Dass „Eine unerwartete Reise" als schwacher „Herr der Ringe"-Abklatsch für Kids allzu gemächlich anläuft und lange wenig Aufregendes passiert, ist auch eine Folge der Streckung auf drei Teile, die sich - zumindest, was diesen ersten Teil angeht - nicht bezahlt macht. Erst mit dem Eintreffen der Gruppe um Gandalf in Bruchtal nach der Hälfte der Spielzeit kommt „Der Hobbit" endlich auf Betriebstemperatur und es geht ans Eingemachte. Nun wird um Leben und Tod gekämpft bis sich die Schwerter biegen, dazu werden epische Panoramen von Mittelerde ausgebreitet. Gekrönt wird der Schlussspurt von einem atemlos-grandiosen Finale, das die gerade enttäuschten Erwartungen doch wieder von neuem weckt: Macht Jackson mit „Der Hobbit: The Desolation of Smaug", der am 12. Dezember 2013 in die deutschen Kinos kommt, an der Stelle weiter, wo er mit „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" aufhört, besteht noch Hoffnung, wieder in den alten „Der Herr der Ringe"-Meisterwerk-Modus zu gelangen. Und dann kann der dritte Teil „Der Hobbit: Hin und zurück" 2014 zum krönenden Abschluss einer einmaligen Film-Saga werden.