwierigsten. Alles in allem wird man etwa fünf Stunden für die Prüfung benötigen.

    Fazit: Relativ schwacher erster DLC-Teil. Nur für Spieler zu empfehlen, die partout nicht genug bekommen von BotW.


    DLC, Teil 2 (etwa 8-12 Stunden)

    Link muss am Schrein des Lebens den Zerstörer aufnehmen. Mit dieser mächtigen Waffe stellt er sich zunächst vier Prüfungen auf dem Plateau. Danach wandelt sich der Zerstörer in vier Lichter, die sich in verschiedene Richtungen verstreuen. Dort wo die Lichter einschlagen, entstehen neue Monumente, die wiederum jeweils drei Prüfungen beinhalten. Hat man in einem Gebiet die drei Prüfungen bestanden, besiegt man in den Erinnerungen des jeweiligen Recken den Gegner im Titan. Zur Belohnung werden eure Fähigkeiten soweit verbessert, dass man fortan schneller einsetzen kann.

    Kishima erzählt anschließend weitere Details aus dem Leben der Recken und ihrem Treffen mit Zelda.

    Nach dem Bestehen der Prüfungen eröffnet sich unter dem Schrein des Lebens ein neuer Titan. An dessen Ende wartet keine Ausgeburt Ganons, sondern der Sheikah Mönch Maz Koshia. Er erwartet euch hoch über dem Plateau.
    Anschließend überlässt er euch den Eponator. Ein uraltes, mächtiges Gefährt, dass einem Motorrad gleicht. Der Titan selbst hat keine Funktion.

    Zelda ermutigt euch Ganon zu stellen. Nun sind wir stark genug.


    Neben diesem Story-Teil erwarten euch wieder einige Rüstungsteile. Deren Beschreibung ist aber diesmal besser als im DLC 1, sodass ihr sie schneller finden solltet.

    Fazit: Leider hat man es versäumt dem Wunsch der Fans nachzukommen. DLC 2 bietet 16 neue Schreine, die qualitativ aber stark schwanken. Außerdem erwartet euch ein neuer Titan. Die neuen Story-Elemente sind nett, aber überflüssig.


    Alles in allem ist der DLC eher enttäuschend, v.a. gemessen am Preis von 20€. Wenn ihr in trotzdem spielen wollt, macht es erst, wenn ihr mit dem Hauptspiel durch seid.



    Weitere nützliche Links:

    100 interessante Dinge: http://www.ign.com/articles/2017/03...a-breath-of-the-wild-that-will-blow-your-mind

    interaktive Map: http://www.ign.com/maps/the-legend-of-zelda-breath-of-the-wild/hyrule
     
    Bandwurm, Sparkster, M4rius93 und 8 anderen gefällt das.
  2. Barry the Scary

    Barry the Scary

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    Schöne Zusammenfassung :dhoch: Die beiden DLC fand ich auch sehr enttäuschend und bereue sogar den Kauf! Da hatte ich mir von Nintendo doch etwas mehr erhofft.
     
    Trekkie2063 gefällt das.
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