Befinde mich gerade in einer spannenden Phase. In einer Woche verlasse ich meine aktuelle Kanzlei und beginne noch einmal etwas völlig Neues. Wir setzen uns freundschaftlich auseinander und ich gehe im Guten. Ich verspüre aber den Drang nochmal etwas anderes zu versuchen, etwas Neues von Grund auf aufzubauen. Ich möchte wieder verstärkt in meine lieben Rechtsgebiete zurück, wieder mehr Zeit zu nehmen um in die Lehre zurück zu gehen, wieder mehr publizieren, verstärkt Vorträge halten. Ich sehe die Chance auch Nachhaltigkeit im beruflichen Alltag konsequent zu leben, ohne reines greenwashing zu betreiben. Das Auto fällt weg und weicht Fahrrad und Bahn. Papier wird es nicht mehr geben. Strom wird aus erneuerbaren bezogen und das gesamte Büro wird so vernetzt sein, dass jeder Anwalt nur noch das Ultrabook auf den (egal welchen) Tisch stellen muss und sofort am eingerichteten Arbeitsplatz loslegen kann. Mehr Möglichkeiten auch von zu Hause zu arbeiten für Mitarbeiter die wollen. Auch nochmal neue Rechtsgebiete unterstützen, die ich für sinnvoll erachte, wie bspw das Migrationsrecht um den Flüchtenden aus Moria ein faires Verfahren gewährleisten zu können. In diesen Bereichen dann auch mehr pro bono machen und trotzdem die großen lukrativen Rechtsgebiete bedienen, den eigenen Namen im Rahmen der noch weitergehenden Spezialisierung dann gegen die ganz großen platzieren zu können. Ich hatte ganz vergessen wieviel Aufwand dahinter steht, aber meine Motivation ist gerade grenzenlos. 2020 endet für mich mit einer brachialen Energieleistung und einem Motivationsschub, der Sars-CoV-2 und die damit einhergehenden Querelen völlig wegwischt für mich. Ich bin zum Abschluss dieses Jahres völlig zufrieden.