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Mir war schon der Schritt von Portal zu Portal 2 hin einer zu einem leichteren Spiel.
Meist war man auch recht limitiert im verschießen von Portalen, sodass man öfters direkt sah wo man ein Portal setzen muss.
Der Einbau der Flüssigkeiten war zwar neu, aber auch alles zu schnell zu durchschauen.
Ich finde Portal2 zwar in vielerlei Hinsicht sehr gut (Valve halt...), stimme deinem Punkt aber zu - bzw. habe dies auch bemerkt.
Andererseits habe ich mir auch überlegt, dass Portal1 schon nicht sonderlich schwer war. Die Idee war frisch und beim Konzept und den Rätseln konnte aus dem Vollen geschöpft werden. Der Spieler musste erst verstehen, wie die Portale funktionieren und sich dann an das neue Gameplay gewöhnen. Ich hatte oft das Gefühl, dass abgesehen von der makellosen Umsetzung der Portale der Effekt der "neuen Erfahrung" für das Game wichtig war. Man musste echt überlegen und war häufig selbst ab der Lösung verblüfft. Beim zweiten Durchspielen des Games war ich damals auch um ein vielfaches schneller als beim ersten Durchgang.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Entwicklung von Portal2 ziemlich schwierig war - eigentlich wie üblich bei einem Sequel, aber hier erwarteten die Spieler das "Aussergewöhnliche", den "Portal-Faktor" der "Genialität" und man musste wohl ziemlich aufpassen, was man wie änderte, um die Spieler nicht zu verärgern. Was dies anbelangt, wurde imo sehr gute Arbeit geleistet - das Game ist z.B. von der Präsentation herausstehend und kommt auch bei einer grossen Masse von Gamern sehr gut an.
Aber das Portalkonzept hat vielleicht seine gameplaytechnischen Grenzen. Beim Spielen von Portal2 fiel mir oft auf, dass sich gewisse Rätsel/Hindernisse aus Portal1 wiederholen - anfangs dachte ich, der Grund dafür liege vor allem darin, neue Spieler (aber auch Portal1-Spieler) an eine "Lösungsmethode" zu gewöhnen - wie dies typisch bei Portal ist (ansonsten könnte man die Rätsel nicht kontinuierlich schwieriger gestalten) - die er später kombiniert anwenden muss. Manchmal dachte ich mir aber auch: "Was könnte man denn noch für Rätsel stellen, ohne vertraute und geschätze andere Elemente des Games drastisch zu ändern? Eventuell birgt das Portalkonzept überhaupt nicht so viel Potenzial, wie man sich das vorstellt?"
Ich denke, Portal3 wird da eine nochmals deutlich schwierige Aufgabe haben. Ich gehe sogar soweit und bezweifle ernsthaft, dass ein dritter Teil je erscheinen wird, eben aus diesem Grund. Ausserdem
würde sich das Ende von Portal2 imo durchaus als "endgültiges Ende" eignen, da es eigentlich recht ähnlich wie der Anfang von Portal1 ist - vieles ist ungeklärt, man ist in einer neuen Welt (diesmal eine sonnige, warme), sich selbst überlassen, alleine, ... - dafür gibt es sicherlich einen Fachausdruck, sowas wie "rundes Ende" o.ä.
Ähnlich sehe ich es auch bei HalfLife3: Da es ein Cliffhanger ist, muss die Geschichte irgendwie weitergehen, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass sich Valve ihre liebe Zeit lassen, das Game zu entwickeln/releasen. Dies weniger aus dem Grund eines möglicherweise limitierten Gameplaykonzepts, sondern eher wegen der hohen Erwartungen an einen HalfLife2-Nachfolger. Der Episodencontent überrascht mich nicht - man kann selbigen (auch) als vorsichtiges Vorwärtstasten interpretieren. Manchmal denke ich, dass ich eigentlich keiner Spieleschmiede so richtig zutrauen würde, einen HL2-Nachfolger zu entwickeln, der gleiche oder bessere Qualität bietet - aber ich bin schonmal gottenfroh, dass der Job bei Valve liegt
Aber wie ich es auch bei Bethesda und RockstarGames halte, bei deren Serien ich die Situation ähnlich einschätze - denen vertraue ich einfach
Blizzard wird sich (bei mir) mit DiabloIII erst noch beweisen müssen, nachdem sie imo WoW ziemlich den Bach runtergehen haben lassen mit den ganzen Patches und AddOns (hab's nie selbst gespielt, kenne es aber durch meinen Bruder).
Aber die Chancen stehen gut
@flexx: Es war zumindest sehr gut - danach hat Blizzard imo (soweit ich das beurteilen kann), die Sache etwas weit getrieben. Als ich einmal meinem Bruder zusah, wie er in sonem Flugzeug rumflog und in Echtzeit und Fadenkreuz irgendwelche Gegner in "Dogfights" abschoss, war die Sache für mich gelaufen Auch ist es keine Neuigkeit, dass das Game immer einfacher wurde und von seinen eigenen Regeln immer weiter abwich, und so auch das Spielerlebnis veränderte...
Nur meine Meinung, wie gesagt, hab's nie gespielt, Asche über mein Haupt. Aber ich wäre auch nicht der erste, der das Game inzwischen kritisiert
Jaa vereinfacht wurde es, dafür bin ich aber dankbar, ansonsten bräuchte man wohl ein Jahr um auf Level 80 zu kommen – und da fängt es wohl erst richtig an. Sagt man.
Ja, was ja so erstmal nicht viel sagt. Ich denke Valve hat technisch gar kein Problem damit, HL3 zu entwickeln. Aber die Story und die Atmo müssen stimmen und das frisst echt Zeit.