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Der Papst tritt zurück

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

MouseMan schrieb:
Trotzdem bin ich wegen der Kurzsichtigkeit einfach nur verwundert und erstaunt. Jeder darf doch denken und glauben was er will. Aber Leute als Idioten hinzustellen die einer Glaubensgemeinschaft angehören und entsprechend handeln ist einfach nur frech, arrogant und unverschämt. Hier geht es immerhin nicht um eine krasse Sekte oder ähnliches.

I don't respect stupid beliefs. I do however respect a person's right to have them. I also defend my right to find them ridiculous.
- Ricky Gervais
 
Mir ist es auch ziemlich wumpe ob der alte Mann jetzt als Ehrenpräsident im Vatikan rumrennt oder nicht. Ich bin vor ein paar Jahren aus der kath. Kirche ausgetreten, weil ich mich beim besten Willen NICHT mit den Werten/Vorstellungen dieses Vereines identifizieren kann.
Ich bin nur auf die BILD-Schlagzeile gespannt. :grins:
 
Um mal was positives rauszukramen, was meiner bescheidenen Meinung nach früher mal für den Glauben gesprochen hat. Früher, als die Menschen noch stärker glaubten, hatten sie eine andere Einstellung zur Gesellschaft, zum Leben und zu den Dingen, die für die Gesellschaft wichtig sind. Man sieht das daran, wie früher oft gebaut wurde. Ich nehme nur mal als kleines Beispiel die Kanalisationen in großen Städten wie Berlin. Sicherlich hat die Kirche an sich damit nichts zu tun. Aber die Einstellung der Menschen, Dinge zu schaffen, die über ihr eigenes kleines Leben hinausstrahlten, die haben wir in vielerlei Hinsicht verloren. Wir leben heute in der gottlosen Vorstellung davon, dass nach unserem Leben nichts mehr kommt. Und so leben wir auch. Nach uns die Sintflut. Ich glaube, vieles von dem wir heute noch ganz selbstverständlich profitieren, mit dem sich aber damals nicht unbedingt die dicke Kohle machen liess, dazu wären wir als Gesellschaft gar nicht mehr in der Lage, sowas heute wieder zu erschaffen.
Ich schätze, das ist etwas, was wir mit dem Glauben an Gott verloren haben und ich bin davon überzeugt, dass auch in der katholischen Kirche viele kleine Rädchen arbeiten, die noch heute von dieser Selbstlosigkeit und Nächstenliebe angetrieben werden und die nicht darauf warten, dass man ihnen dafür dankt, sondern es ganz selbstverständlich, Tag für Tag machen und danach leben.
 
MouseMan schrieb:
Ne aber mal im Ernst: Mich kotzen diese Sprüche nach der Art "Soll er doch gehen und sein deppertes Amt gleich mit" total an :kaffee:
Finde ich auch! Ich selber bin zwar nicht besonders gläubig, aber dennoch sollte man ein wenig Respekt vor der Person und dem Amt haben.
 
Urgs schrieb:
Um mal was positives rauszukramen, was meiner bescheidenen Meinung nach früher mal für den Glauben gesprochen hat. Früher, als die Menschen noch stärker glaubten, hatten sie eine andere Einstellung zur Gesellschaft, zum Leben und zu den Dingen, die für die Gesellschaft wichtig sind. Man sieht das daran, wie früher oft gebaut wurde. Ich nehme nur mal als kleines Beispiel die Kanalisationen in großen Städten wie Berlin. Sicherlich hat die Kirche an sich damit nichts zu tun. Aber die Einstellung der Menschen, Dinge zu schaffen, die über ihr eigenes kleines Leben hinausstrahlten, die haben wir in vielerlei Hinsicht verloren. Wir leben heute in der gottlosen Vorstellung davon, dass nach unserem Leben nichts mehr kommt. Und so leben wir auch. Nach uns die Sintflut. Ich glaube, vieles von dem wir heute noch ganz selbstverständlich profitieren, mit dem sich aber damals nicht unbedingt die dicke Kohle machen liess, dazu wären wir als Gesellschaft gar nicht mehr in der Lage, sowas heute wieder zu erschaffen.
Ich schätze, das ist etwas, was wir mit dem Glauben an Gott verloren haben und ich bin davon überzeugt, dass auch in der katholischen Kirche viele kleine Rädchen arbeiten, die noch heute von dieser Selbstlosigkeit und Nächstenliebe angetrieben werden und die nicht darauf warten, dass man ihnen dafür dankt, sondern es ganz selbstverständlich, Tag für Tag machen und danach leben.


Da ist meine Meinung aber komplett anders, gerade die Kirche hat mit der Abschaffung der Wiedergeburt maßgeblich Schuld an diesem, von dir beschriebenen Dilemma.

Leute die nicht an Wiedergeburt glauben, sehen eben keinen Sinn darin,
irgendwas zu erhalten, die wollen nur verbrauchen, also konsumieren.
 
Hat die Kirche das tatsächlich abgeschafft? Ich weiß da gar nichts drüber. Aber das meinte ich auch nicht, sondern mehr das durch den Glauben in der Gemeinschaft entstehende Verantwortungsgefühl.
 
MouseMan schrieb:
Trotzdem bin ich wegen der Kurzsichtigkeit einfach nur verwundert und erstaunt. Jeder darf doch denken und glauben was er will. Aber Leute als Idioten hinzustellen die einer Glaubensgemeinschaft angehören und entsprechend handeln ist einfach nur frech, arrogant und unverschämt. Hier geht es immerhin nicht um eine krasse Sekte oder ähnliches.

Für mich gibt es da keinen Unterschied. Außer dass die Kirchen das Privileg haben, vom Staat finanziert zu werden.
 
BAZONG schrieb:
Trayal schrieb:
All hail the Flying Spaghetti Monster.

Ich weiß noch was: Wir alle verzichten auf unser Weihnachtsgeld, auf unser Wochenende (die 5-Tage-Woche) und an diesen scheiß christlichen Feiertagen gehen wir auch lieber arbeiten. Das wär doch mal was. Freiwillige vor.

Ich bin in einer Branche tätig wo Feiertage und Wochenenden kein gültiges Argument sind. Macht mir nichts aus, da ich flexibel bin und meine Arbeit mag. ;)
 
Urgs schrieb:
Hat die Kirche das tatsächlich abgeschafft? Ich weiß da gar nichts drüber. Aber das meinte ich auch nicht, sondern mehr das durch den Glauben in der Gemeinschaft entstehende Verantwortungsgefühl.


Naja eine Gesellschaft die auf Leistung optimiert wurde, verliert eben jegliches
Zusammengehörigkeitsgefühl.

Vielleicht ist das ja mit ein Grund warum viele Leute gerne online daddeln,
da entsteht so eine vorgegaukelte "Gemeinschaft" die ja auch tatsächlich,
auf der Gefühlsebene, einem etwas geben kann.
 
Urgs schrieb:
Um mal was positives rauszukramen, was meiner bescheidenen Meinung nach früher mal für den Glauben gesprochen hat. Früher, als die Menschen noch stärker glaubten, hatten sie eine andere Einstellung zur Gesellschaft, zum Leben und zu den Dingen, die für die Gesellschaft wichtig sind. Man sieht das daran, wie früher oft gebaut wurde. Ich nehme nur mal als kleines Beispiel die Kanalisationen in großen Städten wie Berlin. Sicherlich hat die Kirche an sich damit nichts zu tun. Aber die Einstellung der Menschen, Dinge zu schaffen, die über ihr eigenes kleines Leben hinausstrahlten, die haben wir in vielerlei Hinsicht verloren. Wir leben heute in der gottlosen Vorstellung davon, dass nach unserem Leben nichts mehr kommt. Und so leben wir auch. Nach uns die Sintflut. Ich glaube, vieles von dem wir heute noch ganz selbstverständlich profitieren, mit dem sich aber damals nicht unbedingt die dicke Kohle machen liess, dazu wären wir als Gesellschaft gar nicht mehr in der Lage, sowas heute wieder zu erschaffen.
Ich schätze, das ist etwas, was wir mit dem Glauben an Gott verloren haben und ich bin davon überzeugt, dass auch in der katholischen Kirche viele kleine Rädchen arbeiten, die noch heute von dieser Selbstlosigkeit und Nächstenliebe angetrieben werden und die nicht darauf warten, dass man ihnen dafür dankt, sondern es ganz selbstverständlich, Tag für Tag machen und danach leben.


Ich weiß gar nicht, ob das was mit den Werten der damaligen Menschen zu tun hatte oder bloß mit der Tatsache, dass früher das Bauvorhaben einer Kanalisation oder eines großen Gebäude gerne länger dauerte als ein Menschenleben. Da musste man anders planen. Heute ziehen wir alles innerhalb weniger Jahre hoch, so ist nun mal der Fortschritt.

Davon ab finde ich es immer wieder lustig, wenn Respekt für den Papst und die kath. Kirche gefordert wird. Wo ist denn der Respekt der katholischen Kirche gegenüber Andersgläubigen oder Atheisten? Wenn ich als Atheist mit Katholiken und katholischen Atmsträgern zusammenkomme, vermitteln die mir immer das Gefühl, als wäre ich zu blöd, ihre Lehren zu verstehen, als wäre ich bloß ein Mensch zweiter Klasse. Keine Frage, der Respekt fehlt auf beiden Seiten. Ich würde mir wünschen, dass man die Menschen, die glauben wollen, in Ruhe glauben lässt, mich aber damit in Ruhe lässt.
 
Urgs schrieb:
Um mal was positives rauszukramen, was meiner bescheidenen Meinung nach früher mal für den Glauben gesprochen hat. Früher, als die Menschen noch stärker glaubten, hatten sie eine andere Einstellung zur Gesellschaft, zum Leben und zu den Dingen, die für die Gesellschaft wichtig sind. Man sieht das daran, wie früher oft gebaut wurde. Ich nehme nur mal als kleines Beispiel die Kanalisationen in großen Städten wie Berlin. Sicherlich hat die Kirche an sich damit nichts zu tun. Aber die Einstellung der Menschen, Dinge zu schaffen, die über ihr eigenes kleines Leben hinausstrahlten, die haben wir in vielerlei Hinsicht verloren. Wir leben heute in der gottlosen Vorstellung davon, dass nach unserem Leben nichts mehr kommt. Und so leben wir auch. Nach uns die Sintflut. Ich glaube, vieles von dem wir heute noch ganz selbstverständlich profitieren, mit dem sich aber damals nicht unbedingt die dicke Kohle machen liess, dazu wären wir als Gesellschaft gar nicht mehr in der Lage, sowas heute wieder zu erschaffen.
Ich schätze, das ist etwas, was wir mit dem Glauben an Gott verloren haben und ich bin davon überzeugt, dass auch in der katholischen Kirche viele kleine Rädchen arbeiten, die noch heute von dieser Selbstlosigkeit und Nächstenliebe angetrieben werden und die nicht darauf warten, dass man ihnen dafür dankt, sondern es ganz selbstverständlich, Tag für Tag machen und danach leben.
Was soll das denn für ne haltlose und unbegründete Ansammlung wackeliger Thesen und Behauptungen sein? Was ist "früher"? Wann denn? Von welchen Gesellschaften sprichst du hier? Wie kommst du auf solche Vergleiche?
Das Beispiel mit der Kanalisation in Berlin sagt mir nichts. Könntest du das erklären?

Hier werden Religion, Moral und gesellschaftlicher Strukturwandel (unabhängig von der Religion) vollkommen durcheinander geworfen. Das was du hier als nicht nachhaltiges Verhalten beschreibst unterliegt eher dem technologischen Fortschritt, der wachsenden Bevölkerungsdichte (auch im Bezug auf den Lebensraum) und die damit verbundene Abstraktion von Gesellschaft. Kurz gesagt: "Früher" gab es den Müll nicht, den man heute weg schmeißt. Früher hat auch keine Fabrik am anderen Ende der Welt einen Fluss vergiftet weil mir ein bestimmter Schuh gut gefällt. Die Kirche hat nichts damit zutun. Wenns dir um Familienstruktur geht, dann ist das ein Wandel den die Verstädterung und die Aufklärung mit sich gebracht haben. Da hat die Religion in sofern etwas mit zutun, dass sie vorher die persönliche Freiheit sehr stark eingeschränkt hatte. Dazu hat die Industrialisierung den Lebensrhytmus und den Lebensraum verändert.

Und wer hat denn bitte den Drang verloren, etwas zu verbessern/ zu hinterlassen? Woran machst du das denn fest?
 
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