Zum Rennen:
Für mich lief es tatsächlich sehr gut. Der GTI geht auf den Geraden von Monza wie die Wutz, weil er zwischen 250 und 270 km/h nochmal zulegt. Das nivelliert sich später wieder, habe ich gestern nochmal auf Le Mans getestet. Dort fährt der GTI also nicht davon, gibt andere Autos, die dort schneller sind.
Im ersten Stint schöne Zwei- und Dreikämpfe gehabt. Immer fair. Ein Mal musste ich
@kellewap innen touchieren, weil ich beim Anbremsen einen Schubser von hinten erhalten hatte. Hätte ich den eins zu eins weitergegeben, wäre kelle beim Einlenken eventuell rausgedreht worden. Habe ihn dann auf der folgenden Geraden vor der Parabolica wieder vorbeigelassen, aber irgendwie wollten dann kelle und Parabolica nicht miteinander.
Ab dann konnte ich zu
@DC-Gamer aufschließen. Der AMG GT geht gut auf den Geraden. Und lässt sich sehr spät bremsen, wie ich gemerkt habe. Wir beide hatten für die Parabolica eine andere Rennlinie, scheint mir. Ich wollte früh innen rein mit geringerem Speed, damit ich mich in einem Rutsch nach außen tragen lassen kann. Markus war hier deutlich später auf der Bremse wegen Auto und Linie, weswegen wir uns ein paar Mal näher kennenlernen konnten. Aber alles gut.
Bis zu Runde 9 waren die ersten 5 innerhalb von 4 Sekunden, das war schon geil und eine größere Leistungsdichte als ursprünglich erwartet. Wenn da zwei, drei Jungs noch mehr Konstanz reinkriegen, könnten wir zu 8 in so einem Fenster fahren. Und das ist für eine Spaß-Liga schon top!
Zu Ende des ersten Stints konnte ich mich ein wenig absetzen. Ein kleiner Fehler von Markus brachte
@DaBuschi280579 und
@tomt2002 in seine Schlagdistanz, und da diese sich einen sehenswerten Dreikampf lieferten, hatte ich niemanden mehr in meinem Windschatten hängen. Ab da konnte ich meine Pace fahren und mich kontinuierlich absetzen. Auch war meine Fehlerrate wohl etwas geringer als bei den anderen.
Den ersten Konzentrationsabbau spürte ich ab Runde 28. Ab ca. Runde 36 war ich froh, meinen Vorsprung verwalten zu können, denn durch die Hitze bei mir und die mangelnde Kondition wäre jedwedes Pushen riskant geworden. So konnte ich im letzten Renndrittel auch nicht mehr an meine Rundenzeiten aus der ersten Hälfte anknüpfen. Mit kleineren Fehlern das Ding dann zu Ende gefahren. Und zu meiner Überraschung nur 2x Strafzeiten kassiert, die ich bequem abbauen konnte.
Da der Reifen-Bug mich nicht heimgesucht hatte, kann ich mich über das Rennen nicht beschweren. Auch wenn die zweite Rennhälfte etwas einsam war, ist das hin und wieder nicht verkehrt. Zumal man gerade bei den Langstreckenrennen mit zunehmender Renndauer auch mit sich selbst zu kämpfen hat.
Sieg hin oder her, freue ich mich sehr auf das nächste Event mit den zwei "Sprint"-Rennen. Die Abwechslung kann zu ganz neuen Rennsituationen führen.
Zum Start:
Dieser hätte in der Tat besser laufen müssen. Ich wäre für einen zweiten Neustart gewesen, aber wir haben es ja anders geregelt, was auch in Ordnung ist. Mit einem zweiten Neustart hätte man aber hoffentlich mehr Feingefühl für die Besonderheiten des Starts in die Leute einimpfen können. Denn trainieren lassen sich die Starts in den Zwischenwochen nur eingeschränkt, da wir da selten in voller Mannstärke antreten. Wäre schön, wenn doch.
Monza mit seiner engen Schikane ist natürlich was Besonderes, aber es ist machbar, dass alle ohne großen Zeitverlust durchkommen.
Ein paar Anregungen:
1. Schaut euch auf einer Strecke die erste Engstelle an, auf die ihr nach dem Start zufahrt.
2. Rechnet damit, dass es dort wegen Zweikämpfen zu größeren Rückstaus kommen kann.
3. Vergesst also euren "Ideal"-Bremspunkt mit der Geschwindigkeit, die ihr mit stehendem Start erzielt, sondern bremst weicher und früher, damit ihr bei einem Rückstau noch voll in die Eisen gehen könnt, ohne dem Vordermann aufzufahren. Gerade in Monza ist wegen dieser Schikane der Rückstau größer als auf anderen Strecken.
4. Achtet auf die Leute um euch herum. Die Kurven lassen sich zu zweit nebeneinander fahren. Auch die Schikane in Monza.
5. Wenn vor euch schon so ein Auflauf ist, dass die (fast) komplette Streckenbreite auf der Geraden ausgefüllt wird, bringt es nichts, beim Anbremsen für die im Vergleich zur Geraden schmalere Kurve auch noch auf dieselbe Höhe wie die anderen aufzuschließen.
6. Schaltet beim Start, nachdem ihr eure gewünschte Traktionskontroll-Stufe ausgewählt habt, sofort auf das Radar, in dem euch die Autos in der Umgebung als blaue Pfeile angezeigt werden. Das hilft ungemein, um abzuschätzen, wo ihr voll einlenken könnt und wo ihr zu zweit/dritt durch die Kurve "müsst".
7. Beachtet, dass die Autos bei stehendem Start unterschiedlich gut wegkommen.
Scheiße: Porsche 911 RSR, VW GTI
Immer noch langsam: Beetle
Top: Die beiden Mercedes
Den Rest kann ich nicht einschätzen mangels Erfahrung. Diejenigen, die schlecht startende Autos haben, sollten es vermeiden, mehrmals die Linie zu wechseln beim Start.
8. Die weiter hinten Startenden sollten berücksichtigen, dass der Rückstau für sie größer ausfällt als bei den Leuten im Mittelfeld. Deshalb ist extra Vorsicht und ein Bremsverhalten wie in Punkt 3 empfohlen.
9. Gerade bei den Langstreckenrennen wird nichts am Start entschieden. Lasst also ein wenig Extra-Luft. Auch für das Format mit den Sprintrennen habt ihr nach dem Start immer noch eine halbe Stunde Zeit, euch die finale Rennposition zu erarbeiten. Es ist genug Zeit vorhanden.
Das sind meine 10 Start-Gebote. 10? OK, das sind meine 9 Start-Gebote. Markiert sie, druckt sie aus, tackert sie euch ans Lenkrad, schweißt sie in Folie ein und hängt sie in der Dusche auf, völlig egal, aber prägt es euch ein. Das wird im Laufe der Saison zu sauberen Starts führen.
Zu den Reifen:
Auch als Nicht-Betroffener finde ich es unheimlich frustrierend, wie dieser Bug regelmäßig andere Teilnehmer heimsucht und ihnen den Spielspaß verleidet. Gerade ein Langstreckenrennen lebt von der Motivation, gegen den inneren Schweinehund anzukämpfen und sich so bessere Platzierungen (als erwartet) herauszufahren, und da hast du einfach die Schnauze voll, wenn die Reifen scheiße sind. Egal ob in einem Stint oder mehreren.
Ich glaube nicht, dass Gran Turismo die unterschiedliche Qualität einer Reifensorte simuliert. Wäre auch Bullshit imo beim virtuellen Autofahren. Es muss am Netzwerkcode liegen. In Saison 4 hatte ich schon mal in einer Facebook-Gruppe der Ü30-GTS-Fahrer nachgehakt, und auch dort war das Phänomen bekannt. Alle rieten zum Host-Wechsel. Das schließt die Probleme nicht aus, aber was bleibt uns anderes übrig?
Holgers und Bautinhos Räume hatten nicht mehr als 3 Balken Verbindungsqualität (gelb) für mich. Beide haben eigentlich ausreichend flotte Internetleitungen. Ich habe eine ausreichend flotte Internet-Leitung, aber Holger kann nicht joinen. Das ist eine Krux, der sich Polyphony eigentlich dringend annehmen müsste. Ob sie daran arbeiten? Ich weiß es nicht. Läuft GTS bei privaten Lobbies etwa nur Peer-to-Peer?
Ich schlage vor, dass
@m1ke82 für den nächsten Event den Host machen wird. Und ich bitte um all eure Stoßgebete, dass dann technisch alles reibungslos ablaufen wird. Dass gestern der Wurm drin war, zeigt ja auch der Disconnect von Nimble.
Zu den In-Game-Uhrzeiten:
Den Vorschlag von Buschi aufgreifend wird es ab dem kommenden Event wieder feste Strecken-Uhrzeiten geben. Ich werde den Eingangspost im Laufe dieser Woche entsprechend aktualisieren.