Geht schon gut los. Schlafen ist heut nicht. Sobald der Kleine liegt geht das Gejammer los. Es sei denn er liegt bei Papa... dann ist alles rosig.
I rest my case.
Was das Schreien angeht, so hatte mir damals Urgs einen Artikel verlinkt. Stella war nach ihrer Geburt auch arg unleidlich. Mal abgesehen von so Sachen wie Blähungen hier die Reader Digest-Version:
- Kind war, seit es zurückdenken kann, im Paradies
- angenehm schummrig-rotes Licht
- Schwerelosigkeit
- schön warm
- wunderbar gedämpfte Geräuschkulisse
Dann mit einem Mal:
- durch Klo runtergespült worden (fuck war das eng)
- alles übelst hell
- scheiße kalt
- extrem laut (Neugeborene können die Eindrücke noch nicht sortieren, auf die prasselt alles auf einmal ein inkl. der eigenen Bewegungen)
- man kann nicht mal den Kopf heben => damn you Schwerkraft
- Rumgefummel beim Windelnwechseln etc.
Bei euch wurde er zwar nicht durch's Klo gespült, aber dafür haben sie ihm die Bude aufgeschnitten. Auch nicht gerade eine stressfreie Aktion
Das alles geht dem Kind natürlich tierisch auf den Wecker und es lässt den Unmut über's Schreien raus. Hatten wir in den ersten beiden Wochen jeden Abend von 18-22 Uhr. Der Tipp lautet hier: Schreien lassen. Dabei so festhalten (sanft aber nachdrücklich), dass das Kind sich nicht bewegen kann und ihm dabei aber auch zu verstehen geben, dass man weiß, warum man schreit und dass man für ihn da ist. Nicht versuchen, das Schreien irgendwie zu unterbinden. Das gibt die falschen Signale. Schreien ist nun mal das Einzige, was sie können. Ergo klingt auch ein "Menno, ich hätt gern einen Schnuller, Mama" nach "RABÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!"
Die Methode hat bei uns ziemlich gut geholfen. Stella hat sich so viel schneller beruhigt.
Natürlich kann dann da noch der ganze andere Rest eine Rolle spielen: Blähungen, Hunger (beim Stillen weiß man eben nie, wieviel sie wirklich trinken, da es an der Mama keine Füllstandsanzeige gibt), langweilig, Schwesterchen hat am Piephahn gezogen etc.
Bei Blähungen würde ich Lefax empfehlen. Hat bei uns gut geholfen.