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Kurzgeschichten Battle II

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

KakaoKoala schrieb:
Kommt mir sehr bekannt vor ...

Das war auch die einzige Karte, die ich damit spielen wollte. Ansonsten, naja, ich wollte halt was abliefern. Ich schreibe ja gerne, wenn auch nicht sonderlich gut. Von daher kann ich jedem empfehlen da mal mitzumachen. Sich eine halbe Stunde überlegen, was man erzählen will und dann einfach ransetzen und es runter schreiben. Macht schon Bock und es lebt auch nicht von der Perfektion, ganz und gar nicht.

Man sollte, imo, auch etwas nehmen, was nicht in den Bereich der Fanfiction gehört. Sawbones in allen Ehren, aber seine Story lebt halt davon, dass die Leser die Spiele kennen. Das wollte ich nicht machen.
 
So beide Geschichten gelesen.

Sawbones' Geschichte liest sich super. Es gibt einige wenige sprachliche Stolpersteine, aber ich bin trotzdem mehr als positiv überrascht. Als ich seine ersten Geschichten überflog, dachte ich mir schon, dass der Junge mit seinem Eifer schnell besser schreiben würde und jetzt habe ich die Bestätigung. Wenn er so weitermacht, wird er noch ein guter Fantasyautor. Bei der Mühe gönne ich es ihm.
Leider hat die Geschichte sehr wenig (nichts?!) mit dem Thema des Battles zu tun. Deswegen disqualifiziert er sich für mich persönlich. Auch fehlt der Geschichte ein Spannungsbogen. Wirkt wie ein Auszug aus einem Kapitel eines Romans. Die Kunst im Schreiben einer Kunstgeschichte besteht meines Erachtens darin, ein Thema in sich abgeschlossen zu erzählen. So fehlt mir leider was.

Dow Jones trifft das Thema richtig gut und das gefällt mir. Kann mich damit auch gut identifizieren, wie wahrscheinlich die meisten. Ist auch gut abgeschlossen. Top!

Ich hoffe, ich schaffe eine Geschichte bis Freitag. Habe mittlerweile eine Idee, aber leider wenig Zeit. Der Anfang ist geschrieben, aber sogar da brauche ich noch eine Menge Feintuning.
 
@Eape: Danke für die Kritik. Ja die Story ist leider nicht Existent daher scheibe ich es auch weiter und poste sie eventuell hier (Aber net für den Wettbewerb)
 
eape schrieb:
So beide Geschichten gelesen.

Sawbones' Geschichte liest sich super. Es gibt einige wenige sprachliche Stolpersteine, aber ich bin trotzdem mehr als positiv überrascht. Als ich seine ersten Geschichten überflog, dachte ich mir schon, dass der Junge mit seinem Eifer schnell besser schreiben würde und jetzt habe ich die Bestätigung. Wenn er so weitermacht, wird er noch ein guter Fantasyautor. Bei der Mühe gönne ich es ihm.
Leider hat die Geschichte sehr wenig (nichts?!) mit dem Thema des Battles zu tun. Deswegen disqualifiziert er sich für mich persönlich. Auch fehlt der Geschichte ein Spannungsbogen. Wirkt wie ein Auszug aus einem Kapitel eines Romans. Die Kunst im Schreiben einer Kunstgeschichte besteht meines Erachtens darin, ein Thema in sich abgeschlossen zu erzählen. So fehlt mir leider was.

Dow Jones trifft das Thema richtig gut und das gefällt mir. Kann mich damit auch gut identifizieren, wie wahrscheinlich die meisten. Ist auch gut abgeschlossen. Top!

Ich hoffe, ich schaffe eine Geschichte bis Freitag. Habe mittlerweile eine Idee, aber leider wenig Zeit. Der Anfang ist geschrieben, aber sogar da brauche ich noch eine Menge Feintuning.

@Sawbones' Geschichte: Mit den Maßstäben eines 14 Jährigen könnte man die Geschichte gut nennen. Sorry, aber ich hab da nicht so ne gnädige Einstellung und nur weil ers mal noch weniger konnte gibts da mMn keinen Bonus. Es liest sich nicht gut, das Szenario entspricht genau dem, worauf ein gerade erst Pubertierender abgeht und die Ausdrucksweise ist halt 7. Klasse Schuldeutsch-Niveau. Und ernsthaft, wenn du da nur wenige Stolpersteine an Fehlern entdeckst machst du aber beide Augen zu beim Lesen. Grammatik und Rechtschreibung sind fürs umgangssprachliche Schreiben in einem Forum vollkommen ausreichend (was vor nem halben Jahr noch nicht der Fall war, also lob an dich Sawbones), aber für ne Kurzgeschichte weit ab von akzeptabel.

@Dow Jones' Geschichte: Joah ok. Ist halt ne sehr naheliegende Story die sich so ziemlich genau so schon viele gedacht haben. Die Ausdrucksweise ist auch in Ordnung. Fehler gibts Einige, hättest es dir nochmal durchlesen sollen. Darf man eigentlich im Nachhinein korrigieren?
Du solltest die häufigen Wortwiederholungen vermeiden.
Doch der Gedanke schlägt einen Haken. „Will man das eigentlich? Berühmt sein? Und dann noch im Film“, die Unsicherheit überschlägt ihn.
Dieser Vergleich mit den Gedanken <-> Krieg und später der Alltag/ Er (??) <-> Kriegsopfer hab ich nicht verstanden. Liest sich für mich unschlüssig und als sollte es einfach gut klingen. Kannst du das erklären?
 
FiscHwäcg schrieb:
Dieser Vergleich mit den Gedanken <-> Krieg und später der Alltag/ Er (??) <-> Kriegsopfer hab ich nicht verstanden. Liest sich für mich unschlüssig und als sollte es einfach gut klingen. Kannst du das erklären?

Das ist in dem Fall einfach nur eine Metapher. Am Anfang heißt es ja, dass in seinem Kopf ein Krieg tobt. Und das habe ich am Ende wieder aufgenommen, in dem Sinne ist er ein Kriegsopfer, nämlich sein eigenes.
 
Ich habe keine "gnaedige Einstellung". Meine Kritik haette bis auf die persoenlichen Worte jeder so bekommen. Kann aber natuerlich sein, dass ich das Niveau eines 14-jaehrigen habe. Mit den Stolpersteinen meine ich aber Formulierungen, die den Lesefluss behindern.
 
Sawbones Geschichte ist, wie es eape schon gesagt hat, ganz gut. Nur passt sie nicht so wirklich in ein Kurzgeschichen Battle. Die Geschichte von Dow Jones fand ich sehr gelungen. Macht Spass zum lesen.

@FiscHwäcg: Machst du eigentlich auch mit?
 
Also, sorry, aber Sawbones-Geschichte ist nicht gut. Kein bisschen. Will hier nicht beleidigen, aber ich musste schon beim ersten Absatz lachen. Klingt ein bisschen wie Sendung mit der Maus: "Das ist Thomas. Thomas ist ein Gear. Er ist groß. Und das da, das ist Freund Ben. Er ist auch Gear. Zusammen töten sie Locust."

Und dann die Handlung - da wird nicht mehr als eine 2 Minuten-Zwischensequenz von irgendeinem Gears-Spiel beschrieben. Irgendwie... puh... ich hab mal in der siebten Klasse eine Geschichte im Starcraft Universum geschrieben. Das klang ungefähr so. Nur besser.

Dazu kommen die vielen Fehler - sorry, aber wenn ichs nicht kann, dann lass ich es gegenlesen.

Dow Jones Geschichte find ich nicht schlecht, erfüllt die klassischen Kurzgeschichten-Regeln und ist ganz nett geschrieben. Finde sie nur ein bisschen zu plakativ. Beispiel: "Es wirkt so, als würde er sich selber anschreien: „Das führt doch zu nichts!“, brüllt er still."
Das "Es wirkt so, als würde es sich selber anschreien" könntest Du gut weglassen. "Brüllt er still" ist da schon stark genug - und "er schreit sich selber an" wäre dann die Interpretation des Lesers.


Aber alles in allem finde ich es ja toll, dass sich hier Leute mit ihren Kurzgeschichten trauen. Kritik gibts ja immer.
S
 
Ich habe jetzt auch noch was geschrieben in den letzten dreißig Minuten. Weiß leider nicht ob es mir diese Woche sonst noch reicht.

Vom Erwachsen werden

Als kleiner Junge war die Welt noch in Ordnung. Morgens aufstehen, anziehen, von Mama das Pausenbrot bekommen und dann ab in die Schule. Und nachmittags nach den Hausaufgaben mit den Freunden raus, Fußball spielen.
Stundenlang haben wir das gemacht. Ich erinnere mich noch, wir waren schon etwas älter, so zwölf Jahre etwa, haben wir an einem Tag in den Sommerferien so lange Fußball gespielt bis es dunkel war. Aber wir hatten noch nicht genug – wir haben die elektrischen Fahrradleuchten von unseren Fahrrädern montiert, am Tor befestigt und dann ging es weiter. Und als wir dann endlich genug hatten und nach Hause sind, hat da schon Mama gewartet und geschimpft, wo ich denn so lange gewesen sei. Aber das war egal, denn als Kind ist alles schön. Easy going, es wird schon alles werden.
Bis zu dem Zeitpunkt, an dem man merkt, dass das Leben kein Schlaraffenland ist. Dass zwischen Aktion und Belohnung ein Zusammenhang entsteht. Auch wenn das einem schon in der Kindheit gelehrt wird: Iss dein Gemüse, dann bleibst du gesund. Iss Karotten, dann bekommst du keine schlechten Augen.
Oder später in der Jugend, frei nach Michael Mittermeier: „Junge, onanieren macht blind.“ Aktion führt zu Reaktion. Also fängt man irgendwann an, sich um sein Leben Gedanken zu machen. Was will ich später einmal arbeiten? Was brauche ich für einen Schulabschluss? Wie schaffe ich diesen Schulabschluss? Dazu muss ich Mathe lernen, um die nächste Schularbeit eine gute Note zu schreiben. Wenn ich diese gute Note schreibe bekomme ich in Mathe eine Zwei, kann damit dann mein Abitur noch machen und am Ende die Ausbildung zum Botschafter machen. Klingt kompliziert, ist auch so – aber noch lange nicht die Spitze des Eisbergs.
Aber trotzdem: Ich will unbedingt erwachsen werden. Ich will im Konzert der Großen mitspielen. Ich will endlich fertig mit der Schule sein. Ein zweischneidiges Schwert. Denn habe ich dann endlich erreicht, was ich wollte, beginnt der nächste Abschnitt des Lebens. Im Studium büffeln, im Job knechten, tagelang kein Sonnenlicht. Das ist natürlich eine Übertreibung, aber im Gegensatz zurzeit als Kind doch eine gewichtige Wahrheit. Und das ist auch nicht alles.
Dazu kommt meist noch Verantwortung außerhalb des Jobs, denn man will sich ja sozial engagieren. Man muss sich um Versicherungen kümmern, den Einkauf erledigen, den Abwasch machen, die Wohnung putzen, sogar kochen. Wie hätte man das auch in der Jugend erahnen können? Von der Schule heimgekommen, stand das Essen auf dem Tisch. Mamas Essen ist immer das Beste. Aber irgendwann beginnt die Zeit, in der Mama ihren Job als Vollzeit-Umsorger aufgibt und man auf eigenen Beinen stehen muss. Anfangs fühlt sich das an wie bei einem Giraffen-Baby. Unsicher stakst man durchs Leben, weiß nicht ob das alles so passt. Doch mit der Zeit bekommt man Sicherheit darin und reckt den Kopf stolz der Sonne entgegen. Ja, jetzt habe ich meinen Job, jetzt passt alles – jetzt bin ich wer!
Und dann erinnert man sich, was Papa einem mit auf den Weg gegeben hat: Ein Mann muss ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen. Nun, der Baum ist schnell gepflanzt, weshalb ich diese Lektion überspringe. Glaubt mir, beim Baumpflanzen hat ein kleiner Fehler viel weniger Bedeutung als bei den anderen Beiden. Man denke nur an ein instabiles Haus, welches über den nicht gewollten Kindern einstürzt. Glück im Unglück mögen manche sagen – aber ich schweife ab.
Nachdem man also das Baum-Pflanzen abgehakt hat, überlegt man sich wie man jetzt am besten die anderen beiden Punkte erfüllen kann – und dann dämmert es einem. Da gibt’s es doch noch diese Frauen, mit denen man in der ausklingenden Jugend schon so viel Spaß hatte. Nur will man ja dann auch was von seinem Kind. Also dieses Mal richtig auf die Suche gehen. Wenn’s dauerhaft halten soll, muss vor allem der Charakter passen. Aber wer sagt, das Aussehen spiele keine Rolle, lügt meistens – aber nicht immer. Also Augen auf Männer, auch hinter unscheinbaren Entlein verbirgt sich manchmal ein weißer Schwan. Und natürlich sollte sie gebärfähig sein – breite Hüften, bestimmtes Alter. Ihr wisst schon. Wie ihr diese Frau dann dazu bringt, eure Frau zu werden, soll hier nicht beschrieben werden. Nur eins am Rande: Die Neandertaler-Methode mit Niederknüppeln und in die Höhle schleifen ist außerhalb gewisser Regionen in Bayern verpönt – und vor allem illegal. Also einfach die Frau bezirzen, Ring an den Finger und gut ist. Danach kann dann das Kindermachen in Angriff genommen werden. Hier gilt: Erlaubt ist was Spaß macht. Kindermachen ist die schönste Arbeit der Welt. Also nicht traurig sein wenn es nicht auf Anhieb klappt – der Lohn für die zusätzliche Arbeit ist es wert.
Und wenn dann der Nachwuchs da ist, gilt es, einen treffenden Namen zu finden: Markus-Werner oder Tiberius-Chewbacca-Werner oder irgendwas in diese Richtung. Bloß nicht Justus. Mädchen sind natürlich auch erwünscht bei anderen Männern, mein Sohn muss später schließlich eine gewisse Auswahl haben. Hat man also Frau und Kind, und der Baum blüht immer noch prächtig, geht es an den Hausbau. Hier erspare ich Ausschweifungen: Beauftragt am besten eine Baufirma oder fragt eure Freunde. Ein paar Monate später steht das Haus dann. Wie sieht also die Lage jetzt aus? Ich hab eine Frau, der ich etwas bieten will. Genauso meinem Kind. Und das Haus, ja das muss ich noch dreißig Jahre abbezahlen. Und die Versicherungen habe ich auch noch. Oh ja…. Altersvorsorge, mein Bankberater hat da einmal etwas erwähnt. Und wenn ich dann meine Lohnabrechnung in den Händen halte, kommen die ersten grauen Haare. Wer soll das bezahlen? Aber wir sind Männer, wir bekommen alles hin. Und spätestens wenn unser Sohn Markus-Werner dann mit fünfzehn Jahren kommt, mit seiner dreizehnjährigen Freundin Incontinetia-Mandy-Chantalle und uns erzählt, dass er Vater wird und wir unserer Ex-Frau die frohe Nachricht sogleich per Anruf mitteilen: Ja, dann wird uns klar – ich wäre gerne wieder ein Kind.














Dow Jones schrieb:
Kampf der Konjunktive



Es ist 02:00 Uhr. Seine Frau schläft neben ihm. Alles ist ruhig. Totenstill. Das Schlafzimmer ist mit Dunkelheit gefüllt. Nicht der kleinste Schimmer scheint durch die dicken Gardinen. Nur er ist unruhig und starrt ins Nichts - denn in seinem Kopf herrscht Krieg. Der Krieg der Gedanken.

Seit einer Ewigkeit liegt er schon so da, die Augen offen in Richtung Decke gerichtet, obwohl es in Wirklichkeit erst 43 Minuten sind. Er befindet sich in einem Dämmerzustand. Er glaubt, er könnte einfach aufstehen und all das tun, was ihm im Kopf herumschwirrt, doch das kann er nicht. Er kann nur liegen, unfähig sich aufzuraffen.
Auf einmal schießt ihm ein Bild durch den Kopf, das einer Schulkameradin. Es kam einfach so aus seinen Erinnerungen, ohne, dass er an diesem Tage etwas von ihr gehört oder gesehen hätte. Es war ein „Wie geht es eigentlich...?“ - Gedanke, der hervorkroch. Und „Was sie wohl macht?“ besser gesagt: „Was sie jetzt wohl machen könnte?“ Doch der Gedanke hält nicht lange an, er wird sofort von einem stärkeren verdrängt: „Was könnte ich eigentlich machen?“ Dieser Gedanke ist sehr hartnäckig. Lässt sich kaum überwinden, wie die Artillerie einer Armee. Was könnte er eigentlich -stattdessen- tun, das plagt ihn. „Früher wolltest du mal Schauspieler werden“, erinnerte er sich. Der Gedanke schmückt sich aus. Schon sieht er sich in allen tollen Filmen, kecke Dialoge aufsagen, Leute umlegen - zusammen mit seinen Idolen auf der Leinwand. „Doch wie käme ich denn zu der Gelegenheit, dass überhaupt zu machen, realistisch muss es sein“, sagt er innerlich zu sich selbst. Er erfindet sich einfach eine Möglichkeit. George Clooney hat doch letztens Leute gesucht, die einen bestimmten Schnurrbart tragen würden, da wäre er hingegangen. Hätte nicht nur seinen Schnurrbart demonstriert, sondern auch einen Witz gerissen. Clooney wäre begeistert gewesen, hätte eine Minirolle angeboten. Als Gangster. Das wäre der Einstieg gewesen, auf der Premiere des Films hätte man dann den nächsten getroffen, der einem die nächste Rolle versprochen hätte. „Ja, so käme man dahin“, überlegte er sich mit offenen Augen.

Doch der Gedanke schlägt einen Haken. „Will man das eigentlich? Berühmt sein? Und dann noch im Film“, die Unsicherheit überschlägt ihn. Eigentlich sollte man nicht nur Schauspieler sein, das ist zu festgelegt. „Eigentlich“, so dachte er, „müsste man noch Musik machen“. In einer Band spielen, so wie früher in der Schule. Dann könnte man auch die Songs zu seinen Filmen schreiben. Ein weiterer Gedanke presst sich an die Front. Er sieht sich auf der Bühne stehen, Gitarre in der Hand. Es lärmt, aber nur in seinem Kopf. Jetzt werden die miteinander streitenden Gedanken immer giftiger, immer schneller. Über die Kunst, bis hin zum Rennwagen, der Asienreise bis zum Genie. Der nächste Gedanke schafft sich Platz: „Das ist doch nur Entertainment - das bringt doch niemanden weiter. Willst du dein Leben damit verschwenden dich für die Industrie zum Clown zu machen?“ Eigentlich müsstest du Wissenschaft treiben. Oder etwas entdecken. Auch dieser Gedanke schmückt sich aus, doch diesmal von einer ganz anderen Richtung. Er selbst ist schon lange tot. Doch man erinnert sich an ihn und seine Leistungen. Der Entdecker eines Atoms, einer Gleichung, der Erfinder des modernen Raumflugs. Wie in Star Trek.

Apropos Star Trek: „Wann kommt eigentlich der neue Film? Ob er so gut wird, wie der letzte? Der Gegenspieler war total platt", erinnerte er sich. Ohne guten Gegenspieler, kann auch der Held nicht glänzen. Hat man schon bei Sherlock Holmes gesehen.

Es wirkt so, als würde er sich selber anschreien: „Das führt doch zu nichts!“, brüllt er still. „Konzentriere dich auf deine Atmung, dann wirst du schon einschlafen, es ist ja nicht auszuhalten mit dir!“ Die nächste Gedankenblase schiebt sich nach vorne. Der Frust auf sich selbst. Er versucht sich zu konzentrieren, dabei fällt ihm ein, dass er noch mal auf Toilette muss. „Auch das noch“, überlegt er. Er versucht sich einzureden, dass er warten könne. Ohne Erfolg. Langsam steht er auf, geht zur Toilette, ärgert sich dabei, legt sich dann wieder hin. Sein Magen knurrt. „Was, das auch noch? Bleibt einem denn nichts erspart?“, flucht er innerlich. Den Kampf gegen den Hunger verliert er jedes mal, diesmal steht er sofort auf, setzt sich mit einem belegten Brot ins Wohnzimmer.

Der nächste Gedanke: „Soll ich eigentlich noch versuchen einzuschlafen, oder doch gleich durchmachen? Dann wäre ich am nächsten Abend viel müder und könnte sicher besser schlafen“ Er legt einen Film an, sitzt im Dunkeln und starrt auf den Fernseher. Der Ton ist ganz leise, damit seine Frau nicht aufwacht. Der Film, schon 4 mal gesehen, endet nach 112 Minuten. Er dreht sich um und schaut auf die Uhr. 05:27. Müdigkeit überkommt ihn, er macht doch nicht durch, geht zu seiner Frau schlafen. Diesmal geht es ganz schnell, allerdings hält das nicht länger als 2h an. Um 07:00Uhr muss er wieder aufstehen. Sich durch den Tag schleppend, schlecht gelaunt, unkonzentriert.

Abends kommt er wieder nach Hause, völlig fertig. Seine Frau begrüßt ihn an der Tür, fragt ihn, wie sein Tag war. Er hat eigentlich gar keine Lust zu reden, will nur seine Ruhe haben und ausspannen. „Fressen, Fernsehen, Pennen, wieder Arbeiten. ist das alles?“, fragt er sich. Doch leider ist das sein Alltag, er ist ein weiteres Kriegsopfer seiner Gedanken.

KLasse Story Dow. Ich liebe deine Stilmittel, vor allem wie du völlig perfekte Oxymorons integrierst. Liest sich richtig richtig gut. Chappeu! Chappeu!
 
Ich hab auch Probleme. Ich wollte keine direkte Fortsetzung meiner Story schreiben, jedenfalls nicht für den Wettbewerb. Aber ich leide im Moment unter totaler Ideenlosigkeit.
 
Ich bin mit meiner Geschichte überhaupt nicht zufrieden und sie hat zudem extreme Überlänge (ca. 17.000 Zeichen). Wenn ich sie morgen noch online stellen soll, sagt Bescheid. :D
 
Auch ich muss mich rauskicken, ich hab nicht die Ruhe dafür im Moment mit dem ganzen Umzugsgedönse was ich um die Ohren habe, einfach weil ich keinen ruhigen Schreibort habe im Moment, in der halbleeren Wohnung klappt das nicht :(
 
blue schrieb:
Ich hab auch Probleme. Ich wollte keine direkte Fortsetzung meiner Story schreiben, jedenfalls nicht für den Wettbewerb. Aber ich leide im Moment unter totaler Ideenlosigkeit.

Ach komm schon blue. Ich wäre jedenfalls sehr angetan von einer Fortsetzung.

Macht wirklich Spass die Kurzgeschichten zu lesen. Mir machen auch kleine Fehler oder unfertige Geschichten nichts aus. Ist durchaus bemerkenswert, was ihr alle so drauf habt.

:dhoch:
 
Na gut, ich schreib dir ne Fortsetzung. Für dich, und alle diejenigen, die gern einen weiteren Teil meiner NeoCyberpunk Story wollen, es gab ja ein paar, die die garnicht schlecht fanden und gern gewusst hätten wie es weitergeht. Vielleicht krieg ich das Thema ja irgendwie mit eingebunden.
 
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