Mit den Aussagen die hier kommen dürfte es ja auch nicht mehrere Autohersteller geben, bieten ja auch unterschiedliche Ausstattungen und Modelle und co. Oder Spieleentwickler und und und
(1) geht es nicht ums dürfen. Epic kann sein Geld verbrennen wie sie wollen. (2) hinkt der Vergleich mit den Autoherstellern. Um diese Situation auf dein Autobeispiel umzumünzen: Daihatsu und BMW verkaufen nahezu exakt dieselben Autos, zum selben Preis (abseits von ein paar Spezialangeboten auf gewisse Modelle), nur dass Daihatsu mit viel mehr Features/Annehmlichkeiten daher kommt. Heißt jetzt nicht, dass BMW das nicht versuchen darf, natürlich dürfen sie das aber ob es klug ist und auf positive Resonanz der Kunden stößt, ist eine andere Frage. Geht man nun vom Traum des rationalen Konsumente aus, für welche Marke würde sich ein großer Teil der Leute wohl entscheiden?
Verstehe nicht wieso ihr denkt dass Epic da jetzt extrem investieren sollte. Und zig Millionen investieren sollte um 1:1 die Features von Steam zu kopieren um am vom Kunden abgelehnt zu werden. Nur weil die es gerade haben? Deswegen gehen die doch nicht all in.
Wenn man sich mit einem hinkenden Bein zufrieden gibt, kann man das ja gerne so machen. Spricht nichts dagegen. Es will ja Epic niemand etwas vorschreiben. Geht ja nur darum wieso wir Steam nach wie vor bevorzugen. Halte es halt für unklug einen Shop aufzuziehen der in den Gefilden des quasi Monopolisten wildern möchte, ohne ihm das Wasser reichen zu können. Sie hätten ihren Store ja auch etwas anders konzipieren können, um sich von Steam abzuheben. GOG etwa, die fanden sich eine super Nische, mit ihren alten Klassikern und ganz besonders ihrem Verkaufsmodell, bei dem ich als Kunde das Spiel direkt bekomme, ganz ohne DMCA und Client Bindung. Damit heben sie sich heraus und ich kaufe idR deshalb Spiele lieber bei GOG als bei Steam.
Und klar sorgen exklusive Deals dafür das die mehr Kunden ran bekommen. Wenn jemand spiel x haben will, welches es nur da gibt, wird niemand sagen „Nö lass ich jetzt sein“.
Wenn man sich so in diversen Communities umsieht scheint es einige zu geben, die es dann halt sein lassen. Die Gründe dafür können vielfältig sei. Für den einen hat der Titel keine Top Priority, hätte es sich aber geholt, wenn es auf "seiner" Plattform erschienen wäre. Der andere will den Store nicht unterstützen und sorgt so (wenn viele andere genauso handeln), durch seinen Verzicht, evtl dafür, dass der Store sein Modell überdenkt und gegenlenkt. Der nächste will seine Bibliothek nicht auf unterschiedliche Clients verstreuen und hat sich bewusst für eine Plattform entschieden. Wären alles legitime Gründe.
Finde es schwer vermessen den Leuten, denen der ESG nicht schmeckt, zu unterstellen, sie würden die Vorzüge des freien Markts nicht verstehen. Ganz im Gegenteil sogar, sie handeln ja im Sinne dessen, indem sie ihre Entscheidung treffen und sich für die ihrer Meinung nach bessere Wahl entscheiden. Kann man versuchen mit etwa
Brand loyalty zu denunzieren, ist aber Schwachsinn (
@GunzerkerSalvador ).