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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Man, ich hasse diese neue Welt. Alles muss politisch korrekt sein.
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:grins:
 
Erkläre. Wo genau siehst du die Parallele?
Ich finde es auffällig, dass diejenigen Personengruppen am lautesten über die angebliche Beinträchtigung des eigenen Lebens durch 'political corectness' schimpfen, die historisch (und nicht nur historisch) gesehen die meisten gesellschaftlichen Privilegien für sich beanspruchen konnten (und können). Aber das Rad der Zeit dreht sich halt.
Das ist zumindest mein persönliches Empfinden.

edit: Ok, ich kann erkennen, dass es in gewisser Weise als Todschlagargument missbraucht werden kann. Nach dem Motto: du bist ein weißer, heterosexueller, männlicher Mitteleuropäer also darfst du dich zu diesem Thema nicht äußern.
Es sind quasi umgekehrte Voraussetzungen zu: Ich habe selber viele schwarze, schwule, weibliche Freunde, also kann es gar nicht sein, dass ich ein homophober, rassistischer Sexist bin.
 
Zuletzt bearbeitet:
naja, es hat in beiden Fällen imo etwas von einem versuchten Mundverbieten, und das auf eine etwas überhebliche, besserwisserische Art und das ohne eigenen konstruktiven Beitrag


denn jedem, der den Satz "Ich bin kein Rassist, aber..." benutzt, wird direkt eine üble rechte Tendenz unterstellt und daher eh der Wert der Meinung abgesprochen ohne dann im Thema voranzukommen

und so sehe ich das bei dem Satz auch. Es tut einfach kaum was zur Sache wer, was, weswegen sagt, wenn man über wirklich über die jeweilige Sachlage und deren Probleme reden will.
 
Erster Absatz, siehe oben: stimme ich dir zu. Kann sicherlich so aufgefasst werden.
Mit dem zweiten Absatz verliert sich meine Zustimmung aber wieder ein bisschen. Da sehe ich irgendwie die Parallele nicht. Willst du damit sagen, dass nach der Einleitung "Ich bin kein Rassist, aber..." in vielen Fällen noch etwas Gehaltvolles folgt, das aber nicht beachtet wird, weil... naja, die Einleitung eben?
Zum dritten Absatz: ich finde, es tut manchmal durchaus was zur Sache wer was weswegen sagt. Ein "Ich hasse diese neue Welt, alles muss politisch korrekt sein" klingt aus manchen Mündern nunmal mehr nach "buhu, mir wurde mein Lolli geklaut" als aus anderen.
 
Mich stört an dem Bild vom priviligierten weißen Hetero vor allem, dass von irgendeinem Max Mustermann Durchschnittsmenschen ausgegangen wird und dessen statistische Privilegien (Gehalt, Aufstiegschancen etc. ) auf das Individum übertragen werden. Da heisst es dann "DU bist doch so privilegiert!". Wenn du aber ein arbeitsloser Loser aus der Plattenbau-Siedlung bist, nimmst du das vermutlich nicht ohne Proteste hin. Es wird zwar immer wieder ausdrücklich gesagt, dass der Hinweis auf Privilegien kein Vorwurf sei, das Gefühl wird aber trotzdem erzeugt.
 
ich finde übrigens den threadtitel sexistisch und engstirnig.
Das darfst du gerne erklären.

Bemerkenswert finde ich weiterhin, dass offensichtlich ein großes Interesse daran besteht, das eigene Desinteresse am Thema zu bekunden.
"Die große Sexismus-Debatte" scheint einige User*innen ja gehörig aufgewühlt zu haben, dass sie davon einfach nicht loskommen.
 
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