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Der Papst tritt zurück

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Weasel1988 schrieb:
Genau das macht halt jede Diskussion so schwierig. Wenn sich die eine Seite von Natur aus schon von der anderen beleidigt fühlt, kann auf dieser Basis keine Diskussion entstehen. Schade!

Oder eben andersrum (was ich schon die gaaaaanze Zeit schreibe): Wenn man automatisch als doof hingestellt wird wenn man was mit Kirche/Glauben zu tun hat, dann ist das einfach mühsam. Eine Diskussion erübrigt sich dann. Ich ging jetzt einfach davon aus, dass du "meine Seite" als Kirchenverteidiger" meinst die sich gleich beleidigt fühlt. Das ist eigentlich das einzige was hier vorkommt^^ Wenn nicht, dann sorry.
(Aber mal ehrlich: Wer sagt, er ist jetzt wieder vernünftig durch seine Lästerei und die dazugehörige Abneigung, der meint doch eindeutig, dass er davor zu doof war die "Wahrheit" zu erkennen.)

Für mich liegt die Wahrweit weder bei Gott noch in dessen Nichtexistenz zu finden. Irgendwas dazwischen ists wohl bei mir.

Ich habe noch nie einen Nichtgläubigen kritisiert, ebenso wenig wie einen Gläubigen. Aber diese dauernde Verunglimpfung des Glaubens/der Kirche (speziell hier im Forum) nervt mich massiv. Und dagegen will ich eben anrennen, auch wenn ich weiß, dass das eigentlich sinnlos ist :ugly:
Ebenso wenig will ich den Glauben oder die Kirche verteidigen. Ich kann beide Seiten nur zu gut verstehen. Aber dieses dauernde Rumgehacke auf der Kirche und dem Glauben ist wirklich massiv in unserem Forum. Das ist fast so schlimm, wie wenn jemand hier postet er hätte ein neues iPhone gekauft. Sofort kommen so Kommentare wie "Hättest dir mal lieber ein anständiges Handy gekauft, und nicht so nen eingeschränkten Mist!" (übertrieben ausgedrückt) :lol:
 
Irgendwo müssen ja auch die Kritiker ihr Zuhause haben und solange es nicht zu derb wird: Was spricht gegen eine Äußerung der eigenen Meinung? Zwingt einen ja niemand diese zu adaptieren. :D
 
na wenns um den Glauben geht können einem die "Gotteslästerer" doch nicht viel anhaben
wenn jemand sagt er glaubt nicht an ein "Phantasiewesen" und alles ist irgendwie logisch erklärbar, bitte.. ich werd niemanden versuchen vom Gegenteil zu überzeugen
nur genauso gibt es Grenzen der Wissenschaft, da kannst du noch so auf deine Vernunft pochen, eine Erklärung kann dir trotzdem keiner liefern

das hat allein schon mit der Tatsache zu tun, dass die Wissenschaft nicht nach dem "warum" fragt, sondern nur Tatsachen (Naturgesetze) feststellt und aufgrund dessen Rückschlüsse zieht ("was" ist passiert)
 
@mouseman : ah, ich weiß woran du dich stößt, ich hätte den Begriff Vernunft in Anführungszeichen setzen sollen, sorry mein Fehler.
Ich will hier nicht darauf eingehen warum ich genau Gott, Jesus, den Heiligen Geist und Mutter Maria aufsuchte (in meinen Gebeten) um mir "zu helfen", was zu meinem Erstaunen tatsächlich eingetroffen ist (ich bekam die Hilfe in Form von Kraft und Zeichen (diese Zeichen waren so spezifisch, was heißt ich bekam genau das was ich wollte, mit Zeichen meine ich ich wollte bestimmte Ergebnisse sehen und diese traten ALLE ein, es war eigentlich unheimlich, ich hatte schließlich Gott auf die Probe gestellt :ugly: und nun mußte Gott beweisen daß es Gott gibt, und wie gesagt Gott hatte keinen Widerstand geleistet und mir alles geliefert (Dinge sollten in der Realität passieren und sie sind passiert, alle, meine Forderung an Gott (mir diese Ergebnisse zu liefern) hat etwas mit einem Thema zu tun das ich "studiere" und mit Gott in einer bestimmten Theorie über ein bestimmtes Thema eng verwoben ist)), ich wollte nur mitteilen daß ich eine intensive Phase des Glaubens hatte (war als Experiment angedacht, und ich wurde mehr als befriedigt). Nach dieser Phase (die ca ein halbes Jahr ging) hatte ich, ich drück es mal so aus - meinen Beweis, für was auch immer - und danach hatte ich wieder davon abgelassen, vielleicht weil ich des Anhängens an Gedanken etc müde bin und lieber "ganz leer" bin.
Ich meinte ich sei heute ein Gotteslästerer, damit mein ich daß ich obwohl ich eine sehr gute Zeit mit "Jesus" hatte wieder zu meinem alten Leben zurückgekehrt bin, ohne Gebete, ohne Jesus etc. Das ist einfach meine Natur, und deshalb nenne ich mich selber Götteslästerer.

Wenn es DEN Gott gibt dann ist Gott ein böser Gott, Gott möge uns davor bewahren.
Ich weiß heute welche Kraft Gott einem geben kann und einen Menschen besser oder gut machen kann, allerdings denke ICH daß ich DEMUT auch ohne Gott leben kann. Aber DURCH Gott bin ich vielleicht erst darauf gekommen.

Um all die benachteiligten Menschen auf diesem Planeten müssen wir uns aber selber kümmern. Gott kann denen nicht helfen.
 
Also gerade war ich echt kurz davor in mein Autoradio zu treten!

Da kommt auf WDR2 eine Diskussion mit den Zuhörern über den Papst und die katholische Kirche und die haben unter anderem den Sprecher der Bischoskonferenz im Studio.

Der Moderator liest einige Kommentare von der Website vor und meint, dass er das Adjektiv "weltfremd" öfters lesen würde. Anschließend kommt ein Anrufer zu Wort, der sagt, der Papst habe sei weltfremd und habe die Chance verpasst, die Kirche zu reformieren, viele Christen erkennen sich in der Kirche nicht mehr wieder.
Darauf antwortet der Sprecher der Bischofskonferenz wie folgt: Ist es weltfremd, eine derartige Rede im letzten Jahr im Bundestag gehalten zu haben, die zahlreiche Menschen bewegt hat? Ist es weltfremd, seiner Verantwortung als Deutscher nachzukommen und die Gedenkstätte in Ausschwitz zu besuchen? (Jetzt kommt's!) Ist es weltfremd in Deutschland mit über 240 Schulen das Bildungssystem maßgeblich mitzutragen und mitzufinanzieren, mit x (hab die Zahl akkustisch nicht verstanden, die er genannt hat) Krankenhäusern, Kindergärten etc der deutschen Gesellschaft selbstlos so viele wohltätige Einrichtungen zur Verfügung zu stellen?

Ey, Alter, hat der nen Sockenschuss? Ich wusste ja immer, dass die Kirche stillschweigend von der Caritas-Lüge profitiert und ich wusste immer, dass sie das auch gerne so stehen lassen. Aber jetzt habe ich zum ersten Mal erlebt, dass ein Vertreter der Kirche so frech und dreist lügt, dass mir das Kotzen kommt!
 
Das mit den Kindergärten wusste ich gar nicht. Ich kenne das aus der Schweiz nicht. Keine Ahnung ob es das auch bei uns gibt. Ich denke nicht und falls doch, dann sicher nicht in diesem Ausmass.

Ich kann Kirchenkritiker schon verstehen. Ich bin ja eher positiv dazu eingestellt, aber gebt euch mal bei "Goodbye Deutschland" die Jeannie. Das ist jene die nach Paraguay auswandern will. :wand:
Da fragt man sich manchmal schon wein wenig...
 
Übrigens noch mal was zum Religionsfanatikern allgemein:

Eine Kameradin von mir wohnt in einem winzigen Dorf, in dem die Zeugen Jehovas die vorherrschende Religion sind. Ist so ein 1.000 Seelendorf und die Hälfte gehört wohl zu dieser Sekte (die Familie meiner Kameradin übrigens nicht).

Als vor einigen Jahren ihre Mutter an Krebs gestorben ist, hatte die zwei Tage später von der hiesigen Jehovas-Gemeinde einen Brief im Briefkasten, der ihnen auf mehreren Seiten erklärte, warum der Tod der Mutter absehbar, gerecht und vollkommen richtig war und dass sich auch die restliche Familie auf ein baldiges Ableben einstellen sollte, wenn sie nicht endlich der einzig wahren Glaubensgemeinschaft beitreten. Das muss man sich mal reinziehen, dass man zwei Tage nach dem Tod seiner Mutter so einen Brief bekommt. So wie sie erzählt hat, hat sie das Schreiben so aufgewühlt, dass ihr Vater sie davon abhalten musste, dass örtliche Gemeindehaus nicht anzuzünden. Absolut krass, diese Jehovas-Brut :vogel:

Und genau deshalb würde ich mir eine starke Kirche (aber abseits des Staates) mit vernünftigen Werten in Deutschland wünschen. Die wäre imo ein Bollwerk gegen solche Spinner und andere Sekten. Leider aber hat gerade die katholische Kirche ein Faible dafür, sich selbst in den Fleischwolf zu stecken. So werden in Zukunft mehr und mehr Menschen, die sich eine spirituelle Führung wünschen, solchen Sekten zuwenden.
 
Du schlägst also vor, eine gemäßigte Religion zur Verfügung zu stellen, damit die Leute sich nicht radikaleren oder extremeren zuwenden?

Die Jehovas halten ihre Werte mit Sicherheit für vernünftig, sonst wären sie nicht in dieser Sekte und man bedenke, das Christentum ist auch als Sekte gestartet. Werte sind absolut relativ und subjektiv.
 
Ich denke, um eine gemäßigte Religion kommen wir nicht herum, denn viele Menschen brauchen einen solchen Aspekt des Lebens oder wollen nicht ohne Religion, was ja auch okay ist.

Die evangelische Kirche zeigt ja in Teilbereichen schon wie man es machen kann. Wenn die Kirchen es nun nur noch schaffen würden, über ihren Schatten zu springen, ergo endlich aufhören, gegen ganze Bevölkerungsgruppen zu hetzen und diese zu diskriminieren, habe ich nichts gegen deren Fortbestehen. Dann ist mir eine gemäßigte Kirche tausendmal lieber als jede Sekte, die ihren Mitgliedern Gehirnwäschen unterzieht oder diese brachial zur Kasse bittet oder zu anderen Opfern zwingt. In dem von mir beschriebenen Fall kann eine Kirche dann dann auch in großen Teilen positiv zur Gesellschaft beitragen. Im Moment schafft sie das höchstens in winzigen Teilbereichen, und dass ist schade.
 
Wir hatten gestern Vollversammlung in unserem (Vereins-)Kiga. Beschlossen wurde eine Erhöhung des Mitgliedbeitrags pro Kind um 20 Euro (auf 65 Euro) und quasi ne Aufnahmegebühr (auch wenn es anders genannt wird) um 100 Euro für neue Eltern. Darüber hinaus wird in Zukunft darauf geachtet, dass bevorzugt Kinder genommen werden, die den vollen Betreungssatz bekommen. Eltern mit Halbtagskindern haben dann noch schlechtere Karten. Warum? Weil das Geld gebraucht wird und weil das überall so läuft. Im Prenzlauer Berg gibts wohl freie Kigas, die 1000 Euro Eintrittsgeld verlangen.
Das nur mal am Rande erwähnt, damit man mal sieht, dass fast alle Kitas irgendwie, irgendjemanden ausgrenzen, was gerade nicht in die Richtung passt, die vom Senat vorgegeben wird. Der Trend geht in Berlin zu Mischgruppen (1-5 Jahre), das garantiert den höchsten Personalschlüssel, führt vor Ort aber zu grausigen Szenarien, weil den Erziehern das einfach aufgedrückt wird. Bei uns soll das nun auch geprüft werden, aber wenn die Eltern da nicht mitziehen, kann man das nicht einfach durchsetzen. Dann müssen wir aber noch stärker in die Kasse greifen. Leute, die sich das nicht leisten können, deren Kinder landen in staatlichen Verwahranstalten mit immer miserableren Bedingungen. :nein:
 
Urgs schrieb:
Warum will man als Atheist sein Kind in eine katholische Kita geben? :schreck:

Ist bei meinen beiden Neffen auch so gekommen.
(obwohl die auch evangelisch sein könnte - keine Ahnung).

Es war einfach kein anderer Platz frei. Jetzt muss meine Schwester vor dem Essen beten obwohl bei uns in der Familie alle Atheisten sind.

Ich war am Anfang auch nicht sehr begeistert davon, aber wenn ich da bin betet der größere schon automatisch nicht, weil ich es nie gemacht habe.
Du weißt ja besser als ich, dass man durch das vorleben zu Hause einen sehr großen Einfluss auf das Kind hat.

Da Gott bei uns nie ein Thema ist, wird er das bestimmt auch in Zukunft nicht sein. Falls sich die Kinder trotzdem dazu entscheiden an einen Gott zu glauben (welcher auch immer das sein mag), ist das aber auch ok.
 
Klar, das sind Rituale, die kann man auch wieder ablegen. Ich finds aber schon schwierig, wenn man kleinen Kindern ständig erzählt, der liebe möchte dies und jenes und ausserdem sieht er alles, also WIRKLICH ALLES! :schreck:

Mag ja auch alles nicht so heiß gegessen werden, wie es gekocht wird, aber wenn ich die Wahl habe, dann entscheide ich mich doch lieber dafür, mein Kind in den ersten fünf, sechs Jahren frei von solchen Ideologien zu halten. Gerade Katholiken würde ich da schon gröbere Erziehungsmethoden zutrauen.
 
Urgs schrieb:
Wir hatten gestern Vollversammlung in unserem (Vereins-)Kiga. Beschlossen wurde eine Erhöhung des Mitgliedbeitrags pro Kind um 20 Euro (auf 65 Euro) und quasi ne Aufnahmegebühr (auch wenn es anders genannt wird) um 100 Euro für neue Eltern. Darüber hinaus wird in Zukunft darauf geachtet, dass bevorzugt Kinder genommen werden, die den vollen Betreungssatz bekommen. Eltern mit Halbtagskindern haben dann noch schlechtere Karten. Warum? Weil das Geld gebraucht wird und weil das überall so läuft. Im Prenzlauer Berg gibts wohl freie Kigas, die 1000 Euro Eintrittsgeld verlangen.
Das nur mal am Rande erwähnt, damit man mal sieht, dass fast alle Kitas irgendwie, irgendjemanden ausgrenzen, was gerade nicht in die Richtung passt, die vom Senat vorgegeben wird. Der Trend geht in Berlin zu Mischgruppen (1-5 Jahre), das garantiert den höchsten Personalschlüssel, führt vor Ort aber zu grausigen Szenarien, weil den Erziehern das einfach aufgedrückt wird. Bei uns soll das nun auch geprüft werden, aber wenn die Eltern da nicht mitziehen, kann man das nicht einfach durchsetzen. Dann müssen wir aber noch stärker in die Kasse greifen. Leute, die sich das nicht leisten können, deren Kinder landen in staatlichen Verwahranstalten mit immer miserableren Bedingungen. :nein:

Ausgrenzung durch Geld gibt es leider überall und daran wird sich so schnell auch nichts ändern, da unsere ganze Gesellschaft auf dem Finanzsystem aufgebaut ist. Aber das sollte imo auch die einzige Möglichkeit der Ausgrenzung sein (was schon schlimm genug ist).
Menschen aber auf Grund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder aber ihres Glaubens wegen auszugrenzen, ist nochmal eine ganz andere Hausnummer und sollte es und muss es in Deutschland nicht geben!
 
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