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Hurra! Wir bekommen ein Baby!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Soweit ich das lese, hat @el_barto genau das richtige Verständnis von Wissenschaft. Wissenschaft ist was Wissen erschafft und dazu braucht es Methode, die zu intersubjektiv nachvollziehbaren Ergebnissen führt.

Ich habe schon öfter mit Schulmedizinern gesprochen, die die Schulmedizin ebenfalls nicht für eine Wissenschaft halten. Sind wir wieder bei dem Punkt, dass der menschliche Organismus immer wieder auch gerne unterschiedlich reagiert und wir eben nicht alle gleich sind. Anders als ein Liter Wasser unter das man einen Bunsenbrenner hält.
 
Ich erachte Osteopathie jetzt nicht als Allheilmittel, meiner Frau hat es aber geholfen. Ein leicht kürzeres Bein, dadurch Beckenschiefstellung und Rückenschmerzen. Orthopädische Einlagen brachten keine Abhilfe. Nach dem ersten Besuch beim Osteopathen waren die Schmerzen besser, nach 6 Behandlungen waren sie weg.

Gut, es hilft nur ~6 bis 12 Monate, dann muss sie wieder hin.

Unsere Hebamme hat uns damals auch empfohlen, mit den Kindern proaktiv zum Osteopathen zu gehen. Gerade bei Babys kann das viel bringen, damit es erst garnicht zu manchen Leiden kommt. Die Kleinen können sich ja noch nicht verständlich machen ausser schreien.
 
Soweit ich das lese, hat @el_barto genau das richtige Verständnis von Wissenschaft. Wissenschaft ist was Wissen erschafft und dazu braucht es Methode, die zu intersubjektiv nachvollziehbaren Ergebnissen führt.
Dem Verständnis ist auch nicht zu widersprechen. War mehr ein Gesamtbild, das sich auch durch dem Seitenhieb gegen Gender Studies (wo ich jetzt ebenfalls nicht groß diskutieren muss) ergeben hat. Denn der kommt oftmals aus einer Ecke, wo Geistes- und Gesellschaftswissenschaften ganz grundsätzlich die Wissenschaftlichkeit abgesprochen wird.
 
Ich habe schon öfter mit Schulmedizinern gesprochen, die die Schulmedizin ebenfalls nicht für eine Wissenschaft halten.

Es gibt auch 3% unter den betreffenden Wissenschaftspublikationen welche sich gegen den Klimawandel stemmen, die haben aber neben den anderen 97% keine besonders große Relevanz.

Gerade die wissenschaftlich orientierte Medizin hat im letzten Jahrhundert durch ihre empirische Methode und dem technischen Fortschritt Bahnbrechendes geleistet und einstige Geißeln quasi bagatellisiert. Das basiert zur Gänze auf wissenschaftlicher Methode. Ich würde mir bei den praktizierenden Ärzten nur wünschen, dass sie sich ein gutes Beispiel an den Alternativmedizinern nehmen, nämlich wie diese mit ihren Patienten umgehen. Das ist auch oft der Grund weshalb die Leute zu diesen gehen, da sie sich hier gut aufhoben und verstanden fühlen und das alleine kann schon einen großen Unterschied ausmachen. Viele der Ärzte die ich kenne (und das sind ein paar Hundert) sind was das angeht, also das Zwischenmenschliche, ziemliche Flaschen, auch wenn sie fachlich kompetent sind.


Sind wir wieder bei dem Punkt, dass der menschliche Organismus immer wieder auch gerne unterschiedlich reagiert und wir eben nicht alle gleich sind. Anders als ein Liter Wasser unter das man einen Bunsenbrenner hält.

Das ist ja gerade das heiße Eisen in Molekularbiologie und Medizin, Dinge wie die Epigenetik und die damit verbundene, personalisierte Medizin. Ebenso wie die Psychosomatik am Vormarsch ist, mit einigen sehr beeindruckenden Ergebnissen, die unserer Gesellschaft jedoch ein recht übles Zeugnis ausstellen.


ja und vielleicht ist einiges von dem esoterischen geschwurbel in 500 jahren wissenschaftlicher fakt - wer weiß. :p

Ist nicht auszuschließen. Genauso wie eventuell morgen die Sonne nicht mehr aufgehen könnte, ist auch nicht mit 100%iger Gewissheit völlig auszuschließen.
 
naja, unsere wissenschaft ist halt auch "nur" _unsere_ wissenschaft. das weltall zB bringt sie ja regelmäßig an ihre grenzen...

ich stehe jeglichem naturheil-hokuspokus sehr kritisch gegenüber. verschließe mich dem thema jedoch nicht.
Nein, das stimmt nicht, dass es nur "unsere" Wissenschaft ist. Wissenschaft ist universell.

Unser WissensSTAND wird an die Grenzen gebracht, aber das ist ein riesiger Unterschied. Die Wissenschaft ist immer bestrebt, diese Grenzen Stück um Stück nach hinten zu schieben. Und das geht nur mit intersubjektiv nachvollziehbaren, objektiv und neutral klaren Erkenntnissen sowie dem ständigen Hinterfragen des Bekannten (mittels wissenschaftlichen Methoden) und der alltäglichen Beobachtungen (wie z.B. "bei unserem Kind hat das toll geholfen", um den Bogen zum Thema zu kriegen)
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast offensichtlich ein sehr verengtes Wissenschaftsverständnis, dass Wissenschaft mit Naturwissenschaft gleichsetzt.
Wollte ich nur mal anmerken.
Wenn es um Dinge wie Biologie, Physik, Chemie etc. geht. Ja, da setze ich das zu 100% gleich. Dass es darüber hinaus noch "weichere" Wissenschaftsdisziplinen gibt, hat damit nichts zu tun.
Soziales Verhalten z.B. unterliegt zu vielen Unwägbarkeiten, um mit naturwissenschaftlichen Gesetzen beschrieben werden zu können.
Eine unendlich intelligente KI könnte es aber evtl., da sie in der Lage wäre, alle biochemischen Prozesse in allen beteiligten Individuen nachvollziehen zu können und damit menschliches Handeln vorhersagen und in Gesetze gießen zu können. Aber da kommen wir in den Bereich der Philosophie und wieder weich :D

Wenn man aber beim menschlichen Körper ist, hat man es mit biochemischen Vorgängen und anderen Phänomenen zu tun, die nach naturwissenschaftlichen Gesetzen funktionieren. Immer. Und wenn wir hier mit der Schulmedizin/Wissenschaft nicht weiter kommen, dann nur, weil unser Wissensstand hier mangelhaft ist. Nicht weil die Wissenschaft und deren Grundprinzipien nicht zutreffen.

Mein Seitenhieb auf die Gender Studies war auch nur das. Ein nicht ernst gemeinter Seitenhieb ohne Diskussionsansatz und -wunsch meinerseits.
 
Wenn es um Dinge wie Biologie, Physik, Chemie etc. geht. Ja, da setze ich das zu 100% gleich. Dass es darüber hinaus noch "weichere" Wissenschaftsdisziplinen gibt, hat damit nichts zu tun.

Wenn man aber beim menschlichen Körper ist, hat man es mit biochemischen Vorgängen und anderen Phänomenen zu tun, die nach naturwissenschaftlichen Gesetzen funktionieren. Immer. Und wenn wir hier mit der Schulmedizin/Wissenschaft nicht weiter kommen, dann nur, weil unser Wissensstand hier mangelhaft ist. Nicht weil die Wissenschaft und deren Grundprinzipien nicht zutreffen.

Mein Seitenhieb auf die Gender Studies war auch nur das. Ein nicht ernst gemeinter Seitenhieb ohne Diskussionsansatz und -wunsch meinerseits.

und wir noch ganz weit davon entfernt sind, zu wissen was da wirklich abgeht. Und da wird eben nicht so weit sind jeden Schmerz genau kategorisieren zu können, gibt es genug Leute die nicht mehr weiter kommen mit Schulmedizin, gerade was Muskulatur etc. angeht....
 
und wir noch ganz weit davon entfernt sind, zu wissen was da wirklich abgeht. Und da wird eben nicht so weit sind jeden Schmerz genau kategorisieren zu können, gibt es genug Leute die nicht mehr weiter kommen mit Schulmedizin, gerade was Muskulatur etc. angeht....
Natürlich sind wir weit davon entfernt, das schreib ich ja auch. Daher gibt es wissenschaftliche Forschung, die neue Erkenntnisse liefert, die reproduzierbar, erklärbar und nachprüfbar sind. Im Gegensatz zur Alternativmedizin. Und daher lehne ich für mich diese Ansätze eben rundheraus ab. Vllt würde es durch irgendeinen Zufall helfen, vllt ists auch der Placeboeffekt, vllt gilt nach "ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn", dass die Alternativmedizin zufällig mit nichtwissenschaftlichen Methoden einen Treffer landet - den man dann aber nach entsprechenden Studien und Forschung wieder wissenschaftlich erklären kann.
Weitaus häufiger bleibt Alternativmedizin aber sinn- und inhaltsloses Geschwurbel ohne Ergebnis.

Jedenfalls bin ich nicht bereit, für Placebo oder Zufälle Geld hinzulegen, sondern wende mich an die Wissenschaft.
 
Wenn du mal dauerhaft Schmerzen hast und dir keiner helfen kann, wirst du es sein, glaubs mir und genau da kann es eben auch helfen, den Punkt zu finden den die Schulmedizin nicht findet.

Ich bin davon bisher, zu meinem großen Glück, verschont geblieben.
 
Samuel „Sam“ also nicht pur deutsch ausgesprochen sondern Englisch. Halbe Familie sind Amis :D.

Zweitname Anton nach meinem Opa bin dort aufgewachsen und das ist quasi meine Art der Dankbarkeit dafür mich großgezogen zu haben.

Herzlichen Glückwunsch! :) ... und einen schönen Namen habt ihr da ausgesucht, unser Sohn heißt auch "Sam", auch englisch ausgesprochen.

---

Und der Kleine wird nun übermorgen schon 10 Monate alt. Ich weiß gar nicht, wo die letzten 10 Monate hin sind? Verrückt ist das. Und generell ist das jetzt wohl die Phase, wo die Entwicklung mit am schnellsten zunimmt. Wir sind im Mai umgezogen, da konnte Sam gerade mal ein wenig auf dem Popo sitzen und sich mit Not und Mühe nach vorne robben. Dann gings los ... erst überall versuchen, hochzuziehen, dann kam doch noch das richtige Krabbeln dazu. Und mittlerweile flitzt er nur so durch die Wohnung, man kommt teilweise gar nicht hinterher, da ist er schon am anderen Wohnzimmer-Ende und versucht wieder irgendeinen Blödsinn zu machen, irgendwelche Schränke oder Schubladen zu öffnen, die Katzen zu ärgern oder sich irgendwo hochzuziehen :D

Die ersten 2 Zähne sind auch vor 2-3 Wochen gekommen und aktuell kommen wohl die nächsten nach, es ist in Verbindung mit dem Wetter momentan nicht so einfach mit ihm, vor allem wenn es abends ans schlafen geht. Ansonsten aber immer noch ein Kasper und Quatschkopf, einfach ein kleiner Sonnenschein :)

Er hat mich auch dazu gebracht, dass ich das erste Mal nach 10 Jahren oder so wieder ein Schwimmbad bzw. das Freibad betreten habe, mittlerweile war ich schon 3mal mit, meiner Frau ist noch öfter mit ihm dort. Wasser ist für ihn anscheinend echt toll, nicht nur bei dem Wetter, auch die Badewanne wird jedes Mal abgefeiert :D
 
Wenn du mal dauerhaft Schmerzen hast und dir keiner helfen kann, wirst du es sein, glaubs mir und genau da kann es eben auch helfen, den Punkt zu finden den die Schulmedizin nicht findet.

Ja das ist es auch, was die Leute dazu treibt: Verzweiflung. Die Sache ist nur, dass eine geringe Chance auf Erfolg besteht, aus welchen Gründen auch immer und eine weitaus größere, dass es gar nichts bringt. Es gibt keine Reproduzierbarkeit. In den meisten Fällen entsteht dadurch nur ein finanzieller Schaden, was mir egal ist aber aus diesem Boom zur Alternativmedizin können sich auch ernstzunehmende, gesundheitliche Schäden entwickeln.
 
Herzlichen Glückwunsch! :) ... und einen schönen Namen habt ihr da ausgesucht, unser Sohn heißt auch "Sam", auch englisch ausgesprochen.

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Und der Kleine wird nun übermorgen schon 10 Monate alt. Ich weiß gar nicht, wo die letzten 10 Monate hin sind? Verrückt ist das. Und generell ist das jetzt wohl die Phase, wo die Entwicklung mit am schnellsten zunimmt. Wir sind im Mai umgezogen, da konnte Sam gerade mal ein wenig auf dem Popo sitzen und sich mit Not und Mühe nach vorne robben. Dann gings los ... erst überall versuchen, hochzuziehen, dann kam doch noch das richtige Krabbeln dazu. Und mittlerweile flitzt er nur so durch die Wohnung, man kommt teilweise gar nicht hinterher, da ist er schon am anderen Wohnzimmer-Ende und versucht wieder irgendeinen Blödsinn zu machen, irgendwelche Schränke oder Schubladen zu öffnen, die Katzen zu ärgern oder sich irgendwo hochzuziehen :D

Die ersten 2 Zähne sind auch vor 2-3 Wochen gekommen und aktuell kommen wohl die nächsten nach, es ist in Verbindung mit dem Wetter momentan nicht so einfach mit ihm, vor allem wenn es abends ans schlafen geht. Ansonsten aber immer noch ein Kasper und Quatschkopf, einfach ein kleiner Sonnenschein :)

Er hat mich auch dazu gebracht, dass ich das erste Mal nach 10 Jahren oder so wieder ein Schwimmbad bzw. das Freibad betreten habe, mittlerweile war ich schon 3mal mit, meiner Frau ist noch öfter mit ihm dort. Wasser ist für ihn anscheinend echt toll, nicht nur bei dem Wetter, auch die Badewanne wird jedes Mal abgefeiert :D

Ja fand den sofort toll und Anton Toni Tünn kann ich schimpfen wie mein Opa mit mir früher :D.

Katzen haben wir auch bin mal gespannt wie das heute wird.

Hab den Katzen ein Tuch mitgebracht Schonmal zum gewöhnen.

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Das ist übrigens mein Babymann :D.


Und das mit dem schwimmen klingt lustig war auch so lange nicht da, hab aber auch ne leichte Chlor Allergie also mal sehen.

Heute dürfen wir nachhause Yeah :D

Wenn ihr nichts mehr hört hat meine Freundin mich gekillt, mir ging’s besser mit nem Staubsaugroboter wegen der Haare auf dem Boden. Seht ihr ja auf dem Bild sind Main Coons und langhaarige Viecher :P

Den v10 zeig ich ihr später :tip:
 
Eigentlich gehört das nicht ins Internet, aber manchmal ist es ja ganz gut einfach mal "fremde" Meinungen zu hören, obwohl die hier wahrscheinlich aufgrund der Struktur schon in eine gewisse Richtung gehen dürften. Folgendes Thema:

Wir haben ja ne fast 5 jährige Tochter und damit war es aus meiner Sicht eigentlich bezüglich Nachwuchs getan. Ich bin selbständig, meine Frau arbeitet mit im Büro und wir sind halt auch ein kleines Unternehmen, so dass wir nicht mal eben länger weg sein können. Dazu hat sich leider nie etwas an der Wohnsituation machen lassen, so dass wir quasi auf 90 qm mit so gesehen drei Zimmern wohnen. Das ging für uns drei eigentlich immer super bisher. Natürlich war diese Belastung aus Selbständigkeit, dem Kind gerecht werden und auch noch irgendwie die Beziehung am laufen halten schon nicht einfach, aber (auch dank der Familie) bisher haben wir das einigermaßen gut hinbekommen.

Jetzt kommt natürlich von Tochter und meiner Frau immer mal wieder das Thema zweites Kind auf. Eigentlich fühle ich mich mit fast 42 schon etwas zu alt dafür. Dann hätte ich mit 60 Jahren immer noch etwas 17 jähriges da rum rennen. Die Nerven werden ja nicht besser. Außerdem ist da natürlich wirklich noch das Wohnproblem. Unsere Tochter hat zwar ein großes Zimmer dass sie sich zumindest die ersten Jahre noch teilen könnte. Dann müsste man halt sehen. Und Arbeits- und Beziehungsmäßig würde es halt auch nicht einfacher werden. Auch für meine Frau, die ehrlich gesagt schon viel stemmen muss, wofür ich sie sehr bewundere. Und egoistisch gesagt, dürfte ich dann nahezu keine Zeit für mich mehr haben, was mir schon jetzt schon schwer fällt. Ich habe eigentlich immer auch mal meine Zeiten für mich gebraucht. Bei meiner Frau ist dieser Wunsch nicht so ausgeprägt, weswegen das bisher ganz gut funktioniert hat.

Umgekehrt denke ich halt, wenn nicht jetzt dann nie mehr. Und der Gedanke daran, noch ein zweites Mal so einen Zwerg bei der Entwicklung verfolgen zu dürfen, ist schon etwas schönes. Irgendwie bin ich auch immer ein wenig traurig, wenn ich sehe wie schnell unsere Tochter groß geworden ist und dass diese Momente nicht mehr kommen. Der zeitliche Abstand wäre zwischen den Kindern natürlich schon groß. Bestimmt 6 Jahre. Miteinander wirklich spielen ist da nicht mehr. Aber ich denke auf der anderen Seite, dass die Große uns da natürlich etwas unterstützen kann mit dem Geschwisterchen. Was sie vom Charakter her wohl auch sicher machen würde.

Ich bin da echt hin und her gerissen. Wie seht ihr das denn?
 
Irgendwie bin ich auch immer ein wenig traurig, wenn ich sehe wie schnell unsere Tochter groß geworden ist und dass diese Momente nicht mehr kommen.

Ich führe da voll mit Dir. Unserer ist zwar erst gute zwei Jahre, aber ich bin fast täglich etwas down, weil es einfach so schnell geht und letzte Woche hatte ich den totalen Anflug von "ein zweites Kind muss her". Realistisch gesehen, ist es aber auch bei uns kompliziert. Vorallem finanziell und wohntechnisch, wie bei Euch. Jetzt weiss ich auch nicht.

Objektiv gibt es sicherlich tausend Gründe, kein Kind zu bekommen. Sei es das erste oder auch das fünfte. Schlussendlich ist aber alles zu schaffen und somit bleibt es doch eine Herzensentscheidung, oder? Vielleicht auch nicht, ich bin mir da selbst nicht sicher.
 
Wie alt ist denn deine Frau ?

Verdient ihr einigermaßen bzw. ist eine bessere Wohnsituation möglich?

Wobei ich die Wohnsituation ausklammern würde.
Unsere ehemaligen Nachbarn haben ne sehr kleine 3-Zimmer Wohnung unter dem Dach. Im Sommer sehr heiß und rund 80m2 klein. Inzwischen das dritte Kind und man sieht sie nur gut gelaunt. Sie lieben Kinder und diese Erfahrung steht vor jeglichem Komfort.
Also der Wohnsituation würde ich da nicht viel Raum lassen.
Wir haben damals, als wir nach Deutschland gezogen sind eine 90m2 Wohnung gehabt und waren mit meinem
Opa zu viert. Es war nie zu eng, auch wenn wir den Essbereich zu einem Zimmer umfunktioniert hatten.

Nicht vergessen, dass eure Maus da auch ne gewichtige Rolle übernehmen kann und vermutlich auch wird.
Zumindest ne kleine Unterstützung wird sie sein.
Mein Kredo ist, es sollte gewährleistet sein, dass man die kurzen bis ca. 20 Lenze unter seinen Fittichen hat. Keiner von uns weiß was übermorgen ist aber mit 52 ist das halt weniger gewährleistet als mit 42.
 
Hm, meine Gedanken dazu:

Meine Schwester ist 6 Jahre jünger als ich. Und wir sind ein Herz und eine Seele. Aber natürlich gab es auch Zeiten, in denen wir uns nur in den Haaren lagen, gerade in den Jahren, als ich in der Pubertät war, war meine Schwester halt das kleine, nervige Kind für mich. War sicher auch für meine Eltern nicht leicht. Aber das hat sich mit den Jahren gelegt.
Es ist auch nicht gesagt, dass miteinander spielen nicht drin ist. Natürlich nicht alles und nicht immer. Aber Kinder sind da oft ziemlich flexibel. Und meine Schwester in Mario Kart abzukochen hat damals auch Spaß gemacht :D Die Faszination Videospiele hat sie jedenfalls komplett von mir vermittelt bekommen und siehe da - sie arbeitet jetzt in der Gamesbranche und hat mir damit was voraus :D

Meine Frau und ich wollten aber keine Geschwister mit so großem Abstand. Nicht wegen den Kindern (da weiß ich aus eigener Erfahrung, dass das klappt), sondern wegen uns. Wenn das erste Kind 5 oder 6 ist, ist man "aus dem gröbsten raus", was den Zeitaufwand und den Impact auf das eigene Leben angeht. Das Kind wird mehr und mehr selbstständig, kann sich auch mal komplett alleine beschäftigen und man kann mit dem Kind mittels Sprache kommunizieren. Da wollten wir nicht nochmal von vorne anfangen und die komplette Babyphase mit Schlafmangel, Windeln und Geschrei nochmal mitmachen.
Zweiter Punkt ist bei mir auch mein Alter. Kind Nr. 2 kam kurz vor meinem 36. Geburtstag. Wenn ich hochrechne, wie alt ich bei Meilensteinen in seinem Leben sein werde, werde ich schon ein wenig traurig. Älter wollte ich auch nicht sein bei der Geburt eines Kindes, aber es gibt genügend Eltern, die noch in ihren 40ern Kinder bekommen. Machbar ist das alles.
Deswegen haben unsere beiden halt nen Abstand von nicht mal 2 Jahren. Es ist jetzt zeitweise anstrengend, aber dafür haben wir in ein paar Jahren zwei Grundschulkinder, die beiden sind sich altermäßig nahe und daher (hoffentlich) auch von den Interessen.

Und das Thema Zeit: Auch mit zwei Kinden hab ich noch Zeit für mich. Abends schlafen Kinder ja für gewöhnlich. Und meine Frau geht meistens früher ins Bett als ich (mir reichen 6-7 Stunden Schlaf locker). Da bleibt mehrmals pro Woche noch ne Stunde oder so für die gepflegte Zockerei. Und die freie Zeit wird ja mit zunehmendem Alter der Kinder nur mehr.
Man muss nur wollen :D

Bei uns werden auch erst mal beide Kinder in einem Zimmer bleiben. Mittelfristig werden wir unser Schlafzimmer aber ins Dachgeschoss verlegen, dafür muss aber noch ein kleinerer Umbau her (Wand mit Tür muss her, da das Dachgeschoss nicht durch ne Tür abgetrennt ist).
ich hatte aber auch ein gemeinsames Zimmer mit meiner Schwester bis ich 14 war und wir in ne größere Wohnung gezogen sind. Hat auch nie wirklich gestört.

Aber die Entscheidung wird euch niemand abnehmen können. Für uns haben einige Punkte gegen größeren Abstand gesprochen, aber wir wollten eben zwei Kinder. Daher das "Doppelpack".
 
ein zweites kind verschiebt so einige grenzen. man soll sich darüber im klaren sein, dass dadurch ein völlig neuer aspekt, nämlich der ständige kompromiss zwischen zwei (klein)kindern, in das leben einer familie tritt. mit einem kind tut man sich da leicht. da ist es der neue mittelpunkt der welt und fertig. also ja, man sollte schon zu 100 % hinter dieser entscheidung stehen.
 
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