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APPLE Der ultimative Apple Thread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das mit dieser Phone App sehe ich recht locker.
Apple macht in seinem Store, was sie wollen, d.h. sie stellen die Regeln auf, die sie wollen. Man kann kritisieren, was für Regeln dies sind. Ich für meinen Teil bin erstaunt, dass es gewisse Regeln dort gibt, die Gewalt und Sex verbieten, denn Gewalt und Sex verkaufen sich bei dem lächerlichen Mob, der sich Menschheit nennt, nunmal am besten. Wie dem auch sei, alles wofür man sich bei Regeln verpflichtet ist die konsequente Einhaltung der Regeln. Und das hat Apple hier getan. Dass es jetzt auch ein "Apple kritisches" Programm getroffen hat, liegt ja nicht daran, dass es apple kritisch war.
Ich weiß ja nicht, wie die Entwickler sonst so drauf sind, aber wenn ihnen wirklich was am Thema liegt, dann können sie auch seriöse Aufklärung betreiben und nicht insgeheim in ihre eigene Tasche wirtschaften. Es ist mir ja ein Dorn im Auge, wie man die Motive von Apple hinterfragt, aber die Motive des Entwicklers nicht. Der will natürlich nichts anderes, als die Missstände der Welt anprangern... :lol: Ist natürlich klar.

Also war es ein guter Gag, und mehr nicht. Apple wird das reichlich egal sein. Der Gegenwind nimmt natürlich zu, umso mehr Mainstream es wird. Auch wird Apples eigener Maßstab der Funktionalität härter geprüft werden müssen, was uns natürlich als Konsumenten nur helfen kann, dennoch und das erstaunt mich ja wirklich, sind die Kritikpunkte hier ganz andere als bei anderen Herstellern. Und solange man sich nur darüber mokiert, dass Apple ne App entfernt hat, kann es einfach nicht so schlimm sein.

Große Fanboy-Tendenzen kann ich übrigens auch in meinem eigenen Beitrag nicht ausmachen. Und ich bin der größte Apple-Fanboy im Board. Eigentlich wissen wir viel zu gut über das System bescheid, als dass es uns wundern sollte.
 
Danke für das Schreiben dieses Beitrags, Dowie :)
Ich wollte es auch schon so schreiben, hatte dann aber doch keine Lust dazu. Dieser Store gehört Apple, deshalb machen sie darin was sie wollen. Ohne diese Plattform könnten die Entwicklerkeinen keinen einzigen Cent verdienen, und diese prangern sie jetzt an als wäre es ein Allgemeingut :nein:
 
wie jetzt, im app store gibts keine spiele mit gewalt-inhalten? oder wurde diese phone story wegen sex-inhalten rausgenommen? also in den videos sah ich nichts mit sex, müsste also dann die gewalt hier zutreffen.

wurde die rage app auch rausgenommen? (ist die einzige app die ich sonst noch kenne)

wenn apple wirklich so konsequent ist, dann ja mit sicherheit.
 
hab mir nochmal nen video zu phone story angeschaut und gewalt kanns im grunde auch nicht gewesen sein. muss wohl ne andere konsequent von apple eingehaltene regel gewesen sein, gegen die das spiel verstoßen hat.
 
lüsterneLINDA schrieb:
wie jetzt, im app store gibts keine spiele mit gewalt-inhalten? oder wurde diese phone story wegen sex-inhalten rausgenommen? also in den videos sah ich nichts mit sex, müsste also dann die gewalt hier zutreffen.

wurde die rage app auch rausgenommen? (ist die einzige app die ich sonst noch kenne)

wenn apple wirklich so konsequent ist, dann ja mit sicherheit.

Na, da machst du es dir ein wenig zu einfach. Gewaltdarstellungen in Spielen als, wie würde man als Verfechter von Ego-Shootern sagen, stilistisches Mittel in fiktionaler Darstellung, ist nicht verboten. Als Zocker müsste man doch langsam ein Gespür für den schmalen Grad entwickelt haben.

Du kannst jetzt natürlich ein Spiel programmieren, in denen sich der Spieler nicht angebrachter Art und Weise mit wirklichen Schicksalen auseinander setzen muss. Mit Schicksalen, an denen du als Entwickler ja auch noch verdienst. Ich weiß nicht, vielleicht sollte man mal ein Spiel entwickeln, in denen man Flügzeuge ins WTC fliegen lässt, und gucken, ob Apple das auch wegen

- Objectionable or Crude Content

aus dem Store entfernt. Ich würde sagen, mit ziemlicher Sicherheit werden sie das tun. Aber das darf man ja gerne für sich selbst entscheiden.
 
Dow Jones schrieb:
- Objectionable or Crude Content

dass ist also der offizielle grund?!

gut, diese regel kann man natürlich auslegen wie man grad lust zu hat und wie es einem am besten passt. in dem sinne hat apple also wirklich konsequent gehandelt und wird es auch bei jeder anderen entscheidung immer tun.
 
lüsterneLINDA schrieb:
Dow Jones schrieb:
- Objectionable or Crude Content

dass ist also der offizielle grund?!

gut, diese regel kann man natürlich auslegen wie man grad lust zu hat und wie es einem am besten passt. in dem sinne hat apple also wirklich konsequent gehandelt und wird es auch bei jeder anderen entscheidung immer tun.

Nun, wie schon angesprochen. Der Apple Store gehört Apple. Und hier entscheidet Apple, was vertretbar ist und was nicht. Mein Punkt war, dass es erstaunlich ist, dass Apple überhaupt Regeln bezüglich des Inhalts aufstellt und sich damit Kohle durch die Lappen gehen lässt, einfach nur so, weil sie nicht wollen.

Bisher hat Apple jede Art App aus dem Store entfernt, die so dargestellt war, und sie werden es auch zukünftig tun. Daran habe ich weniger Zweifel.

Du kannst natürlich sagen, dass dir diese Art von "Objectionable or Crude" nicht zusagt, es für blöd, veraltet oder sonst wie halten. Aber darum geht es nicht. Wer diese Art von Gesellschaftszynismus braucht (und die Leute, die daran verdienen), Enthauptungsapps auf seinem Handy will, mit Flugzeugen gerne Türme jagt oder eine Crackhure nach der anderen umnieten möchte, der wird bei Apple halt nicht glücklich. Ich will nicht andeuten, dass du so jemand wärest, es geht mir nur um die Klasse von Apps, die unter crude or obejectionable fallen könnten.
 
lüsterneLINDA schrieb:
Dow Jones schrieb:
- Objectionable or Crude Content

dass ist also der offizielle grund?!

Ja, "anstößige" Inhalte werden minimiert. Dass ein Ami Kinderarbeit, Selbstmord oder Titten anstößiger findet als Gewalt ist ja allseits bekannt - da ist Apple keine Ausnahme. Deswegen sind Battlefield, RAGE, etc. nicht in Gefahr.

Der eindeutigste Hinweis dafür, dass das nur ein PR-Stunt war, ist die Sache mit den Spenden: Es gibt nun mal die seltsame Regel bei Apple, dass mit Apps keine Spenden gesammelt werden dürfen. Dass ein Entwickler seine Einkünfte trotzdem spendet kann Apple ja nicht verhindern. Nur sollte er das dann nicht prominent in der App-Beschreibung vermerken, sondern einfach tun.
Dass Molleindustria hier aber absichtlich Apple darauf aufmerksam gemacht haben, dass sie gegen eine KO-Regel verstoßen, zeigt sehr deutlich, wie ernst ihnen die ganze Sache war.
 
@Dow Jones und wen es sonst noch interessiert

von mir aus kann apple programme komplett ohne angabe von gründen aussperren, einfach nur weil sie es wollen und ich störe mich nicht daran. wie du gesagt hat, es ist ihr onlinestore und sie dürfen entscheiden was sie darüber verkaufen. nen ausschluss von phone story ist absolut legal und legitim. ich würde es an ihrer stelle auch rausnehmen.

was mich gestört hat war allein deine verteidigung, dass sie ja nur konsequent ihre eigenen regeln einhalten. deren regeln sind einfach nur total schwammig und können somit überhaupt nicht konsequent eingehalten werden. schon garnicht wenn es sich um fragen der moral handelt wie hier. es kam für mich halt so rüber, als hätte apple hier die allgemeingültige vorgehensweise gefunden was als moralisch gut und was als moralisch schlecht zu bewerten ist und sowas gibts einfach nicht. sonst hätten sich tausende kluge menschen jahrhunderte lang völlig umsonst den kopf darüber zerbrochen und tun es immernoch. die hätten einfach mal apple fragen sollen.

hier entscheidet allein apple was geschmacklos ist und was nicht oder was ihnen in die suppe passt oder nicht. mit konsequenz hat das aber nie etwas zu tun, weils einfach für solche fragen keinen absoluten maßstab gibt, auch bei apple nicht.

finde ich das spiel gut? ja.
auch wenn dieses thema nicht neu ist, wird es meiner meinung nach in den medien viel zu wenig angesprochen und auf die probleme moderner technik eingegangen. ich bin ja selbst fan von dieser technik und hab somit auch kindersklaverei usw. unterstützt. schokolade esse ich auch, wieder kindersklaverei unterstützt. aber je mehr öffentlichen druck die unternehmen bekommen, desto eher sind sie bereit mal mittelfristig etwas an den scheiß bedingungen zu ändern.

ich hätte ja gerne gewusst wie apple auf ein rein text basiertes quiz über die thematik reagieren würde. so in der form etwa:

bei foxconn gab es in der vergangenheit viele selbstmorde in der eigenen belegschaft, wie hat foxconn dieses problem gelöst:

a) gar nicht
b) es gab nie probleme, die selbstmorde gehören einfach dazu
c) man hat die arbeitsbedingungen stark verbesser
d) sie haben netze angebracht

ob apple dieses quiz immer noch für geschmacklos halten würde? wahrscheinlich schon. ich finde beides jedenfalls nicht geschmacklos

eddy:

die einzige konsequente vorgehensweise ist, wenn man alles (oder nichts) erlaubt. was aber trotzdem nichts darüber aussagt, ob diese vorgehensweise als besser zu bewerten ist.
 
lüsterneLINDA schrieb:
[...]sonst hätten sich tausende kluge menschen jahrhunderte lang völlig umsonst den kopf darüber zerbrochen und tun es immernoch. die hätten einfach mal apple fragen sollen.

hier entscheidet allein apple was geschmacklos ist und was nicht oder was ihnen in die suppe passt oder nicht. mit konsequenz hat das aber nie etwas zu tun, weils einfach für solche fragen keinen absoluten maßstab gibt, auch bei apple nicht.
[...]

Man muss hier aber schon ein wenig differenzieren. Apple bestimmt nicht, was allgemein geschmacklos ist, sondern sie bestimmen nur, was für ihren eigenen Store und ihr eigenes Geschäft geschmacklos ist. Wer diese Differenzierung nicht hinbekommt und glaubt, Apple wolle hier die Welt kontrollieren, der sollte nochmals drüber nachdenken.

(Schließlich steht Apple auch dafür ein, ein sauberes und stabiles Medien-Komplettsystem anzubieten. Also kontrollieren sie, wie dieses System ihrer Meinung nach aussehen muss und was dafür gut oder schlecht ist.)

Schließlich wurde ja Android dafür entwickelt damit auch solche sinnlosen Müll-Apps eine Heimat finden :grins:
 
MouseMan schrieb:
Man muss hier aber schon ein wenig differenzieren. Apple bestimmt nicht, was allgemein geschmacklos ist, sondern sie bestimmen nur, was für ihren eigenen Store und ihr eigenes Geschäft geschmacklos ist.

Und was ihre User in diesem geschlossenen System überhaupt zu Gesicht bekommen sollen.

lüsterneLINDA hat schon recht die Definition ist derartig schwammig ausgelegt, dass man auch hätte schreiben können: "Was uns nicht gefällt wird gekickt, basta! Und wenns dir nicht gefällt dann hast du nichts zu suchen in der wunderschönen Apple-Welt der erfolgreichen und schönen Apple-User!"
 
Naja, also gerade in Bezug auf "anstößige Inhalte" gabs da in den letzten Jahren eher wenig Probleme. Da wussten sich die Entwickler meist recht gut einzuschätzen.

Schlimmer wird es, wenn Apple vorgibt wie eine App auszusehen hat und diese anschließend ablehnt, weil sie zu sehr den eigenen Apps/Vorlagen ähnelt (siehe WeekCal HD) - sowas ist dann tatsächlich ein Witz sondergleichen.
 
Apple arbeitet seit einigen Jahren mit genau den knallharten Bandagen, die auch schon Microsoft groß gemacht haben. Und solang - getragen von einer Welle an Fanatismus - alle beiseite schauen, weils ja das gute Apple ist - wird sich vorläufig auch daran nichts ändern. Aber der Glanz beginnt auch bei Apple an allen Fronten zu bröckeln.

Hilft nur eines: macht einen großen Bogen drum, andere Mütter haben auch hübsche Töchter.
 
lüsterneLINDA schrieb:
was mich gestört hat war allein deine verteidigung, dass sie ja nur konsequent ihre eigenen regeln einhalten. deren regeln sind einfach nur total schwammig und können somit überhaupt nicht konsequent eingehalten werden. schon garnicht wenn es sich um fragen der moral handelt wie hier.

Ich glaube schon, dass das funktioniert. Wie gesagt, es geht hier um konsequent, nicht um allgemein oder gar absolut. Diese drei Begriffe muss man streng auseinander halten. Wenn dich diese Unterteilungen interessieren, dann kann ich nur das Buch von R.M.Hare "Die Sprache der Moral" empfehlen. Das ist nämlich genau das Thema: Was sind Prinzipien bzw. Regeln und was genau kann ich mit ihnen eigentlich anstellen? Die Quintessenz ist, dass moralische Regeln keine Allgemeingültigkeit haben, sondern nur universell einzusetzen sind. Sprich: Alle, die sich dem Prinzip verschreiben, sind an die Konsequenzen dieses Prinzips gebunden. Und das hat natürlich Auswirkungen auf den Handlungsraum.

Im Falle von Apple lässt sich eben sagen, sie haben eine Vorstellung von "crude" und "objectionable", die muss der Kunde nicht zwingend teilen. Aber diese Vorstellung von der Regel, sprich die Fälle, auf die sie anzuwenden wäre, ist bei Apple stringent.
Nun werden sie sicherlich in der Konzeptionsphase mal ausbuchstabiert haben, was das heißt, sonst könnte sich der Mitarbeiter nicht daran halten.

es kam für mich halt so rüber, als hätte apple hier die allgemeingültige vorgehensweise gefunden was als moralisch gut und was als moralisch schlecht zu bewerten ist

Nein, das meinte ich nicht. Apple ist der Chef im eigenen Hause, und jeder der seine App unter den Tisch stellt, der ... Von "absolut" moralisch gut hat niemand gesprochen.

und sowas gibts einfach nicht. sonst hätten sich tausende kluge menschen jahrhunderte lang völlig umsonst den kopf darüber zerbrochen und tun es immernoch. die hätten einfach mal apple fragen sollen.
Da inzwischen sowieso alle moralische Anti-Realisten sind, ist die Frage nach moralischer Objektivität eh vom Tisch. Die moralische Tatsache wird von uns konstruiert, jeder darf seinen Vorschlag einreichen.

hier entscheidet allein apple was geschmacklos ist und was nicht oder was ihnen in die suppe passt oder nicht. mit konsequenz hat das aber nie etwas zu tun, weils einfach für solche fragen keinen absoluten maßstab gibt, auch bei apple nicht.
Nur zur Sicherheit. Nach absolutem Maßstab verlangt niemand. Apple sagt, was für Apple anrüchig ist. Und in ihrem Store haben sie auch ein Recht darauf. Ihre Interpretation ist alles, was sie brauchen. Wichtig ist nur, dass sie diese auch konsequent durchziehen.


die einzige konsequente vorgehensweise ist, wenn man alles (oder nichts) erlaubt.
Nein, das ist natürlich Quark. Das Thema ist ja nicht zensiert, nur einige Darstellungen desselben.


lüsterneLINDA hat schon recht die Definition ist derartig schwammig ausgelegt, dass man auch hätte schreiben können: "Was uns nicht gefällt wird gekickt, basta! Und wenns dir nicht gefällt dann hast du nichts zu suchen in der wunderschönen Apple-Welt der erfolgreichen und schönen Apple-User!"

So ähnlich. Du hast es begriffen. Nur, und da unterscheiden wir uns, ist Apples Store kein allgemeines Kulturgut, das jeder beackern sollte und wegen politischen Zwängen eventuell nicht darf. Apple hat hier ein Geschäftsmodell entwickelt, und die AGB's kommen von ihnen und gelten für alle. Dummerweise wollen die meisten ja in diesen Store rein, weil sie Kohle machen wollen. Und dann müssen sie sich eben an die Regeln halten.
Merkwürdigerweise haben die Kunden mit dem geschlossenen System kein Problem, die Auswahl scheint groß genug zu sein, damit sich Apple, entgegen allen Trends, daran dumm und dämlich verdient.

Hilft nur eines: macht einen großen Bogen drum, andere Mütter haben auch hübsche Töchter.
So ist es.
 
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