Die Gameinformer Talkrunde zu Halo hat meine Vorfreude gerade in ungeahnte Höhen schießen lassen.

Sie reden 45 Minuten über die ersten 3 Stunden der Kampagne und dabei auch über den Spieleinstieg, das ein oder andere Setpiece und Charakterentwicklungen. Würde das jetzt nicht als großartige "Storyspoiler" ansehen, aber ja, je nachdem wie ernst man es nimmt, spoilern sie. Also nicht anschauen, wenn ihr wirklich gar nichts wissen wollt.
Werde natürlich auch nichts davon erwähnen, sondern nur über ihre allgemeineren Eindrücke sprechen.
Das hört sich fast schon zu gut an um wahr zu sein. Wie Fanfiction.

Aber anscheinend hat 343i (jedenfalls in den ersten 3 Spielstunden) genau das geschaffen, was wir (ich verallgemeinere uns Halo Fans jetzt einfach mal) immer von ihnen haben wollten.
Einige Stichpunkte, die sie angesprochen haben:
Die Story ist gut. Sie setzt zwar nach Halo 5 ein, fühlt sich dabei aber überraschend neu an, indem sie gar nicht weiter auf das eigentliche Ende von 5 eingeht, sondern die übergeordneten Ereignisse eher als Rahmen für eine sehr viel konzentriertere Master Chief-Story hernimmt. Die Prometheaner werden (und das spoiler ich jetzt einfach mal, weil es die meisten wohl eh freuen wird

) nicht mehr in Halo Infinite auftauchen. 343i hat sie, genau so wie einige andere, unter Fans als fragwürdig erachtete Plotdetails quasi rausgeschrieben.
Insgesamt macht Infinite gleich zu Beginn mehrere Mysterien auf, die auch wie es sich gehört (geheimnisvoll und spannend) erzählt werden.
Das Spielgefühl ist Halo. Und zwar classic Halo CE. Ähnlich wie bei der Story schaffen sie es zwar irgendwie alles aus Halo 2 - 5 mit einfließen zu lassen, sodass es schlussendlich kein "Reboot" ist, greifen aber ganz gezielt den Look und das Feeling aus Halo CE auf. Sie beschreiben es (gefühlsmäßig) als "direkte" Fortsetzung zu Halo CE. Dabei spielt es sich wie kein anderer moderner Ego-Shooter, sondern schlichtweg und im besten Sinne wie Halo.
Die Open-World ist dabei gar nicht mal so open-world. Ja, sie bedienen sich (z.B. mit den Außenposten) bei bekannten Open-World Formeln, entschlacken sie aber deutlich und verschmelzen sie mit dem gewohnt grandiosen Halo Gameplay. Sie sagen, es sei das beste aus allen Welten: das, was an beispielsweise einem Far Cry Spaß macht, gepaart mit einem der immer noch besten Ego-Shooter überhaupt. Außerdem sind (so weit sie das sehen konnten) jegliche "Open-World Aufgaben" optional. Du kannst es auch ganz klassisch spielen und einfach Hauptmission nach Hauptmission abklappern, wodurch du ein ziemlich ähnliches Spielgefühl wie damals beim Schweigenden Kartographn erhalten dürftest. Aber du kannst nun eben auch noch einiges drumherum erledigen. Aufgaben, die einwandfrei ins Halo Universum und zum Halo Gameplay passen und dich oben drauf noch mit netter Lore oder den neuen Upgrades belohnen. Letztere halten sie übrigens für clever umgesetzt. Motivieren und bereichern die Sandbox nur noch mehr.
Bei der Grapple Shot sind sie sich einig: die ist brillant. Es sei nicht nur irgendeine "Fähigkeit" wie so manche Ability in Reach oder Halo 4/5, sondern ein essenzieller Bestandteil des Gameplays. So wie Mario irgendwann den Doppensprung gelernt hat, hat der Chief nun die Grapple Shot, die das gesamte Spiel tatsächlich umkrempelt, weil sie neue Möglichkeiten eröffnet.
Alles in allem sind sie sehr begeistert. Grafisch wird es wahrscheinlich keinen Preis gewinnen, aber Gameplay, Sandbox und Story sind anscheinend so dermaßen "Halo", dass sie es wie oben bereits geschrieben tatsächlich als "direkte Fortsetzung" zu Halo CE beschreiben und das ist ja wohl das größte Lob, was man einem neuen Halo geben kann.
Ich hoffe, das diese Eindrücke, die IGN ja ähnlich formuliert hat, auch im weiteren Spielverlauf bestand haben und uns hier mal wieder ein richtig, richtig geiles Halo ins Haus steht.
Ich bin nun jedenfalls ordentlich gehypt. Noch 26 Tage!
