Hm, meine Gedanken dazu:
Meine Schwester ist 6 Jahre jünger als ich. Und wir sind ein Herz und eine Seele. Aber natürlich gab es auch Zeiten, in denen wir uns nur in den Haaren lagen, gerade in den Jahren, als ich in der Pubertät war, war meine Schwester halt das kleine, nervige Kind für mich. War sicher auch für meine Eltern nicht leicht. Aber das hat sich mit den Jahren gelegt.
Es ist auch nicht gesagt, dass miteinander spielen nicht drin ist. Natürlich nicht alles und nicht immer. Aber Kinder sind da oft ziemlich flexibel. Und meine Schwester in Mario Kart abzukochen hat damals auch Spaß gemacht

Die Faszination Videospiele hat sie jedenfalls komplett von mir vermittelt bekommen und siehe da - sie arbeitet jetzt in der Gamesbranche und hat mir damit was voraus
Meine Frau und ich wollten aber keine Geschwister mit so großem Abstand. Nicht wegen den Kindern (da weiß ich aus eigener Erfahrung, dass das klappt), sondern wegen uns. Wenn das erste Kind 5 oder 6 ist, ist man "aus dem gröbsten raus", was den Zeitaufwand und den Impact auf das eigene Leben angeht. Das Kind wird mehr und mehr selbstständig, kann sich auch mal komplett alleine beschäftigen und man kann mit dem Kind mittels Sprache kommunizieren. Da wollten wir nicht nochmal von vorne anfangen und die komplette Babyphase mit Schlafmangel, Windeln und Geschrei nochmal mitmachen.
Zweiter Punkt ist bei mir auch mein Alter. Kind Nr. 2 kam kurz vor meinem 36. Geburtstag. Wenn ich hochrechne, wie alt ich bei Meilensteinen in seinem Leben sein werde, werde ich schon ein wenig traurig. Älter wollte ich auch nicht sein bei der Geburt eines Kindes, aber es gibt genügend Eltern, die noch in ihren 40ern Kinder bekommen. Machbar ist das alles.
Deswegen haben unsere beiden halt nen Abstand von nicht mal 2 Jahren. Es ist jetzt zeitweise anstrengend, aber dafür haben wir in ein paar Jahren zwei Grundschulkinder, die beiden sind sich altermäßig nahe und daher (hoffentlich) auch von den Interessen.
Und das Thema Zeit: Auch mit zwei Kinden hab ich noch Zeit für mich. Abends schlafen Kinder ja für gewöhnlich. Und meine Frau geht meistens früher ins Bett als ich (mir reichen 6-7 Stunden Schlaf locker). Da bleibt mehrmals pro Woche noch ne Stunde oder so für die gepflegte Zockerei. Und die freie Zeit wird ja mit zunehmendem Alter der Kinder nur mehr.
Man muss nur wollen
Bei uns werden auch erst mal beide Kinder in einem Zimmer bleiben. Mittelfristig werden wir unser Schlafzimmer aber ins Dachgeschoss verlegen, dafür muss aber noch ein kleinerer Umbau her (Wand mit Tür muss her, da das Dachgeschoss nicht durch ne Tür abgetrennt ist).
ich hatte aber auch ein gemeinsames Zimmer mit meiner Schwester bis ich 14 war und wir in ne größere Wohnung gezogen sind. Hat auch nie wirklich gestört.
Aber die Entscheidung wird euch niemand abnehmen können. Für uns haben einige Punkte gegen größeren Abstand gesprochen, aber wir wollten eben zwei Kinder. Daher das "Doppelpack".